Social Web:
Google+ disqualifiziert
Twitter als Diskussionstool

Google+ eignet sich in seiner jetztigen Fassung wie kein anderes soziales Netzwerk für ausführliche Streitgespräche und Debatten. Twitter wird damit als Diskussionsinstrument endgültig disqualifiziert.

Foto: stock.xchngAm Montag veröffentlichte ich meinen Zwischenbericht zu Google+. Auch in der zu Ende gehenden Woche hat sich die Euphorie um den jüngsten Spross aus der Google-Familie nicht gelegt. Und in den vergangenen Tagen ist bei mir eine Erkenntnis gereift, die sich schließlich in diesem Google+-Beitrag niederschlug: Wer keine Diskussion wünscht, sollte Äußerungen nicht bei Google+ sondern Twitter veröffentlichen.

Nahezu jede Anmerkung sowie Belanglosigkeit, die ich seit dem Launch des Google-Netzwerkes dort publiziert habe, zog Reaktionen anderer User nach sich: +1-Betätigungen, Reshares oder Kommentare. Gleiches gilt für ausgewählte netzwertig.com-Artikel, die ich manuell bei G+ anpries: In den meisten Fällen führte dies bei dem Social Network zu mindestens ähnlich vielen Kommentaren wie hier auf der Site selbst, mitunter sogar zu deutlich mehr.

Die meisten Twitter-Nutzer werden dies kennen: Sie senden einen Tweet, von dem sie glauben, dass er die Follower interessiert. Doch wider erwarten gibt es keinerlei Resonanz. Der Microbloggingdienst kann sich da schonmal wie ein virtuelles Selbstgespräch anfühlen.

Bei Google+ ist mir dieses Phänomen bisher nicht ein einziges Mal begegnet. Und das, obwohl trotz des überwältigenden Ansturms (mittlerweile sollen es 18 Millionen Mitglieder sein) garantiert noch nicht jeder dort registrierte Nutzer auch regelmäßige Aktivität zeigt.

Sascha Lobo, der von allen Nutzern in Deutschland den größten Google+-Anhang vorweisen kann, brachte die hohe Eignung der gerade einmal drei Wochen alten Plattform für das Führen von Debatten mit folgender Aussage auf den Punkt: “In den letzten drei Wochen mehr deutschsprachige, substanzielle Diskussionen (? Artikel) auf G+ gesehen als im gesamten Jahr 2010 in Blogs. Großartig und besorgniserregend.”

Bei Twitter so nicht möglich: Diskussionen

Google+ führt allen sich im Social Web zu Hause fühlenden Nutzern vor Augen, wieso es Unfug ist, Twitter als Ort für Diskussionen zu nutzen: Weil es dazu absolut ungeeignet ist. Das Fehlen einer Kommentarfunktion sowie die Begrenzung auf 140 Zeichen hat zur Folge, dass ein ergiebiger Schlagabtausch über Twitter in der Regel weder die Mitstreiter noch freiwillige bzw. unfreiwillige Zuschauer zufriedenstellt.

Der Google-Dienst hingegen bietet bereits in seiner jetzigen Fassung eine ideale Diskurs-Plattform, bei der nicht nur die Diskutierenden argumentieren und kritisieren können, bis sie sich die Finger wundgetippt haben, sondern bei der nicht an dem Thema interessierte Anwender auch schlicht den “Mute”-Knopf betätigen können, um nicht länger von dem Austausch behelligt zu werden.

FAZ-Netzökonom Holger Schmidt bezeichnet Twitter als “(beinahe) perfektes Informationstool”, während Google+ und Facebook seiner Ansicht nach primär auf die Kommunikation ausgelegt sind. Ich sehe das ähnlich.  Google+ manifestiert Twitters Rolle als Informationstool, weil es den Microbloggingdienst endgültig als Instrument für Diskussionen disqualifiziert.

Ausgehend von Schmidts Klassifizierung würde ich die primäre Eignung von Twitter, Google+ und Facebook zum jetzigen Zeitpunkt folgendermaßen beschreiben:
Twitter = Informationsverbreitung
Google+ = Diskussion
Facebok = Kommunikation

Die zwei Fragen, die sich daraus ergeben: Wird diese Einteilung in drei Monaten noch Gültigkeit haben? Und kann diese unscharfe Abgrenzung (denn natürlich überschneiden sich Informationsverbreitung, Diskussion und Kommunikation) eine Koexistenz aller drei Anbieter garantieren?

(Foto: stock.xchng)

 

Martin Weigert

Martin Weigert ist der leitende Redakteur von netzwertig.com.

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18 Kommentare

  1. Nahezu jede Anmerkung sowie Belanglosigkeit, die ich seit dem Launch des Google-Netzwerkes dort publiziert habe, zog Reaktionen anderer User nach sich:

    Ich möchte darauf aufmerksam machen, dass sich diese Aussage ganz und gar nicht verallgemeinern lässt. So muss ich – nicht nur bei Google+ – immer wieder die Erfahrung machen, dass meine Beiträge offensichtlich nicht kommentierungswürdig sind.

    Vielmehr sollte mal hinterfragt werden, warum manche Nutzer sehr viele Kommentare erhalten und andere gar nicht. Liegt es vielleicht daran, dass auch bei Google+ eher die Small-Talk-Nutzer und die Menschen sind, die dem Mainstream anhängen? Ich weiß es nicht.

    Für mich sehe ich es jedenfalls so. Ernsthafte Beiträge sind in Sozialen Netzwerken wohl nicht so gefragt.

    • Ja Voraussetzung ist, dass man eine gewisse Anzahl an Followern hat.

      Verglichen mit Twitter erhalte ich zumindest bei Google+ deutlich mehr Reaktionen (obwohl ich dort weniger Follower habe als bei Twitter).

    • Ich bin der Meinung von Martin, denn auch ich merke eine bessere Resonanz bei Google+ als bei Twitter. Das ist aber auch nicht schwer. Vor allem wenn ich die Followers mit der anzahl an Klicks vergleiche. Auch bei einer grossen anzahl von Followern. Added einmal ein + hinter nem bit.ly link (Mit +50’000 Follower) und ihr sieht was ich meine. Beispiel Microsoft, 360’000 Followers: http://bit.ly/pp0S3R+ geben durchschnittlich nur 300 Klicks…

  2. Lieber Martin,
    ich stimme dir aus ganzem Herzen zu. Was mir der Bequemlichkeit halber auf der mobilen Ansicht hier fehlt, ist der +1 Button ;)

  3. Es ist aber nicht allein die Anzahl der Follower, sondern auch deren Interessen und deren Denkweisen. Sie müssen schon eine gewisse Verwandtschaft mit meinem Denken und Fühlen haben. Und es müssen diskussionsfreudige Menschen sein. Viele Kurzkommentare tragen meines Erachtens nicht zu einer Diskussion im Sinne von Austausch bei.

    Aber das sehen viele Nutzer (ich sage bewusst nicht “Teilnehmer”) mit Sicherheit anders . . .

    • Es gibt hochwertige Beiträge und Diskussionen

      Nicht wenige lassen nur eine Art “upps” als Kommentar ab, so nach dem Motto “lebe auch noch”. So wie der Hofstaat rund um den Potentanten, der hatte ja auch viele Follower…

      Ein “wenig” nerven die von Martin erwähnten Belanglosigkeiten. Denke an die “sinnlosen” gifs, die über die ganze Timeline zuckeln und eigentlich nicht erst ab dem 20. Mal nur noch nerven…

      Für Twitter spricht – es wird auf den Punkt gebracht, man kann schnell hunderte Tweets überfliegen und die wichtigen rauspicken. Bei G+ habe ich da so meine Probleme.

      Realnamediskussion – bei Twitter kann ich mehrere Accounts für verschiedene Lebenssituationen / Projekte betreiben – bei G+ wird das schon aufwendiger.

      Denke – Twitter für die schnelle Infoübersicht, die dann zu Diskussionen in Blogs und G+ führt.

  4. twitter = informationsverbreitung halte ich für unsinn. d.h. es gilt vermutlich für die gegenwärtige schwundstufe des großartigen twitter-projekts, das nun so aufgeblasen und verwässert ist.

    tatsächlich gehts bei twitter eigentlich immer um impulse, sparks im direkten sinn. um gedankliche und auch emotionale kettenreaktionen. da flammen dann gelegentlich auch ganz eigene mikro-diskussionen auf, die dann anderswo weitergeführt werden sollten (etherpad, blog, sehr schön eben auch bei g+).

    so. und jetzt kopiere ich das in meinen g+ stream.

  5. Nun ist ja eine Eigenheit von Twitter, dass jede(r) daraus macht, was er/sie will. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass die Aussagen über den wahrgenommenen primären Nutzen auseinandergehen.

