garanbo & Reposito:
Garantieunterlagen online verwalten
Mit garanbo und Reposito wollen zwei junge Dienste aus Deutschland Konsumenten dabei helfen, ihre Kassenzettel und Garantieunterlagen sicher aufzubewahren und im Bedarfsfall wiederzufinden. Auch Investoren scheinen an diese Idee zu glauben.
Hundertprozentig glaube ich noch immer nicht an den Ansatz. Womöglich liege ich mit meiner Skepsis aber falsch (oder ich kaufe einfach zu selten im stationären Handel ein). Denn mit Reposito hat sich nun bereits ein zweites Startup aus Deutschland in dieser Nische eingerichtet. Das Karlsruher Unternehmen der zwei Gründer Philipp Hartmann und Adrian Runte konnte zudem Kizoo und den Business Angel Joachim Bernecker als Geldgeber gewinnen. Ein mittlerer sechsstelliger Betrag steht Reposito damit für die weitere Entwicklung zur Verfügung.
Die Tatsache, dass mittlerweile zwei Anbieter aus Deutschland Konsumenten dazu bringen wollen, Quittungen erworbener Produkte online zu sichern, ist zwar noch kein Beleg für das Vorhandensein einer echten Nachfrage, zeigt aber zumindest, dass mehrere Jungunternehmer der Ansicht sind, hier eröffne sich eine attraktiver Markt.
Das grundsätzliche Funktionsweise beider Dienste ist sehr ähnlich: Nutzer tragen die wichtigsten Angaben zu den angeschaften Produkten inklusive des Kaufdatums ein und fotografieren mit dem Smartphone ihren Kaufbeleg bzw. Garantiezettel. Sollten sie das Produkt eines Tages umtauschen wollen, zeigen sie beim Händler ihren digitalen Beleg auf dem Mobiltelefon vor. garanbo und Reposito bringen auch eine Erinnerungsfunktion mit, die über in Kürze ablaufende Garantien informiert.
Die Reposito-Macher haben laut eigener Aussage ein Rechtsgutachten durchführen lassen. Dieses kommt zu dem Schluss, dass digitalisierte Kassenzettel zur Inanspruchnahme von Gewährleistung oder Garantie rechtsgültig sind.

Die Unterschiede zwischen garanbo und Reposito liegen im Detail: So bietet garanbo neben der iPhone-App auch eine Weboberfläche zur Verwaltung der Garantieunterlagen, bei Reposito ist diese noch in Arbeit. Auch zuletzt genannter Service beschränkt sich derzeit auf eine iPhone-Anwendung, ein Pendant für Android ist in Planung.
Während garanbo auch eine offene API für Entwickler bereitstellt und somit in puncto Funktionsumfang dem neuen Kontrahenten deutlich überlegen ist, könnte Repositos aufgeräumtes und klares Design schnell mehr Anhänger finden als die bunte, weniger modern wirkende garanbo-Oberfläche.
Welchen Service man am Ende bevorzugt, ist Geschmackssache. Das große Fragezeichen bleibt aber vorerst, ob Verbraucher sich überhaupt die Mühe machen wollen, ein Konto bei einem “Garantieunterlagenmanager” anzulegen (Reposito erlaubt den Login via Facebook, garanbo unterstützt OpenID). Letztlich könnten sie Kassenzettel auch einfach an einem zentralen Ort sammeln oder einscannen und bei Evernote, Google Docs oder Dropbox ablegen.
Aber für passionierte Shopaholics ist das womöglich zu unstrukturiert. In einigen Monaten sind wir schlauer, was die Beurteilung der Nachfrage betrifft (garanbo hat nach eigener Aussage bisher rund 1.000 registrierte Nutzer). Bis dahin beobachten wir gespannt, wie sich der Wettbewerb zwischen den zwei Anbietern entwickelt.
















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Bin mal gespannt ob reposito sich auch in mobile payments einklinken wird.
Paypal hat ja angedeutet, dass sie evtl. in den Bereich vordringen wollen.
Google macht in den USA auch erste Feldversuche.
Dann würde das scannen von Zetteln reposito / garanbo obsolet. In Schweden gibt es doch Bestrebungen, Bargeld komplett abzuschaffen?
Es gibt eine dänische Company (Name vergessen), welche registrierten Usern bei Zahlung mit ec-karte automatisch eine Rechnung online ablegt, das scheint hier aber noch nicht abgehoben zu sein, wegen Datenschutz.
Evtl. könnte man auch mit Kassensystemherstellern sprechen und über Bluetooth / Wlan eine Rechnung bei Kauf im Laden direkt aufs Smartphone schubsen.
Die Apps kann man ja kostenlos downloaden, da stellt sich die Frage wie das monetarisiert werden soll. Reposito will wohl zusätzliche Schutzbriefe für Garantie verkaufen.
Der Trend mobiler Payments wird denen aber das Wasser abgraben, es sei denn sie klinken sich selbst mit ein. Um das VC ist es aber nicht schade, die haben genug Geld.
Hallo Alex,
warte mal ein bisschen, vielleicht kommt da ja noch was ;-)
Gruß,
Philipp
Also ohne Flachs, die Idee find ich echt super. Ich musste schon so oft eine Vielzahl an Ordner durchwühlen, damit ich ein Artikel zur Garantie einreichen konnte und es sicherlich schon das ein oder andere Mal passiert, dass ich ein Artikel gänzlich entsorgen musste.
Allerdings würde es mir besser gefallen, wenn die Verwaltung local möglich wäre, als online.
Eine der besten und nuetzlichsten Ideen seit langem!!
Gabs diese Idee nicht schon vor ein paar Jahren ein paar Mal und wurde auch umgesetzt? Alles gleich, nur noch ohne obligatorische App?
Gibt’s sowas auch für Android?
Solche Applikationen helfen auch bei den oft verwendeten Kassenzetteln auf Thermopapier. Diese Zettel sind oft nach kurzer Zeit schon nicht mehr lesbar und mit der Schrift schwinden dann auch die Garantieansprüche…
Ja Michael, genau so ein Fall war unter anderem die Motivation garanbo zu machen: Kassenzettel ausgeblichen