WhatsApp, Kik und Viber:
Datenschutz als
Bremsklotz der Vernetzung

Die Welt sozialer Netzwerke ist ungerecht: Anbieter, die sich an die Konventionen halten, werden zu Geisterstädten, während Regelbrecher sich vor Nutzern kaum retten können. Die mobilen Apps Kik, WhatsApp und Viber verdeutlichen dies exemplarisch.

Wenn ich mit Freunden oder Bekannten per mobiler Kurznachricht kommuniziere, versuche ich, die in ihrer Zeichenlänge begrenzte und je nach Tarif auch kostenpflichtige SMS zu vermeiden und stattdessen per Smartphone-Chatdienst zu kommunizieren. Wie ich bereits in einem älteren Beitrag dargelegt habe, nutze ich hierfür den kanadischen Dienst Kik.

Doch leider hat dieser in Europa eine äußerst geringe Verbreitung. Abgesehen von einigen Kontakten, die ich selbst zum Einsatz von Kik bewegen konnte, begegnen mir selten Personen, welche die Kik-App installiert haben und somit über den kostenfreien Service für mich erreichbar sind. Einer vergleichbaren Applikation dagegen ist es gelungen, in Deutschland und anderen europäischen Ländern eine kritische Masse zu erreichen, nämlich WhatsApp.

Genaue Benutzerzahlen zu WhatsApp sind zwar nicht bekannt, aber 37.157 Bewertungen allein im deutschen App Store im Vergleich zu gerade einmal 267 bei Kik sprechen Bände – und das, obwohl WhatsApp im Gegensatz zu Kik sogar 0,79 Euro kostet (die Android-Variante ist im ersten Jahr gratis).

Nun mag es sein, dass Kik dem US-Konkurrenten-WhatsApp vom Funktionsumfang her unterlegen ist – denn während Kik für Einzel- und Gruppenchats lediglich die Übermittlung von Text und Fotos erlaubt, unterstützt WhatsApp auch den Videotransfer, Audiobotschaften sowie das Übermitteln der aktuellen Position.

Warum Kik hier nicht in der Lage ist, mit dem Wettbewerber gleichzuziehen (beide Dienste haben in diesem Jahr jeweils acht Millionen Dollar Risikokapital zur weiteren Expansion erhalten), verstehe ich zwar nicht, doch der unterschiedliche Featureumfang kann nicht die einzige Ursache für die enorme Diskrepanz zwischen der Popularität von WhatsApp und Kik darstellen.

Der entscheidende Punkt, warum WhatsApp Kik davoneilt, ist einer, der uns unfreiwillig zum netzpolitischen Lieblingsthema der Deutschen führt, nämlich dem Datenschutz:

WhatsApp zwingt Nutzer zur Adressbuchfreigabe, Kik nicht

Denn während Kik die für das Erreichen einer kritischen Masse wichtige Vernetzung der Nutzer lediglich auf manuellen Wegen fördert (Anwender können per E-Mail, SMS und über soziale Netzwerke Einladungen an Freunde verschicken), erzwingt WhatsApp den Zugriff auf das Adressbuch und erfordert die Eingabe einer anschließend auf ihre Korrektheit hin überprüften Mobilfunknummer.

Kik bietet den Adressbuchabgleich lediglich als fakultative Option, versteckt in den Privacy-Einstellungen.

Der erste Eindruck zählt

Aus diesen zwei grundverschiedenen Ansätzen resultiert ein vollkommen anderer erster Eindruck beim Starten der Apps: Während Kik Nutzer mit einer leeren Kontaktliste begrüßt, die diese anschließend händisch befüllen müssen (z.B. durch die Eingabe der Kik-Benutzernamen ihrer Freunde oder das Versenden von Einladungen), präsentiert WhatsApp umgehend eine Liste von Personen aus dem Smartphone-Adressbuch, die ebenfalls WhatsApp installiert haben. Mit diesen kann sofort losgechattet werden.

WhatsApp greift hierfür auf das Smartphone-Adressbuch zu, speichert alle darin enthaltenen Mobilfunknummern und gleicht diese mit denen von bereits registrierten Nutzern ab. Auf diese Weise kann es nicht nur sofort Kontakte präsentieren, sondern meldet sich auch in Zukunft, wenn eine weitere Person aus dem Adressbuch sich erstmals mit ihrer Mobilnummer bei WhatsApp registriert.

