Geglückter Börsengang:
Groupon kann beenden,
was es begonnen hat

Groupon, das am meisten umstrittene Internetunternehmen seit dem Ende der New Economy, hat einen erfolgreichen Börsengang hingelegt und rund 800 Millionen Dollar eingenommen. Für die Branche ist dies trotz aller Kritik am Groupon-Modell ein Segen.

Der 19. Mai 2011 war ein besonderer Tag für die Internetwirtschaft: Erstmalig wagte sich in den USA mit LinkedIn ein Social Network an die Börse, was nach vielen Jahren Trockenzeit zudem eine neue Welle an Web-IPOs einleitete – mit variierendem Resultat.

Doch so groß die Signalwirkung des LinkedIn-Schrittes auch war: Auf den spannendsten Börsengang eines Internetunternehmens mussten Beobachter fast bis zum Jahresende warten. Am heutigen Freitag ist es soweit: Groupon wird zum ersten Mal an der Technologiebörse NASDAQ gehandelt.

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Sean Parker über den Weg laufen:
Paul Graham über die
Bedeutung von Startup-Hubs

Welche Orte sind wirklich Startup-freundlich? Die, an denen man schlauen Leuten begegnet, meint Paul Graham.

Paul Graham
Paul Graham
Woran liegt es, dass gewisse Städte überproportional viele Startups produzieren und andere deutlich weniger?

Gibt es Orte, die Startups den Garaus machen? Die Frage ist falsch gestellt: Es sind nicht einzelne Orte schlecht für Startups, sondern die meisten. Andere Orte hingegen fördern Unternehmertum und werden zu regelrechten Startup-Hubs. In jüngsten Beitrag von Startup-Guru und Y-Combinator-Gründer Paul Graham geht es darum, was die Orte ausmacht, die ein besonders gutes Umfeld für Jungunternehmen bieten.

Infrastruktur mag ein wichtiger Faktor sein, aber im Grunde ist es viel einfacher: Startups sind ein Katalysator für andere Startups.

Und: das Gegengift für Startup-Sterben besteht aus zwei Komponenten – Kultur und Menschen.

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(Foto: Flickr/pragdave, CC-Lizenz, BY 2.0)

Stocard:
Kundenkarten ziehen ins Smartphone

Stocard will die Geldbörsen von Millionen Konsumenten leichter machen, indem es physische Kundenkarten durch eine Smartphone-App ersetzt. Das Startup aus Mannheim ist nicht allein mit dieser Idee, hat aber einen erfolgreichen Start hingelegt.

Knapp 18 Millionen Deutsche über 14 Jahre nehmen an Bonusprogrammen teil oder besitzen Kundenkarten (was oft Hand in Hand geht), 13,6 Millionen sind bei mehreren Programmen Mitglied. Auch in der Schweiz und Österreich sind Kundenkarten verbreitet. Doch mit jeder Karte, die Verbraucher mit sich herumtragen, wird das Portemonnaie dicker und schwerer, wodurch auch das Risiko zunimmt, versehentlich Karten zu verlieren.

Stocard heißt ein junges Startup aus Mannheim, das Konsumenten in Deutschland, der Schweiz und Österreich mit einer seit Juni verfügbaren, kostenlosen App für iPhone und Android (löblich!) das Herumschleppen unzähliger Kunden- und Bonuskarten ersparen möchte.

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Neues Geschäftsmodell:
PaperC arbeitet an einer
E-Book-Flatrate für Fachbücher

Die Leipziger Onlineplattform für Fach- und Lehrbücher entwickelt eine E-Book-Flatrate, die Nutzern für einen monatlichen Pauschalbetrag unbegrenzten Zugriff auf Fachbücher gewährt.

Abgesehen von einigen Neuigkeiten zum Jahresbeginn wie einer weiteren sechsstelligen Kapitalspritze, dem Erreichen der Marke von 100.000 registrierten Nutzern und dem Start eines Affiliate-Programms war es 2011 relativ ruhig um die Leipziger Online-Plattform für Fach- und Lehrbücher PaperC. Dort finden Studenten und Praktiker derzeit über 14.000 Fachbücher, die mit gewissen zeitlichen Einschränkungen kostenlos online gelesen werden können. Zusatzfunktionen wie das Abspeichern und Ausdrucken kosten pro Seite 10 Cent.

In dieser Woche hat das 2008 von Felix Hofmann, Lukas Rieder und Martin Fröhlich gegründete Startup enthüllt, woran es in den vergangenen Monaten hinter verschlossenen Türen gearbeitet hat: Die Leipziger entwickeln gerade ein Flatratemodell für PaperC, das zukünftig zum Kerngeschäft des Dienstes avancieren soll.

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Linkwertig:
Yahoo Cocktails, Xing Lunch,
Android, Kindle

Yahoo Cocktails
Yahoo tüftelt an einigen Cocktails, die Entwickler von Webanwendungen interessieren könnten. Mojito wird ein JavaScript-basiertes Framework zur Anwendungsentwicklung, auf Manhattan können die eigenen Anwendungen auch gleich gehostet werden.

» Yahoo! Announces Cocktails. Shaken, Not Stirred

 

Lunch
Apropos Cocktails: Xing hat einen Lunchplanner entwickelt.

Wir hoffen, dass Ihnen der Lunchplaner viel Spaß bringt und Sie bei der künftigen Organisation von gemeinsamen Mittagessen bestmöglich unterstützen wird!

