Mellowball:
Social Shopping mit Überraschungseffekt

Mellowball aus Hamburg liefert über das Schütteln einer virtuellen Überraschungskugel Produkttipps auf Basis der persönlichen Interessensgebiete sowie der Favoriten von Freunden.

Social Shopping muss nicht unnötig komplex sein, um Spaß zu machen. Dies zeigt der Dienst des Hamburger Startups Mellowball. Der Service des Gründer-Duos Sebastian Hettlage und Till Monshausen ist schon seit ungefähr zwei Jahren im Netz, war bisher jedoch als eine Art Live-Shopping-Dienst ausgerichtet: Die “Überraschungskugel” des Dienstes versorgte Nutzer jeden Tag mit einer wechselnden, begrenzten Zahl an Angeboten von Partnershops. Der Reiz lag dabei darin, nicht zu wissen, welcher Deal einem als nächstes angezeigt werden würde.

Vor einigen Wochen schickte das junge Unternehmen aus der Hansestadt Mellowball 2.0 ins Rennen – und erweiterte das Konzept um eine Reihe sozialer Funktionen.

Die ansehnliche und verspielte (aber auf Flash basierende) Optik sowie das Grundkonzept, mit jedem Schütteln der Überraschungskugel ein neues Angebot von externen Shops angezeigt zu bekommen, bleiben zwar bestehen. Neu ist nun jedoch die Möglichkeit, Mellowball mit dem persönlichen Facebook-Konto verknüpfen zu können. Damit spinnen die Macher des Dienstes ein soziales Netzwerk um ihren Shoppingdienst.

Mellowball erlaubt es nun, ausgewählten (oder allen auf der Plattform vertretenen) Facebook-Kontakten zu folgen. Sämtliche Produkte, die diese über Mellowball entdecken und in ihrer dortigen Favoritenliste ablegen, tauchen anschließend unter Umständen in der eigenen Überraschungskugel auf. Ob dies geschieht, hängt sowohl davon ab, welche Interessen man bei der Registrierung angegeben hat, als auch, wie viele der eigenen Facebook-Freunde ein Produkt auf der Favoriten-Liste haben.

Mellowball ist ein sehr simpler Dienst, der sich aber gerade in der nahenden Weihnachtszeit dafür eignen könnte, Inspiration für Geschenkideen zu erhalten. Das Schütteln der Kugel und Warten auf den nächsten Produktvorschlag macht durchaus Spaß, auch wenn zum jetzigen Zeitpunkt nur zwei meiner Facebook-Freunde bei Mellowball registriert sind, weshalb sich die Beeinflussung der Angebote durch meinen Social Graph noch in Grenzen hält.

Der nächsten konsequenten Schritte wären die Integration der Twitter-Kontakte sowie native Apps. Gerade eine schick gemachte iPad-App könnte für ein unterhaltsames Couchshopping-Erlebnis führen. Aufgrund der Flash-Oberfläche funktioniert Mellowball derzeit unter iOS gar nicht.

Erlöse generieren die Mellowball-Gründer Sebastian Hettlage und Till Monshausen aus Affiliate-Einnahmen. Je größer die Reichweite des Dienstes ist, desto mehr Verkäufe generiert er und desto stärker wachsen die Provisionen. Auf weiteren Plattformen verfügbar zu sein, würde da gut ins Konzept passen.

Link: Mellowball

 

Martin Weigert

Martin Weigert ist der leitende Redakteur von netzwertig.com.

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Ein Kommentar

  1. ein ebenso interessanter Beitrag stammt von Daniel Zollo. Hier kann man es lesen http://voycerbiz.wordpress.com/

2 Pingbacks

  1. [...] darstellen. Eine Lösung für dieses Problem wäre der Social-Shopping-Dienst Mellowball, von uns vor einem Jahr unter die Lupe genommen. Eine andere ganz neue steht kurz vor dem offiziellen Launch und kann derzeit bereits in einem [...]

  2. [...] netzwertig.com. Social Shopping mit Überraschungseffekt [...]