Xing-CEO Dr. Stefan Groß-Selbeck:
“Xing ist eben nicht nur
eine Ansammlung von Lebensläufen”

Mit einem umfangreichen Redesign will Xing sich für die Zukunft und den Kampf um die Aufmerksamkeit der Business-Netzwerker fit machen. Im Interview bezieht Xing-CEO Dr. Stefan Groß-Selbeck Stellung zum Relaunch sowie zu Themen rund um die zukünftige Entwicklung des Geschäftsnetzwerkes.

Am morgigen Dienstag gibt das Geschäftsnetzwerk Xing offiziell den Startschuss für seine grundlegend überarbeitete Benutzeroberfläche (Update 18:00 Uhr: Das neue Interface ist bereits online). Der Relaunch stellt die größte Veränderung des Dienstes aus Hamburg dar, seit Dr. Stefan Groß-Selbeck Ende 2008 die Rolle des Vorstandsvorsitzenden von Xing-Gründer Lars Hinrichs übernahm.

Im Interview mit netzwertig.com erläutert Groß-Selbeck, der vor Xing vier Jahre als Geschäftsführer von eBay Deutschland tätig war, die Philosophie hinter dem neuen Konzept. Er erklärt auch, wie sich Xing auf eventuelle Kritik an der Benutzeroberfläche vorbereitet und beschreibt, wie sich das Business Network dauerhaft gegen den US-Konkurrenten LinkedIn behaupten will.

Herr Dr. Groß-Selbeck, Sie sind nun fast zweieinhalb Jahre Vorstandsvorsitzender von Xing. Mit welchen Gedanken blicken Sie auf diese Zeit zurück?
Sie war sehr ereignisreich. Das Team ist enorm gewachsen und mittlerweile fast doppelt so groß wie damals. Dabei haben wir besonders den Anteil der Mitarbeiter in der Produktentwicklung erhöht, von 20 Prozent Ende 2008 auf etwa 40 Prozent heute. Die Plattform wurde kontinuierlich weiterentwickelt, wobei die größte Veränderung mit dem jetzigen Relaunch kommt. In den letzten Monaten haben wir außerdem noch stärker als bisher mit unseren Nutzern gearbeitet: Jede Woche kommen ausgewählte Mitglieder in unser User Lab und geben uns Feedback zu einzelnen Funktionen und Diensten, z.B. in Form von Tiefeninterviews sowie Eye Tracking. Diese Einbindung des Anwenders in den Entwicklungsprozess von Xing ist mittlerweile ein wichtiger Teil unserer Kultur. Und natürlich hat sich auch das Umfeld verändert: Social Networks sind endgültig im Mainstream angekommen – sowohl im privaten als auch im beruflichen Kontext. Dementsprechend stark ist unsere Mitgliederzahl in den vergangenen zweieinhalb Jahren gestiegen, von sieben auf über zehn Millionen.

Welche Philosophie steht hinter dem neuen Xing?
“Das eigene Netzwerk im Fokus“: Im Zentrum sollen meine Kontakte stehen. Um sie geht es beim Netzwerken. Sie liefern mir Ideen, Anregungen und eröffnen mir neue geschäftliche Möglichkeiten. Deshalb steht das Netzwerk auch physisch im Mittelpunkt der Seite. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf radikaler Vereinfachung. Bei der Schaffung mobiler Applikationen ist diese aufgrund des kleinen Bildschirms eine Notwendigkeit – doch dieser Ansatz funktioniert eben nicht nur bei Smartphone-Apps sondern auch sehr gut, wenn man mit der Maus am PC sitzt. Wir haben uns für das neue Xing stark von Erkenntnissen aus der mobilen Welt sowie vom Feedback unserer User inspirieren lassen und folgen der Devise “Eine Seite, eine Funktion”.

