Mit watchlater kann man Videos aus dem Web für späteres Anschauen im Browser oder auf einem iOS-Gerät speichern. Neu ist die Möglichkeit, Clips aus den persönlichen Facebook-, Twitter- und Google Reader-Konten zu importieren sowie nach Videos aus eigenen Streams und dem Web zu suchen.
Im Mai dieses Jahres veröffentlichte das in Bochum und Berlin ansässige Entwicklerstudio 9elements mit watchlater einen Dienst, mit dem sich im Web aufgefundene Videos für späteres Anschauen im Browser oder auf dem iPad speichern lassen.
Es dauerte nicht lange, bis der kostenlose Service zu meinen bevorzugten Tools für die Organisation des digitalen Medienkonsums avancierte. Auf ein “Instapaper für Videos” hatte ich schon länger gewartet.
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Google, Apple, Facebook und Amazon schaffen digitale Ökosysteme und ziehen Konsumenten und Lieferanten magisch an. Deutsche Medienanbieter verlieren angesichts dieser Entwicklung Einfluss und Bedeutung.
Die nächsten Jahren werden hart. Nicht für Konsumenten und nicht für zukunftsorientierte Unternehmen, aber für alle diejenigen im deutschsprachigen Raum, die sich eine Welt ohne eine gewisse Kontrolle über die Medienwertschöpfungskette und ohne dominierende nationale Anbieter in strategisch wichtigen Bereichen nicht vorstellen können.
Wieder einmal klar wurde mir das am Mittwoch im Angesicht von Amazons vorgestellten Produktneuheiten: einem 199-Dollar-Tablet sowie zwei neuen E-Readern zum Niedrigstpreis, von denen zumindest einer für gerade einmal 99 Euro auch in Deutschland auf den Markt kommen soll.
Amazons Vorstoß ist in zweierlei Hinsicht bedeutsam: Zum einen führt das zum Internet-Mischkonzern mutierende Unternehmen aus Seattle die losen Enden im Vertrieb seiner digitalen Waren zusammen, zum anderen Unterstreicht es seinen Anspruch, im Wettrennen der Netzgiganten um die Aufmerksamkeit und Loyalität der Konsumenten mitzumischen. » weiterlesen
Microsoft
Der gestern hier schon erwähnte Android-Lizenzvertrag wird Microsoft laut Goldman Sachs jährlich fast eine halbe Milliarde Dollar einbringen.
» Goldman: Microsoft Is Getting $444 Million Annually From Android Patent Licenses
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Nokia
Einen anderen Deal mit Microsoft bekommen die verbliebenen Mitarbeiter von Nokia zu spüren: Weitere 3500 Mitarbeiter werden nämlich bis Ende 2012 entlassen.
» Oh, Nokia. Another 3,500 People Laid Off, Manufacturing Operations Trimmed Down
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Fellody will Flirtwillige und an neuen Bekanntschaften interessierte Personen über ihren Musikgeschmack miteinander in Kontakt bringen. Das Zürcher Startup sorgt mit diesem spannenden Ansatz für frischen Wind im Onlinedating-Markt.
Neulich traf ich mich mit einem Freund, den ich als erfahrenen Onlinedating-Experten bezeichnen würde. Zusammen konstatierten wir, dass es trotz zahlreicher neuer Ansätze noch immer sehr viel Raum für Innovation im Bereich der durch Webdienste möglich gemachten zwischenmenschlichen Kontakte gibt. Schnell gingen wir dazu über, gedanklich einen vom persönlichen Musikgeschmack ausgehenden Flirtdienst zu konzipieren. Beide waren wir uns einig, dass musikalische Präferenzen und die häufig daraus resultierende Art der Freizeitgestaltung ein entscheidendes Kriterium dafür sind, inwieweit zwei Menschen zueinander passen.
Wie es der Zufall wollte, saß ich in der vergangenen Woche beim European Pirate Summit neben Robin Simon, den aus Deutschland stammenden Gründer einer neuen Plattform aus Zürich, die Flirtwillige und an neuen (auch platonischen) Bekanntschaften Interessierte auf Basis ihres Musikgeschmack in Kontakt bringen möchte: Fellody heißt der von Simon und seinem Co-Founder Thomas Vatter entwickelte kostenfreie Dienst, der am heutigen Donnerstag ins Netz geschickt wurde.
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musicplayr aus Köln stellt Freunden von Musik aus dem Web eine Plattform bereit, um Songs aus verschiedenen Quellen zentral zu verwalten, anzuhören und mit anderen Nutzern zu teilen.