WhatsApp erlaubt sofortigen Einstieg in die Interaktion mit Freunden

Selbst wer die beiden Apps bisher nicht ausprobiert hat, kann sich ausmalen, bei welcher eine dauerhafte Nutzung nach der Installation wahrscheinlicher ist: Kik, das mühseliges manuelles Hinzufügen von Freunden erfordert und damit von einer mutmaßlich hohen Zahl an Testern schnell links liegen gelassen wird, oder WhatsApp, das sofort eine Freundesliste anzeigt und Nutzer umgehend in die Kommunikation mit Bekannten einsteigen lässt.

Dieses Beispiel zweier konzeptionell ähnlicher, aber die Vernetzung auf unterschiedliche Weise antreibender mobiler Chatdienste könnte kaum besser illustrieren, wieso sich zu einfach macht, wer eine Hardliner-Haltung zum Thema Datenschutz einnimmt und sich reflexartig über entsprechende Fehltritte empört.

Datenschützer würden die Geisterstadt Kik vorziehen

Denn genau wie Facebook durch systematisches Verstoßen gegen europäische Datenschutzgesetze überhaupt erst zu der heutigen Stärke kommen konnte (auch dort hat der – immerhin freiwillige – Adressbuchabgleich für Wirbel gesorgt: “Datenschutz-Debakel – Wie Facebook private Telefonbücher abgreift“), wäre auch WhatsApp ohne die erzwungene Überlassung und Speicherung der Adressbuchdaten heute bei weitem nicht so verbreitet, sondern würde herumkrebsen wie Kik – die App, die jeder Datenschützer dem Konkurrenten WhatsApp vorziehen würde.

Viber: Dank Adressbuchabgleich in zehn Monaten zu 30 Millionen Nutzern

Auch die rasant wachsende, aus Israel stammenden iOS- und Android-VoiP-App Viber verwendet die Kontakte des Smartphone-Adressbuches, um eine sofortige Vernetzungen abbilden zu können und somit die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass Nutzer Gefallen an der Anwendung finden und sie dauerhaft einsetzen. Innerhalb von zehn Monaten sollen sich atemberaubende 30 Millionen User bei Viber registriert haben – von solchen Wachstumsraten können andere Frühphasen-Startups nur träumen – zumal mit Skype die Konkurrenz nicht gerade schwach ist.

Die Welt sozialer Netze ist ungerecht

Die Welt sozialer Netzwerke ist eine ungerechte: Dienste, die nach den gängigen Regeln spielen (sowohl den gesetzlichen als auch den ethischen) und Anwendern eine maximale Entscheidungshoheit einräumen, werden zu Geisterstädten. Anbieter, die das Risiko in Kauf nehmen, gegen die strikten Datenschutzgesetze der EU zu verstoßen und Nutzer nur herein lassen, wenn diese persönliche Informationen freigeben, können sich dagegen vor Mitgliedern kaum retten.

Auf den ersten Blick erscheint dies wie ein großer Widerspruch. Auf den zweiten Blick jedoch verwundert diese Entwicklung nicht: Im Social Web siegt, wem es gelingt, das Bedürfnis der Konsumenten nach Interaktion mit ihrem Bekanntschaftskreis best- und vor allem schnellstmöglich zu befriedigen. Kenntnis über die Kontakte der Anwender ist das Rezept, um dieses Verlangen der Nutzer zu stillen, wie WhatsApp und Viber zeigen.

Mich persönlich stört es, dass mich WhatsApp und Viber zur Herausgabe sämtlicher Telefonnummern zwingen. Gleichzeitig ist es aber auch schade, dass ich bei Kik jeden Kontakt manuell hinzufügen, sprich Nutzernamen erfragen muss, und dass kaum jemand aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis Kik verwendet.

Am Ende steht der individuelle Entscheid über das geringere Übel. Leicht ist dieser nicht und er erfordert intensives Abwägen. Das jedoch fehlt bei allen, die undifferenziert und kompromisslos für maximalen Datenschutz eintreten und die Konsequenzen nicht sehen.