Grundsätzlich reagieren Benutzer sozialer Netzwerke sensibel auf Veränderungen. Wie bereiten Sie sich auf eventuelle Proteste gegen die neue Oberfläche vor?
Wir haben sehr früh damit begonnen, die anstehenden Änderungen zu kommunizieren. Unsere aktivsten Nutzer – Xing-Ambassadors und Gruppenmoderatoren – wurden von uns persönlich benachrichtigt und konnten an Workshops teilnehmen, in denen wir die Neuerungen vorgestellt und erklärt haben. Auf der persönlichen Xing-Homepage befindet sich schon seit längerem ein Peel-down, der auf den Relaunch hinweist und zu einer Seite führt, auf der Designer und Produktmanager die neue Oberfläche und Struktur erklären. Durch eine frühzeitige und deutliche Kommunikation versuchen wir, das “Denkmalenthüllungsphänomen” zu verhindern. Gleichzeitig sind wir uns aber darüber im Klaren, dass wir mit Kritik und Protesten rechnen müssen. Das gehört zu einem umfangreichen Redesign dazu. Daher gilt: Mental stark sein, auf Nutzerfeedback hören, in Fällen mit berechtigten Klagen schnell reagieren und unterscheiden zwischen dem, was User sagen und wie sie sich auf der Plattform bewegen. Die gesamte Firma steht in dieser Woche auf Standby.

Xing hat zwar in den letzten Jahren einige Funktionen für Basis-Mitglieder geöffnet, die früher nur zahlenden Nutzern angeboten wurden. Dennoch gibt es noch einschneidende Beschränkungen wie die fehlende Möglichkeit für Basis-Anwender, Nachrichten an Nicht-Kontakte zu versenden. Wollen Sie Nutzern der Gratis-Version weiter entgegen kommen?
Wir werden in nächster Zeit eine Reihe neuer Features vorstellen, die sich sowohl an Premium- als auch an Basis-Mitglieder richten. Konkrete Pläne, in nächster Zeit weitere Premium-Features für Basis-Nutzer freizugeben, gibt es momentan nicht.

Xing ist Marktführer im deutschsprachigen Bereich. Wie wichtig sind für Sie andere europäische Länder? Zuletzt haben Sie ja Mitarbeiter aus Spanien und der Türkei abzogen.
Den Großteil unseres Geschäfts machen wir im deutschsprachigen Europa. Hier sind wir klare Nummer eins und wachsen schneller als der Wettbewerb. Wirtschaftlich sehen wir hier auch unser größtes Potenzial. Rund 100 Millionen Menschen leben im D-A-CH-Raum, Xing hat hier knapp fünf Millionen Mitglieder. Momentan nutzen hier nur rund fünf Prozent der Bevölkerung Geschäftsnetzwerke. In den Niederlanden, England oder in den USA erreichen Geschäftsnetzwerke zehn bis 15 Prozent. Der deutschsprachige Raum hinkt also noch etwas hinterher, wird aber aufholen. Dieses Potenzial möchten wir nutzen, weshalb wir uns entschieden haben, uns auf das Produkt zu konzentrieren. Wir haben die Produktentwicklung letztes Jahr zentralisiert und arbeiten seither daran, ein einheitliches, optimales Produkterlebnis für alle Nutzer weltweit zu schaffen. Das neue XING ist ein wichtiger Meilenstein.

Wie wollen Sie sicherstellen, dass sich der Marktanteil zwischen Xing und LinkedIn im deutschsprachigen Raum nicht auf ähnliche Weise zu Gunsten des US-Anbieters verschiebt wie im Falle der VZ-Gruppe und Facebook?
Zum einen haben wir eine hervorragende Ausgangsposition: mehr Mitglieder, eine höhere Aktivität und ein schnelleres Wachstum. Zum anderen unterscheidet sich Xing in einem sehr wichtigen Punkt grundlegend von unserem Wettbewerber: Unsere Vision ist es seit jeher, zwischen Menschen einen Kontakt herzustellen, die sich bisher nicht kannten, die aber über gemeinsame Anknüpfungspunkte für geschäftliche Beziehungen verfügen. Darauf sind wir vom Produkt und Geschäftsmodell ausgerichtet. Das erklärt auch, warum wir eine höhere Aktivität haben. Xing ist eben nicht nur eine Ansammlung von Lebensläufen und Adressbüchern. Das Geschäftsmodell des Wettbewerbers baut stattdessen darauf auf, den Zugang zu den Nutzerprofilen zu verkaufen, die sonst nicht einsehbar sind. Bei Xing hingegen hat jedes Basismitglied Zugriff auf alle zehn Millionen Profile. Dies ist ein Unterschied, der gerne übersehen wird, aber meines Erachtens nach wesentlich ist.

Könnte Xing eines Tages von LinkedIn übernommen werden?
Ich bin Vorstand einer börsennotierten Aktiengesellschaft. Rein theoretisch kann immer jemand kommen und sagen, ich biete jetzt XY für eure Aktien. Aber das steht überhaupt nicht auf der Agenda.

