Ohne Not abgespeckt:
Der neue Google Reader
ist eine große Enttäuschung

Google hat wie angekündigt seinen RSS-Reader überarbeitet und dabei die integrierten Social-Features entfernt. Das Resultat ist enttäuschend.

Zehn Tage nach seiner Ankündigung, dem Google Reader einen frischen Anstrich zu verpassen und einige der existierenden Social-Features zu entfernen, hat der Internetgigant Nägel mit Köpfen gemacht und die neue Version seines RSS-Readers lanciert.

Meinen damaligen Artikel zu der Meldung schloss ich mit erzwungenem Optimismus: Immerhin bestand ja tatsächlich die Chance, dass der Wegfall der von mir und anderen Viellesern geliebten Funktion zum Sharing von Beiträgen innerhalb des Readers und zum Abonnieren der von anderen Nutzern geteilten Texte durch die in Aussicht gestellte Verknüpfung des Google Readers mit Google+ gar kein Drama werden würde sondern ein ähnlich effektives oder noch besseres Informationsmanagement ermöglicht hätte.

Leider scheint dem nicht der Fall zu sein. Denn die Integration von Google+ in den optisch an andere Google-Dienste angepassten und um besagte Sharing-Features erleichterten neuen Reader beschränkt sich lediglich auf einen prominent platzierten +1-Button unterhalb eines jeden aufgeklappten Artikels.

Dort wo bisher der Google-Reader-Like-Button platziert war, prangt nun das +1 und schreit nach einem Klick. Dieser zieht ein öffentliches +1 nach sich und erlaubt zudem das Teilen des Beitrags mit ausgewählten Google+-Kreisen – analog zu dem +1-Button für externe Websites, der auch unterhalb der netzwertig.com-Artikel zu finden ist.

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Der entscheidende Vorteil der Sharing-Funktionen war nicht das Teilen an sich sondern die Fähigkeit, die von anderen auf diese Weise hervorgehobenen Beiträge in einem separaten Stream innerhalb des Google Reader oder der an diesen angeschlossenen RSS-Apps wie Reeder zu konsumieren. Dies ist nun nicht mehr möglich.

Angenommen, alle von mir bisher im Google Reader abonnierten Nutzer gehen zum Teilen ihrer Beiträge über den +1-Button über (was nicht garantiert ist), würde dies bedeuten, dass ich jeweils bei Google+ vorbeischauen müsste, um nachzuschauen, welche Artikel sie empfohlen haben. Zumal dies auch voraussetzen würde, dass sie Inhalte nicht nur mit einem +1 versehen sondern aktiv mit ihren Circles teilen. Die Gefahr, dass diese Artikel dann im schnell fließenden Contentstream untergehen, ist groß.

Doch selbst wenn die in ihrer Zahl zugegebenermaßen kleine Google-Reader-Gemeinde es schafft, das bestehende Vernetzungsbild und den bisherigen Sharing-Prozess in Google+ nachzubilden, ändert dies nichts daran, dass diese Inhalte nur noch über Google+ selbst bezogen werden können und nicht mehr über den Google Reader oder dessen 3rd-Party-Anwendungen.

Für Google existiert derzeit ein wichtiges strategisches Ziel: Google+ Omnipräsenz zu verleihen. Alles, was diesem Bestreben auch nur theoretisch im Weg steht, wird platt gemacht. Dieser grundsätzliche Ansatz ist nachvollziehbar (wenn auch traurig).

Trotzdem wäre es wünschenswert gewesen, wenn Google bei der Integration einen Schritt weiter gegangen und das Darstellen der von einzelnen User via Google+ empfohlenen Artikel innerhalb des Google Readers (und damit auch über Google-Reader-Apps) erlaubt hätte – zum Beispiel indem es die persönliche Google+-Profilseite mit den +1-Empfehlungen mit einem Button “im Google Reader abonnieren” versehen hätte.

In seiner neuen Form ist der Google Reader eine ohne große Not deutlich beschnittene Fassung des Vorgängers, die statt einem Like-Button nun eine +1-Schaltfläche beinhaltet.

Was für eine Enttäuschung (wenn auch mit Ansage)!

In den nächsten Tagen werden Google-Reader-Freunde mit Sicherheit intensiv Alternativen diskutieren – die leider rar gesät sind. Karsten Werner empfahl jüngst Twitterlisten als Ausweichlösung zum klassischen RSS-Reader.