 

Martin Weigert

Martin Weigert ist der leitende Redakteur von netzwertig.com.

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42 Kommentare

  1. ich versteh den nutzen beider programme nicht.
    Da kann ich mir auch einen Jabber-Client bauen, mir einen Server aufsetzen und beim ersten Start automagisch telefonnummer@jabberdomain.tld als account registrieren.
    Der Server könnte sogar komplett unmodifiziert laufen, einzig den Client muss man anpassen.

    …oder man nimmt halt irgendein anderes IM-Netzwerk.

    • Ich versteh den Nutzen von deinem Jabber Server nicht. Du kannst ja auch deine eigenen Telefonmasten aufstellen und ein GSM Netz nachbauen. Dann kannst du deinen eigenen Tarif festlegen und zahlst rein gar nichts.

    • ja, genau…
      warum ein eigenes protokoll bauen und das nächste ICQ/MSN/Whatever-Netzwerk bauen, das in 3 Jahren keiner mehr kennt, wenn man sich via Jabber an alles mögliche, bestehende anschließen kann?

    • Alter was nimmst du für Drogen? Bist du so verfreakt, dass du keinen Plan mehr hast wie Normalos so ticken? Wie viele Menschen können denn bitte überhaupt mit dem Begriff Jabber-Client irgendetwas anfangen, geschweige denn verstehen wovon du redest? Selbst ich habe nicht den geringsten Plan wovon du redest und ich lese immerhin schon mal diesen Blog. Also keine große Erfolgschance, sorry.

    • wieviele normalos nutzen google talk? wieviele diesen gmx/web.de-schwachsinn oder so? All das ist Jabber. All diese Leute können bereits via Jabber miteinander schreiben und wenn der Client jingle-Audio/Video kann auch (Video-)Telefonieren.

      Wenn du keine Ahnung hast, dann lass einfach die unqualifizierten Kommentare. Du kannst auch einfach vorher mal die Wikipedia-Seite zum Thema lesen, dann wird dein Diskussionsniveau vlt. auch nicht gerade schlechter.
      http://de.wikipedia.org/w…nd_Presence_Protocol

      Nein ernsthaft, inhaltlich diskutieren wollen, aber inhaltlich keinerlei Grundwissen zu haben geht gar nicht.

    • Sorger hat aber nicht unrecht (mal abgesehen von der zu persönlichen Art seiner Kritik): Dein Ansatz ist nicht massentauglich. Und das sollte dir bewusst sein, wenn du dir anschaust, welche Tools zu Mainstreamdiensten werden, und welche nicht.

    • Du sagst ja schon im ersten Satz “Ich kann mir”. Jetzt werf mal einen Blick über den Tellerrand und betrachte die Realität.

    • und guck da: whatsapp hat genau den spaß gemacht den ich beschrieben hab
      XMPP-Server mit Nutzername==telefonnummer

      …gut irgendwer auch nur annähernd qualifiziertes hätte irgendeine Art Passwort verwendet und nicht so blödsinn wie md5(reverse(IMEI)), aber es hat auch kaum jemand ernsthaft behauptet dort gäbe es kompetentes Personal.

      Will noch jemand behaupten der Ansatz wäre nicht Massentauglich? -.-

  2. Deswegen telefoniere ich lieber mit den Leuten.
    Wobei mir wohl bewusst ist, dass auch meine Nummer bereits, von WhatsApp Nutzern aus meinem Umfeld, mitübermittelt wurde. Das finde ich persönlich zum ko*****

  3. Also WhatsApp kommt für mich persönlich nicht in Frage. Ich finde Yuilop zum Beispiel viel besser. Bei WhatsApp und Co. bin ich darauf angewiesen, dass andere Nutzer die ich kenne, wie du das schon geschrieben hast, auch bei diesem Dienst sind. Ich weiß, dass einige Freunde von mir bei WhatsApp sind, aber was passiert, wenn sie die Android App ein Jahr benutzt haben? Die wenigen zahlen dann die 79 Cent. Bei Yuilop ist es egal wo der Nutzer ist, weil ich ihm im Zweifelsfall auch ne Simse über Yuilop schicken kann. Klar, der Dienst hat bei weitem nicht soviele Nutzer wie WhatsApp und so beschränken sich für mich auch da die Chatkontakte. Aber SMS schreiben kann ich darüber ja auch – und sogar der Empfang macht keine Probleme…