Wie läuft denn die Zusammenarbeit mit Burda?
Die läuft hervorragend. Burda ist unser größter Einzelaktionär und bekanntlich ein Familienunternehmen, das investiert, wenn es an das Konzept, die Firma und das Management glaubt. Das war und ist bei Xing der Fall. Punktuell gibt es eine fruchtbare Kooperation, z.B. beim Mediaeinkauf, ansonsten besteht die Zusammenarbeit primär darin, dass Burda uns als größter Aktionär in unserer Strategie unterstützt.

Bisher befindet sich die kürzlich vorgestellte “Xing Connect”-Funktion zur Authentifizierung über Xing-Benutzerdaten auf externen Websites lediglich im Testbetrieb. Wie wahrscheinlich ist eine offizielle Implementierung?
Sehr wahrscheinlich. Kurz vor einem wichtigen Relaunch kann ich dazu keine Details verkünden, aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir Xing Connect offiziell starten.

Das “Xing Connect”-Team hat das Feature in der “Zehn-Prozent-Arbeitszeit” entwickelt, die Xing-Mitarbeitern für eigene Projekte zur Verfügung steht. Dies könnte man als strategische Vernachlässigung einer potenziell wichtigen Funktion deuten…
Googles AdSense-Produkt ist auch in der freien Zeit einiger Programmierer entwickelt worden. Dass unsere Entwickler und Produktverantwortlichen einen Teil ihrer Zeit investieren, um innovative Produkte nach eigener Inspiration voranzutreiben, ist absolut strategisch.

Trotz regelmäßig guter Quartalszahlen wird Xing gerne in Frage gestellt. Nervt Sie das?
Dass wir ein hohes Maß an Aufmerksamkeit auf uns ziehen und es da auch kritische oder fragende Stimmen gibt, ist etwas Gutes. Es wäre doch schade, wenn es niemanden interessieren würde, was wir machen.

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28 Kommentare

  1. Andreas
    schrieb am 6. Juni 2011 um 13:45 Uhr (#)

    Derzeit tut sich auf xing (für mich) noch nichts – für mich ist es tatsächlich nur eine Sammlung von CVs. Linkedin ist im Vergleich zu FB auch noch ruhig aber mit Features wie dem Share-on-Linkedin-Button (ja, den gibt es) auf dem Weg nach oben.
    Sollte Facebook es schaffen ein gutes professionelles (Sub)Netzwerk zu schaffen erübrigt sich die Frage nach Linkedin oder Xing jedoch.

  2. Beka
    schrieb am 6. Juni 2011 um 15:06 Uhr (#)

    Im Gegensatz zu den VZ-Netzwerken setzt XING eindeutig darauf, sich weiterzuentwickeln und den eigenen Weg zu gehen. Und LinkedIn hat den Deutschland-Start zu sehr verschlafen.

    So leicht wird man XING nicht verdrängen können, zumindest in Deutschland.

    Ich bin gespannt auf das neue Design.

  3. Stephan
    schrieb am 6. Juni 2011 um 15:28 Uhr (#)

    Der Relaunch erscheint mehr eher ein Akt der Notwehr zu sein. Zwar mag LinkedIn den Deutschland Start verschlafen zu haben (mit Februar 2009 war es auch spät), dafür hat Xing den Rest der Welt verschlafen:

    http://linkedinsiders.wor…linkedin-april-2011/

    2/3 aller UV von Xing kommen mittlerweile aus Deutschland.
    Liebe Grüße
    Stephan

  4. Andreas
    schrieb am 6. Juni 2011 um 16:16 Uhr (#)

    Xing hat es von Anfang an schwer gemacht, sich untereinander (kostenlos) zu verständigen. Die unter der Hand erlaubte Notizfunktion hat gezeigt, dass Xing Unterhaltung nicht erwünscht, solange man kein Premiummitglied ist. Ich denke, dass hat Xing dauerhaft beschädigt.
    Die Profile sind noch da, die Party längst woanders.

