Mit secure.me startet myON-ID Media aus München heute einen Monitoring-Dienst für Facebook, der mit dem Label “Privacy made in Germany” international das Vertrauen von um ihre Privatsphäre besorgten Nutzern gewinnen will.
Wenn es nach einigen deutschen Politikern geht, dann ist “Datenschutz made in Germany” der nächste große Exportschlager. Die zahlreichen Regulierungsversuche und Einschränkungen, die hierzulande in den vergangenen Jahren diskutiert und in Angriff genommen worden sind – vom digitalen Radiergummi über die Verpixelung bei Street View bis hin zum Fall Schleswig Holstein – haben den hohen und teils auch übertriebenen Stellenwert des prinzipienhaften Datenschutzes in der EU und speziell in der Bundesrepublik auf internationaler Bühne ins Rampenlicht gerückt.
Die Münchner myON-ID Media GmbH möchte mit einem neuen Dienst zur besseren Überwachung der persönlichen Privatsphäre bei Facebook die Gelegenheit nutzen und mit dem Versprechen “Privacy made in Germany” eine weltweite Nutzerschaft ansprechen.
secure.me nennt sich der soeben im Beta-Stadium angelaufene kostenfreie Onlineservice, der sich an Eltern, Privatpersonen und Unternehmen richtet, die sich nicht darauf verlassen, dass sie bei Facebook alle ihre Privatsphäre betreffenden Aktivitäten und Ereignisse mitbekommen.
Facebook und die US-Handelskommission FTC haben sich wie erwartet über den Umgang mit dem Datenschutz geeinigt. Künftig muss das Social Network Nutzer bei Veränderungen ihrer existierenden Privatsphäre-Einstellungen um Erlaubnis bitten – neue Funktionen sind davon aber nicht unbedingt betroffen.
Die Details der jetzt getroffenen Vereinbarungen ähneln in etwa dem, was vor drei Wochen über das Abkommen bekannt wurde. Möchte das Unternehmen die von Anwendern getätigten Privatsphäre-Optionen modifizieren, darf dies nicht mehr ohne deren ausdrückliche Zustimmung geschehen – wie es bei einem großen Update vor zwei Jahren eintraf. Zudem erhält Facebook die Anweisung, die Datenschutzbestrebungen in Form eines Privacy-Programmes zu formalisieren und dessen Implementierung alle zwei Jahre mit einer Laufzeit von 20 Jahren von einer unabhängigen Prüfungsfirma kontrollieren zu lassen.
Information Overload
Weise Worte: Der Begriff Information Overload führt uns in die Irre. Das Problem liegt nicht an den Informationen, sondern an unserem Konsumverhalten.
Beim österreichisch-britischen Startup Buffer, mit dessen Dienst sich Tweets und Facebook-Updates zeitversetzt publizieren lassen, zeigen alle Erfolgsindikatoren nach oben. Gerade hat das Unternehmen, das jetzt im Silicon Valley weilt, die ersten 50.000 Dollar Umsatz erwirtschaftet.
Organisierten Twitter-Anwendern die Möglichkeit geben, Tweets mit Linkempfehlungen dosiert über den Tag verteilt zu veröffentlichen – mit diesem Ziel schufen der Österreicher Leonard Widrich und der Brite Joel Gascoigne zu Jahresbeginn den Onlinedienst Buffer. Buffer-Anwender installieren eine Browsererweiterung, die es ihnen erlaubt, Links besuchter Websites zum Versand über Twitter vorzubereiten. Der Service verteilt diese Tweets dann über den Tag in einer zuvor vom Nutzer definierten Frequenz.
“Gibt es für einen derartigen Service tatsächlich eine Nachfrage?”, werden sich manche gefragt haben. Knapp ein Jahr nach dem Start können Widrich und Gascoigne, die mittlerweile ins Silicon Valley umgesiedelt sind, darauf mit einem klaren “Ja” antworten.
Das aus Österreich stammende, seit kurzem im Silicon Valley beheimatete Startup Wappwolf erlaubt das automatisierte Verarbeiten von Dateien. Ab sofort funktioniert dies auch für Dropbox.
ifttt ist zweifelsohne einer der Webdienste, die 2011 für besonders viel Furore gesorgt haben. Es wäre daher auch keine Überraschung, würde es der Service aus San Francisco in unsere Leserumfrage zum Onlineservice des Jahres schaffen. Animiert vom Erfolg des Dienstes versucht das aus Österreich stammende Startup Wappwolf seit dem Frühjahr, sich als eine Art “ifttt für Dateien” zu positionieren.
