Google Reader entfernt Social-Funktionen:
Instapapers große Chance

Wer die jetzt entfernten Möglichkeiten der Vernetzung im Google Reader vermisst, wird fieberhaft nach einer Alternative suchen. Die beliebte Später-Lesen-App Instapaper könnte sich als akzeptabler Ersatz erweisen.

Für alle überzeugten Nutzer des Google Reader, dem einzigen ernstzunehmenden, vollwertigen, webbasierten RSS-Reader, stand der gestrige Dienstag im Zeichen der Auseinandersetzung mit der neuen, deutlich abgespeckten Benutzeroberfläche. Bedenkt man, dass der Reader für manche Blogger, Journalisten und andere “Informationworker” ein essentielles Arbeitswerkzeug darstellt, wird hoffentlich deutlich, welchen Einschnitt in den Produktivitätsalltag ein derartiger Relaunch mit sich führen kann.

Während man sich an die optischen Modifikationen schnell gewöhnen wird, bedeutet der Wegfall der in den Reader integrierten Sharing-Funktionen einen herben Verlust für diejenigen, die sich mit deren Hilfe innerhalb von Googles RSS-Tools Zugang zu den Artikel verschafften, die von abonnierten Lesern besonders empfohlen wurden. Diese Gruppe war vergleichsweise klein, aber lautstark, und zögert nicht damit, ihren Unmut kund zu tun. Und überraschenderweise landeten die Proteste der Google-Reader-Anhänger sogar auf der Startseite von Bild.de.

Der neue Google Reader ist nun nichts weiter mehr als ein stinknormaler browserbasierter RSS-Reader. Wer beim Scannen der RSS-Feeds gerne die Highlights mit anderen teilt und dafür nicht den eigenen Twitter- oder Google+-Stream verstopfen möchte, muss sich nun auf die Suche nach einer anderen Lösung machen. Diskutiert wurde gestern unter anderem der Umweg über die “Sets”-Funktion des Readers, aber einerseits schien auch das nicht zuverlässig zu funktionieren, zudem ist es ein sehr umständlicher Ansatz. Auch die Miniblog-Plattform Tumblr wurde als Workaround ins Gespräch gebracht.

Ich habe mittlerweile einen anderen Weg gefunden, um über das sporadische Verbreiten von Artikelempfehlungen und Nachrichten über meinen Twitter-Account hinaus einen nicht der Schnelllebigkeit des Echtzeitwebs ausgesetzten Artikelstream zu befüllen, wie ich es bisher per Shared Items Feature im Google Reader praktizierte: über Instapaper.

Das bei Viellesern beliebte Tool des US-Entwicklers Marco Arment entstand ursprünglich, um Nutzern über ein Browser-Bookmarklet die Möglichkeit zu geben, Webinhalte zum späteren Lesen im Browser, auf dem iPhone oder iPad zwischenzuspeichern. Genau dafür verwende ich es seit längerem, allerdings eher sporadisch – zumeist an Wochenenden, wenn ich Zeit für ausführlichere Texte habe, die sich im Laufe der Woche bei Instapaper ansammelten.

Vor einiger Zeit spendierte Instapaper-Macher Arment der App soziale Features. Nutzer, die Instapaper mit ihren Konten bei Facebook und Twitter verknüpft haben, können innerhalb der App die Artikel einsehen, die von ihren Kontakten bei den Social-Web-Diensten empfohlen wurden. Außerdem gibt es eine Like-Funktion: Von mir zu Instapaper importierte Texte, die ich durch einen Klick auf das Herz-Icon favorisiere, sind für alle meine Instapaper-Follower in der Sektion “Friend” > “Liked by Friends” einsehbar. Und genau dieses Feature werde ich zukünftig einsetzen, um die Beiträge zu teilen, die ich bisher im Google Reader geteilt habe.

Mit Hilfe des Instapaper-Browser-Bookmarklets lassen sich beliebige, im Google Reader oder auf einer anderen Website geöffnete Artikel direkt im Volltext in die Instapaper-Inbox importieren. Außerdem unterstützen rund 140 iOS-Applikationen den Export von Texten zu Instapaper. Zukünftig werde ich also empfehlenswerte Artikel aus dem Google Reader zu Instapaper senden und dort favorisieren, woraufhin sie für meine Kontakte unter “Liked by Friends” zusammen mit den Empfehlungen anderer Instapaper-Freunde auftauchen.