  5. Andreas
    schrieb am 6. Juni 2011 um 17:24 Uhr (#)

    Was ich am meisten bei Xing vermisse, ist eine API, die es Drittapplikationen erlaubt, auf Xing-Daten und/oder Xing-Funktionen zuzugreifen. Sowas ist inzwischen im Web ein Quasi-Standard, aber Xing bekommt das irgendwie nicht hin. Datenschutz-Gründe erscheinen mir da doch sehr vorgeschoben, denn das hätte man schon vor der Pressemeldung über die Ankündigung einer API wissen müssen. Hoffe auch, das irgendwann Facebook auf den LinkedIn/Xing-Zug aufspringt, über Connection-Kontexte sollten sich solche thematischen Subnetze eigentlich realisieren lassen…

  6. Berkay
    schrieb am 6. Juni 2011 um 17:25 Uhr (#)

    Solange ich nicht international tätig bin und mich mit deutschsprachigen Geschäftsleuten vernetzen möchte, fällt mir Xing positiver auf als LinkedIn.

    Um international aber tätig zu werden und konkurrenzfähig zu bleiben, muss man sich im Moment an LinkedIn messen und da ist LinkedIn um einiges voraus.

  7. Tantra Maus
    schrieb am 7. Juni 2011 um 13:12 Uhr (#)

    Ich stimme Andreas voll zu: Diese Einschränkung, dass nur Premium-Mitglieder kommunizieren dürfen, war wirklich sinnfrei und hat Xing einen nachhaltigen Image-Schaden beschert.

  8. Volker Wendeler
    schrieb am 7. Juni 2011 um 14:46 Uhr (#)

    Das Verhältnis der Gesamtmitglieder (rund 11 Millionen) zu den zahlenden Mitgliedern (rund 1 Million) zeigt, dass sowohl die Strategieansätze der Basis-Mitgliedschaft, wie auch die Strategien rund um die Premium-Mitgliedschaft Mängel und Defizite aufweisen. Daran ändert auch eine Oberflächenpolitur nichts.

    1. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
      schrieb am 7. Juni 2011 um 15:08 Uhr (#)

      Dieser Logik kann ich nicht ganz folgen.

    2. Volker Wendeler
      schrieb am 7. Juni 2011 um 16:22 Uhr (#)

      @ Martin Weigert
      Würde die Strategie der kostenlosen Basis-Mitgliedschaft richtig funktionieren, dann hätte Xing deutlich mehr Basis-Mitglieder. Die entsprechende Logik gilt für die Premium-Mitgliedschaft. Hinzukommt eine eigene Logik für das Verhältnis von Basis- zu Premium-Mitgliedern. Auch aus 90:10 lassen sich Strategiefehler folgern, wovon der Preis sicherlich ausgenommen werden kann.

    3. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
      schrieb am 7. Juni 2011 um 16:26 Uhr (#)

      Ok ggf kann ich dir dann doch folgen.

      Sprich, du hälst eine Premiumquote von 10 Prozent für schlicht zu hoch, korrekt? Weil sie darauf hindeutet, dass das Free-Produkt nicht attraktiv genug ist?

    4. Beka
      schrieb am 7. Juni 2011 um 16:33 Uhr (#)

      Und ich dachte, ich bin der einzige, der 10%-Premiumquote für ziemlich gut hält^^

    5. Volker Wendeler
      schrieb am 7. Juni 2011 um 16:39 Uhr (#)

      @ Martin Weigert
      Ich denke, die Premiumquote ist bei rund 28 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigen in Deutschland bzw. etwa 40 Millionen Erwerbstätigen deutlich zu niedrig. Sie sollte bei wenigstens 20% der Basis-Mitglieder bzw. bei rund 2 Millionen liegen.

      Diesen Zuwachs wird Xing jedoch m.E. nicht durch Redesign-Kosmetik schaffen, sondern nur durch Funktionalitäten und Angebote, die messbaren Nutzen und Mehrwert schaffen. Ansonsten bleibt es beim Business-Debattierclub bzw. der CV-Sammlung, allerdings mit ansprechenderem Seitenlayout.

    6. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
      schrieb am 7. Juni 2011 um 16:43 Uhr (#)

      Zum Thema Freemium gibt es ja unterschiedliche Ansätze und Strategien. Im Vergleich zu den meisten anderen Freemium-Diensten ist 10 Prozent aber extrem hoch.

      Und – zumindest nach der Logik von Evernote-CEO Phil Libin zu hoch. Er sagte mal “Wenn die Konversionsrate sich rapide erhöht, bedeutet dies, dass unser Gratisprodukt nicht gut genug ist. Und wenn es nicht gut genug ist, wozu haben wir dann überhaupt Freemium?!””

      Ob er damit recht hat, weiß ich nicht. Aber es ist durchaus ein Gedanken wert.

