Das Beste, was diaspora passieren konnte:
PayPal sperrt das Spendenkonto

PayPal hat das Spendenkonto des dezentralen sozialen Netzwerks diaspora mit eingezahlten 45.000 Dollar ohne Begründung eingefroren. Etwas Besseres hätte dem unter Aufmerksamkeitsmangel leidenden Projekt kaum passieren können.

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Aktualisiert

diaspora, das dezentrale soziale Netzwerk, das zumindest vom Grundgedanken her die bessere Alternative zu Facebook und Google+ darstellt, hat ein entscheidendes Problem: mangelnde Aufmerksamkeit (neben der Tatsache, dass der hauseigene “Pod” noch immer nur mit einer Einladung zugänglich ist). Ohne einen anhaltenden Mediendruck fühlen sich zu wenige Nutzer dazu “genötigt”, sich den Dienst wenigstens einmal anzuschauen. Das für jedes Social Network existenzbedrohende Fehlen einer kritischen Masse ist die Folge.

Doch PayPal hat den New Yorker diaspora-Machern mit einer undurchsichtigen Aktion gerade einen großen Gefallen getan: Der zu eBay gehörende Zahlungsdienstleister sah sich nämlich ohne Angabe von Gründen dazu gezwungen, diasporas Konto einzufrieren, auf das Unterstützer im Rahmen einer vor wenigen Tagen gestarteten Spendenaktion Geld einzahlen sollten, um die weitere Entwicklung des Dienstes zu ermöglichen.

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Steiler Aufstieg:
Wieso Dropbox iCloud
nicht zu fürchten braucht

Dropbox freut sich über eine massive Kapitalspritze und 45 Millionen Nutzer. Skeptiker sehen Apples neuen iCloud-Dienst als Bedrohung – doch wenn Apple seiner bisherigen Strategie treu bleibt, ist diese gering.

Der Cloudspeicher- und Synchronisationsdienst Dropbox – der beliebteste Webdienst der netzwertig.com-Leserschaft im Jahr 2010 – hat, wie gerade in Linkwertig berichtet, eine massive Kapitalspritze von 250 Millionen Dollar erhalten und wird nun mit vier Milliarden Dollar bewertet.

Mehrmals bin ich jüngst auf Aussagen gestoßen, die Dropbox einen harten Wettbewerb mit Apples neuem Clouddienst iCloud vorhersagen (wie hier beispielsweise). Doch eine derartige Prognose kann für mein Verständnis nur von Personen kommen, die sich ausschließlich mit stationären und mobilen Geräten aus dem Hause Apple umgeben. Und diese sind eine Minderheit.

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Linkwertig:
Identität, Dropbox, Personalwesen, Spocal

Web 2.0
4chan-Gründer Chris Poole wäscht Facebook und Google die Köpfe und plädiert für ein differenzierteres Verständnis von Identität, als es die derzeitigen Tools ermöglichen.

» 4chan’s Chris Poole: Facebook & Google Are Doing It Wrong

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Dropbox
Nach Box.net hat nun auch Dropbox die eigene Finanzierungsrunde in Höhe von 250 Millionen Dollar bei einer Bewertung von 4 Milliarden Dollar bestätigt.

» Dropbox Raises $250M In Funding

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Google+:
Die Gefahr der Nische

Mehr als 40 Millionen Mitglieder hat Google+ mittlerweile. Doch wirklich aktiv sind bei Googles ambitioniertem Social Network vor allem diejenigen, die ohnehin jede Plattform sofort bevölkern. Der Durchbruch in den Mainstream ist nicht in Sicht.

Vor genau drei Monaten veröffentlichte ich einen persönlichen Zwischenbericht zu Google+. Mein damaliges Fazit: Das neue soziale Netzwerk aus dem Hause Google ist eine ideale Diskurs-Plattform, die hinsichtlich der Möglichkeiten zum konstruktiven und ausgiebigen Debattieren Twitter haushoch überlegen ist (was ich kurz danach noch einmal detaillierter beschrieb).

Grundsätzlich schloss ich weitere Wachstumsraten für das neue Google-Produkt kurzfristig nicht aus, unterstrich aber, dass letztlich der dauerhafte Erfolg von der Frage abhängt, ob Google+ die breite Masse begeistern können wird. Heute, ein Vierteljahr später, erscheint mir das Erreichen dieses Zieles unwahrscheinlicher als damals.

Mein heutiges Fazit zu dem Hoffnungsträger von Google fällt folgendermaßen aus: Google+ eignet sich sehr gut für den Schlagabtausch und Austausch mit den einschlägigen Bekannten aus der (deutschsprachigen) Social-Media-Welt (immerhin zeigen auch einige US-Internet-Promis wie Robert Scoble und Jeff Jarvis rege Aktivität bei dem Dienst) – Power-User eben. Vom Durchbruch in den Internet-Mainstream und von der Eignung als Alternative zu Facebook ist es heute aber genauso weit entfernt wie Mitte Juli. Da war Google allerdings nur wenige Wochen alt.