Ein auf dem European Pirate Summit vorgestelltes Startup, das mir schon wegen meines generellen Interesses für neuartige digitale Musikangebote besonders ins Auge stach, ist musicplayr. In meiner Kurzbeschreibung auf Basis der fünfminütigen Präsentation von Gründer Thorsten Lüttger bezeichnete ich den in geschlossener Beta-Phase befindlichen Dienst als eine Art Twitter für Musik. Nachdem ich musicplayr nun selbst ausprobieren konnte, erkannte ich, dass dieser Vergleich ungenau ist.
musicplayr-Chef Thorsten Lüttger bezeichnet den Zweck seines noch in Köln ansässigen, demnächst aber nach Berlin umziehenden Dienstes als “Unified Listening meets Music Discovery”. Mit Hilfe von musicplayr erhalten Nutzer die Möglichkeit, Playlisten mit Musik aus verschiedensten Quellen zu erstellen, die sie an einer zentralen Stellen im Browser anhören können.
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Kindle
Das 200 Dollar teure Tablet Kindle Fire haben wir ja schon gestern vorhergesehen und eingeschätzt, zusätzlich hat Amazon noch zwei Versionen vom Kindle unter 100 Dollar vorgestellt. Der kleinste Kindle wird auch in Deutschland für unter 100 Euro zu haben sein sein.
» Amazon launches ultra-cheap Kindle for $79, new Kindle Touch for $99
» Amazon.de
Tizen
Intel und Samsung tüfteln mit Tizen an einer Alternative zu Android.
Wie schon MeeGo soll Tizen auf Tablets, Smartphones, Netbooks, Smart TVs und KFZ-Konsolen zum Einsatz kommen. Maßgeblicher Unterschied aber: Apps sollen in Tizen rein HTML5-basiert sein.
» Intel und Samsung stellen Tizen vor, einen weiteren, chancenlosen Android-Konkurrenten
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Startup-Gründer berichten gerne über ihre Fortschritte und Erfolge – auch wenn es gar nicht gut läuft. Manchmal offenbaren sie sich im Nachhinein – wie Color-Gründer Bill Nguyen.
Foto: Flickr/vancouverfilmschool, CC-Lizenz
Gründer von Internet-Startups erinnern mich manchmal an Schauspieler. Ungeachtet der tatsächlichen Entwicklung ihres Projektes geben sie im Kontakt mit Außenstehenden (wie z.B. Tech-Bloggern) stets vor, dass alles nach Plan läuft und dass sämtliche wichtigen Kennzahlen nach oben zeigen.
Als Substitut für harte Fakten zu Mitgliederwachstum und Umsatz/Gewinn, die ungern kommuniziert werden, lassen sich Jungunternehmer mit gerade lancierten Webdiensten abgesehen von allgemeinen Erfolgsbekundigungen (“it’s awesome”) zumeist maximal nichtssagende Statistiken und relative Prozentwerte “entlocken”. Wobei sie natürlich selbst wissen, dass “monatliche Verdopplung der Userzahlen” oder “200 prozentige Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahr” keine wirkliche Aussagekraft besitzt.
Wie es tatsächlich in der Gründer-Seele aussieht und inwieweit der Launch eines Dienstes die Erwartungen erfüllt hat, ist für externe Beobachter in der ersten Phase schwer zu erfahren.
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Mit einem eigenen Tablet-PC will Amazon die losen Enden im Vertrieb seiner digitalen Waren zusammenführen. Die Auswirkungen auf den Markt digitaler Güter könnten weitreichend sein.
Amazon lädt heute 1
56:00 Uhr MEZ zur Pressekonferenz nach New York und
wird aller Voraussicht nach ein Sieben-Zoll-Tablet auf Basis einer modifizierten Version von Android 2.2 präsentieren. Zu einem erwarteten Preis von etwa 250 Dollar soll das Gerät noch zum diesjährigen Weihnachtsgeschäft die Konsumenten auf dem US-amerikanischen Markt erreichen. [
Update: Das "Kindle Fire" Tablet ist bestätigt und wird sogar nur 199 Dollar kosten]
Die Auswirkungen dieses Markteintritts könnten weitreichend sein – für den Tablet-PC-Markt, aber vor allem für die Märkte digitaler Güter. Apple bekäme mit Amazon seinen ersten ernstzunehmenden Wettbewerber im Kampf um die Bindung der Konsumenten an ein Ökosystem.
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Ein Team von rund 20 Absolventen will mit iversity von Berlin aus die digitale Revolution zu Universitäten und Hochschulen bringen.
Mit ResearchGATE hat bereits das weltweit führende Social Network für Forscher und Wissenschaftler seinen Sitz in Berlin. Wenn es nach dem Willen von Jonas Liepmann und Hannes Klöpper geht, wird demnächst eine weitere akademische Onlineplattform aus (dem Umland) der Hauptstadt international für Furore sorgen:
Die zwei ehemaligen Studenten haben mit iversity einen digitalen Campus entwickelt, der als hochschulübergreifende Plattform die Kommunikation in Forschung und Lehre erleichtern soll. Pünktlich zum Beginn des Wintersemesters steht die Plattform auf Englisch und Deutsch Studierenden und Dozenten kostenfrei zur Verfügung.
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