      Fakt ist: Zahlt ein sehr großer Anteil der Nutzer, deutet dies auf eine vom Funktionsumfang her stark beschränkte Gratisversion hin. Und das wiederum bedeutet, dass nicht das ganze Potenzial aller theoretischen Netzwerker augeschöpft wird (einige werden also dem Dienst lieber den Rücken kehren, statt zu zahlen).

      Die Frage ist jetzt: Schadet dies Xing oder nicht. Oder resultieren die 10 Prozent ganz einfach daraus, dass viele Business-Kunden das Premium-Konto einfach über ihre Firma kaufen und sich daher über die Kosten keinen Kopf machen (müssen).

    7. Volker Wendeler
      schrieb am 7. Juni 2011 um 20:06 Uhr (#)

      @ Martin Weigert
      Wie immer das Geschäftsmodell heissen mag und ob ein Premiumkundenanteil von etwa 10% nun als hoch oder niedrig bewertet werden mag, ist auf die Strategie bezogen Nebensache.

      Diese Strategie war bisher auf Profit ausgerichtet und wurde zu Lasten der (teuren) Befriedigung des Mitgliedernutzens realisiert, was die zahlreichen Negativstimmen zeigen. Wenn Xing im Konkurrenzkampf überleben will, dann muss die Strategie zu Gunsten von Wachstum verändert werden. Dazu reicht das aktuelle Redesign nicht aus.

    8. Michael Nordmeyer
      schrieb am 8. Juni 2011 um 11:44 Uhr (#)

      @Volker Martin hat recht. Die Premium-Quote ist für einen Freemium-Ansatz im Vergleich zu anderen wirklich sehr hoch. Sie bewegt sich sonst in kleineren einstelligen Prozenten

  9. Beka
    schrieb am 7. Juni 2011 um 15:56 Uhr (#)

    Habt ihr euch mal die Preise bei LinkedIn angesehen? Da ist doch XING fast geschenkt.

    Die Alternative wäre Werbung. Aber sowohl bei XING als auch bei LinkedIn weiß man um die Sensibilität der jeweiligen Daten. Sie können mit Lebensläufen nicht so umgehen, wie Facebook es mit den dortigen Nutzerdaten tut.

  10. Stephan
    schrieb am 7. Juni 2011 um 17:21 Uhr (#)

    @Beka: Premiummitgliedschaft bei LinkedIn braucht nur der Poweruser. Ein “Normalo” kommt gut und gern mit der Basis zu Recht.

    http://linkedinsiders.wor…was-kostet-linkedin/

  11. Peter Hogenkamp
    schrieb am 7. Juni 2011 um 19:16 Uhr (#)

    Praktisch ausgeschlossen, dass die wirklich ernsthaft Usability-Tests mit der neuen Version gemacht haben. Nur ein Beispiel: Die Nachrichten in einem Ajax-Popup darzustellen, das man nicht mit der Tastatur anspringen oder wieder schliessen kann, *muss* in einem Test durchfallen.

    1. Andreas
      schrieb am 7. Juni 2011 um 20:00 Uhr (#)

      @Peter: Stimmt. In meiner typisch Wiener-Art wollte ich nicht gleich über solche Dinge “motschkern” aber mir fiel das “hölzerne” UI und das unintuitive Verhalten auch gleich auf. Ich kann nicht sagen ob es besser oder schlechter ist als vorher, aber es wird sicher nicht helfen, die Massen hin zu Xing bewegen.
      Letztendlich bin ich jedoch froh, das Xing kostenlos so ein Service zur Verfügung stellt – das Problem ist jedoch: Andere Plattformen bieten auch kostenlose Möglichkeiten zum Austausch und die Social-Media-Zeit ist begrenzt…

    2. Robert Beer
      schrieb am 20. Juni 2011 um 02:00 Uhr (#)

      Die Usability Tests werden sehr ernsthaft und umfangreich durchgeführt und täglich dokumentiert – Verbesserungspotential natürlich nicht ausgeschlossen.

