Digitale Musik:
Es bewegt sich etwas –
außer in Deutschland

Während internationale Musikdienste um Deutschland noch immer einen großen Bogen machen, zeigt ein Blick ins Ausland, dass Bewegung in den digitalen Musiksektor kommt.

Der digitale Musiksektor ist in Bewegung wie schon lange nicht mehr – zumindest, wenn man über die Grenzen Deutschlands hinausschaut. Hierzulande fallen viele internationale On-Demand-Anbieter nach wie vor durch ihre Abwesenheit auf, was angesichts der zunehmenden Vernetzung mit dem führenden sozialen Netzwerk Facebook für hiesige Nutzer zu Enttäuschungen führt.

Doch außerhalb der Bundesrepublik bewegt sich einiges.

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Fundamentale Veränderungen:
Die Auswirkungen des technischen Fortschritts auf die menschliche Arbeit

Experten streiten sich über die Frage, ob Informationstechnologie mehr Arbeitsplätze zerstört, als sie schafft. Sicher ist eines: Der Bedarf an menschlicher Arbeit wird sich radikal verändern. Das ist ein Grund zur Freude – wenn die notwendigen Voraussetzungen geschaffen werden.

Foto: Flickr/ste3ve, CC-Lizenz
Foto: Flickr/ste3ve, CC-Lizenz
Der technische Fortschritt zerstört unsere Arbeitsplätze – so lautete der Tenor eines Kommentars zu unserem Ende Oktober veröffentlichten Artikel über den Erfolg von myTaxi, einer Smartphone-App, welche die Taxibestellung über Callcenter überflüssig macht. “Wenn die letzten Arbeitsplätze vernichtet sind, dann werdet ihr alle merken, dass man eure iPads nicht essen kann”, kritisierte Leser Christoph Eisenmann die Entwicklung und schloss mit einem ironischen “Fortschritt über alles”.

Er ist garantiert nicht der einzige, der sich über die Auswirkungen der rasanten technischen Entwicklung auf die Arbeitsplatzsituation Sorgen macht. Dass Betroffene nicht unmittelbar begeistert davon sind, wenn Smartphone-Apps, Algorithmen oder Roboter ihnen ihre Jobs wegnehmen, ist nachvollziehbar.

Wissenschaftler sind sich uneinig darüber, inwieweit Informationstechnik mehr Arbeitsplätze zerstört, als durch sie in neuen Branchen geschaffen werden. Historisch hat zwar jeder strukturelle oder technologische Wandel statt zu einer anfänglich befürchteten Vernichtung lediglich zu einer Verschiebung von Jobs geführt, andererseits war keine Veränderung in der Vergangenheit derartig radikal und weitreichend wie die durch IT, das Internet und die Digitalisierung verursachte. Ein Blick zurück ist deshalb kein zuverlässiges Instrument für eine Prognose.

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Linkwertig:
Google X, Generation Y, Spotify, Startups

Google X
Auch das noch: Google verfügt über ein geheimes Labor, in dem Roboter frei herumlaufen.

Die New York Times berichtet, das Google X genannte Labor sei so geheim, dass viele Google-Mitarbeiter nichts von seiner Existenz wüssten.

» Google erprobt im Geheimlabor Technik von morgen

 

Generation Y
Dafür ist auf die heutige Jugend wieder Verlass: Laut der NYT kann die aktuelle Generation nämlich als durchwegs unternehmerisch beschrieben werden, statt Liebe oder Rock ‘n’ Roll stehen die Produktion und der Verkauf von Dingen im Vordergrund.

» Generation Sell

 

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Ein Jahr Wunderlist:
Eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte

Dem Berliner Startup 6Wunderkinder ist mit seinem Dienst Wunderlist innerhalb eines Jahres das Kunststück gelungen, To-Do-Listen sexy zu machen und sich eine weltweite Anhängerschaft zu erarbeiten. Nun steht der Launch von Wunderkit bevor.

