Expansion:
Statistikportal Statista
zieht es nach New York

Das Hamburger Statistikportal Statista expandiert in die USA und eröffnet eine Niederlassung in New York.

Auch wenn das Thema Internationalisierung für viele Startups aus dem deutschsprachigen Raum mittlerweile eine hohe Priorität einnimmt: Eine physische Präsenz außerhalb Europas leisten sich nur wenige. Der aus Hamburg stammende Statistikdienst Statista wagt nun einen solchen Schritt.

Das 2007 gegründete Startup schickt heute eine englischsprachige Website ins Rennen und bietet zahlenden Nutzern Zugänge zu Statistiken aus 20 verschiedenen Branchen in den USA sowie zu weiteren internationalen Märkten. Das Angebot soll durch englische Übersetzungen von Statistiken des deutschen Marktes ergänzt werden. Parallel zum Launch von statista.com wurde mit Statista Inc. eine hundertprozentige Tochtergesellschaft gegründet und ein Büro in New York eröffnet.

Das Geschäftsmodell des Hamburger Services basiert auf einem Freemium-Ansatz, wobei der Großteil der Statistiken nur für zahlende Mitglieder zugänglich ist. Die Positionierung als Content-Mittler geprüfter, aufbereiteter und aggregierter Daten, angereichert mit Metadaten zu den jeweiligen Statistiken, der sich den Nutzern als zentrale Anlaufstelle und „Suchmaschine für Statistiken“ präsentiert, hat Statista auf dem deutschsprachigen Markt bisher über 100.000 registrierte Nutzer beschert. Rund 60 Mitarbeiter sind für den Dienst tätig, der laut eigenen Angaben Ende 2010 die Gewinnschwelle erreicht hat.

Statista bearbeitet einen bisher weitestgehend unerschlossenen Markt, der als Entscheidungsgrundlage in einer global vernetzten digitalen Gesellschaft zunehmend an Bedeutung gewinnt. Aufgrund der Komplexität der Dienstleistung sind der Innovationsvorsprung und entsprechende Markteintrittsbarrieren seitens möglicher Wettbewerber zwar als relativ hoch einzuschätzen, jedoch wird dieser Sektor mit zunehmender Bedeutung weitere Begehrlichkeiten wecken. Eine konsequente internationale Ausrichtung des Hamburger Unternehmens ist somit erforderlich, um den Wettbewerbsvorteil zu sichern.

Es bleibt abzuwarten, ob das Angebot international eine vergleichbare Akzeptanz finden wird wie im deutschsprachigen Raum. Die Schwierigkeit wir dabei voraussichtlich nicht sein, den Mehrwert des Services gegenüber einer Suchmaschinenrecherche oder auch gegenüber direkten Kontrakten mit Meinungsforschungsinstituten zu kommunizieren, sondern sich vielmehr grundsätzlich als deutsches Startup in der US-amerikanischen Internetlandschaft zu behaupten. Da dieser Weg eher die Ausnahme als die Regel darstellt, werden hier Skeptiker zu überzeugen sein, die Webökonomie bisher als rein US-Business betrachten.

Als nächster Schritt ist seitens des Unternehmens im Jahr 2012 jeweils der Start einer französisch- und spanischsprachigen Site geplant.

Link: Statista

 

Mehr lesen

Deutsche Startups auf USA-Kurs: \

11.12.2013, 0 KommentareDeutsche Startups auf USA-Kurs:
"Vergesst, was euch in der Heimat erfolgreich gemacht hat"

Der Großraum San Francisco, samt Silicon Valley, ist das internationale Sprungbrett für Startups aus dem Web- und Technologiebereich. Oliver Hanisch vom German Silicon Valley Accelerator berichtet, wie seine Organisation deutschen Jungfirmen beim US-Markteinstieg hilft. Und woran sie denken sollten.

Internationalisierung: Wie Sprachbarrieren Japans Internetbranche im Weg stehen

30.1.2013, 11 KommentareInternationalisierung:
Wie Sprachbarrieren Japans Internetbranche im Weg stehen

In Europa hört man wenig von japanischen Onlinediensten. Mangelnde Fremdsprachenkenntnisse und ein fehlender Blick über die eigenen Landesgrenzen hinaus hindern japanische Anbieter an der Internationalisierung.

Internationalisierung: So erschließen kleine Startups ausländische Märkte

12.12.2012, 0 KommentareInternationalisierung:
So erschließen kleine Startups ausländische Märkte

Startups, denen die Internationalisierung gelingt, profitieren vielfach von diesem Schritt. Auch mit geringem Budget ist der Gang in ausländische Märkte möglich.

Till Ohrmann vom European Pirate Summit: \

17.7.2014, 1 KommentareTill Ohrmann vom European Pirate Summit:
"Startups, die nicht gut präsentieren können, gehören nicht auf die Bühne"

Zum vierten Mal findet Anfang September in Köln die Startup-Konferenz European Pirate Summit statt. Das Event ist seit 2011 von einem Hobby der Macher zu einem Startup geworden. Till Ohrmann, Co-Founder und CEO, plaudert aus dem Nähkästchen.

Massiv finanzierte Internetfirmen: Der Fluch, um jeden Preis wachsen zu müssen

3.7.2014, 3 KommentareMassiv finanzierte Internetfirmen:
Der Fluch, um jeden Preis wachsen zu müssen

Viele einstige Hoffnungsträger der Internetbranche treffen Produktentscheidungen, die nicht im Sinne der Nutzer sind. Oft bleibt ihnen keine andere Wahl: Hohe Bewertungen und Wagniskapital im dreistelligen Millionenbereich verpflichten sie dazu, um jeden Preis zu wachsen.

US-Investoren kaufen norddeutsche Vielflieger-App: Flying erhält zweite Chance

2.7.2014, 5 KommentareUS-Investoren kaufen norddeutsche Vielflieger-App:
Flying erhält zweite Chance

Im April gaben die Macher der Vielflieger-App Flying bekannt, den Dienst trotz einer loyalen Nutzer-Community nicht weiterführen zu können. Daraufhin hagelte es Beteiligungs- und Kaufofferten. Jetzt verkündet das Startup aus Hamburg die Akquisition durch US-Investoren.

Populärste iOS-Apps in Deutschland: Facebook und WhatsApp dicht an dicht

18.3.2013, 3 KommentarePopulärste iOS-Apps in Deutschland:
Facebook und WhatsApp dicht an dicht

Der Vorsprung der iPhone-App von Facebook vor der des Kontrahenten WhatsApp schrumpft in Deutschland weiter. Noch kann das soziale Netzwerk seinen Spitzenplatz aber verteidigen. Unterdessen erfreut sich Dropbox bei iPad-Besitzern zunehmender Beliebtheit.

Deutschlands meistgenutzte iPhone-Apps: WhatsApp läuft Facebook den Rang ab

22.1.2013, 6 KommentareDeutschlands meistgenutzte iPhone-Apps:
WhatsApp läuft Facebook den Rang ab

Facebooks führende Position bei den beliebtesten iPhone-Apps in Deutschland ist bedroht: WhatsApp steht kurz davor, diesen Status an sich zu reißen. Es wäre eine kleine Sensation.