    Betrachte ich jedoch meine persönliche Nutzung, ist für mich eindeutig, dass der Bezug von Informationen der wichtigste Use Case ist. Gefolgt von Inspiration und einem Mini-Anteil Dialog. Bei zu ausführlichen Dialogen habe ich mich aber bei Twitter schon immer unwohl gefühlt und versucht, diese auf einen anderen Kanal (oder wenigstens DM) auszulagern.

    Mit G+ existiert nun aber die ideale Plattform für die Art von Dialog, für die Twitter bisher meines Erachtens nach stets ungeeignet war.

  6. Allein von der Überschrift ausgehend kann ich Dir nicht zustimmen. Ich finde diese Diskussion auch etwas voreilig – meine Gedanken, warum Google+ Twitter eher nicht gefährdet habe ich in einem eigenen Artikel bereits beschrieben.

    Sicher hast Du Recht wenn Du schreibst, dass man bei Twitter nicht so diskutieren kann wie bei G+. Ich stelle mir nur die Frage, ob dies denn überhaupt gewünscht ist?

    Ich persönlich würde in Twitter keine “Kommentarfunktion” wollen. In der Grundlage wie Twitter ist und wie es funktioniert finde ich es genau so gut. Sicherlich kann hier und da noch etwas optimiert werden und ein paar Features an der ein oder anderen Stelle wären auch nett.

    Aber Twitter ist Twitter und eben kein Facebook oder G+. Twitter ist natürlich ein Informationskanal, aber es darauf zu begrenzen halte ich für absolut falsch.

    G+ hat sich von bestehenden Netzwerken und Diensten bestimmte Dinge abgeschaut. Das ist ok. Aus meiner Sicht kann man G+ aber nicht so richtig mit anderen Networks vergleichen. Es ist irgendetwas zwischendrin. Werden dadurch die anderen Dienste obsolet? Ich meine nein.

    Und Deine Beobachtung, dass auf G+ mehr kommentiert, diskutiert und debattiert ist auf jeden Fall korrekt. Aber überrascht das denn wirklich? Es ist neu, durch die Invite-Phase wurde zusätzlich für ein gewisses Exklusiv-Gefühl gesorgt und im Moment spielen und testen viele. (was nebenbei bemerkt auch recht nervig sein kann, ellenlange Kommentarstreams scrollen zu müssen)

    Der Reiz des Neuen wird jedoch nachlassen, wenn eine gewisse kritische Masse an Mitgliedern erreicht ist wird sich auch die Verteilung der Kreise ändern – man wird dann mehr fokussieren und wieder “entfollowen”.

    Es kann sein, dass ich es zu beschränkt betrachte. Aber G+ hat gegenüber FB und Twitter den Vorteil, dass es keine Aufbauarbeit im SocialWeb leisten muss. Durch die Geeks und Nerds ist automatisch die HeavyUser Zielgruppe on board. Und ein nicht unerheblicher Anteil der “Normal”-User wird – schon allein aus reiner Neugier und angefixt durch die Berichterstattung in Blogs & Co – auch zu G+ pilgern. Somit ist in relativ kurzer Zeit ein Grundrauschen vorhanden, für welches Twitter und auch FB schon einige Jahre an Aufbauarbeit benötigt haben.

    Ich persönlich glaube, dass durchaus Platz für noch ein Netzwerk vorhanden ist, ohne bestehende zu verdrängen.

  7. Allein von der Überschrift ausgehend kann ich Dir nicht zustimmen.

    Sicher hast Du Recht wenn Du schreibst, dass man bei Twitter nicht so diskutieren kann wie bei G+.

    Du stimmst mir ja doch zu ;)

    • Ja, in dem Punkt gebe ich Dir recht. Die Überschrift betreffend jedoch nicht. :)

      Und den Punkt, in welchem ich Dir Recht gebe, habe ich ja danach relativiert bzw. in Frage gestellt. ;)

  8. Kommentare auf Twitter wären das Schlimmste, was passieren könnte.

    Ich bin extrem froh, dass es wenigstens ein Netzwerk gibt, in dem nicht jeder Gedanke sofort nach dem Absenden mit siebzehn “Dieter und Berta geben PLUS EINS / LIKE”-Anzeigen, vierzehn “LOL!” und drei “WTF? Das stimm nciht!!!1eins”-Kommentaren zugemüllt wird.