Dieses Verfahren ist in vier Aspekten den Google Reader Shared Items unterlegen:
1. Es erfordert deutlich mehr Schritte und den Einsatz einer weiteren Applikation.
2. Artikel aus dem “Liked by Friends”-Stream werden im Originallayout geöffnet (lassen sich anschließend aber Instapaper-typisch entkernen und in die Inbox verfrachten).
3. Eine Kommentarfunktion gibt es nicht.
4. Das Vernetzen von Kontakten funktioniert nur über einen Kontaktabgleich mit Facebook, Twitter etc., nicht durch die direkte Eingabe eines Benutzernamens oder eine Suche (allerdings kann man direkt E-Mail-Adressen hinzufügen, sofern man diese kennt).

Trotz dieser Nachteile glaube ich, mit dem Sharing über Instapaper eine zumindest übergangsweise zufriedenstellende Alternative für die Google Reader Shared Items gefunden zu haben. Zumal Marco Arment seinen Service mit viel Herzblut betreibt und sich über die Jahre eine treue Anhängerschaft aufgebaut hat.

Während Google Reader abspeckt, ist bei Instapaper eher wahrscheinlich, dass weitere praktische Features hinzukommen, um noch bequemer und effizienter Informationen aufnehmen und anderen zugänglich machen zu können.

Wer meine favorisierten Artikel im eigenen Instapaper-Stream sehen möchte, folgt mir am besten bei Twitter und startet anschließend in Instapaper den Kontaktabgleich (Update: Ausgerechnet heute scheint es damit technische Probleme zu geben).

Im Browser ist Instapaper kostenlos, die iOS-App (für iPhone und iPad) kostet 3,99 Euro (und ist für News Junkies ihr Geld wert). Eine offizielle Android-Applikation existiert zwar nicht, dafür gibt es eine ganze Reihe von Drittanbieter-Apps (inwieweit diese die in diesem Beitrag erwähnten Social-Features unterstützen, solltet ihr vorab prüfen).

Was haltet ihr von dem beschriebenen Verfahren?

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39 Kommentare

  1. martin lindner
    schrieb am 2. November 2011 um 09:26 Uhr (#)

    ich mag instapaper sehr (fast schon aus irrationalen gründen: die ganze anmutung), also ist mir ein vorwand recht, es mehr zu benutzen. mein problem: ich habe den instapaper-account mit twitter verbunden, wo ich dir folge, sehe dort aber trotzdem gar nichts. das feld dort ist leer.

    1. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
      schrieb am 2. November 2011 um 09:43 Uhr (#)

      Das scheint ein Bug zu sein.

      Adde mich mal über meine Mailadresse: netzwertig @ email punkt de

    2. René Fischer
      schrieb am 2. November 2011 um 12:26 Uhr (#)

      Ist scheinbar ein Bug. Hab vor ein paar Tagen (als die Veränderungen im Reader durch Google angekündigt wurden; Ja, da habe ich auch bereits über Instapaper als Ersatz nachgedacht) die Funktion genutzt, und folge bereits einigen. Hat damals gut geklappt, auch wenn Martin noch nicht dabei war. Hab ich jetzt manuell korrigiert.

    3. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
      schrieb am 2. November 2011 um 12:49 Uhr (#)

      Dummerweise bekommt man selbst keine Benachrichtigung, wer einem folgt. Insofern weiß ich jetzt nicht,wie ich dir folgen kann ;)

      Da muss Marco Ament unbedingt noch nachbessern. Ist auch blöd, wenn jeder seine E-Mail-Adresse irgendwo posten muss, um gefunden werden zu können.

    4. René Fischer
      schrieb am 2. November 2011 um 13:09 Uhr (#)

      Stymmt. Wer eröffnet den Feature-Request? ;)

      erar.svfpure -äg- tnrua.bet (rot13)

    5. Acky
      schrieb am 2. November 2011 um 16:31 Uhr (#)

      Marco hat in seinem Blog beschrieben, wie er die “sozialen Komponenten” von Instapaper sieht:

      http://marco.org/2011/09/…s-antisocial-network

      Ich kann mir deswegen nicht vorstellen, daß er etwas “nachbessert”.

