Geplante Börsengänge von Groupon und Zynga:
Schwierige Lage
Eigentlich wollten Groupon und Zynga in den nächsten Wochen den Gang an die Börse wagen. Sollte sich der Abwärtstrend an den Aktienmärkten jedoch fortsetzen, könnten die zwei Internetfirmen auf einen Plan B angewiesen sein. Sofern dieser existiert.
Eine Ausnahme gibt es allerdings: Einige US-Webfirmen, die in den nächsten Wochen ihren Börsengang vollziehen wollten, stehen nun vor einem Problem: Allen voran Zynga und Groupon.
Der US-Leitindex Dow Jones Industrial verlor allein am gestrigen Montag 5,55 Prozent und fiel auf den tiefsten Stand seit Oktober. Besonders stark unter Druck sind seit einigen Tagen Technologie-Aktien – selbst die von hochprofitablen Firmen wie Apple oder Google. Ein Blick auf die Kurse der US-Onlineunternehmen, die das durch den Börsengang von LinkedIn im Mai offiziell eröffnete Börsenfenster genutzt haben (u.a Pandora, Yandex, Zillow, HomeAway), verdeutlicht: Alle liegen mittlerweile unter ihrem Ausgabepreis.
Für Zynga und Groupon ist das eine beunruhigende Entwicklung. Die zwei führenden Firmen in ihren jeweiligen Branchen Social Games bzw. Sonderangebote haben bereits ihre für den IPO notwendigen Unterlagen bei der US-Börsenaufsicht eingereicht (Groupon musste diese bisher zweimal überarbeiten). Wann die Aktien der zwei rasant wachsenden Internetstartups zum ersten Mal gehandelt werden sollen, ist zwar nicht bekannt, aber ein Zeitraum innerhalb der nächsten zwei Monate ist sehr realistisch.
IPO durchführen oder aussetzen?
Für beide Unternehmen stellt sich nun die Frage, ob sie ihren Weg zum IPO fortsetzen oder den Plan vorerst pausieren sollen. Halten sie am Börsengang zum jetzigen Zeitpunkt fest und setzt sich der Abwärtstrend an den Börsen fort, besteht die Gefahr eines deutlich unter den Erwartungen liegenden Aktienerlöses für die Gründer und Investoren.
Gelangen sie daher aber zu dem Schluss, den Gang auf das Parkett vorerst abzublasen, würde dies zumindest im Falle von Groupon zu einer prekären finanziellen Situation für das mehr als 8000 Mitarbeiter zählende Unternehmen aus Chicago führen. Denn im Gegensatz zu Zynga ist Groupon nicht profitabel und wollte den IPO nach einer Reihe von VC-Finanzierungsrunden in Milliardenhöhe dazu nutzen, um notwendiges Kapital für die Fortsetzung der aggressiven Expansion aufzunehmen.
Diese riskobehaftete Strategie war einer der Gründe für die heftige Kritik, die Groupon für seine Börsenpläne einstecken musste.
Groupon pokert hoch
Sollte Groupon sich gezwungen sehen, den Aktienmarkt vorerst zu meiden, muss der Rabatt-Dienst entweder ein weiteres Mal versuchen, Geld von Investoren einzutreiben (was nicht billig wird, sofern es überhaupt möglich ist), oder aber radikal die Kosten kürzen. Beide Optionen klingen nicht optimal.
Schadenfreude ist nicht angebracht, auch wenn manch ein Groupon-Kritiker diese angesichts der kniffligen Situation und des umstrittenen Geschäftsmodels und -gebarens verspüren dürfte. Deutlich wird nun aber, wie hoch Groupon-CEO Andrew Mason mit der gewählten Wachtumsstrategie pokert: Sie ist auf Gedeih und Verderb von externen Faktoren wie dem Wohlbefinden des Aktienmarktes abhängig, über die er und sein Team selbst keine Kontrolle haben. Ihm und dem Management wird dieses Risiko bewusst gewesen sein. Ich bin daher sehr gespannt, wie der Plan B aussieht – sofern er notwendig wird.





























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das wird wohl nichts….
Yandex, Zynga, LinkedIn, Facebook, Renren : Die nächste Tech-Blase?
http://goo.gl/57iaT
Die prekäre Lage bei GROUPON in einer aktuellen Übersicht: