In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.
Dieses Mal ein kollaboratives Special mit: Mitschenken – gemeinsam Schenken; Yutongo – gemeinsam Denken; frinXX – Getränke ausgeben.
Mitschenken ist ein kleiner Webdienst, der den Prozess des gemeinsamen Schenkens vereinfachen will. Mitschenken kennt zwei Rollen: Als Organisator kann man das Geschenk anlegen und beschreiben bzw. Mitglieder einladen und verwalten. Als Teilnehmer kann man den aktuellen Stand des Geschenkes einsehen, den eigenen Beitrag bestimmen und anschliessend bestätigen. Ist das Spendenziel erreicht kann der Organisator das Geschenk abschliessen und muss anschliessend das Geld kassieren. Dabei nett: Alles funktioniert, ohne sich registrieren zu müssen. Nur für die Bestätigungen muss eine funktionierende E-Mail-Adresse angegeben werden.
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Seit September gibt es den vom französischen Unternehmen Mobiles Republic veröffentlichten mobilen Nachrichtenaggregator News Republic auch in einer Fassung für den deutschsprachigen Markt. “Social” ist die App kaum – was sie von Flipboard & Co abhebt.
Personalisierbare (Social) News-Reader für Tablets und Smartphones gibt es eine ganze Reihe: Von Flipboard über Pulse und Zite bis hin zu News.me. Doch den meisten bekannten Anbietern mangelt es an einer Anpassung für den deutschsprachigen Markt und an Kooperationen mit hiesigen Medien zur Volltext-Aggregation von Inhalten. Zumal die gängige Quellenauswahl auf Basis der Popularität von Inhalten in Social-Media-Kanälen auch nicht jedem zusagt.
Das französische Unternehmen Mobiles Republic hat seinen vor einem Jahr veröffentlichten mobilen Newsreader News Republic im September offiziell auch in einer Fassung für den deutschsprachigen Markt verfügbar gemacht und schließt damit eine Lücke (derartige quellenübergreifende Newsapps aus Deutschland existieren nicht einmal).
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Die Desktop-Anwendung Click.to will Computernutzer produktiver und effizienter machen. Drei Monate nach dem Launch freuen sich die Karlsruher über zahlreiche neue Kooperationspartner und veröffentlichen einen Mac-Client.
Es gibt zwei Arten von frisch gegründeten Startups bzw. Onlinediensten: Solche, die nach außen den Eindruck erwecken, dass sich nach dem Launch über eine zu lange Periode nichts weiter tut, und solche, die nahezu im Wochentakt kleine wie große Neuigkeiten zu verkünden haben. Click.to, die vor drei Monaten lancierte Desktop-Anwendung des Karlsruher Unternehmens Axonic, fällt in die zweite Kategorie.
Die kostenfreie Software erlaubt es Anwendern, im digitalen Alltag anfallende, tausendfach wiederkehrende Handgriffe durch einzelne Klicks zu ersetzen, indem es lokale Programme und Webdienste näher zusammenrücken lässt: Jedes Mal, wenn Nutzer die Tastenkombination Strg + C betätigen oder Daten per Mausklick in die Zwischenablage kopieren, blendet Click.to eine Reihe von frei definierbaren Icons häufig genutzter Anwendungen und Webservices, um die Daten direkt weiterzuverwenden.
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Republikation
Immerhin: Die mehr als 50.000 Artikel der ehemaligen, vom ORF betriebenen Futurezone wurden republiziert.
In den Archiven der ehemaligen Futurezone liegt jahrzehntelanges Expertenwissen zu allen relevanten Themen der Informations- und Kommunikationstechnologie.
» fuZo-Archiv
» ORF-Futurezone-Archiv jetzt öffentlich nutzbar
Facebook
Allerhand: Sascha Lobo hat die Größe der verschiedenen sozialen Medien, allen voran Facebook, visualisiert.
Social Media ist sehr viel größer, als man glaubt – so groß, dass man Social Media als gegenwärtigen Entwicklungsstand des Internet bezeichnen muss.