  2. Moritz
    schrieb am 2. November 2011 um 10:02 Uhr (#)

    Viel Bewegung in diesem Bereich. Ich musste spontan an Quote.fm denken. Kommentare gibt’s und schnell bei Instapaper ist der Artikel auch. Bist du da schon dabei?

  3. Felix Schaumburg
    schrieb am 2. November 2011 um 10:30 Uhr (#)

    Läuft hier ebenso. Ich hab’s aber nicht nur wegen des neues GReaders so gemacht, sondern weil ich oft im GReader nur sammle und es dann zum Lesen in Instapaper schiebe. Dort konnte ich dann ‘liken’, wenn ich den Artikel wirklich gelesen hatte.

  4. Gerd Kamp
    schrieb am 2. November 2011 um 10:37 Uhr (#)

    Seit gestern sehe ich die Sache mit Google Reader, zumindest für die nächsze Zeit deutlich entspannter und ehrlich gesagt versteh ich die Panik nicht mehr so ganz.

    Die Umstellung war erstmal eine rein kosmetische, die seit 5 Jahren inoffizielle API ist noch genau so da und noch genau so inoffiziell. Das Note in Reeder Bookmarklet funktioniert weiter auch die Shared Item Feeds sind noch da.

    Das einzige was nicht mehr geht ist sharen im Browser. Daher habe ich mir gerade für den Mac Reeder gekauft. Damit kann ich (erstmal) genauso weiter lesen und sharen wie bisher und diejenigen die meine shared items abonniert haben können diese weiter lesen.

    Da weiterhin “starren” unterstützt wird und es auch dazu eine Feed URL gibt, wäre das für mich die erste Alternative.

    Sollte dann die inoffizielle API irgendwann mal nicht mehr funktionieren muss ich mir Gedanken anfangen Gedanken zu machen. Aber das war vor zwei Wochen auch nicht anders.

    Aber wieso sollte Google Ohne Not eine funktionierende Infrastruktur umbauen sprich Geld investieren? Sie haben mit minimalem Aufwand das erreicht was sie wollten: Die Massen werden jetzt schön brav plussen statt sharen. die Alten Hasenkönnen weiterhin sharen müssen dafür aber ggf. ein paar Euro für ne App ausgeben. Die meisten haben dass eh schon getan.

    Mein Vorschlag an Google wäre: Richtet doch einfach ein “Classic” Theme ein in dem das sharen wieder möglich ist und versteckt die Aktivierung dieses Themes irgendwo weit hinten. Oder macht daraus ein Easter Egg, das man via Greasemonkey aktiviert.
    Das ganze hatte ich gestern mehr oder weniger auch schon mal (auf englisch) aufgeschrieben
    http://relations.ka2.de/2…er-after-the-change/

    1. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
      schrieb am 2. November 2011 um 10:38 Uhr (#)

      “diejenigen die meine shared items abonniert haben können diese weiter lesen.”

      Wie denn? Die Möglichkeit, Artikel abonnierter User zu sehen, wurde ja sowohl aus dem Reader selbst als auch von der API entfernt.

    2. CH
      schrieb am 2. November 2011 um 12:15 Uhr (#)

      Das ist leider nicht richtig – das Bookmarklet funktioniert nicht mehr.

      Versucht man es zu verwenden, erhält man im sich öffnenden Fenster die Nachricht:

      We’re sorry – Google Reader no longer supports the “Note in Reader” bookmarklet.

    3. Gerd Kamp
      schrieb am 2. November 2011 um 13:58 Uhr (#)

      @ch Hatte es gestern morgen, nachdem mein Reader umgestellt war nochmal ausprobiert und es ging bei mir noch. Werde es wenn ich wieder an dem Rechner bin nochmal ausprobieren.

    4. Gerd Kamp
      schrieb am 2. November 2011 um 19:48 Uhr (#)

      @ch Hab mir das jetzt ein bisschen genauer ansehen können, Google hat den Code der hinter dem Bookmarklet liegt ausgetauscht. Genauer: http://www.google.com/reader/link will wohl nicht mehr so wie gewohnt und in http://google.com/support…n&answer=147149 beschrieben. Sehe momentan nicht wie man diese Funktionalität mit der API nachbauen könnte, da man AFAIK über die API nur bereits existierende Items bearbeiten kann.

