LiftLoft verschwindet kommentarlos:
aka-aki beendet sein
Social-Game-Experiment

Der Berliner Location-Dienst aka-aki hat bei seinem mobilen Social Game LiftLoft nur wenige Monate nach dem offiziellen Launch den Stecker gezogen.

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Wenn Startups in Wachstumsphasen ihren Fokus vom bisherigen Kernprodukt auf einen zweiten, eigenständigen Dienst erweitern, dann kann dieser im besten Fall eine lukrative neue Erlösquelle darstellen und womöglich sogar das ursprüngliche Angebote in puncto Potenzial überflügeln. Misslingt ein solches Vorhaben, hat man dagegen viel Geld verbrannt.

Der Berliner Location-Dienst aka-aki ging mit seinem standortbasierten Mobile-Social-Game LiftLoft dieses Risiko ein, sah sich vor einigen Wochen jedoch gezwungen, nach nur wenigen Monaten den Stecker zu ziehen.

Erst Ende März wurde die finale Version des iPhone-Spiels veröffentlicht, nachdem das Berliner Startup über einen längeren Zeitraum an dem Projekt gebastelt und das ursprüngliche Konzept an einen sich schnell verändernden Mobile-Markt angepasst hatte.

LiftLoft wurde als eigenständige, vom mobilen Social Network aka-aki losgelöste App offeriert, deren Zweck es war, in einer virtuellen, aber vom tatsächlichen Standort abhängigen Welt das höchste Gebäude der Stadt zu bauen und dabei gegen andere Nutzer zu zocken. Das Spiel wurde für 0,79 Euro im App Store angeboten, was ich damals als unnötige Einstiegshürde kritisierte – zumal Anwender innerhalb der App virtuelle Güter erwerben konnten.

Ob es nun an an der Bezahlbarriere lag oder am Produkt selbst: LiftLoft konnte die Hoffnungen der Berliner hinsichtlich Nutzer- und Umsatzzahlen nicht erfüllen, weshalb die App kürzlich aus dem App Store entfernt und die dazugehörige Website lift-loft.com abgeschaltet wurde.

LiftLoft
LiftLoft

Eine offizielle Mitteilung oder einen Hinweis für Nutzer gab es dazu jedoch nicht – weder auf aka-akis Website, noch im Blog oder über Twitter. aka-aki-Gründer Roman Hänsler erklärte mir telefonisch, dass man sich für eine Schließung im Stillen entschieden habe. Im Rahmen dieses Schrittes musste sich das Startup auch von etwa der Hälfte des Teams trennen – größtenteils Freelancer.

Laut Hänsler wolle man sich jetzt wieder vollständig auf die Weiterentwicklung von aka-aki fokussieren. Ein Blick auf die Facebook-Page des Dienstes zeigt, dass dies von Nöten ist: Dort berichten frustrierte Anwender der iOS- und Android-App von regelmäßigen Server-Ausfällen.

Sofern das aka-aki-Team daran interessiert ist, seine über 700.000 registrierten Mitglieder bei Laune zu halten, wäre eine klare Ansage der Berliner dazu wohl keine schlechte Idee. Der letzte Blogeintrag ist zweieinhalb Monate alt.

aka-aki gehörte seit jeher zu der Kategorie von Startups, die trotz einer cleveren Idee und einer innovativen Umsetzung nie so richtig in Fahrt gekommen sind. Ein unglücklicher Ausflug in den Markt der mobilen Social Games passt da ins Bild, auch wenn man den Hauptstädtern eine positivere Entwicklung gewünscht hätte. Das kommentarlose Abschalten von LiftLoft hingegen wirft die Frage auf, wie viel Motivation und Hingabe bei den aka-aki-Machern eigentlich noch vorhanden ist.

Link: aka-aki

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1 Kommentar

  1. R.
    schrieb am 13. September 2011 um 12:53 Uhr (#)

    Eigentlich lohnt es sich nicht, etwas über aka-aki zu schreiben. Schlechte Leistung wird von deutschen Usern zum Glück doch noch bestraft. Aka-aki hat hunderttausende Euro verbrannt und ist nicht mehr zu retten. Womit will dieses Startup Geld verdienen?

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