» Unignorierbar – die schiere Größe der sozialen Medien
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Als eine der ersten Videoplattformen weltweit hat MyVideo Facebooks neue Open-Graph-Funktionalität für seine 35.000 Musikvideos aktiviert. Bis zur Hälfte angeschaute Clips werden nach einer einmaligen Einwilligung automatisiert auf dem Facebook-Profil veröffentlicht.
Es dürfte sich nur noch im Tage handeln, bis Facebook seinen 800 Millionen aktiven Nutzern das neue Timeline-Profil (in der deutschen Version “Chronik” genannt) verfügbar macht. Spätestens dann erreichen auch die neuen Open-Graph-Apps mit der Fähigkeit des “reibungslosen Teilens” ihren vollen Effekt. Diese können von Nutzern auf externen Sites durchgeführte Aktivitäten nach einer Autorisierung automatisiert in der Chronik veröffentlichen – auch wenn der Nutzwert für Mitglieder diskutabel ist.
Neben Musik- und Social-News-Diensten eröffnet das neue Open-Graph-Protokoll auch Videoportalen die Möglichkeit, sich mit Facebook zu verbinden und die von Usern betrachteten Clips (mit deren Einverständnis) auf ihren Profilen zu listen. Die US-Dienste Netflix und Hulu gehören zu den Launchpartnern, die weltweit größte Videoplattform YouTube allerdings hat bisher keine entsprechenden Pläne verkündet.
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iOS 5 bringt neue Entwickler-Schnittstellen mit, die Applikationen besseren Zugang zu den Standortinformationen der Anwender gewähren – selbst wenn Apps geschlossen sind. Apples neuer Aufgabenmanager sowie foursquares Radar-Feature geben einen Vorgeschmack auf das, was kommt.
Apple hat am Mittwochabend wie erwartet
den Startschuss für iOS 5 gegeben. Das überarbeitete Betriebssystem spendiert iPhone, iPod touch und iPad
über 200 neue Features. Während iCloud (meines Erachtens nach nur wegweisend für Nutzer, die sich ganz Apples “Walled Garden” hingeben), bessere Benachrichtigungen (nett) und die
Twitter-Integration (praktisch) den Löwenanteil der Aufmerksamkeit erhalten, habe ich mich
seit der ersten Präsentation von iOS 5 im Juni ganz besonders auf die neue
standortbasierte Reminder-Funktion gefreut.
1500 neue Schnittstellen soll es für App-Entwickler in der neuesten iOS-Fassung geben, darunter auch solche, die ressourcenschonendes “Geofencing” ermöglichen. Geofencing bedeutet, dass der Koordinatenbereich in Zellen eingeteilt wird, die eine gewisse Anzahl Quadratmeter umfassen. Der GPS-Sensor des iPhones muss dann nicht permanent im Einsatz sein, sondern überprüft lediglich in bestimmten Abständen, ob Anwender die jeweilige Zelle betreten oder verlassen haben – und schlägt dann Alarm.
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Das Internet verändert die Medienwelt – und nicht nur die. Der Kommunikations- und Medienwissenschaftler Prof. Dr. Gerhard Vowe beschreibt in 12 Thesen die aktuellen Vorgänge sowie die Konsequenzen für die Medienpolitik.
Illustration: stock.xchng
Prof. Dr. Gerhard Vowe ist Inhaber des Lehrstuhls I für Kommunikations- und Medienwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. In einer September-Ausgabe des wöchentlich erscheinenden Medienfachdienstes Funkkorrespondenz hat er 12 Thesen zur Medienpolitik in der Online-Welt veröffentlicht, die er hiermit im Netz zur Diskussion stellen möchte.
Dies ist Teil 2 seiner Analyse. Zum ersten Teil mit den Thesen 1 bis 6 geht es hier.
7. Online-Medien verändern die Bildung öffentlicher Meinung, und zwar vor allem durch die Mediatisierung der Gruppenkommunikation.