  5. Daniel Bröckerhoff
    schrieb am 2. November 2011 um 10:56 Uhr (#)

    Wer befürchtet, mit interessanten Artikeln seinen Twitterfeed zu verstopfen, hat Twitter nicht verstanden oder anders verstanden als ich. Meine Meinung. Ich hab das Empfehlungs-Dings vom GoogleReader nie genutzt. Bei mir hat Twitter den RSS-Reader fast vollständig ersetzt.

  6. Andreas
    schrieb am 2. November 2011 um 11:02 Uhr (#)

    An Instapaper hatte ich auch direkt als Workaround gedacht. Kann man ja auch mit ifttt ansteuern. Vielleicht geht damit dann noch mehr?

  7. Sebastian
    schrieb am 2. November 2011 um 11:44 Uhr (#)

    ich weiß echt nicht wo euer Problem ist. “Reader Einstellungen” -> “Senden an” -> “Instapaper” oder ein anderer Dienst.

    1. René Fischer
      schrieb am 2. November 2011 um 12:24 Uhr (#)

      Man, das Problem ist nicht, das man nicht mehr an andere Quellen senden kann, sondern vielmehr, das man die Empfehlungen anderer nicht mehr innerhalb des Readers lesen kann.

    2. Felix
      schrieb am 2. November 2011 um 12:44 Uhr (#)

      Die ‘geherzten’ Artikel in Instapaper kann man doch als RSS Feed wieder in GReader einbinden. Kein Problem an dieser Stelle, wieder alles unter einem Dach zu haben – und gleichzeitig noch über Instapaper seine Favoriten anzubieten.

      Mein RSS-Feed lautet:
      http://instapaper.com/sta…aUhjnmXuhPLC5TFhrQAQ

    3. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
      schrieb am 2. November 2011 um 12:47 Uhr (#)

      Felix, das ist dein eigener RSS-Feed richtig?

      Der hat ja imo wenig nutzwert. Außer ich will von 30 Instapaper-Nutzern jeweils die Liked-Feeds im Google Reader abonnieren.

      Doch dort tauchen sie nicht in voller länge auf. Und wenn ich ohnehin schon in der Instapaper-App bin, lese ich sie lieber gleich dort.

    4. René Fischer
      schrieb am 2. November 2011 um 12:57 Uhr (#)

      Genau das ist das Problem. Hab das RSS-Feature auch bereits getestet. War aber wenig zufriedenstellend. Also dann lieber doch gleich im Instapaper-Client lesen.

      @Martin: Kann die iOS-App die gelikten Artikel der anderen User innerhalb der App darstellen? Oder öffnet sich auch hier der Webbrowser?

    5. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
      schrieb am 2. November 2011 um 13:04 Uhr (#)

      Die Artikel öffnen sich im eingebauten Instapaper-Browser, sprich, es ist durchaus erträglich. Und evtl gar nicht so schlecht, wenn der jeweilige Publisher den Visit erhält.

  8. Alex
    schrieb am 2. November 2011 um 12:25 Uhr (#)

    Einfacher als mit Instapaper ist das aber zum Beispiel mit dem Dienst Pinboard.in zu bewerkstelligen, hier kannst Du auch RSS-Feeds von einzelnen Nutzer abonnieren.

    1. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
      schrieb am 2. November 2011 um 12:30 Uhr (#)

      Pinboard.in hat aber nicht so nette mobile Apps (imo) und ist als Bookmarking-Service meiner Ansicht nach doch zu sehr auf einen anderen Use Case ausgelegt (und weniger verbreitet als Instapaper).

  9. Alex
    schrieb am 2. November 2011 um 12:57 Uhr (#)

    Als mobile App für Pinboard.in empfiehlt sich Delibar, da ist der einzige Nachteil die fehlende Offline-Reader Funktion.
    Prinzipiell hast Du natürlich recht, jedoch finde ich den Weg via Instapaper für etwas unbedarfte Nutzer etwas Umständlich.
    Ein weiterer vor teil liegt noch auf der Hand, ich habe eine Zentrale Stelle zum Sammeln, die obendrein auch noch via Fulltext durchsucht werden kann.