Reaktionen zum neuen Reader gibt es beispielsweise in den Kommentaren zu diesem Google+-Post. Falls ihr Vorschläge habt, wie man die jetzt weggefallene Sharing-Funktionalität anderweitig nachbilden kann, lasst es uns in den Kommentaren wissen.

Für die inoffizielle Google Reader API wurde “Shared Items” momentan noch nicht deaktiviert. Über Reeder konnte ich heute früh Beiträge teilen, die anschließend auf meinem ebenfalls noch erreichbaren Google-Reader-Profil auftauchten. Von Dauer wird dieser Zustand aber sicher nicht sein.

 

Martin Weigert

Martin Weigert ist der leitende Redakteur von netzwertig.com.

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51 Kommentare

  1. Ich denke solange google Buzz läuft, wird das sharen noch funktionieren. Der +1 Button ist ja mehr nur ins Template gebaut worden.

  2. Das Google den Fokus auf Google+ legt, ist verständlich. Mir persönlich gehen sie jedoch etwas zu radikal vor. Kaum jemand in meinem Bekanntenkreis nutzt bzw. kennt Google+. Den Reader mit der Sharing-Funktion nutzen jedoch sehr viele, so dass der Aufschrei entsprechend groß ist. Richtung Google+ “gedrängt” zu werden, ist da eher kontraproduktiv.

  3. Ich habe heute morgen erstmals im neuen Layout mit dem Google Reader gearbeitet: (zusätzlich zu oben)

    1. Der Reader ist mit den Funktionen Anzeigen/Löschen extrem langsam (jedenfalls heute morgen)
    2. Die Schrift wurde auf Kosten der Zwischenräume verkleinert, sodass weniger Meldungen auf einer Seite (lesbar) angezeigt werden
    3. Das Abarbeiten der Feeds wird aufwendiger, weil bei jeder Benutzung des Sliders (bei den Subscriptionen) dieser an den Anfang der Liste zurückspringt und dann nach unten auf Position gezogen werden muss (bei 500 Subscription unnötig zeitaufwändig. usf

  4. Ich bin sehr begeistert vom (in meinen Augen an den richtigen Stellen) entschlackten Google Reader, was aber auch daran liegt, dass ich und auch fast niemand, den ich kenne das Sharing-Feature genutzt hat und ich gut drauf verzichten kann. Die Google+-Integration finde ich sehr praktisch, da ich dort doch so einige Leute in meinen Kreisen habe, denen ich so einfacher Links empfehlen kann. Das Layout ist davon abgesehen sowieso spitze, da hat Google ja aber auch bei ihren anderen neu designten Diensten ganze Arbeit geleistet.

  5. Eigentlich ist Alles noch da, nur etwas versteckt: die Sache mit den eigenen, geteilten Sets verbirgt sich unter “Browsen”. Und das Teilen funktioniert jetzt über Tags: einen oder mehrere Tags für den Beitrag vergeben, dadurch landet er in einem entsprechenden Ordner, und dieser Ordner kann in einem Set geteilt werden. Klar? Einfach ausprobieren!

  6. @ Hugo E. Martin
    Jo ist auch bei mir extrem langsam.

    An die optischen Veränderungen gewöhnt man sich vermutlich.

    @ beetFreeQ
    Jo wer Shared Items nie genutzt hat, wird die Funktion auch nicht vermissen ;)

    @ Boris
    Es geht nicht um Sets. Das ist eine andere Funktion.

  7. Wenn wir schon eine “so kleine” Google-Reader-Community sind, warum nicht von eurem “netzwertig-Profil” aus einen Circle mit entsprechendem Titel erstellen. Dort können sich dann die Newsjunkies (wie ich) für die erste Zeit tummeln und später eigene, spezialisierte Kreise betreiben. Interessante News werden dort per share(+1)button dort abgelegt. Sicher chaotisch zunächst, aber vielleicht auch spannend.

    • Wir haben kein netzwertig-Profil bei Google+. Aber Unternehmenspages kommen ja demnächst…

      Aber das ist dann noch mal ein anderer Use Case. Mir geht es ja primär um meine privaten Informationsflow.