Während ifttt verschiedene Webangebote miteinander interagieren lässt und somit digitale Arbeitsprozesse automatisiert, will Wappwolf eine derartige Automatisierung für Vorgänge rund um Dateien und Dokumente erreichen. Eine etwas unvorteilhafte Benutzeroberfläche sowie ein unklarer Fokus hinderten den im Sommer des Jahres ins Silicon Valley umgesiedelten Dienst aber bisher daran, eine ähnliche Begeisterung bei der im Umgang mit dem Netz versierten Nutzerschaft auszulösen, wie es ifttt gelungen ist.
Mit der gerade vorgestellten Dropbox-Integration macht Wappwolf nun jedoch einen entscheidenden Schritt in die richtige Richtung. Ab sofort können die derzeit 24 durchführbaren Prozesse (wie bei ifttt “Actions” genannt) nämlich nicht nur für bei Wappwolf hochgeladene Dateien angewendet werden sondern auch für solche, die sich in einem frei definierbaren Dropbox-Verzeichnis befinden.
Das Berliner Startup Ludic Philosophy hat mit TwinKomplex einen interaktiven Onlinedienst entwickelt, der Elemente aus Spielen, Romanen, Filmen sowie seine Anwender miteinander verbindet.
Über Spiele berichten wir bei netzwertig.com nur in ganz seltenen Ausnahmefällen. Insofern steht einem Beitrag über TwinKomplex nicht viel im Wege – denn das vor einigen Tagen gestartete Onlineprojekt des Berliner Unternehmens Ludic Philosophy sagt von sich selbst, weder ein Spiel, noch ein Buch, noch ein Film oder eine grafische Erzählung zu sein. Nein, TwinKomplex ist eher von jedem etwas.
Etwa ein Jahr bastelten Ludic Philosophy-Gründer Dr. Martin Burckhardt und sein Team an TwinKomplex, das je nach Blickwinkel das Social-Game-Genre revolutionieren oder ein ganz neues Genre schaffen soll.
Bei TwinKomplex handelt es sich um einen interaktiven Agententhriller, der über alle gängigen Browsern (inklusive Safari auf iOS-Geräten) mit anderen Nutzern “gespielt” werden kann und eine Reihe von Medientypen sowie Onlineservices wie Google Maps und Google Street View kombiniert.
Eine wachsende Zahl an Onlinediensten ermöglicht Nutzern das Kuratieren, Modularisieren und Remixen des Webs. Urheberrechtskonflikte sind programmiert.
Alle Nutzer, die öffentlich Inhalte ins Netz stellen, müssen sich stets fragen, inwieweit sie mit ihren Veröffentlichungen fremde Urheberrechte verletzen. Ist dies der Fall und wird das jeweilige Contentobjekt wie etwa ein Foto, ein Video oder auch ein zu lang geratenes Textzitat nicht rechtzeitig entfernt, droht schnelle eine Abmahnung. Damit ist zwar die eigene Schuld noch nicht festgestellt, aber wer kein Interesse an einem zeit- und im schlimmsten Fall kostenintensiven Rechtsstreit hat, der versucht, sich gar nicht erst in eine solche Situation zu manövrieren.
Mit einer Welle neuer Onlineservices, welche das Zusammenstellen, Remixen und erneute Publizieren von im Netz verstreuten Inhalten ermöglichen, droht der stetig schwelende Konflikt zwischen Anwendern und Urhebern eine neue Dimension zu erreichen.
Crowdsinging
Der Frankfurter Filmkomponist Hans Zimmer ruft auf UJAM (unser Review) dazu auf, gemeinsam an einem Gesangsstück für den neuen Batman mitzuwirken.
Handelsblatt
Das Handelsblatt hat gemeinsam mit crossventures einen Inkubator gestartet.
Die Verlagsgruppe Handelsblatt weitet mit VHB digital ihre erfolgreichen Aktivitäten im Bereich der digitalen Medien und Services aus. Dementsprechend hat die neue Gesellschaft einen klaren Fokus auf verlagsnahe Geschäftsmodelle
Diverse Webdienste preisen Videochats mit mehreren Teilnehmern an. Glaubt man den Machern des US-Angebots OoVoo, entwickeln speziell junge Menschen völlig neue Nutzungsmuster rund um Gruppenvideogespräche. » weiterlesen