  10. René Fischer
    schrieb am 2. November 2011 um 13:00 Uhr (#)

    Es gibt m.W. keine Android-App die die Likes der Personen darstellt, denen man folgt (habe so ziemlich alle diesbzgl. die Tage durchgetestet). In InstaFetch bspw. kann man nur selbst “liken” und auch nur diese innerhalb der App einsehen.

    Ich stehe schon seit letztem Jahr mit dem Entwickler von InstaFetch in Kontakt und habe ab und an Verbesserungsvorschläge übermittelt, die meist auch umgesetzt wurden. Ich habe ihm vorgeschlagen, das Like-Feature dahingehend auszubauen, das man die gelikten Artikel anderer direkt in der App lesen kann. Ich bin gespannt wie er darauf reagiert und gebe (falls es jemanden interessiert) hier gern nochmal Feedback.

  11. Gerd Kamp
    schrieb am 2. November 2011 um 13:37 Uhr (#)

    @martin

    Die Shred items eines Users sind (in Webform hinter dem URL-Pattern
    http://www.google.com/reader/shared/ zu finden. Dort gibt es auch einen Link zu einem ATOM Feed der dem URL-Pattern
    http://google.com/reader/…m.google%2Fbroadcast

    folgt. Die userid ist das spannende, Meine ist 13826663647881592084. Bis gestern konnte man der Webseitenfassung über die Settings im Reader auch noch einen Vanitynamen geben. Daher sind meine Shared Items auch unter http://www.google.com/reader/shared/gerdkamp zu erreichen.

    Wenn man jetzt seine userid noch nicht kennt, kriegt man sie IMHO am einfachsten raus indem man im Google Reader links auf markierte Artikel geht (die starred items) und sich dann die URL ansieht die oben im Browser angezeigt wird. Das ist bei mir:

    http://google.com/reader/…com.google%2Fstarred

    Das Muster ist also identisch mit der shared item feed URL bis auf den suffix starred statt broadcast.

    So solltest durch ersetzen von starred durch broadcast zu der URL deines Shared Item Feeds kommen.

    SEine Umfangreiche Dokumentaion der inoffiziellen API findet sich unter

    http://code.google.com/p/…wiki/GoogleReaderAPI

    Wenn ich mich recht erinnere hat sich die Authentifizierung geändet (ich glaube OAuth statt SID). Für den Shred item Feed ist das aber egal, da er ja public ist.

    1. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
      schrieb am 2. November 2011 um 15:02 Uhr (#)

      Das Ding ist: Wie lange wird Google das wohl noch supporten? Befüllen lässt sich dieser Feed ja nur noch über Apps, die auf die GR Api zugreifen.

      Zudem muss man halt jeweils einen RSS-Feed abonnieren, d.h. die bisher bei dem “User you follow”-Stream greifende Aggregation von Artikeln (die dann im besten Fall nicht doppelt auftauchen) findet nicht statt.

    2. CH
      schrieb am 2. November 2011 um 17:12 Uhr (#)

      Gerd, danke für Deine Ausführungen.

      Kannst Du nochmals kurz erklären, wie Du neue Items zu http://www.google.com/reader/shared/gerdkamp hinzufügst? Gelingt das über den Mac Reeder?

      (Und gäbt es auch eine Möglichkeit, beliebige Web-Inhalte auf diesem Weg hinzuzufügen – wie mit dem Bookmarklet?)

    3. Gerd Kamp
      schrieb am 2. November 2011 um 19:56 Uhr (#)

      @CH genau. Das mache ich momentan via Reeder auf dem iPad oder auf dem Mac. Nutze Google Reader seit ca. 1 Jahr fast nur noch via Reeder auf dem iPad ist einfach schöner am Frühstückstisch / einfacher in der Besprechung. Hab heute morgen mir dann mal Reeder auf dem Mac gegönnt, nachdem ich während meines Tests in der Betaphase keinen Mehrwert gegenüber der Browserversion erkennen konnte.Jetzt hat die App den Mehrwert. Hoffentlich möglichst lange.

  12. Gerd Kamp
    schrieb am 2. November 2011 um 13:55 Uhr (#)

    Noch einen kurzen Nachtrag.: Die UserID, der Leute denen man folgt bzw. die einem selbst folgen bekommt man über den Export in den Reader Einstellungen.: Nicht überraschenderweise sind es die Optionen:
    Liste der Personen, bei denen Sie mitlesen und
    Liste Ihrer Mitleser.

    Dort kriegt man dann JSON Dokumente (followers.json resp. following.json, die bei mir u.a. so aussehen

    {“friends”:[{"userIds":["16956913420452848104"],

    Also einfach die UserIDs rasusuchen und in das URL-Pattern für die Shared Items einsetzen, schon habt ihr schon wieder die Shared item feeds

  13. Jens Arne Männig
    schrieb am 2. November 2011 um 14:26 Uhr (#)

    Die eigenen Instapaper-Empfehlungen lassen sich überdies auch ganz nett in ein eigenes Blog einfügen. Eine simple Methode dafür habe ich heute Morgen kurz hier beschrieben: http://maennig.de/lesetipps-instapaper

    1. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
      schrieb am 2. November 2011 um 15:04 Uhr (#)

      Ah sehr schön. Bisher hab ich unter martinweigert.com rechts auch die Shared Items angezeigt.Dann kann ich das ja durch Instapaper Likes ersetzen. Thx!

  14. DirkNB
    schrieb am 2. November 2011 um 17:49 Uhr (#)

    Hat sich schon mal jemand darüber Gedanken gemacht, wie eine Alternative für die Leute aussieht, die über die Tags neue Feeds generiert haben? Also nicht nur einen wie es sicher über die oben beschriebene Art und Weise zu simulieren geht, sondern mehrere, thematisch über die Tags sortierte Feeds? Das war eine der herausragendsten Eigenschaften des Readers, die jetzt nicht mehr gehen.

    1. puyol5
      schrieb am 2. November 2011 um 19:02 Uhr (#)

      @DirkNB: Die gehen bei mir noch, hoffentlich auch weiterhin.

    2. DirkNB
      schrieb am 2. November 2011 um 22:58 Uhr (#)

      @puyol5 Betonung auf “noch”. Die Clips aus den Tag-Feeds lassen sich schon nicht mehr konfigurieren. Also alles nur noch eine Frage der Zeit, bis sie nicht mehr gehen.

  15. rob d
    schrieb am 2. November 2011 um 22:29 Uhr (#)

    Oh Mann, eure Probleme will ich haben..
    Auf einmal bricht hier die blanke Panik aus weil man jetzt etwas ganz wichtiges verpassen könnte. Oh my god!

    Wie war das nochmal? “Wenn eine Nachricht wichtig genug ist, wird sie mich schon erreichen”.
    Kam doch von euch News-Junkies der Spruch, oder?

    Scheinen wohl doch nur Lippenbekenntnisse gewesen zu sein..

    1. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
      schrieb am 3. November 2011 um 06:29 Uhr (#)

      In der Regel war es genau über die Shared Items der von mir im Google Reader abonnierten User, wie mich diese Artikel dann erreichten.

      Der Spruch stammt also mutmaßlich von Google Reader Shared Items Nutzern ;)

  16. René Fischer
    schrieb am 3. November 2011 um 17:02 Uhr (#)

    Es tut sich was:

    Google Reader fanatic (also known as a Sharebro) Francis Cleary decided to take things into his own hands. Cleary tried using Google+ a bit but says it didn’t feel right. So over the past ten days, Cleary has been devoting every minute of his free time to building his own social RSS site that will keep Reader’s dying features alive. For now, he’s calling it HiveMined.

    The service is built to work just like Google Reader but better. On the HiveMined blog, Cleary describes the idea quite simply: “A replacement for Google Reader. Basically an RSS reader with a bit of social thrown in.” Cleary explained the idea further to The Atlantic Wire. “The way to think about it is that the people on the hive are going to mine out the best content on the internet,” said the 26-year-old Pennsylvania nativ

    1. René Fischer
      schrieb am 4. November 2011 um 00:14 Uhr (#)

      Und es tut sich noch mehr. Mit dieser Chrome-Extension ist (fast) alles wieder wie vorher (soll heißen Sharing und Following ist wieder möglich): http://chrome.google.com/…bjnejlhcbpb?hl=en-US

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