    • Circles sind mit den bislang geteilten Inhalten via Google Reader leider nicht vergleichbar:

      - Teilen via Circles ist wesentlich aufwendiger als das bisherige Teilen (in Reeder beispielsweise genügt ein Klick auf «Share»);
      - Circles kann man nicht per Feed-Reader folgen;
      - Circles enthalten Personen und nicht Themen, das heisst man muss allen Texten einer Person folgen und kann sich nicht auf geteilte Inhalte beschränken;
      - Texte aus Google+ kann ich bislang nicht für das spätere Lesen bei Instapaper ablegen.

      Und so weiter …

  8. Bei mir läuft der Google Reader im Firefox unter Windows 7 auch gefühlt etwas langsamer und unrunder. Zudem finde ich es anstrengend, dass die Links jetzt schwarz wie der Text und nicht mehr blau sind, was die Identifikation der Link erschwert.
    Das fehlende Sharing fehlt mir schon jetzt, da ich vielen interessanten Leuten gefolgt bin, von denen ich nun keine Empfehlungen mehr bekomme. Alles in allem stimme ich Martin zu, dass das Redesign eine große Ernüchterung, wenn nicht gar ein Rückschritt ist. Schade.

  9. was mich auch ankotzt: die keyboardbedienbarkeit ist auch großteils weggeflogen
    j/k zum blättern geht ja noch (solange man nicht zuletzt auf +1 geklickt hat oder so), m für unread/read geht auch noch, aber dann hört es langsam auf.
    Bis gestern konnte ich schön im vorbeigehen mit l, s und shift+s verschiedene Wertungen verteilen, die sich dann darin ausgewirkt haben, an wen das weitergeleitet wird. (Star -> landet bei mir auf Twitter, Share -> landet nur im reader-stream, like -> man sieht es nur wenn man den post eh schon offen hat)
    Das war praktisch, doch jetzt geht davon nur noch Star und für +1 scheint es nichtmal eine Tastenbelegung zu geben. Selbst wenn ich also Google+ so verwenden will, wie ich es mit Reader bisher getan hab, bedarf das erheblich mehr Aufwand und ich muss jedes mal extra die Maus anfassen. :-/

    • und die Grenzen zwischen den einzelnen nicht-aktiven Elementen sind sehr schlecht erkennbar.
      Man sieht einfach nicht auf Anhieb wo das übernächste Element aufhört und das danach anfängt, bestenfalls noch weil die Überschrift größer ist.

    • Das Design ist einfach nur schlecht. Der Google Reader war bisher der übersichtlichste und schnellste. Das hat sich seit den letzten Update dann erledigt.
      Hat jemand schon Alternativen gefunden?

  10. Ich habe viel die Funktionen rund um die Tags genutzt, einschließlich der Clips und einer nachfolgenden darstellung auf Webseiten. Alles weg. Jetzt brauche ich eine Programmieridee und viel Zeit, um ohne die Dienste auszukommen. *verzweifel*

  11. Sehr sehr schade Google. Mir kommt die Vorgehensweise von Google beim Relaunch der einzelnen Dienst doch schon ziemlich stümperhaft vor. Funktionen werden zusammengestrichen, mit denen man gerade die Power-User an sich bindet, das Design der einzelnen Dienste ist zwar ähnlich, variiert aber stark im Detail (bitte mal bei Apple informieren, wie man es richtig macht!), es wird zu stark auf Weißräume genutzt, wodurch Platz für die eigentlich relevanten Inhalte verloren geht uvm.

    Und mit dieser Beschränkung auf +1 im Google Reader wird dieser ja (abgesehen von einfachen “Senden an”-Links) quasi zur geschlossenen Einrichtung. Informationen fließen nur noch in eine Richtung, zu Google+. In Googles neuer Linie scheint “Open” kein Begriff mehr zu sein. Und wenn man jetzt ja auch noch an das Monetarisieren von APIs denkt (Translation+Maps API) etc., dann scheint bei Google jetzt ein neues Denken eingesetzt zu haben. Basis-Funktionen für Basis-Nutzer, wer mehr möchte, entweder bezahlen oder Tschüss (= Alternativen suchen)!

    • Der zweite Absatz enthält einen interessanten Aspekt der in meinem Umfeld noch gar keine Beachtung gefunden hat. Vielen Dank für den Denkanstoß!

