Gegentrend zum On-Demand-Konsum:
Digitale Mediennutzung als Gemeinschaftserlebnis

Eine Reihe von Onlinediensten versucht, in Gemeinschaft erlebte Ereignisse der “realen” Welt ins Digitale zu übertragen. Die dabei übernommenen, für Online-Medienangebote sonst unüblichen Begrenzungen scheinen in diesem Fall niemanden zu stören.

Foto: Flickr/deadserpents, CC-Lizenz
Foto: Flickr/deadserpents, CC-Lizenz
Das Internet hat unseren Medienkonsum in höchstem Maße fragmentiert. Statt sich mit der begrenzten Zahl an Zeitungen, TV-Sendern oder Radio-Stationen zufrieden stellen zu müssen, kann sich jeder Nutzer ein ganz persönliches Medienangebot zusammenstellen und dieses zu einem beliebigen Augenblick losgelöst von Sendezeiten und Auflagen genießen.

Doch trotz oder gerade wegen dieser Entwicklung zu einer immer individuelleren Mediennutzung, bei der eine steigende Zahl von Menschen zum selben Zeitpunkt unterschiedliche Inhalte konsumiert, entsteht derzeit ein entgegengesetzter Trend: Medienkonsum als kollektives, lineares Gemeinschaftserlebnis in Echtzeit.

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Speech-to-Speech-Übersetzung mit Vocre:
Wider aller Sprachbarrieren

Die am Dienstag vorgestellte iPhone-App Vocre verspricht, Konversationen in unterschiedlichen Sprachen zu ermöglichen. Noch funktioniert das eher schlecht als recht, doch in Zukunft verschwinden auf diese Weise Sprachbarrieren.

Der Gedanke, dass zwei Menschen mittels moderner Technologie in unterschiedlichen Sprachen eine Konversation führen können, ist faszinierend. Damit dies tatsächlich funktioniert, sind überaus intelligente Speech-to-Speech-Übersetzungswerkzeuge erforderlich, die auch bei der Echtzeit-Übersetzung komplexer, von reichhaltiger Grammatik geprägter Sprachen (wie z.b. Deutsch) nicht versagen.

Das US-amerikanische Entwicklerstudio myLanguage hat am Dienstag auf der TechCrunch Disrupt-Konferenz seine iPhone-App Vocre vorgestellt, die einen Vorgeschmack darauf gibt, wie wir uns zukünftig mit Menschen rund um den Globus verständigen werden.

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Linkwertig:
Facebook, Digitale Musik,
Gowalla, Posterous

Facebook
Facebook stellt Nutzern im Laufe der Woche verbesserte Freundeslisten-Funktionen bereit, darunter automatisiert erstellte “Smart Lists”

» Improved Friend Lists
» Facebook Officially Launches Smart Lists, and Special Friend Lists That Influence the News Feed

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Digitale Musik
Die Band Uniform Motion gibt einen interessanten Einblick in die Umsatzbeteiligung verschiedener Musikstreaming und Downladdienste.

» How Much Does A Band Make From Various Music Platforms? » weiterlesen

Amen und das Unverständnis über den Hype:
Genug genörgelt!

Viele Jahre hatten neuartige Startup-Ideen aus Deutschland ein Aufmerksamkeitsproblem. Mittlerweile schaffen einige es ins internationale Rampenlicht. Vom Hype um Amen & Co profitiert die ganze Branche.

Illustration: Flickr/bixentro, CC-Lizenz
Illustration: Flickr/bixentro, CC-Lizenz
Jahre lang litten Startups aus Deutschland unter einem erheblichen Aufmerksamkeitsproblem. Abgesehen von Tech-Blogs wie diesem und einigen IT-Portalen interessierte sich kaum jemand für sie, was auch die Nutzerakquisition deutlich schwieriger machte.

In den letzten Monaten jedoch steht die hiesige Internetlandschaft verstärkt im Rampenlicht – nicht nur der deutschsprachigen Medien, sondern auch auf internationaler Bühne. Verantwortlich dafür: Die allgemeine Euphorie um die neue Webhauptstadt Berlin sowie eine Reihe junger, global geprägter Startups. Plötzlich ist er da, der lange vermisste Hype.

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Marktplatz für Handgefertigtes:
Etsy startet in Deutschland
und trifft auf DaWanda

Schon seit Frühjahr 2010 betreibt das New Yorker Startup Etsy eine Niederlassung in Berlin. In dieser Woche startet der Dienst unter genauer Beobachtung des Konkurrenten DaWanda seine deutsche Version.

Jeder lokale deutsche Onlinedienst mit einem konzeptionell vergleichbaren US-Konkurrenten muss es früher oder später auch hierzulande mit seinem Vorbild aufnehmen. Ob studiVZ, Xing, Qype oder die Fiverr-Nachahmer: Stets erschien der Wettbewerber von der anderen Seite des Atlantiks eines Tages mit einer eigenen, an den deutschsprachigen Markt angepassten Variante (Facebook, LinkedIn, Yelp, Fiverr). Zumeist lautet die Frage nur “wann”, nicht “ob”.

Auch dass der im Dezember 2006 gestartete Berliner Onlinemarktplatz für Unikate und Selbstgemachtes DaWanda eines Tages in seinem Heimatmarkt Gesellschaft vom New Yorker Vorbild Etsy erhalten würde, war absehbar. Zumal Etsy schon im April 2010 seine Europazentrale in der deutschen Hauptstadt eröffnet hatte.