  9. Volle Zustimmung.

    Aaaaber: Liegt das an Google+ oder den Usern, die dort unterwegs sind. Ich werde den Eindruck nicht los, dass dort einfach die “erfahreneren” Netzwerker zugange sind. Es könnte schon sein, dass das “Rauschen” bald auch auf G+ viel lauter wird und Diskussionen erschwert.

    Was ich wahnsinnig gerne hätte wäre die Möglichkeit, die Diskussionfunktion von G+ an meine Beiträge im Blog anzuhängen. Wie so ein Disqus-Plugin oder facebook connect.

    Und ich bin mir sehr sicher, dass das Google sicher auf auf dem Zettel hat.

    Twitter als Diskussiontool hat noch nie funktioniert für mich. Dort gibt es schnelle, gute Infos. Und einen Vorteil: die Hashtags. Das, was G+ mit Sparks nicht schafft ist ja der #tatort am Sonntag Abend. Der ist noch ziemlich wichtig ;-)

  10. @ Eric

    “Was ich wahnsinnig gerne hätte wäre die Möglichkeit, die Diskussionfunktion von G+ an meine Beiträge im Blog anzuhängen. Wie so ein Disqus-Plugin oder facebook connect.”

    Das ist eine gute Idee, weil Blog- und Google+-Leser in der Regel nicht identisch sind. Genau wie ich meine Blog-Einträge noch manuell in Google+ veröffentlichen muss, werde ich bei Google+-Kommentaren, die sich auf einen Blogeintrag beziehen, das im Augenblick dann so handhaben, dass ich unter dem jeweiligen Blogeintrag darauf hinweise, dass es zu diesem Eintrag auch Kommentare auf Google+ gibt und zu den Google+-Kommentaren verlinke.

  11. Google, Facebook: CIA´s folgsame Büttel
    Twitter: Verpetzt die impertinent neugierige CIA an Nutzer

    Nur eine Meinung… aber welches Portal ist dann die bessere Wahl – für Informationsverbreitung, Diskussion und Kommunikation???

  12. Wieso “disqualifiziert”? Es sind eben unterschiedliche Medien, warum soll das eine besser sein als das andere? Für mich stehen Diskussion und Informationsverbreitung durchaus gleichberechtigt nebeneinander.

    • Dem kann ich nur zustimmen.
      Wer ernsthaft versucht Twitter, Facebook und Google+ als gleichwertige und gleichartige Medien zu vergleichen hat da was nicht ganz verstanden.

      Twitter tut für mich was ich brauche. Facebook sorgt für mein automatisch updatendes Adressbuch… für Google+ hab ich bisher persönlich noch keine Verwendung gefunden.

      Und dass im Moment auf Google+ soviel los ist…
      erklärt sich meiner Meinung nach damit, dass es NEU ist und alle damit herumspielen wollen.

5 Pingbacks

  1. [...] hat Dirk Deimeke auf Google+ diesen Link gepostet, dazu ein paar persönliche Worte. Meine Meinung dazu ist folgende. Twitter ist und war [...]

  2. [...] Nachzügler wird dabei zunehmend zur Last.Kurz nach dem Launch von Google+ lobte ich sie noch, die ausführlichen, sachlichen Diskussionen, die sich bei Googles neuem Social Network regelmäßig rund um von Nutzer verlinkte Texte und [...]

  3. [...] Buzz bereits gescheitert. Nachdem man sich bei dem jüngsten Anlauf mit dem Alleinstellungsmerkmal einer einfach zu nutzenden Diskussionsplattform aus des Rolle des Nachahmers befreit hatte und durch dieses Differenzierungsmerkmal ein [...]

  4. [...] Eignung des Dienstes als Plattform für qualitative Diskussionen anerkenne – in diesem Punkt disqualifiziert Google+ Twitter eindeutig – bin ich der Überzeugung, dass Google+ für die Masse der Anwender kein hinreichend großes [...]

  5. […] “Google Plus disqualifiziert Twitter als Diskussionstool”, schreibt Martin Weigert. Ein Diskussionstool war Twitter zwar noch nie, deshalb ist eine Disqualifizierung meines Erachtens nicht möglich. Twitter ist bisher das schnellste Medium, wenn es um Kurznachrichten geht. Aufgrund dessen Kürze von nur 140 Zeichen ist es schnell überblickt und in alle Welt verteilt. Ein Meinungsaustausch kann durchaus mal über ein paar Tweets erfolgen, doch für Diskussionen ist Twitter nicht ideal. […]