  4. Jepp, ist ungerecht. :) Im Falle von WhatsApp und Kik gibt es aber einen interessanten Unterschied, den man nicht unerwähnt lassen sollte: Gerade dieses datenschutzrechtlich fragwürdige Durchsuchen des eigenen Adressbuchs macht WhatsApp ungemein praktisch. Kik hingegen hat einen deutlich komplexeren Anmeldeprozess, wo man sich mit Namen und Mail registrieren, etliche Dinge bestätigen muss etc. Der Punkt ist: Wenn die Usability stimmt, dann interessiert viele Nutzer der Datenschutzaspekt nicht mehr.

  5. Ich kann nicht ganz nachvollziehen, wieso so viele Leute eine separate App für die Kommunikation verwenden. Google+ bietet Instant Messaging, Bildversand, Gruppenchat, auf Android sowie iOS. Die App von Facebook kann bestimmt ähnlich viel. Da hat man doch eh schon alle Kontakte, also wieso nicht gleich die App verwenden?

    • Google+ und Facebook sind also keine separaten Apps?

      Und: nicht jeder ist bei G+ oder Facebook.

    • Facebook ist auf vielen Handies vorinstalliert. Ab Android 4.0 ist Google+ auch dabei.

      Ich meinte aber mehr die Benutzerverwaltung. In einem sozialen Netzwerk hat man auch Leute, von denen man die Telefonnummer nicht hat.

  6. @Martin
    Eine Erklärung zu KiK
    Kik ist ein Bekleidungs-Billigstdiscounter in Deutschland (Du wohnst ja in Schweden).

    Hatte (nicht nur) in der letzten Zeit sehr schlechte Presse wegen Kinderarbeit in Entwicklungsländern, schlechte Bezahlung von Mitarbeitern, schlechten Arbeitsbedingungen und vielem negativen mehr gehabt.

    Wer will da schon in D sagen “Habe einen Messenger von Kik”

    • Hehe den kenne ich natürlich. Glaube aber nicht, dass der “Textildiskont” am Ende verantwortlich dafür ist, dass niemand in Deutschland die Kik-App nutzt. Zumal es die Kette hier in SE nicht gibt, die App aber auch hier kaum verwendet wird.

  7. Sehr interessantes Thema, danke für den Artikel. Wäre schön wenn das hier weiterverfolgt wird. In diesen Markt kommen ja einige neue Angebote (Google messenger aka huddle, samsung chaton…). Es ist mal ein Markt der stark von Netzwerkeffekten bestimmt wird, aber derzeit noch viel Bewegung hat.
    Von der technischen Seite her ist es wahrscheinlich ähnlich wie Jabber, für den Nutzer sind diese Art von messenger aber ganz anders. Es gibt kein online/offline, sondern die Nachrichten werden ähnlich einer SMS zugestellt. Deswegen hat google ja auch huddle und talk.

  8. Ich hatte schon in anderen Blogs und Foren gelesen, dass WhatsApp die Adressbuchrechte tatsächlich nur für den Abgleich benutzt. Wird ber wohl nur eine Frage der Zeit sein.

  9. Treffende Analyse,
    nun ist der Mensch halt meistens faul und die Apps Viber und WhatsApp machen es einem doch um einiges leichter als kik. Nur die wenigsten sind sich über die Konsequenzen die es haben kann im klarem was mit seinen Daten passieren kann! Es geht wohl wie mit allem neuen, solange damit (Daten) kein Mist passiert kein Problem, man probiert ja gerne neues. Wir hoffen das beste!

