Google+ macht knapp vier Monate nach seinem Start den Eindruck, vorrangig ein Nischennetzwerk für die Social-Media-Szene und Intensivnutzer zu sein. Doch dank der engen Integration in Android 4.0 kann sich dies schnell ändern.
Moritz Adler ist Product Manager Mobile bei local.ch und ein ehemaliger Mitarbeiter von Blogwerk, der Betreiberin von netzwertig.com.
Martin Weigert beschrieb vor einigen Tagen, wie Google+ bisher vor allem die üblichen Verdächtigen anzieht: Geeks, Social Media Experten, SEO-Berater und mehr und mehr Spammer. Das neue Social Network aus dem Hause Google drohe daher, zu einem Nischenangebot zu werden. Einen wichtigen Aspekt hat er in seiner Analyse jedoch außer Acht gelassen: Die Zukunft von Google+ liegt in erster Linie im mobilen Bereich.
Sicher: Die Anfangseuphorie rund um Google+ scheint vorbei zu sein. In letzter Zeit stieß ich häufiger auf Artikel, die Google+ verlangsamtes Wachstum, eine geringere Nutzung und die Präsenz der ewig gleichen Gesichter attestierten. Gleichzeitig erinnern mich diese Abgesänge aber sehr an Gartners Hype Cycle. Fakt ist: Über 40 Millionen Nutzer sind nach knapp vier Monaten kein schlechtes Resultat und die Qualität der Diskussionen auf Google+ ist signifikant besser als auf Facebook und Twitter.
Die iOS- und Mac-App Reeder gehört zu den favorisierten RSS-Werkzeugen vieler am Nachrichten- und Bloggeschehen Interessierter. Zukünftig will der Schweizer Reeder-Macher Silvio Rizzi die Abhängigkeit seiner Anwendung vom Google Reader verringern.
In dieser Woche will Google wie berichtet die neue Version seines RSS-Readers veröffentlichen, der ohne die bisher von Fans des Tools geliebten, integrierten Features zur Vernetzung und zum Empfehlen von Artikeln auskommen soll (und stattdessen enger mit Google+ verbunden wird).
Konsequenzen hat dieser Schritt nicht nur für Nutzer der betroffenen Funktionen, sondern auch für Applikationen, die auf die inoffizielle Google-Reader-API zugreifen, um alternative Benutzeroberflächen für die im Google Reader abonnierten RSS-Feeds bereitzustellen. Ein prominenter Vertreter für diese Kategorie ist Reeder, die großartige RSS-App für iPhone, iPad und Mac.
In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.
Dieses Mal mit: Giftköder Radar – ein Warnsystem für Giftköder; McCheckin – Foursquare fürs Fernsehen; und Finderly – das ideale Produkt finden.
Giftköder Radar klingt zwar nicht besonders lustig, offeriert aber eine Lösung für das Problem der Gefährdung von Hunden durch Rattengift oder vorsätzlich gelegte Giftköder. Hundebesitzer können sich auf einer Warnkarte über bekannte Gefahren informieren oder selbst neue Fundorte melden. Neben der Website gibt es den Giftköder Radar auch als Anwendung für das iPhone und für Android. Bei den Apps kann eine Art Geofence als persönliche Sicherheitszone für den Hund definiert werden. In den letzten drei Monaten wurden immerhin 300 Warnungen gemeldet.
Das britische Social Game Fantasy Shopper erlaubt Nutzern das Erwerben virtueller Versionen von “echten” Kleidungsstücken. Es könnte der erste ganz große Hit von Lars Hinrichs’ Frühphasen-Investor HackFwd werden.
Im Sommer 2010 lancierte Xing-Gründer Lars Hinrichs den Frühphasen-Investor HackFwd. Ziel des in Hamburg angesiedelten Unternehmens ist es, smarten, talentierten Entwicklern aus Europa durch Ressourcen und Know-how die Möglichkeit zu geben, ihren bisherigen Job zu kündigen und stattdessen ihre Ideen und Visionen in einem eigenen Projekt zu verwirklichen.
12 unterstützte Startups aus verschiedenen Ländern listet die HackFwd-Website derzeit. Initiator Hinrichs geht es darum, aus “Geek-Startups erfolgreiche Firmen zu bauen”, und er betont, nicht auf kurzfristige Exits abzuzielen. Im Fokus stehen neuartige Ideen, die teilweise (zumindest in ihrer ersten Fassung) auch eher spitze Zielgruppen ansprechen und nicht den Anspruch haben, unbedingt das nächste große Ding werden zu müssen.