» Mittagstisch 2.0 – Der Lunchplaner von Xing

 

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Nebeneffekt des neuen Google Reader:
Mehr RSS-Abonnenten
= mehr +1-Klicks

So sehr der überarbeitete Google Reader auch enttäuscht: Durch die Darstellung des +1-Buttons im Kontext der Artikel liefert Google Betreibern von Websites neue Anreize, möglichst viele RSS-Abonnenten zu gewinnen.

Jede noch so negative Entwicklung hat auch eine positive Seite – selbst der unpopuläre Relaunch des Google Reader, über den wir in den letzten Tagen ausführlich berichtet haben.

Eine der Maßnahmen von Google war es, die nur innerhalb des RSS-Werkzeugs präsente Like-Funktion durch den +1-Button zu ersetzen. Statt einen Artikel an dessen Ende direkt innerhalb des Google Readers per “Like” favorisieren zu können (eine Information, die nicht außerhalb des Dienstes Verwendung fand), prangt nun unterhalb eines jeden Beitrags der im Frühjahr von Google lancierte +1-Button.

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Musik- und Videokonsum der Zukunft:
Wer “on Demand” streamt, braucht keinen Mediencloudspeicher

Mit der Möglichkeit, lokale Mediendateien in der Cloud ablegen zu können, machen zahlreiche Internetfirmen Schlagzeilen. Doch auf dem Weg zum Medienkonsum der Zukunft sind derartige Dienste nur eine Übergangslösung.

Gestern hatte ich die Einladung für einen neuen Dienst namens QVIVO in meinem Posteingang. Bei dem von den ehemaligen Electronic-Arts-Managern Jon Niermann and Liam McCallum gegründeten Service, in dessen Beta-Warteliste ich mich vor einiger Zeit eingetragen haben muss, handelt es sich um einen weiteren Cloudanbieter für die persönliche Mediensammlung.

“Enjoy your movies, TV shows and music through the desktop app then upload your media to the QVIVO Cloud to enjoy through a browser or any device with a QVIVO app”, so bewirbt QVIVO sein Angebot. Und einmal mehr frage ich mich, wozu ich eigentlich noch meine gesamte Mediensammlung in die Cloud laden muss – wenn sie dort doch ohnehin schon irgendwo liegt?

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Gidsy:
Marktplatz für Aktivitäten

Das Berliner Startup Gidsy ermöglicht es Privatpersonen, Aktivitäten, Unternehmungen und Kurse für Interessierte anzubieten und damit Geld zu verdienen. In der kommenden Woche wird der Dienst auch in New York lanciert.

Für ein kurz vor dem Launch stehendes Startup ist es immer hilfreich, wenn bereits im Vorfeld für Aufmerksamkeit gesorgt und damit die Zahl der Newsletter-Abonnenten, Betatest-Aspiranten und Medienbeobachter erhöht werden kann. Gidsy, einem neuen Onlinemarktplatz aus Berlin, auf dem Privatpersonen Aktivitäten von Privatpersonen für Privatpersonen anbieten, ist dies sowohl durch eifriges Trommeln und Netzwerken in der lokalen Webszene der Hauptstadt als auch durch seinen visuell ansprechenden und aufsehenerregenden Guide gelungen, der das Perfekte Gidsy-Inserat beschreibt.

Am gestrigen Mittwoch ging der junge Dienst mit einer vorerst auf Berlin beschränkten Plattform online. In der kommenden Woche soll New York als zweite Gidsy-Stadt folgen.

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Linkwertig:
Dailydeal, Angry Birds, IE, Gmail

Dailydeal
Google startet in Deutschland laut dem Netzökonom seine Attacke auf Groupon, indem es Einnahmen aus nicht eingelösten Gutscheinen voll erstattet.

Diese Änderung soll Dailydeal vor allem kleine und mittlere Unternehmen in die Arme treiben, die bisher dem Vertriebskanal skeptisch gegenüber standen oder mit der Konkurrenz zusammengearbeitet haben.

» Google startet in Deutschland seine Attacke auf Groupon

 

Angry Birds
Zwei Meilensteine in einer Woche: Nachdem die Menschheit die Marke von 7 Milliarden Menschen geknackt hat, kann sich Angry Birds über eine halbe Milliarde Downloads freuen.

» Angry Birds tops 500m downloads

 

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Rdio:
Skype-Gründer wollen ihren
Musikdienst nach Deutschland bringen

Anfang 2012 soll der von den Skype-Gründern Niklas Zennström und Janus Friis entwickelte Musikdienst Rdio nach Deutschland kommen. Unterdessen sucht Spotify nach Personal, das im D-A-CH-Raum mit den Labels verhandelt.

Bisher bietet nur ein einziger Dienst in Deutschland legales, kostenfreies On-Demand-Streaming von Musik, nämlich das Kölner Startup simfy. Ausländische Konkurrenten wie Spotify konnten sich bisher nicht mit der Verwertungsgesellschaft GEMA auf einen Lizenzvertrag einigen, und der einstige simfy-Wettbewerber steereo wurde vor einem Jahr Teil von simfy und daraufhin abgewickelt. Kontrahenten wie JUKE oder Napster bieten keine Gratis-Variante an und konkurrieren mit simfy deshalb lediglich bei der monatlichen Musikflatrate.

Doch mit simfys komfortabler Marktsituation könnte es Anfang des kommenden Jahres vorbei sein: Laut paidContent und TechCrunch plant der US-Musikdienst Rdio, Anfang 2012 in Deutschland zu starten. Nach den USA, Kanada und Brasilien wäre es das vierte Land, in dem der von den Skype-Gründern Niklas Zennström und Janus Friis entwickelte Service auf Sendung geht.

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