Neue Funktionen:
Video-App watchlater
erweitert ihren Horizont

Mit watchlater kann man Videos aus dem Web für späteres Anschauen im Browser oder auf einem iOS-Gerät speichern. Neu ist die Möglichkeit, Clips aus den persönlichen Facebook-, Twitter- und Google Reader-Konten zu importieren sowie nach Videos aus eigenen Streams und dem Web zu suchen.

Im Mai dieses Jahres veröffentlichte das in Bochum und Berlin ansässige Entwicklerstudio 9elements mit watchlater einen Dienst, mit dem sich im Web aufgefundene Videos für späteres Anschauen im Browser oder auf dem iPad speichern lassen.

Es dauerte nicht lange, bis der kostenlose Service zu meinen bevorzugten Tools für die Organisation des digitalen Medienkonsums avancierte. Auf ein “Instapaper für Videos” hatte ich schon länger gewartet.

Allerdings gab sich watchlater zum Launch recht geizig, was den Funktionsumfang betraf. Angesichts einer zunehmenden Konkurrenz in Form von beispielsweise Spool, Squrl oder Boxee war klar, dass 9elements sich mit weiteren Features und einer Überarbeitung der spartanischen Benutzeroberfläche der iPad-App nicht zu lange Zeit lassen durfte.

Schon vor einigen Wochen haben die watchlater-Macher ihren Dienst mit einigen nützlichen Erweiterungen aufgewertet, auf die ich allerdings erst gestern nach einer Aktualisierung der jetzt sowohl für iPhone als auch iPad optimierten App gestoßen bin:

watchlater auf dem iPad
watchlater auf dem iPad

watchlater erlaubt nun neben dem zeitverzögerten Betrachten von per E-Mail oder über das Browser-Bookmarklet zwischengespeicherten Clips aus dem Web auch die Verknüpfung mit dem persönlichen Twitter-, Facebook- und Google-Reader-Konto. Nach der Autorisierung via OAuth listet die App sämtliche bei über 20 unterstützten Videoportalen gehosteten Videos (u.a. YouTube, Vimeo, TED), die von Twitter- oder Facebook-Kontakten in jüngster Zeit publiziert wurden oder in einem der im Google Reader abonnierten RSS-Feeds auftauchten.

Die App generiert auf diese Weise chronologische, ausschließlich aus Videos bestehende Streams der Twitter-Timeline, des Facebook-Newsfeeds sowie der via RSS abonnierten Blogs und Websites. Hat man also einmal keine Lust zum Lesen von Texten, kann man sich mittels watchlater in Bewegtbildform auf dem Laufenden darüber halten, was die Social-Media-Welt gerade bewegt.

Browserversion enthält Video-Suche
Browserversion enthält Video-Suche

Die Integration der drei Dienste findet sich sowohl in der iOS-App als auch im Browser-Interface. Dort stellt watchlater zusätzlich eine Suchefunktion zur Verfügung, die sowohl die eigenen Streams als auch das Web nach Videos indexiert und dabei beachtlich schnell arbeitet.

Bisher tendierte ich dazu, watchlater eher als Feature statt als Produkt zu sehen. Mit den beschriebenen Ergänzungen verändert sich dies. Die Anwendung erfüllt nicht mehr länger nur einen einzigen Einsatzzweck und wird auch für diejenigen interessant, die kein Interesse an der Kernfunktionalität des “Später ansehen” haben.

Link: watchlater

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