In der Online-Welt verändert sich die Bildung öffentlicher Meinung, und zwar in all ihren Facetten. Es verändern sich das Was und Warum der öffentlichen Meinung – die Themen und die Positionen und die Begründungen, zum Beispiel die Kriterien, mit denen Politiker bewertet werden: Sie müssen kontinuierlich kommunikativ präsent sein, sie müssen persönlich sichtbar sein, sie müssen ständig auf der Hut sein, da alles, was sie sagen, sofort überprüft werden kann und auf immer dokumentiert ist. Es verändern sich das Wann und Wie der öffentlichen Meinung, die Strukturen und Rhythmen der Meinungsbildungsprozesse. Öffentliche Meinung ist volatiler geworden.
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iOS 5
Seit gestern kann iOS 5 offiziell heruntergeladen werden. Golem hat eine ausführliche Einschätzung.
Benachrichtigungszentrum, kabelloses Arbeiten und iCloud sind die auffälligsten Änderungen in iOS 5. Die meisten Anwender dürften zumindest eine der Funktionen so praktisch finden, dass sie das System aktualisieren wollen.
» Kabelfreiheit für iPhone und iPad
Google
Hacker News hat ein internes Memo von Steve Yegge – einem Engineer von Google – für die Nachwelt gesichert, in dem sich dieser über die Plattformdummheit seines Arbeitgebers beklagt.
» Steve’s Google Platform rant
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Die Stuttgarter Bücher-Community LovelyBooks bringt ihren Social Reading Stream per Widget auf externe Websites sowie direkt in E-Books, um Leser plattformübergreifend miteinander zu vernetzen.
Schon seit einiger Zeit forciert die Bücher-Communtiy
LovelyBooks die Interaktivierung von E-Books sowie die plattformübergreifende Vernetzung von Lesern und Autoren. Vor einem Jahr brachten die Stuttgarter
ihr Buchfrage-Widget in erste E-Books, um Lesern innerhalb des jeweiligen Titels in Kontakt mit dem Verfassern zu bringen und das Stellen von Fragen zu ermöglichen.
In dieser Woche verkündet das Social Network für Leseratten den nächsten Schritt hin zu mehr “Social Reading”: Ab sofort können Verlage den im Mai dieses Jahres auf der LovelyBooks-Website gestarteten Social Reading Stream in E-Books integrieren.
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Das Internet verändert die Medienwelt – und nicht nur die. Der Kommunikations- und Medienwissenschaftler Prof. Dr. Gerhard Vowe beschreibt in 12 Thesen die aktuellen Vorgänge sowie die Konsequenzen für die Medienpolitik.
Foto: Flickr/simonsterg, CC-Lizenz
Prof. Dr. Gerhard Vowe ist Inhaber des Lehrstuhls I für Kommunikations- und Medienwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. In einer September-Ausgabe des wöchentlich erscheinenden Medienfachdienstes Funkkorrespondenz hat er 12 Thesen zur Medienpolitik in der Online-Welt veröffentlicht, die er hiermit im Netz zur Diskussion stellen möchte.
1. Wir befinden uns im Übergang hin zu einer von Online-Medien dominierten Medienwelt.
Unsere Vorstellungen von Medien und Politik sind geprägt von der analogen Welt der elektronischen Massenkommunikation. Ausdruck dieser Vorstellungen sind die immer und immer wieder erzählten Geschichten über starke Wirkungen des Rundfunks – von „War of the Worlds“ bis „Wetten, dass ..?“. Eine der Folgen dieser Vorstellungen ist ein engmaschiges Netz der Regulierung.
Seit einigen Jahren jedoch müssen wir umdenken. Unsere kognitiven Muster verlieren ihre Orientierungsfunktion; mit unseren Unterscheidungen und Heuristiken können wir nicht mehr angemessen erfassen, wie sich die Medienwelt verändert. Denn wir erleben einen rasanten Übergang in eine digitale Welt, in einen von Online-Medien dominierten Kommunikationsraum.
Indikatoren sind die Veränderungen bei den Nutzungszeiten und Reichweiten, die Strategien von Medienanbietern, die Erwartungen, die sich im Marktwert von Unternehmen ausdrücken, und nicht zuletzt die allenthalben spürbare Verunsicherung über das Profil zukünftiger Medienpolitik.
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