Sein bei Bloggern und “News Junkies” beliebtes RSS-Werkzeug Reader hat Google seit Jahren vernachlässigt. Doch für die nächste Woche ist eine neue Version angekündigt – mit Änderungen, die nicht leicht zu verdauen sind.
Googles browserbasierter RSS-Reader Google Reader gehört zu den Produkten des Internetriesens aus Mountain View, die seit jeher eher stiefmütterlich behandelt wurden. Weder optisch noch funktionell gab es in den vergangenen Jahren größere Veränderungen bei dem Dienst, der zu Googles besten und gleichzeitig am meisten unterschätzten Angeboten gehört (was sich auf übergeordneter Ebene über das RSS-Format als solches auch sagen lässt).
Für mich ist der Google Reader mit meinen etwa 150 abonnierten Feeds das Herzstück meines Internetalltags und meiner Informationsbeschaffung – noch vor Twitter. Entsprechend weitreichende Auswirkungen können von Google vorgenommene Modifikationen an der Funktionsweise des Tools auf meine Produktivität und Effizienz haben. Während es also bisher schade war, dass der Webkonzern seinem RSS-Reader über all die Jahre nicht mehr Ressourcen zuwies, hatte dies immerhin den Vorteil, dass an meinen Arbeitsroutinen rund um das Bewachen von RSS-Feeds nicht gerüttelt wurde.
Smava
Der Kreditmarktplatz Smava hat eine Finanzierungsrunde in Höhe von 4 Millionen Euro abgeschlossen.
Earlybird hält nach dieser Finanzierungsrunde nun stattliche 54 % der smava-Anteile. 20 % entfallen auf Neuhaus. Neugesellschafter Banca Sella ist mit 10 % an Bord.
Google und die Buchverlage sind schon öfter aneinander geraten. Doch angesichts der zunehmenden Dominanz von Amazon wird sich die Buchbranche bald wünschen, sie hätte sich gegenüber Google kooperativer gezeigt.
Foto: Flickr/trekkyandy, CC-Lizenz
Amazon steigt in das Verlagsbusiness ein – es ist ein kleiner Schritt für Amazon, aber ein großer für die Buchbranche. Ihr bester Abnehmer mausert sich zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz. Hätte man das voraussehen können? Ja, klar! Wer sich mit dem Internet auskennt, weiß, dass im Digitalen vieles anders läuft als in der alten Welt. Was Amazon mit seiner Marktmacht alles anrichten kann, hat kürzlich erst Borders spüren müssen – einst die Nummer drei der Buchhändler in den USA, mittlerweile insolvent.
Auch im Jahr 2011 gehen die Vorstellungen von Nachfragern und Anbietern im E-Book-Segment noch weit auseinander. Dabei könnte eine stärker nutzerorientierte Marktbearbeitung das elektronische Buch zu einem schnellen Erfolg führen.
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Prof. Dr. Jan Krone ist Leiter des Moduls Medien im Department Wirtschaft & Medien an der Fachhochschule St. Pölten GmbH, Österreich. Mehr zu seiner Person am Artikelende.
Das Buch als massenmediale Gattung war in der Vergangenheit, verglichen mit verwandten Medienangeboten, weitestgehend von den konvergierenden Nutzungsumgebungen im Zuge der Digitalisierung und damit auch hinsichtlich verlegerischer Aktivitäten auf neuen, elektronischen Oberflächen unterrepräsent. Buchmedien gelten im Kerngeschäft als de-kommunikative und unvernetzte Medienangebote im Sinne massenmedialer Kommunikation und sind damit gegenüber digitalen, interpersonalen Kommunikationsmedien in Angebot und Nachfrage weitgehend autark. Andererseits sind Buchverlage und Autoren Content-Spezialisten und gelten als gefragte Größe im Markt digitaler Oberflächen, die es attraktiv zu füllen gilt. » weiterlesen
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Android
Google hat Ice Cream Sandwich, die kommende Version von Android, für Entwickler veröffentlicht. Einige erste Eindrücke.
Der Erfolg des US-Shoppingclubs für Designerprodukte Fab.com regt wieder mal Fantasie, Imitationsfreude und Übernahmehoffnungen deutscher Gründer an. » weiterlesen
Twitter hat in seiner offiziellen Ankündigung, auf Anfrage Tweets oder Konten in einzelnen Ländern zu sperren, einen wichtigen Aspekt bewusst weggelassen: Nutzer können die Blockade eigenmächtig über eine Einstellung in ihrem Twitter-Konto umgehen. » weiterlesen