  10. Schöner Artikel, besten Dank für die Infos!
    Ja, ideal wäre eine App, bei der man sich nicht die Finger wundt tippt und die nicht gleich das Telefonbuch frisst, sondern bei der man einzelne Kontakte mit einem Klick übernehmen kann. Vielleicht sogar so, dass man gefragt wird, ob sie auf den Server übertragen werden sollen (und dann von überall nutzbar sind), oder lokal in der App. Vielleicht sollten wir Kik mal einen Tipp geben – ein paar Kunden können sie ja offenbar noch brauchen…

    • Eigentlich sollte dies sogar ganz easy via Facebook und Twitter funktionieren. Ich autorisiere Kik für den Zugriff auf mein Facebook-Konto und die App gleicht dann ab, welche meiner Kontakte ebenfalls bei Kik sind und ihr Konto ebenfalls mit Facebook/Twitter verbunden haben. Die App bekommt dabei weder Telefonnummern noch E-Mail-Adressen der Kontakte.
      Dieses Verfahren ist von zig Apps erprobt und eigentlich verwundert es, dass weder WhatsApp noch Kik noch Viber dies einsetzen.

  11. der erfolg von whatsapp ist doch recht einfach nachzuvollziehen – zumindest in deutschland.

    mit dem iphone kamen hier tarife auf den markt, die zwar eine internetflat mitbrachten, aber sms mäßig dünn aufgestellt waren (40 waren es meines wissens bei den einfachen t mobile verträgen).

    welche alternativen hatte man also zum instant kommunizieren mit anderen (und das ist es ja, man sucht ja ein sms alternative um sofortige antworten zu ermöglichen)? sms (teuer), email (zu langsam, da nicht sicher ist, ob die gegenseite mobil unterwegs ist – wer fragt schon “wo bist du” per mail), facebook (langwieriges interface), icq&co (die waren dummerweise zuvor schon vom facebook chat auf dem desktop verdrängt – und nutzer mussten quasi mobil reanimiert werden das zu nutzen). blieben skype und whatsapp. und whatsapps kontaktprinzip war nunmal das killerfeature weil es einfach extrem komfortabel war und ist. datenschutz hin oder her: “installier dir einfach whatsapp” ist eine anweisung die man auch dem smartphone rookie klarmachen kann (anstelle von “lad dir imo runter und adde deinen icq account – mein neuer ist 93843784″).

    gibts irgendjemanden der für whatsapp mal was bezahlt hat? auf android ist das doch auf dauerbeta. und selbst wenn: 79c sind bei den meisten prepaid paketen ja nicht mal nach der 9ten gesparten sms reingeholt.

    ich hab schon im bekanntenkreis smartphonekaufberatungen abgeliefert, die mit der nachfrage kamen, ob es dafür whatsapp gibt. die richtige funktion (instant msg.) mit dem richtigen komfort (man hat ja schon ein adressbuch) und der günstige einstieg (vs. sms). narrensicheres konzept.

  12. Wieso überträgt WhatsApp das ganze Adressbuch? Ein Hashwert der Telefonnummern würde ja reichen um Leute zu finden, die es bereits verwenden.

    http://binblog.info/2011/…pp-protokollanalyse/

  13. Also ich denke, dass einfach und allein die kritische Masse entscheidend ist. Meine Freunde sind alle bei Whazz App, deswegen bleibt mir gar nix anderes übrig. Dass diese kritische Masse durch einen cleveren Schachzug schnell gewonnen wurde, ist nat. klar.
    Android macht bzgl. Datenschutz eh allerhand Schabernack, deswegen…

  14. Die Erstellung der Kontaktliste mit Hilfe von Facebook oder Twitter ist für viele Apps keine Lösung, weil sie ihren eigenen “Social Graph” haben, und nicht von den großen sozialen Netzen abhängig sein wollen.

    Die Zugriff aufs Adressbuch erleichtert natürlich den Aufbau des Netzwerks, aber die persönlichen Kontakte sollten anfangs nur einmal mit den registrierten Nutzern auf dem Server abgeglichen werden, um eine Kontaktliste auf dem Client zu erstellen. Danach sollte das Adressbuch eines Nutzers vom Server gelöscht werden. Das ist zwar technisch insgesamt ein bisschen komplizierter, doch datenschutzrechtlich weniger bedenklich.

