Samstag App Fieber:
HipsterIpsum, Music2Mail, melt.li

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal ein Mini-Special mit: HipsterIpsum Bookmarklet – ersetzt den Text auf Websites; Music2Mail – informiert über neue Veröffentlichungen von Musikern; und melt.li – schmilzt die Länge von URLs.

 

Generatoren für Fülltext braucht man immer wieder und es gibt sie auch in den verschiedensten Varianten (neben Lorem Ipsum etwa Gangsta, Ministry of Lorem oder Hipster Ipsum). Das HipsterIpsum Bookmarklet verleiht den Generatoren eine gänzlich neue Dimension, indem es den Fülltext vor Ort auf die aktuell betrachtete Website anwendet. Spaß für die ganze Familie ist garantiert, auch psychohygienisch kommt das Bookmarklet in einigen Situationen sehr gelegen.

 

 

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Schleswig-Holsteins Konfrontation mit Facebook:
Ein neuer Höhepunkt
deutscher Datenschutzhysterie

Websitebetreiber in Schleswig-Holstein müssen bis Ende September einschlägige Integrationspunkte mit Facebook deaktivieren, wollen sie das Risiko eines Bußgeldes von bis zu 50.000 Euro vermeiden. Die Anweisung markiert einen neuen Höhepunkt der weltfremden Annäherung deutscher Datenschützer an den digitalen Wandel.

“Das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz (ULD) fordert alle Stellen in Schleswig-Holstein auf, ihre Fanpages bei Facebook und Social-Plugins wie den ‘Gefällt mir’-Button auf ihren Webseiten zu entfernen”. Mit diesen Worten beginnt eine Pressemitteilung, die am Freitag schnelle Verbreitung im deutschsprachigen Internet fand.

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foursquare:
Behutsamer Fortschritt

foursquare wächst deutlich langsamer als andere viel beachtete Startups des Social Web. Und doch scheint der New Yorker Dienst voran zu kommen – mit kleinen Schritten.

foursquare ist für mich das seltsamste aller viel gelobten Startups der Social-Web- und Location-Ära. Denn dem New Yorker Dienst zum mobile Einchecken an Orten gelingt es wie keinem anderen Anbieter, sich weiterzuentwickeln und doch auf der Stelle zu treten.

Gestartet im Frühjahr 2009 von Dennis Crowley and Naveen Selvadurai, sorgte der neuartige Service für Smartphones schnell für Begeisterung in der Tech-Community. Per Check-In kontrolliert Freunden und Bekannten signalisieren zu können, wo man sich gerade befindet, war ein Novum und sprach auch diejenigen an, die beim Veröffentlichen ihrer Position trotzdem Wert auf Privatsphäre legten.

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Linkwertig:
W3C, Wetter, myTaxi, Filter

W3C
Das World Wide Web Consortium will etwas demokratischer werden und ermöglicht jetzt auch kleineren Fischen bzw. allen Interessierten eine Mitsprache in Community Groups.

» W3C’s New ‘Community Groups’ Give Everyone a Voice in HTML5

 

Google Wetter
Google hat den Google Maps ein Layer spendiert, welches Wetterinformationen in Echtzeit anzeigt.

» Google Maps Weather
» Rain or shine, see the weather in Google Maps

 

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Copycat-Checkliste:
Wann ist ein Klon ein Klon?

Hiesige Startups werden schnell als Klone abgestempelt – nicht immer zu Recht. Diese Checkliste soll dabei helfen, die wirklichen Copycats zu identifizieren.

Foto: Flickr/e³°°°, CC-Lizenz
Foto: Flickr/e³°°°, CC-Lizenz
Die deutsche Internetlandschaft trägt ein schweres Erbe mit sich herum: Obwohl sich die Branche in den letzten Monaten merklich verändert hat und deutlich innovations- sowie risikofreudiger geworden ist, haftet ihr weiterhin der Ruf an, vor allem “Klone” (Copycats) hervorzubringen.

Die über Jahre von einschlägigen Investoren und Machern perfektionierte Masche, erfolgreiche US-Dienste nachzuahmen und später für Millionen an das Original zu verkaufen, hat das Image hiesiger Startups im In- und Ausland nachhaltig geprägt. Entsprechend schnell geschieht es, dass neue Dienste teilweise zu Unrecht als Abkupferungen abgestempelt werden. Zu beobachten ist dieses Phänomen sowohl in der deutschsprachigen als auch in der ausländischen Tech-Presse.

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Social Network rund um E-Books:
Readmill will Bücher
und das Web verbinden

Bei Readmill, einem neuen Social Network rund um E-Books, steht das tatsächliche Leseverhalten der Nutzer im Vordergrund. Herzstück des Dienstes aus Berlin ist ein sozialer E-Book-Reader für das iPad.

