Jetzt auch für Mac:
Gelungener Start für Click.to

Die Desktop-Anwendung Click.to will Computernutzer produktiver und effizienter machen. Drei Monate nach dem Launch freuen sich die Karlsruher über zahlreiche neue Kooperationspartner und veröffentlichen einen Mac-Client.

Es gibt zwei Arten von frisch gegründeten Startups bzw. Onlinediensten: Solche, die nach außen den Eindruck erwecken, dass sich nach dem Launch über eine zu lange Periode nichts weiter tut, und solche, die nahezu im Wochentakt kleine wie große Neuigkeiten zu verkünden haben. Click.to, die vor drei Monaten lancierte Desktop-Anwendung des Karlsruher Unternehmens Axonic, fällt in die zweite Kategorie.

Die kostenfreie Software erlaubt es Anwendern, im digitalen Alltag anfallende, tausendfach wiederkehrende Handgriffe durch einzelne Klicks zu ersetzen, indem es lokale Programme und Webdienste näher zusammenrücken lässt: Jedes Mal, wenn Nutzer die Tastenkombination Strg + C betätigen oder Daten per Mausklick in die Zwischenablage kopieren, blendet Click.to eine Reihe von frei definierbaren Icons häufig genutzter Anwendungen und Webservices, um die Daten direkt weiterzuverwenden.

Bisher stand Click.to nur Anwendern von Windows-Rechnern zur Verfügung. Ab sofort bieten die Karlsruher jedoch auch einen Client für Mac OS X zum Download an.

In den vergangenen Wochen erhielten wir in regelmäßigen Abständen Mails von der Click.to-Pressestelle, die uns über neue Kooperationspartner informierten. Click.to-Mutter Axonic ist bestrebt, so viele von Anwendern häufig und gern verwendete Offline- und Online-Dienste wie möglich zu integrieren, um so die Attraktivität und den Nutzwert der Software zu erhöhen.

Neben den von Beginn an integrierten “Standardprozessen” wie eine Ein-Klick-Google-Recherche, ein Facebook-Update, eine Suche bei Google Maps oder ein Fotoupload bei Flickr sowie manuell definierbaren Aktionen (“Web actions” oder “Windows application calls”) konnten für Click.to in den vergangenen drei Monaten mit Amazon, Evernote, XING, Box.net, billiger.de, Simplenote, Toodledo, Pastebin und Twick.it neun offizielle, teils enger in die Software integrierte Kooperationspartner hinzugewonnen werden. Eine Liste aller unterstützten Aktionen gibt es hier.

Wählt man beispielsweise die Erklärungsmaschine Twick.it für ein in die Zwischenablage kopiertes Wort, blendet Click.to an Ort und Stelle eine kurze Erläuterung des jeweiligen Begriffes ein – ohne dass dazu extra der Browser geöffnet werden muss.

Mit weiteren 40 potenziellen Kooperationspartner spreche man gerade, so Click.to-Mitgründer Peter Oehler. Er berichtet von überaus positiven Reaktionen. Nicht selten kämen Webanbieter selbst auf das Software-Unternehmen aus Baden-Württemberg zu, so wie der US-Speicheranbieter Box.net. Sowohl Box.net als auch Dropbox seien ohne vorherigen Kontakt bei Click.to vorstellig geworden, so Oehler. Auch mit dessen Konkurrent Dropbox wird verhandelt. [Update] Ich hatte Oehler zuerst missverstanden – Box.net hat sich eigenständig gemeldet, der Kontakt mit Dropbox ging aber von Click.to aus. [Update Ende]

Die Veröffentlichung der Mac-Version wird zweifelsohne dabei helfen, Click.to in Technologie-affinen Kreisen noch bekannter zu machen. Eine Registrierung bei Click.to ist nicht notwendig, weshalb Oehler keine konkreten Angaben zu Nutzerzahlen machen kann. An guten Tagen werde Click.to aber bereits mehr als 1000 Mal installiert.

Die Monetarisierungsfrage steht für den Dienst momentan noch im Hintergrund. Affiliate-Einnahmen (z.B. von Amazon) gehören zu den naheliegenden Erlösquellen.

Ein mit Click.to vergleichbarer, ähnlich umfassender Service ist mir nicht bekannt. Ausgehend von der Entwicklung des Angebots in seinen ersten drei Monaten scheint es, als stehe dem Unternehmen auch auf internationaler Bühne eine rosige Zukunft bevor – selbst wenn es sich noch immer nicht die click.to-Domain sichern konnten.

Link: Click.to

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6 Kommentare

  1. Uwe Werner
    schrieb am 14. Oktober 2011 um 11:34 Uhr (#)

    Funktioniert auf dem mac allerdings alles andere als zufriedenstellend. Bilder z.B. kopieren und dann in die Mail App einzufügen gelingt gar nicht, auch sonst zeigt es sich etwas träge und unzuverlässig. Da muss wohl noch einiges nachgelegt werden. Wenn man das System für den mac anbietet, wäre es sicherlich sinnvoll auch pages, Keyword und Numbers statt der reinen Officeprodukte mit einzubinden, sonst hat es für den Großteil der Nutzer wohl keinen Mehrwert.

    1. Peter Oehler
      schrieb am 14. Oktober 2011 um 12:51 Uhr (#)

      Hallo Herr Werner!
      Vielen Dank für Ihren Hinweis – wir liefern umgehend ein Update, damit Bild kopieren und in Mail App einfügen wieder geht!
      Pages, Keyword und Numbers zu integrieren ist eine gute Idee – das kommt alles noch…derzeit nehmen wir pro Woche 1-2 neue Konnektoren in die click.to Familie auf.
      Wir wollen uns ständig verbessern – geben Sie die Hoffnung nicht auf :-)

      Peter Oehler, click.to

  2. Jan Enning
    schrieb am 14. Oktober 2011 um 13:44 Uhr (#)

    Bei mir funtioniert alles super und reibungslos. Die Funktionen sind auch sehr leicht zu verstehen. Danke

    Gruss Jan Ennng

  3. Manuel
    schrieb am 14. Oktober 2011 um 14:19 Uhr (#)

    Da die Entwickler anscheinend mitlesen auch eine Anregung meinerseits: Es wäre genial, wenn ihr eine Schnittstelle/API anbieten könntet, mit der man eigene Aktionen anfügen kann. Ich sehe da sehr viel Potential für die IT: von “Benutzer erstellen mit Namen aus markiertem Text” über “Verbindung herstellen zu markiertem Servernamen” bis zu “markiertes SQL direkt auf Datenbank xy ausführen”. ;-)

    1. Peter Oehler
      schrieb am 14. Oktober 2011 um 14:46 Uhr (#)

      Hi Manuel – eigene Aktionen hinzufügen ist bereits für eine einfache Websuche und das Starten von eigenen Anwendungen eingebaut. Zu finden unter “Add customized actions”.
      Und eine Developer-API für komplexere Aktionen kommt auch – clickto ist ja erst 3 Monate auf dem Markt ;-)

      Peter Oehler, click.to

    2. Manuel
      schrieb am 14. Oktober 2011 um 15:51 Uhr (#)

      Vielen Dank für die Antwort!

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