EyeEm:
Berliner Foto-Sharing-App
mit globalen Ambitionen
Der Markt für mobile Foto-Sharing-Applikationen erhält einen weiteren Neuzugang: Das Berliner Startup EyeEm strebt mit einem schicken Design, Apps für iPhone und Android sowie der Unterstützung durch renommierte Investoren einen internationalen Durchbruch an.
Zusammen mit dem heutigen Launch als kostenlose App für iPhone und Android verkündet das von Florian Meissner, Lorenz Aschoff, Ramzi Rizk und Gen Sadakane gegründete Unternehmen gleichzeitig eine erste Finanzierungsrunde durch die europäische VC-Firma Wellington Partners sowie den in London ansässigen Frühphaseninvestor Passion Capital.
Mit dieser Nachricht gelang es den Hauptstädtern, aus dem Stand von den führenden US-Tech-Blogs TechCrunch und GigaOm vorgestellt zu werden. Für Startups aus dem deutschsprachigen Raum ist das noch immer eine Seltenheit.
Während EyeEm vom Prinzip her ähnlich funktioniert wie die anderen Protagonisten im mobilen Foto-Sharing-Sektor, liegen seine Vorzüge vor allem in Echtzeit-Filtern (noch vor dem Schnappschuss wird das Kamerabild in sämtlichen verfügbaren Filtern gezeigt), einer eleganten und unkonventionellen Benutzerführung sowie einer automatischen Kategorisierung von themenverwandten Fotos. Dadurch soll Anwendern das Entdecken von Orten, Themen und Events erleichtert werden.
EyeEm sieht toll aus – sowohl die App als auch die Website. Mit der Verfügbarkeit für Android, der Unterstützung gut vernetzter europäischer Investoren im Rücken (einer der Mitgründer von Passion Capital ist der Wahl-Londoner Stefan Glänzer, früher Executive Chairman von Last.fm) sowie der initialen Aufmerksamkeit der US-Presse scheint ein besserer Start für den Dienst aus Berlin-Mitte kaum vorstellbar.
Damit die über fünf Millionen Instagram-Nutzer sowie die theoretisch an Smartphone-Foto-Apps interessierten User aber EyeEm den Vorzug geben, muss das Startup seine mediale Präsenz dauerhaft auf einem hohen Niveau halten.
Der Kampf um die Gunst der mobilen Amateur-Fotografen gewinnt weiter an Intensität.
Update: Wenn ihr Fotos bei EyeEm publiziert und diese per Facebook oder Twitter verbreitet, wird auf der Seite mit eurem Foto auf einer Google Map der Ort markiert, an dem dies entstand. Diese Funktion scheint sich innerhalb der App nicht deaktivieren zu lassen. Hier sollte EyeEm unbedingt eine Option bieten, um dies während des Sharing-Prozess ein- oder auszuschalten. Nicht jeder möchte immer seine exakte Position öffentlich machen.
Link: EyeEm



















Artikel per Feed
Artikel per E-Mail
Artikel bei Twitter
Facebook-Seite
“EyeEm sieht toll aus – sowohl die App als auch die Website.” – Wie, was, wo?
Die iPhone App missachtet nahezu jegliche durch die HIG gegeben Konvention und auch die Grafische Umsetzung ist holprig. Eine iOS App bringt leider nicht viel wenn sie nicht auch für deren Nutzer angepasst wird. Warum verstehen nur so wenige Startups und Entwickler dass es eben nicht nur reicht den Code auf ein anderes Gerät zu portieren sondern man auch bei UI & UX den verschiedenen Ansprüchen gerecht werden sollte?
Im Web ein paar gute Ansätze. Auf meinem alten iPhone 3G stürzt die App allerdings immer ab. Kann die überhaupt nicht starten.
Wird sicher schwer gegen instagr.am. Das ist ja schon sehr etabliert. Wenn ich sehe, dass ich da mit meinem Geknippse mittlerweile > 14k Follower habe, dann müsste da schon die eine oder andere Großartigkeit kommen, um den Dienst zu wechseln.
Ich schließe mich Ivo an, das Design und die Benutzerführung sind mehr als lieblos. Außerdem ruckelt die App ziemlich, gerade auch bei den Filtern. Da können die real-time Filter von tadaa wesentlich mehr.
Wollte eigentlich meinen Account wieder löschen, aber es gibt in der App ja nicht mal ein Impressum.