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Couchfunk:
iPad-App für alle,
die ungern alleine fernsehen

Couchfunk ist eine Social-TV-App für das iPad, die Zuschauerkommentare zu Programmen sammelt. Die Anwendung des Startups aus Sachsen macht einen guten ersten Eindruck.

86 Prozent der mobilen Internetnutzer in den USA werfen laut einer Yahoo-Studie von Anfang 2011 zumindest gelegentlich einen Blick auf ihr Smartphone, während sie sich vom Fernsehprogramm berieseln lassen. 25 Prozent davon steuern Onlineinhalte rund um die jeweilige Sendung an. Wer in der TV-Primetime einen Blick auf die eigene Twitter-Zeitleiste wirft, den wird diese Statistik nicht verwundern: Nach 20:00 Uhr häufen sich Tweets mit Bezug auf aktuelle Fernseh-Events.

Couchfunk, ein Startup aus Radebeul bei Dresden, richtet sich mit einer iPad-App (zum Start nur im deutschen App-Store verfügbar) an alle, die gerne mit dem Tablet vor der Mattscheibe sitzen. Die Gründer Uz Kretzschmar und Frank Barth bezeichnen ihre kostenlose Anwendung als persönlichen Social-TV-Service, mit dem sich TV-Zuschauer vom Fernsehprogramm auf völlig neue Art begeistern lassen sollen.

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Werbung Offshoring 2.1:
Distributed Scrum kann funktionieren

Scrum ist ein Rahmenwerk, das vor allem in der Software-Entwicklung eingesetzt wird. Es basiert auf der Annahme, dass manche Projekte zu komplex sind, um sie weit voraus durchgängig planen und korrekt abschätzen zu können. Dahingehend geht Scrum auf Distanz mit anderen Vorgehensmodellen, wie zum Beispiel “Waterfall”, und ermöglicht mit gewissen Methoden auch Änderungen in den Anforderungen, nachdem die Entwicklung bereits gestartet ist. So können die Anforderungen flexibel geändert werden. Durch kurze Iteration erhält der Kunde schnell lauffähige Versionen der Software, die den aktuellen Arbeitsstand wiederspiegeln. Das gibt dem Kunden jederzeit die Möglichkeit, trotz definierter Anforderungen neue Ideen und Änderungswünsche einzubringen, die bisher gar nicht berücksichtigt wurden.

Stolpersteine und Risiken

Kurze, direkte Kommunikationswege und Vertrauen sind zwei der Grundvoraussetzungen für agile Methoden. Aus diesem Grund gibt es auch Meinungen, dass agile Methoden vor allem in verteilten Teams nur selten zum Erfolg führen. Insbesondere bei der Entwicklung von komplexer Software spielen menschliche Beziehung eine grosse Rolle. Schliesslich ist Softwareentwicklung eine Dienstleistung und keine (industrielle) Produktion.

swiss IT bridge (SIB) hat deshalb das Modell Offshoring 2.1 erarbeitet, um genau diese Stolpersteine und Risiken zu minimieren:

Offshoring 1.0…

Unter Offshoring 1.0 verstehen wir den traditionellen Offshoring-Ansatz: die Spezifikation wird bis ins Detail ausgearbeitet und dann an ausländische Anbieter ausgeschrieben. Anschliessend wird die Software auf Basis des Vertrages, in dem alles geregelt ist, entwickelt. Wenn der Kunde dann nach mehreren Monaten etwas erhält, sind die Anforderungen bis dahin eventuell veraltet oder Punkte aus der Spezifikation wurden falsch verstanden. Im schlimmsten Fall kann der Kunde das Produkt dann wegen einer nicht berücksichtigten Grundfunktion nicht verkaufen. All diese Punkte hätten jedoch in der Entwicklung durch eine klare Kommunikation und kurze Iterationen auffallen und direkt behoben werden können.

…Offshoring 2.0…

SIB setzt genau deshalb auf Distributed Scrum. Durch eine nahe und direkte Kommunikation mit dem Kunden und täglichen Daily Scrums (über Tools, wie Skype) kann SIB die effektiven Elemente von Scrum genauso einsetzen, als würde diese Zusammenarbeit auch lokal stattfinden.
Wichtig ist dabei, dass die Zeitverschiebung in einem vertretbaren Rahmen ist (zum Beispiel 5 oder 6 Stunden nach Vietnam) und dass sowohl auf Kunden-, als aber auch auf Anbieterseite der Wille vorhanden ist, diese verbindliche und offene Kommunikation durchzuführen. Durch diese und weitere Aktivitäten wie zum Beispiel wöchentliche Status-Meetings und Stundenrapporte erhält der Kunde kompromisslose Transparenz in der Software-Entwicklung. Dies wird noch dadurch verstärkt, dass der Kunde auf die Tools und seinen Code zu jeder Zeit zugreifen kann. Damit weiss der Kunde stets, wo die Entwickler stehen und was welcher Entwickler wann macht.

…und Offshoring 2.1?

Gerade wenn die Entwickler aus einem anderen Kulturkreis kommen und durch Scrum die Kommunikation wichtiger denn je wird, bietet SIB ein Upgrade des Distributed Scrum an. Dabei ist der Projekt Controller und damit Gesamtverantwortlicher der Kundenprojekte ein Schweizer. Das gibt dem Kunden die Möglichkeit, auch kritische Punkte direkt und ohne Komplikationen ansprechen zu können, ohne die Angst haben zu müssen, dass der Ansprechpartner aus kulturellen Gründen das Gesicht verliert.
Der Projekt Controller überwacht organisatorisch den Projektfortschritt und die Qualität und nimmt Anpassungen am Prozess oder am Team vor – voll abgestimmt auf die Bedürfnisse des Kunden.

Dank Offshoring 2.1 kann SIB Ressourcen anbieten, mit denen der Kunde über die Distanz beinahe so zusammenarbeiten kann, wie mit seinen Entwicklern vor Ort. Durch diese volle Transparenz erhält der Kunde am Ende die Software, die er auch benötigt.
Eine kurze Zusammenfassung zu Offshoring 2.1 finden Sie auf Slideshare.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Offshoring gemacht und was halten Sie von der Vorgehensweise von Offshoring 2.1?

Linkwertig:
Instapaper, Amazon, Evernote, Lieferdienste

Instapaper
Instapaper hat neue Versionen für iPhones und iPads vorgestellt. Neben vielen kleinen Verbesserungen ist das derzeit sehr beliebte Grid-Layout wohl die auffallendste Neuigkeit.

» Introducing Instapaper 4.0 for iPad and iPhone

 

Amazon
Amazon hat begonnen, Autoren direkt unter Vertrag zu nehmen. In diesem Herbst werden 122 Bücher auf diese Art veröffentlicht.

» Amazon Signs Up Authors, Writing Publishers Out of Deal

 

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Die Samwers:
Deutschlands Anti-Geeks

Die Samwer-Brüder gelten als Deutschlands erfolgreichste Internetunternehmer – und tragen gleichzeitig einen großen Teil der Verantwortung für den schlechten internationalen Ruf der deutschen Webwirtschaft. Sie selbst stört dies wenig.

Samwer. Kein Name polarisiert die deutsche Internetbranche mehr als dieser. Die Brüder Alexander, Marc und Oliver haben in mehr als zehn Jahren die perfekte Masche entwickelt, um Startups innerhalb kürzester Zeit zu einem beachtlichen Wachstum zu verhelfen und dann zu verkaufen.

Sie gelten als die erfolgreichsten Internetunternehmer Deutschlands – und tragen aufgrund ihres Faibles für das Nachbauen von bereits erfolgreichen US-Geschäftsmodellen gleichzeitig die Verantwortung für den langjährigen Ruf der hiesigen Gründerlandschaft, primär Copycats und wenig eigene Innovation hervorzubringen (was glücklicherweise im Jahr 2011 keine Gültigkeit mehr hat).

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Sammelstelle für Songs aus dem Web:
musicplayr bewährt sich als Musikentdeckungstool

Das deutsche Startup musicplayr hat innerhalb weniger Wochen seine Tauglichkeit als Tool zum Entdecken von Musik bewiesen. Dennoch fehlen dem Dienst einige wichtige Funktionen.

Ich bin stets auf der Suche nach neuen, noch besseren Wegen, um zu meinem Geschmack passende Musik zu entdecken. Der US-Dienst Turntable.fm erwies sich dafür als hervorragender Weggefährte, wurde allerdings Wochen nach dem Launch aus rechtlichen Gründen für Nutzer ohne US-IP-Adresse gesperrt.

Doch mittlerweile habe ich einen guten Ersatz gefunden – und das sogar in einem Service aus Deutschland: Vor gut zwei Wochen stellten wir das in Köln gegründete, aber demnächst nach Berlin umsiedelnde Startup musicplayr vor. Der kostenlose Webservice erlaubt das Erstellen von Playlisten, deren Titel aus verschiedenen Onlinequellen stammen können (YouTube, SoundCloud, Musikblogs), und das Abonnieren der Streams anderer Nutzer. Dies hat sich für mich in den letzten Tagen als hervorrangender Weg herausgestellt, um auf haufenweise gefällige, mir bis dato unbekannte Titel zu stoßen.

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Linkwertig:
Box.net, Gema, E-Reader,
Google Buzz

Box.net
Box.net fackelt nach der Finanzierungsrunde nicht lange herum und spendiert iPhone und iPad-Usern 50 GB kostenlosen Speicherplatz.

» iPad and iPhone Users Get 50 GB FREE. Get Your Box50GB Now

 

Gema
Apropos Cloud: Die Gema meldet noch vor dem Start von iTunes mit Cloud-Unterstützung Ansprüche an und konstatiert, dass ohne ihre Zustimmung gar nichts gehe.

Apple ist bezüglich ‘iTunes in the Cloud’ bisher nicht auf uns zugekommen.

» Ohne uns keine iCloud in Deutschland

 

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