    Whatsapp und Viber speichern das Adressbuch leider dauerhaft auf ihren Servern…und Kik hat das anfangs übrigens auch gemacht, bis sie mächtig Ärger von den Nutzern bekommen haben: Kik hat nicht mal gefragt, ob sie aufs Adressbuch zugreifen dürfen, und dann auch noch an Kontakte automatisch Einladungen verschickt.

    Da es viele solche Beispiele gibt, sollte man vor allem bei Firmen aus Ländern (z.B. USA) vorsichtig sein, wo Datenschutz keine große Bedeutung hat.

    • Bzgl Kik und Adressbuchscan – hast du dazu ne Quelle? Nutze das eigentlich seit kurz nach dem Launch, erinnere mich aber nicht daran (was nix heißt).

      Zum Abgleich via Twitter & Facebook: Imo ist eine Abhängigkeit bei einem Kontaktabgleich nicht notwendig. Dieser dient ja lediglich dazu, zu sehen, welche Personen einander kennen. Anschließend werden diese zwei über die App (z.B. Kik) miteinander vernetzt, woraufhin Facebook/Twitter keine Rolle mehr spielen. D.h., dieser so geschaffene Kontakt bleibt bestehen, selbst wenn die Facebook/Twitter-Verknüpfung aufgelöst wird.

    • Bzgl. Kik:
      Mir ist es damals 3 Tage nach deren Launch so ergangen…war natürlich mehr als unerfreulich…plötzlich haben Geschäftskontakte gefragt, zu was man sie da eingeladen hat. Es gab damals viel Kritik in Blogs, Foren, etc. Ein Beispiel (mit Kommentar einer Kik Mitarbeitern): http://doobybrain.com/201…about-kik-messenger/

      Bzgl. Facebook und Twitter Abgleich:
      Generell hast du Recht, aber es ist nicht nur ein einmaliger Sync. Man braucht eine dauerhafte Lösung, weil ja auch neue Nutzer dazukommen bzw. sich erst später registrieren. Das heißt, so schnell kommt man von FB und Twitter dann nicht weg.
      Ein weiterer negativer Aspekt dabei: Durch diese Abgleichmethodik weiß FB nach einer Zeit ganz genau wer mit wem diese App nutzt. FB erhält dadurch noch bessere Nutzerprofile und Daten, und früher oder später fallen FB sicher Dinge ein, die man mit diesen Daten machen kann… Für Nutzer, die Wert auf ihre Privatsphäre legen, ist das sicherlich nicht optimal.

    • Danke für den Link.

      D.h. Kik hat tatsächlich auf das Adressbuch zugegriffen, ohne dass Nutzer dies akzeptieren mussten? Das war dann tatsächlich dreist, wobei ich gar nicht wusste, dass dies überhaupt möglich ist.

      Von diesem Faux Pax abgesehen ist es aber lustig, dass WhatsApp und Viber genau die selbe Strategie fahren (nur eben mit der Information über den Zugriff auf das Adressbuch) – und es hat sie weit gebracht.

      Zu Fb Connect. Das ist wohl letztlich eine Sache der persönlichen Präferenz und das Abwägens von tatsächlichen Risiken. Ich persönlich finde es nicht schlimmer, wenn Facebook weiß, mit wem ich eine 3rd Party App nutze, als wenn eine 3rd Party App mein gesamtes Adressbuch speichert.

      Sprich, hätte ich bei WhatsApp etc die Wahl zwischen Adressbuchabgleich und Fb/Twitter Connect – ich würde mich sofort für Letzteres entscheiden.

  15. Ich nutze Whats App und trage die Konsequenzen. Das ist einfach ein sehr bequemes Tool. Meine Nummer und die Nummern meiner Freunde, hatten die auch schon bevor ich mich zur Nutzung entschloss. Da ich Telefon-Flat und Daten-Flat nicht aber SMS-Flat mein eigen Nenne, ist das schon sehr gut so einen Messenger zu nutzen. Auch Bilder können damit schneller übertragen werden… leider hat keiner meiner Freunde Google+ aufm Handy..sonst würde ich das nehmen. Twitter nutzt auch kaum einer meiner Generation und Facebook ist…naja Facebook.