6Wunderkinder, eines der angesagtesten deutschen Startups der vergangenen zwölf Monate, ist Erschaffer einer To-Do-Listen-Applikation – diese Erkenntnis wird bei manch einem Branchenbeobachter in letzter Zeit für Verwunderung gesorgt haben. Immerhin gibt es kaum ein Segment im Web, in dem die Auswahl größer ist als bei Tools zur Aufgabenverwaltung, gleichzeitig hält sich das offensichtliche Innovationspotenzial im Vergleich zu anderen Onlinediensten in Grenzen.

Und trotzdem hat Wunderlist, die App des Berliner Jungunternehmens, innerhalb von rund einem Jahr rund um den Globus viele treue Fans gewinnen können. Auf den äußerst gelungenen Launch der iPhone-App mit 300.000 Nutzern innerhalb der ersten drei Monate folgten die Veröffentlichung von Wunderlist für’s Web, für Android, iPad, Windows Phone und im August nach nur 275 Tagen das Erreichen der Marke von einer Million registrierten Anwendern.

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Synchronisierung von E-Books:
Doppeltext vereint Originalliteratur
mit ihrer Übersetzung

Das Münchner Startup Doppeltext synchronisiert E-Books in der Originalsprache mit übersetzten Fassungen und will so die Zugänglichkeit von fremdsprachlicher Literatur verbessern.

Genau wie bei synchronisierten Filmen ein Teil der Original-Atmosphäre verloren geht, verändert sich auch bei übersetzter Literatur die Stimmungslage und Tonalität. So überspringen Übersetzer mitunter einzelne Sätze oder Wortgruppen, passen Inhalt an kulturelle Gegebenheiten an oder wählen Wörter, deren Bedeutung nicht exakt mit denen der ursprünglichen Begriffe übereinstimmt.

Es gibt also gute Gründe, bei Büchern das Original der übersetzten Version vorzuziehen. Dies allerdings erfordert ein gutes Verständnis der jeweiligen Sprache und eine akzeptable Lesegeschwindigkeit. Wer zu oft ins Stocken gerät und Wörter nachschlagen muss, läuft Gefahr, sich am Ende doch eher der ins Deutschen übersetzten Variante zuzuwenden.

Das Münchner Startup Doppeltext will allen an Originalliteratur Interessierten einen Weg bieten, ihr Bedürfnis zu stillen, ohne mit aus mangelnden Sprachkenntnissen resultierenden frustrierenden Erlebnissen umgehen zu müssen.

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Linkwertig:
Flash, Google Reader, London, Oracle

Flash
Mobile Opportunity hat einige strategische Fehler – u.a. kurzsichtige Gier – ausgemacht, die das Ende von Flash zumindest beschleunigen werden.

» Lessons From the Failure of Flash: Greed Kills

 

Google Reader
Nächster Akt in der Tragödie Google Reader: Auftritt eines neuen Buttons zum Sharen, allerdings weiterhin nur auf Google+. Immerhin funktionieren damit die gewohnten Keyboard-Shortcuts wieder.

» Google Reader’s New Share Button

 

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Samstag App Fieber:
testCloud, Lagern per Post, Shiply

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal ein pragmatisches Special mit: testCloud – Testen in der Cloud; Lagern per Post – Kartons lagern; und Shiply – eine Mitfahrzentrale für Pakete.

 

Vor ein paar Wochen habe ich hier UI-Check vorgestellt, welches sie dem Testen der Usability von Webanwendungen widmet. testCloud greift das gleiche Thema auf und möchte das Testen einerseits früher in den Entwicklungsprozess selbst integrieren, andererseits aber auch durch eine ganzer Schwarm an Testern optimieren. Umfang, Komplexität, Länge, Anzahl und Qualifikation der Tester bzw. Tests ist völlig flexibel und wird von Fall zu Fall bestimmt; immer geht es jedoch darum, dass eine ganze Crowd Fehler zuverlässlicher entdecken kann als die eigene (oft vernachlässigte) Abteilung zur Qualitätssicherung. Die Tester werden bei testCloud pro gefundenem “Bug” entlohnt.