      Anscheinend weicht Google von seinem selbst gewählten Slogan “Don’t be evil” ab… Am Ende bleibt natürlich die Frage, was die Alternativen für die Google Produkte, insbesondere Google Reader sind?

  12. Habe gedacht, man könnte irgendwas mit ifttt basteln, aber alles was ich probiert habe hat irgendwelche Nachteile.

    Spontan eingefallen sind mir:

    - Starred Reader-Artikel in ein gesharted Evernote-Notebook, das sich ja wieder per RSS abonnieren ließe. Nachteil: Die gestarrten Artikel tauchen zwar im Evernote-Notebook auf, jedoch irgendwie nicht wieder im Google Reader, wo ich den RSS-Feed des public Ordners abonniert habe. Darüber hinaus scheint der Content im RSS-Feed auch abgeschnitten zu werden.

    - Starred Reader-Artikel in ein eigens dafür angelegtes Tumblr-Blog (das man dann ja wieder abonnieren könnte). Nachteil: Mit jedem so einen “Share” werden de facto Kopien des Artikels erzeugt.

    - Starred Reader-Artikel zu Delicious oder Diigo. Nachteil: Kein Full-Feed mehr.

    Alles leider nicht das Wahre :(

    Bliebe nur die Möglichkeit gestarrte Artikel direkt via ifttt zu Twittern und mehr mit Twitter zu arbeiten. Das ist zwar auch keine befriedigende Lösung, aber immer noch besser als das Sharing zu G+.

  13. Bliebe nur die Möglichkeit gestarrte Artikel direkt via ifttt zu Twittern und mehr mit Twitter zu arbeiten. Das ist zwar auch keine befriedigende Lösung, aber immer noch besser als das Sharing zu G+.

    Ja darauf läuft’s bei mir momentan wohl auch hinaus.

  14. Hoffe ja ehrlich gesagt auf Sharing-Features innerhalb von NewsBlur: http://www.newsblur.com/

    Der Entwickler hat es jedenfalls auf der Agenda: http://blog.newsblur.com/…a-social-feed-reader

    • Hehe hab ich auch gerade bei G+ gepostet. Aber leider ist Newsblur so hässlich, und ohne Integration in die Reeder-App wird es sehr schwer, mich zu einem anderen RSS-Reader zu ziehen.

    • Mir egal ob das Ding hässlich ist (finde ich jetzt übrigens auch gar nicht soooo schlimm). Hauptsache ich hab die vom Reader gewohnte Handhabung wieder. Und mobile Apps gibt es ja auch. Insofern wäre das echt eine Alternative.

  15. Nutzt Ihr den Google Reader denn noch? Ich nutze inzwischen nur noch die Reeder-App auf Mac oder iPad, weshalb mir die Änderung nicht weh tun. Google will halt um jeden Preis Google Plus pushen und dafür nimmt man wohl Einschränkungen für Power-User in Kauf.

  16. 100% Zustimmung – guckt Euch mal das entsprechende Google-Seo an:
    http://mygoogleplus.de/20…edesign-google-plus/ – Verarschung…

  17. Die Sharing-Funktion kann man wieder “nachrüsten”, indem man den Feed der geteilten Artikel aboniert.
    In deinem Fall den Feed von http://google.com/reader/…d/martinpunktweigert

  18. So, kurz mal etwas zusammengeschraubt, was zumindest die gröbsten Probleme des neuen Layouts behebt: http://pastebin.com/CpMJi8mW

    Diesen CSS-Code kann man als Userstyle z.B. über eine Chrome-Extension wie Stylish für https://www.google.com/reader/view/ hinzufügen. Damit wird das ganze wieder ein wenig lesbarer (aber nur getestet in Chrome).

  19. Über Tumblr.com zu empfehlen wäre eine mögliche Alternative. http://plus.google.com/11…58/posts/jV5gxKyYcz8 einfach den Google Reader mit Tumblr verbinden. Mit der Option: “Senden an” Links und Kommentar zu Tumblr posten. jetzt “nur noch” alle bisherigen Reader Kontakte dort folgen und überzeugen. Die Tumblr Abbos in den Reader. Fertig

  20. Das Sharing Feature lässt sich doch weiterhin über die Tags und Sets verwenden!
    Einfach jeden Beitarg den ihr “sharen” wollt einen neuen Tag zuweisen, z.B. “Empfehlung”. Aus diesem Tag könnt ihr ein Set erstellen, welches jeder der eure empfohlenen Artikel lesen möchte abonieren kann.
    Oder habe ich da etwas übersehen???