  12. joe
    schrieb am 8. Juni 2011 um 00:07 Uhr (#)

    Kaum zu glauben das die Aktionäre von Xing nicht jetzt schon nervös werden. Manager Groß-Selbeck (Ex-Ebay Manager Boston Consultant) setzt auf Akquisitionen und eine B2C Strategie – eigene Ideen Fehlanzeige. Linkedin wird Xing aufgrund des inzwischen überholten Geschäftsmodells der Premiummitgliedschaft für Mitglieder wahrscheinlich nicht übernehmen. Andere Phantasien für die Story hinter der aktuellen Kursentwicklung sind nicht ersichtlich. Bei einem Börsenwert von rund 300 Millionen Euro vs. LinkedIn von rund sieben Milliarden US $ müsste eine Aquisitionsziel gefunden werden, das die die Amerikaner nicht interessiert bzw. bei dem sie nicht mitbieten. Die Ausweitung des Geschäftsnetzwerks auf 15% der Bevölkerung bedeutet nichts anderes als eine Verwässerung der Positionierung. Im Wettbewerb zwischen den Alternativen LinkedIn (nationale und internationale Geschäftskontakte) und Facebook (offene Plattform und maximale Reichweite) – die übrigens beide im Gegensatz zu Xing für nicht zahlende Mitglieder effektiv nutzbar sind – bleibt mittelfristig keine attraktive Nische für Xing. Xing hat seit dem Abgang des Gründers keine Innovationen geliefert, die Internationalisierung ist gescheitert, der Stellenmarkt ist laut aktuellen Umfragen bei Nutzern nicht relevant, andere B2B Angebote spielen derzeit keine Rolle und die Werbeformate sind im Vergleich zu Facebook Ads Stand Web. 0 Folgerichtig gab es auf die entscheidende Frage des Interviews : Wie will Xing es schaffen, dem Schicksal von Studi VZ zu entgehen, vom amerikanischen Weltmarktführer in Deutschland überrollt zu werden? Auch nur einen Verweis auf die Erfolge in der Vergangenheit. Eine eigene Story oder Ideen – Fehlanzeige.

  13. Olaf
    schrieb am 8. Juni 2011 um 08:49 Uhr (#)

    Die Ausschüttung von 20 Mio.€ an die Aktionäre zeigt mir, daß der Xing- Chef absolut keine Ideen für eine Investition des Geldes hat.
    Meine Prognose: Ein paar Jahre verdient Xing noch Geld (immerhin!), dann ist Schluß. Die Besucherzahlen von xing gehen laut Google Trends eh schon nach unten.

  14. marketingberatung.de
    schrieb am 12. Juni 2011 um 15:13 Uhr (#)

    Zweifelsohne bietet XING v.a. seinen Premium-Mitgliedern nach wie vor das wesentlichste Business-Netzwerk in Deutschland. LinkedIn kann im nationalen Bereich nicht mithalten. Die Veränderungen vor etlichen Wochen und der nun durchgeführte Relaunch gehen meines Erachtens aber gegen den Bedarf der professionellen User. Kritisch betrachte ich auch den fehlenden Auslandserfolg – somit ist kaum auszuschließen, dass sich LinkedIn oder ein neuer/anderer Anbieter irgendwann weiter entwickelt und XING den Rang abläuft. Denn nur “zufriedene” Kunden reichen eben nicht, sie sind nicht loyal und wechseln schon bei kleineren Anreizen zu Mitbewerbern. XING muss es gelingen, seine Kunden zu Fans und Begeisterten zu machen. Das fehlt noch …

  15. Andreas
    schrieb am 12. Juni 2011 um 19:40 Uhr (#)

    Was sind eigentlich genau die USPs von Xing? Was kann man in Xing, was man z.B. in Facebook nicht kann?

  16. Marco
    schrieb am 29. Juni 2011 um 13:04 Uhr (#)

    nun kann man bei xing als `normalo` auch nicht mehr sehen welche personen sich auf der eigenen seite umgesehen haben. es erscheinen nur noch die profilbilder ohne daten. wenn man sehen möchte wer es ist, muss man den premium account haben…suuuuper…so vergrault man sich nutzer.

    1. Robert Beer
      schrieb am 4. Juli 2011 um 08:34 Uhr (#)

      Hallo Marco
      Da irren Sie sich – hier hat sich durch den Relaunch nichts verändert. Die Anzeige der Besucher ist ein Premium Feature (gibts z.B. bei Facebook gar nicht).
      schöne Grüsse
      Robert Beer (XING Switzerland GmbH)

    2. Marco
      schrieb am 4. Juli 2011 um 10:27 Uhr (#)

      hi robert,
      sorry, da muss ich widersprechen!
      ich hatte noch nie den premium account und ich konnte bisher immer sehen, wer mich auf der seite besucht hatte. mit namen!
      vg, marco

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