 

 

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komoot:
Intelligenter Tourenplaner für alle,
die sich bewegen wollen

Das Potsdamer Startup komoot will Outdoor-Fans und bewegungsfreudigen Menschen mit einem intelligenten Tourenplaner dabei helfen, die perfekte Strecke zu planen.

Wer viel am Computer sitzt (und das wird einen nicht unerheblichen Teil der netzwertig.com-Leserschaft betreffen), muss sich bewegen, um fit zu bleiben. Ein kurzer Spaziergang ums Haus oder den Bürokomplex ist zwar besser als nichts, aber auf Dauer wenig stimulierend. Und nach 20 Rad- oder Joggingtouren auf der selben Strecke sehnt man sich ebenfalls nach Abwechslung.

Das 2010 in Potsdam bei Berlin gegründete Startup komoot schafft mit seinem intelligenten Tourenplaner für diese und andere Szenarien Abhilfe. Das Spinoff der TU Berlin wurde von den Jonas Spengler und den Brüdern Markus und Tobias Hallermann gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, Outdoor-Freunden und -Sportlern dabei zu helfen, die perfekte Tour zu planen.

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Nächster großer Trend:
Die Grenze zwischen online
und offline verschwindet

Immer mehr Services, Geräte und Produkte positionieren sich an der Schnittstelle zwischen online und offline. Die Verzahnung der digitalen Welt mit unseren täglichen Abläufen ist ein großer Trend der nächsten Jahre, so das Echo der Speaker auf der gestrigen GigaOm-Roadmap-Konferenz in San Francisco.

Intelligentes Thermostat "Nest"
Intelligentes Thermostat "Nest"
“Online gehen, gemeinsam online zusammenkommen, gemeinsam offline zusammenkommen” (“Getting online, Getting together online, Getting together offline”) – mit diesem Dreisatz fasste Brain Chesky, der Gründer des beliebten Unterkunftsvermittlers Airbnb, gestern auf der GigaOm-Roadmap-Konfernz in San Francisco die wichtigsten Internettrends der letzten Zeit und kommenden Jahre kompakt zusammen.

Während in der vergangenen Dekade der Zugang zum Internet sukzessive omnipräsent wurde und Social Networks die Online-Vernetzung beförderten, markiert der Übergang von diesen Onlinediensten zurück ins tägliche Leben den beherrschende Trend der nächsten Jahre. Das Faszinierende an der Entwicklung ist, dass sie im Gegensatz zum Übergang von physikalischen zu digitalen Mediengütern den Markt nicht schrumpfen sondern wachsen lässt.

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Brisanter Entschluss:
US-Behörde zwingt Facebook
zum Opt-In-Verfahren

Die US-Handelskommission FTC hat Facebook die Auflage erteilt, für Änderungen an den Privatsphäre-Einstellungen grundsätzlich vorab das Einverständnis der Nutzer einzuholen. Im schlimmsten Fall wird dies Facebooks Entwicklungstempo drastisch verlangsamen.

Foto: stock.xchng
Foto: stock.xchng

Aktualisiert

Nutzer von Internetdiensten wünschen sich zwar (bewusst oder unbewusst) eine Weiterentwicklung des Angebots, haben aber eine Tendenz, signifikante Änderungen zumindest anfänglich abzulehnen – erst recht wenn sie mit abgewandelten Privatsphäre-Einstellungen einhergehen. Facebook, das weltgrößte soziale Netzwerk, hat deshalb über die Jahre signifikante Neuerungen stets im Opt-Out statt im Opt-In-Verfahren eingeführt.

Opt-Out bedeutet, dass eine neue Funktionalität oder Einstellung für Anwender automatisch aktiviert wird. Sofern sie diese nicht wünschen, erhalten sie nachträglich die Gelegenheit, sie wieder abzuschalten. Beim Opt-In hingegen werden Nutzer vor die Wahl gestellt, ob sie die Neuerung freischalten wollen.

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