    • Und wie erfahren diejenigen, dass ich ein entsprechendes Set anbiete?

    • Du kannst den Link ja über twitter, Facebook oder Mail verbreiten. Oder einen Link in dein google+ Profil einfügen…
      Dass google für alle Dienste nur noch ein Profil möchte, ist ja verständlich.

    • Letztendlich ist es dadurch doch sogar flexibler geworden, da man so seine Empfehlungen z.B. nach Thema sortieren und mehrere Sets anbieten kann…

    • Meinst du mit “Set” das, was im Google Reader als “Bundle” bezeichnet wird?

    • Also bei mir heißt es unter “Browsen” -> “Set erstellen”.

      Oder noch einfach: Wenn man einen neuen Tag erstellt hat (z.B. durch Hinzufügen eins neuen Tags bei einem Artikel), links in der Baumansicht auf den Pfeil neben dem Tag klicken und bei dem Menü “set erstellen” wählen. Bundle habe ich noch nicht gesehen? Oder verwendest du den google Reader auf Englisch?

    • Ah genau, ist wg. Englisch.

      Ok hab das jetzt mal gemacht. Ergebnis ist erst mal nicht schlecht

      http://google.de/reader/b…19%2Fbundle%2Fshared

      Heißt halt, dass man von den gewünschten Nutzern jeweils ein Set abonnieren muss, und das somit auch keine Aggregation der gesharten Artikel mehr stattfindet (weil jedes Set für sich behandelt wird).

      Besser ist das imo nicht, aber immerhin ein Workaround. Leider lässt sich aus Reeder heraus nicht taggen.

      Aber danke für die Inspiration.

    • Was meinst du mit Aggregation? Ich kann doch als Nutzer alle abonierten Sets von Leuten denen ich “folge” in einen Ordner packen und dort wird es dann doch wieder zusammen angezeigt, also z.B. nach Datum sortiert. Oder habe ich etwas falsch verstanden?

    • hm, scheint wohl doch nicht so einfach zu funktionieren. Ich habe dein Set mal abonniert bekomme aber dann beim Anschauen die Meldung:

      Sie verfügen nicht über die Zugriffsrechte für diesen Feed.

    • Ja das stimmt. Aber im Stream der abonnierten User wurde es bisher so gehandhabt, dass – wenn mehrere Nutzer den gleichen Artikel geteilt haben – dieser nur einmal auftauchte, mit den Icons der Nutzer, die ihn geshared haben.

    • Hattest du schon Artikel in deinem Set? Bei mir ist es nämlich leer.

    • Ja hatte ich. Scheint nicht richtig zu funktionieren.

  21. Tja, das ging ja fix. Hier gibt es die erste Chrome-Extension die die Share-/Follow-Funktionen im Reader wieder aktiviert:

    http://chrome.google.com/…bjnejlhcbpb?hl=en-US

    Eben getestet. Bin happy :)

    • Und hier gibt es noch eine Lösung, die nicht auf der Reader-API basiert (wie die zuerst genannte Extension): http://userscripts.org/scripts/show/117058

      Könnte hilfreich sein, wenn Google die API abschaltet. Aber bis dahin will ich ohnehin auf einer anderen Lösung sein. HiveMined macht ja (auf dem Papier) Fortschritte :)

    • Nach längerem Test kann ich sagen, das die Lösung nur halbgar ist:

      1. Man sieht die Artikel derer denen man folgt nur gesammelt in einem Ordner. Man kann also nicht dediziert bspw. die gesharten Artikel von Martin Weigert aufrufen. Außerdem sieht man nicht, wie viele ungelesenen Artikel man hat.
      2. In der Reader-App (Android) sieht man (auch wenn man auf der alten Version geblieben ist), keine gesharten Artikel.

      Werde wohl vorerst doch auf Instapaper bleiben.

    • Danke für das Update! Bei der Erweiterung ist mir dazu unklar, auf welche Daten meines Google-Kontos sie zugreifen kann.

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