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Linkwertig:
SoundCloud, Ilse Aigner,
Berlin Web Week, Chromebook

SoundCloud
Angekündigt war es schon länger: Der Berliner Musikdienst SoundCloud  hat in San Francisco eine US-Niederlassung eröffnet. Zu Beginn sind dort sechs Personen tätig.

» SoundCloud opens 1st U.S. office in San Francisco 

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Datenschutzdebatte
Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner fordert ihre Kabinettskollegen auf, aufgrund datenschutzrechtlicher Bedenken vom Betrieb eigener Facebook-Fanpages sowie von der Einbindung des Like-Buttons in ihre Websites abzusehen.

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Amen:
Der Vorhang lüftet sich

Das Berliner Hype-Startup Amen hat den Kreis seiner Beta-Tester in den letzten Wochen stark erweitert. Ab heute dürfen Blogger und Journalisten auch darüber berichten, wie genau der Dienst funktioniert.

Das sagenumwobene Berliner Startup Amen hat seine Launch-Strategie mit einer Einschränkung versehen, von der ich hoffe, dass sie nicht zu viele Nachahmer findet: Als vor drei Wochen die ersten Einladungen zur geschlossenen Beta-Phase verschickt wurden, bat man alle Tester darum, sich im Netz weder in Text noch in Bild über die Funktionsweise des Dienstes zu äußern.

Diesen Hinweis am Ende der Mail mit dem Einladungscode übersah ich anfänglich, entfernte die Beschreibung und Screenshots aber auf Bitten von Amen nachträglich. Immerhin geht es uns nicht darum, neuen Startups das Leben so schwer wie möglich zu machen. Und wer im kleinen Kreis testen will, ohne die Spannung zu zerstören, soll die Möglichkeit dazu bekommen.

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Aggregator für Meinungsjournalismus:
Commentarist wagt den Neustart
und erhält sechsstellige Finanzierung

Nur einen Monat hielt sich Commentarist, ein Aggregator für Meinungsjournalismus aus Hamburg, Anfang 2011 im Netz. Dann zwangen ihn Abmahnungen zweier Verlage zu einer unfreiwilligen Pause. Heute öffnet der Dienst erneut seine Pforten.

Mut zu Experimenten im digitalen Bereich gehört nicht unbedingt zu den typischen Charaktereigenschaften der meisten deutschen Presseverlage. Während dies bei der Mehrzahl der Zeitungshäuser aber eher auf mangelnde Initiative sowie das Fehlen von Visionären zurückzuführen ist, kämpft ein kleiner aber einflussreicher Teil der hiesigen Medienanbieter aktiv gegen alle Ansätze, die das klassische (Online-) Zeitungsgeschäft um neue Dimensionen zu bereichern versuchen.

Am eigenen Leib spüren mussten dies Eric Hauch und Mircea Preotu, die Anfang des Jahres Commentarist starteten (wir hatten damals als erstes Onlinemedium Zugänge zur geschlossenen Beta-Phase), einen Aggregator für Meinungsjournalismus. Der Dienst aus Hamburg indexierte Beiträge von 16 führenden deutschen Nachrichtenwebsites, die Meinungen von mehr als 1000 Journalisten enthielten.

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Expansion:
Statistikportal Statista
zieht es nach New York

Das Hamburger Statistikportal Statista expandiert in die USA und eröffnet eine Niederlassung in New York.

Auch wenn das Thema Internationalisierung für viele Startups aus dem deutschsprachigen Raum mittlerweile eine hohe Priorität einnimmt: Eine physische Präsenz außerhalb Europas leisten sich nur wenige. Der aus Hamburg stammende Statistikdienst Statista wagt nun einen solchen Schritt.

Das 2007 gegründete Startup schickt heute eine englischsprachige Website ins Rennen und bietet zahlenden Nutzern Zugänge zu Statistiken aus 20 verschiedenen Branchen in den USA sowie zu weiteren internationalen Märkten. Das Angebot soll durch englische Übersetzungen von Statistiken des deutschen Marktes ergänzt werden. Parallel zum Launch von statista.com wurde mit Statista Inc. eine hundertprozentige Tochtergesellschaft gegründet und ein Büro in New York eröffnet.

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Namensfindung für Startups:
Das Pro und Contra
von Fantasienamen

Den perfekten Namen für ein Startup gibt es nicht. Gerade für Webdienste mit globalen Ambitionen bieten Fantasiebegriffe jedoch Vorteile gegenüber beschreibenden Namen – sofern sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen.

Mark Leiblein ist der Gründer von NameRobot und Namestorm.

Das Wichtigste gleich vorab: Fantasienamen sind nicht besser oder schlechter als beschreibende Namen, die einen direkten Bezug zum Unternehmen erkennen lassen. Jede dieser Namensarten hat ihre Besonderheiten und zum Teil gravierende Auswirkungen für Startups.

Definieren wir erst einmal den Begriff, um den es in diesem Beitrag gehen soll: Ein Fantasie- oder Kunstname ist eine Bezeichnung, deren Bedeutung nicht ohne weitere Erklärung erkennbar ist. Der Online-Reiseanbieter Opodo ist zum Beispiel vom Namen her nicht als solcher erkennbar und auch die Herleitung, eine Abkürzung von „OPportunity tO DO“, ist schwer auszumachen. Gleiches gilt für Google, die Suchmaschine aller Suchmaschinen. Wer weiß schon, dass ihr Name auf „googol“ basiert, einer Bezeichnung für eine ins Unendliche gehende Zahl?

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