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Im Jahr 2007 zogen zwei Schweden nach einem kurzen Aufenthalt in San Francisco nach Berlin, um dort ein Online-Musikstartup aufzubauen. Die Rede ist natürlich von Alexander Ljung und Eric Wahlforss. Die zwei gründeten mit SoundCloud nicht nur eines der angesagtesten jungen Webunternehmen aus Deutschland, sondern legten auch den Grundstein für das Entstehen einer völlig neuen Generation hiesiger Startups.

Mittlerweile ist das Duo jedoch nicht mehr das einzige skandinavische Gründergespann im Internetsektor der deutschen Hauptstadt: Die Schweden David Kjelkerud und Henrik Berggren sind schon lange mit den SoundCloud-Machern befreundet und fassten Anfang des Jahres inspiriert von Ljungs und Wahlforss’ Pionierarbeit den Beschluss, ebenfalls nach Berlin zu ziehen und ein Startup auf die Beine zu stellen. Das Ergebnis heißt Readmill und ist ein soziales Netzwerk für Leser von E-Books.  » weiterlesen

Linkwertig:
Skype, 6wunderkinder, Datenschutz, Airbnb

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Skype
Skype hat eine Anwendung für iOS veröffentlicht, die iPhones und iPads mit weltweit mehr als einer Million WiFi-Hotspots verbindet. Abgerechnet wird via Skype Credits, die Minute kostet €0,05.

» Skype WiFi – now available on iPhone, iPad or iPod Touch

 

Wer wird Millionär
6wunderkinder (unser Review) hat die Marke von einer Million Benutzern geknackt.

» Holy cow, we’re millionaires

 

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mySwissChocolate:
E-Commerce-Startups und
die Tücken des Exportgeschäfts

Zoll, Gebühren, Währungskrise: Exportorientierte E-Commerce-Startups aus der Schweiz haben es dieser Tage nicht leicht. mySwissChocolate-Gründer Sven Beichler gibt einen Einblick in die Alltagsschwierigkeiten.

Von Sven Beichler, Gründer mySwissChocolate.ch

Hätten wir bei unseren ersten Ideen zu mySwissChocolate bereits um die Widrigkeiten des Schweizer Exportgeschäfts gewusst, wir hätten die Idee vielleicht gar nicht weiter verfolgt.

Zusammengenommen schaffen Schweizer Exportrestriktionen und die momentanen Währungsturbulenzen keine einfachen Bedingungen für exportorientierte Startups. Bei nahezu 40 Prozent Exportanteil (je nach Saison sogar gegen 50 Prozent) weht uns in dieser Zeit ein kalter Wind entgegen.

Die Schweiz hat bekanntlich das „Privileg“, eine Zollgrenze zum Rest der Welt betreiben zu müssen/dürfen. Damit müssen alle Güter verzollt werden.

Weiterlesen bei startwerk.ch

Uberblic:
Berliner Datenmarktplatz
will die USA erobern

Uberblic will etablierten Unternehmen und Webentwicklern dabei helfen, aus verschiedenen Quellen im Netz bezogene Informationen abzugleichen und auf intelligente Weise zu kombinieren. Seinen wichtigsten Markt sieht das Berliner Startup in den USA.

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In den USA gehören offene Entwicklerschnittstellen (APIs) zum Standardrepertoire aufstrebender Startups und tauchen trotz ihres stark technischen Charakters als Produktmerkmal oft zentral in der Außendarstellung junger Webfirmen auf. Im deutschsprachigen Raum hingegen fristen APIs eher ein Nischendasein. Mitunter entsteht gar der Eindruck, dass hiesige Startups gänzlich auf derartige Schnittstellen verzichten – ein Trugschluss, welcher der allgemein geringen Beachtung des Themas geschuldet ist.

Umso bedeutsamer ist es, wenn sich eine junge Firma aus Deutschland vollkommen den APIs verschreibt: So wie Uberblic, ein Startup aus Berlin, das eine Lösung entwickelt hat, um einen Abgleich zwischen verschiedenen im Netz verfügbaren Entwicklerschnittstellen durchzuführen und Webdiensten sowie Firmen auf diese Weise bei der intelligenten Nutzbarmachung dieser Daten unter die Arme greift.

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AeroFS:
Cloud ohne externe Server

Der neue US-Dienst AeroFS erlaubt die Freigabe von lokalen Ordnern für andere Personen. Im Gegensatz zu Dropbox & Co ist dafür kein externer Server notwendig.

Spätestens seitdem der bekannte Cloudspeicher- und Synchronisationsdienst Dropbox wegen seines Umgangs mit den von Nutzern abgelegten Daten ins Kreuzfeuer geraten ist, wittern alternative Ansätze ihre Chance auf den großen Durchbruch. Anbieter wie Wuala aus Zürich oder SharedSafe aus Freising bei München sind bestrebt, Webstorage, rechnerübergreifende Dateifreigabe sowie eine sichere und verschlüsselte Datenablage unter einen Hut zu bringen.

AeroFS heißt ein neuer US-Anbieter in geschlossener Beta-Phase, der ebenfalls dieses Ziel hegt, dafür aber einen anderen Weg wählt:

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