Aufmerksamkeit:
Wie man mit digitalen
Wichtigmachern fertig wird

Aufmerksamkeit ist ein begrenztes und deshalb hart umkämpftes Gut: Verführer lauern hinter jedem Tweet. Ideen zum ökonomischen Umgang mit einer unserer wertvollsten Ressource.

Vorgestern in der U-Bahn, zurück vom Sport, las ich Twitter auf dem Smartphone. Leerzeiten effektiv nutzen und so! Mit der Entspannung war es schnell vorbei: Ich hatte gleich sieben Artikel entdeckt, die ich lesen oder bookmarken wollte. Als ich nun da saß, mit sieben Browserfenstern, und noch schnell meine E-Mails abgerufen hatte, fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Ich leide an einer digitalen Aufmerksamkeitsstörung!

Digitale Aufmerksamkeitsstörung
Bis vor wenigen Tagen wusste ich noch nicht mal, dass es so eine «Krankheit». Barbara Haag hat mich dann eines Besseren belehrt. Nun bin ich kein Freund solcher Klassifizierungen – schon über die «analoge»Aufmerksamketsstörung kann man trefflich streiten, wie dieser Beitrag in der FAZ zeigt.

Wahr ist bei dem Thema allerdings eines: Im Internet kann man schnell vom Hölzchen aufs Stöckchen kommen: Hier noch eine Nachricht, da noch ein Klick und schon ist eine Stunde rum. Über das wie und warum kann man hunderte von Artikeln schreiben und Thomas hat sich ja gerade des wichtigen Themas E-Mail angenommen. Mir geht es hier um einen ganz bestimmten Aspekt: Was verleitet uns, immer weiter zu klicken? Und wie schaffen wir es, damit aufzuhören?

Weiterlesen bei imgriff.com (hier lohnt sich das Weiterklicken übrigens).

1 Kommentar

  1. Müller
    schrieb am 4. Juli 2011 um 14:09 Uhr (#)

    “Was verleitet uns, immer weiter zu klicken? Und wie schaffen wir es, damit aufzuhören?”

    Und warum gehen immer alle davon aus, dass wir damit überhaupt aufhören wollen?

    Interessierte User, die sich zu Themen und damit verwandten (und durch Hyperlinks verbundenen) Themen informieren oder darüber online diskutieren wollen, sind doch genau der Typ Mediennutzer, die die globale Gesellschaft des 21. Jahrhunderts braucht.

    Warum sollte man sich mit dem Lesen eines Artikels zu einem brisanten Thema begnügen? Es handelt sich doch immer nur um eine von vielen Perspektiven.

    Also: bevor hier Interesse als Krankheit defamiert wird, lieber über das eigene Wording nachdenken, als zu fragen, wie man dieser Denkrichtung in die Hand spielt!

    Grüße!

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