  16. Irgendwie ist es möglich die Warnungmeldung eines Adressbuchzugriffs zu umgehen. Beispiele dafür gibt es einige: Vor 2 Monaten wurde in den USA PingMe gelauncht (quasi das gleiche wie Whatsapp, Kik, FB Messenger, etc.). Nach der Registrierung fängt einfach der Sync an…

    Wie du schon sagst, da hat jeder andere Präferenzen:
    Wenn FB mir irgendwann vorschlägt “Folgende App könnte dich interessieren, denn viele deiner Whatsapp Freunde nutzen die neue App XY.” oder “Wieso nutzt du Whatsapp? Der FB Messenger kann viel mehr…”, würde mich das stören. Andere Leute finden es aber vielleicht nützlich.
    Ich fände es am besten, wenn nur die Nummern und Emailadressen (einzeln…d.h. ohne Kontaktzuordnung) hochgeladen und mit registrierten Nutzern abgeglichen werden, und danach wieder vom Server gelöscht werden.

  17. Viele Nutzer scheinen der Meinung zu sein, dass sie zwischen ihrem Nutzen und ihrem Schaden abzuwägen haben, wenn sie mit solchen Datenschutzproblemen umgehen. In Wirklichkeit ist es aber doch so, dass es um die Daten von anderen Menschen geht. Daher stellt sich eher die Frage: Ist es ethisch vertretbar, die Daten von anderen Personen ohne deren Zustimmung herauszugeben, damit ich mehr Luxus genießen kann?

  18. Erstmal vielen Dank für die interessanten Infos!

    Meine wichtigste Frage vorweg: Ist es mittlerweile “unkritisch” den Dienst Kik zu verwenden? Soll heißen, ist sichergestellt, dass ich dafür nicht mein komplettes Adressbuch preisgeben muss? Ich habe mir kürzlich ein Smartphone bestellt und muss nun entscheiden ob und wenn ja welchen Dienst dieser Art ich nutze.

    Ich finde es auch sehr problematisch, dass WhatsApp auf diese Weise riesige Mengen an Kontaktdaten sammelt, ohne dass viele Nutzer es wissen. Wenn ich vor fünf Jahren mal jemandem meine Handynummer gegeben habe, hätte ich mir garantiert nie träumen lassen, dass er sie jetzt vielleicht unbewusst einem Unternehmen zur Verfügung gestellt hat, von dem ich bis vor ein paar Tagen noch gar nichts gehört hatte.

    Allerdings bin ich insgesamt etwas verunsichert von der ganzen Datenschutzdiskussion. Ich habe bisher noch nie etwas über die wirklichen Konsequenzen gelesen, die die ganze Sache für mich hat. Abgesehen von dem unguten Gefühl, das auch ich ganz entschieden habe, wenn ich weiß, dass in irgendwelchen Datenbanken wahrscheinlich mehr Daten über mich liegen, als ich mir vorstellen kann. Aber wovor genau muss ich eigentlich Angst haben? Vor Kriminalität? Vor Überwachung? Vor personalisierter Werbung? Gibt es Beispiele von Menschen, die wirklich konkret darunter gelitten haben, dass z.B. WhatsApp ihre Handynummer hatte? Wie gesagt, ich finde das auch nicht gut. Allerdings muss ich für mich entscheiden, wie ich das Thema weiter handhaben soll und würde daher gerne wissen, was genau die Risiken sind (sofern man das irgendwie konkretisieren kann).

    Wenn mir dazu jemand etwas erklären könnte, würde ich mich freuen.

    • Ja, bei Kik ist die Freigabe des Adressbuches nach wie vor nicht Pflicht.

      Bzgl des tatsächlichen Risikos: Ich glaube, primär geht es da ums Prinzip. Deine Handynummer können Firmen auch auf sehr vielen anderen Wegen bekommen, ohne dass du ihnen dies gestattest.

  19. Danke für die schnelle Antwort!

    Was hat denn eigentlich WhatsApp davon, dass sie die Nummern sammeln? Oft liest man, dass Daten eine Art neue “Währung” geworden sind. Wie kann denn WhatsApp aus den gesammelten Nummern Umsatz generieren? Irgendwas muss das denen ja bringen. Ich hoffe, das wird hier jetzt nicht zu grundsätzlich oder off-topic. Ich habe mich solche Dinge nur schon oft gefragt…

    sorry, hab die “Antworten”-Funktion übersehen…

    • Wenn man all diese Daten hat, kann man die entsprechenden Leute mit Werbung nerven (Spam) und so vllt. mehr Kunden gewonnen, und man kann die Daten an andere Interessenten weiterverkaufen.

  20. Der nächste Fall von Adressbuch-Upload ohne Zustimmung…

    http://mclov.in/2012/02/0…o-their-servers.html

  21. Dieses Thema kann ich beim besten Willen nicht verstehen.

    Seit vielen Jahren sind E-Mail Clients auf allen Smartphones vorhanden, Datentarife sind ebenfalls zuhauf im Umlauf.

    E-Mails sind nicht an bestimmte Plattformen oder Anbieter gebunden. Sie lassen sich mit nahezu beliebigen Rechnern (Smartphones, Desktops, Notebooks, Tablets etc.) abrufen und haben keine nennenswerte Begrenzung (nur größere Attachments gehen nicht).

  22. Eine gute Lösung wäre ja, wenn jeder nach/bei der Installation einer solchen App festlegen könnte, ob er anhand seiner Telefonnummer “gefunden” werden will ODER ob er lieber einen Nutzernamen anlegt. So könnte das Datenschutzproblem zumindest teilweise eingedämmt werden.

  23. Kann man bei kik gelöschte Nachrichten wieder herstellen??

  24. Gutes Thema… Ich hatte mich schon in 2011 mal damit auseinandergesetzt wie der fahrlässige Umgang mit dem Thema Datenschutz(recht) zu erheblichen Wettbewerbsvorteilen führt….

    siehe http://rechtzweinull.de/a…chutzverstoesse.html

    Das bedeutet in vielen Fällen eine tatsächlichen Standortnachteil für Unternehmen/Startups aus Deutschland…

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  1. [...] WhatsApp und Kik im Vergleich: Anbieter, die sich an die Konventionen halten, drohen zu Geisterstädten zu werden, während Regelbrecher sich vor Nutzern kaum retten können. Denn während WhatsApp einen laxen Umgang mit Datenschutz pflegt und seine Nutzer zum Adressbuchabgleich zwingt, stellt Kik diesen seinen Nutzern frei – und hat damit deutlich weniger Erfolg. netzwertig.com [...]

  2. [...] WhatsApp, Kik und Viber: Datenschutz als Bremsklotz der Vernetzung [...]

  3. [...] Armen hoben – ungefähr das gleiche Bild ergab sich, als ich nach Facebook-Mitgliedern fragte.Ende Oktober beschrieb ich, wie es WhatsApp gelungen ist, sich innerhalb von nicht einmal zweieinhalb Jahren nach dem Launch [...]

  4. [...] Datenschutzrechtlich ist das also unter Umständen wirklich ein Problem (siehe auch den Beitrag What’s App, Kik und Viber: Datenschutz als Bremsklotz der Vernetzung). Wenn ich mir meine eigenen What’s App-Kontakte anschaue, dann gab es über Weihnachten [...]

  5. [...] und alter Kaffee: Zur Erinnerung nur ein kurzer Link auf einen Artikel von hyperland aus 05/2011, netzwertig aus 10/2011 und von mir selbst auch [...] Quelle: [...]

  6. [...] der Mitglieder schaffen, was zum Erreichen des kritischen Tipping Points erforderlich ist. Eine Analyse des Erfolgs von WhatsApp zeigt, wieso der Adressbuchabgleich aus Anbietersicht so unglaublich erstrebenswert ist. Der Zweck [...]

  7. [...] View:Zwang zur Adressbuchfreigabe Um WhatsApp nutzen zu können, sind Anwender dazu gezwungen, ihr Adressbuch freizugeben. Wer dem nicht zustimmt, muss auf WhatsApp verzichten. Für jeden um den Datenschutz besorgten [...]

  8. [...] Wettbewerber überhaupt nicht kennen. Ein sehr illustratives Beispiel beschreibt Martin Weigert hier. Ähnlich sah es oft bei XING aus, wo wir besonders im viralen Marketing mit einer Mischung aus [...]

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