Sabine Leutheusser-Schnarrenberger erläutert im Interview mit DRadio Wissen ihre Idealvorstellung eines Leistungsschutzrechtes für Presseerzeugnisse – und offenbart die weltfremde Sichtweise seiner Befürworter auf das digitale Ökosystem.
Schon seit Längerem fordern Medienmanager und Politiker ein
Leistungsschutzrecht für Presseverlage. Auf diesem Weg möchten sie sicherstellen, dass jede Art von gewerblicher Nutzung journalistischer Inhalte mit einer Vergütung verbunden ist – auch und speziell dann, wenn kommerzielle Angebote lediglich einzelne Textzitate übernehmen.
Betroffen wären somit neben allen gewerblichen Nachrichtenangeboten und Blogs auch automatisierte Aggregatoren wie Google News, Nachrichten.de, Newshype oder Virato.de. Gerade die Aggregatoren sind manchen Verlagen ein Dorn im Auge, weil sie aus fremder Leistung Nutzen schlagen würden (Verlagsdenkweise). » weiterlesen
Showyou bringt von Kontakten bei verschiedenen Social-Web-Diensten empfohlene Videos in einer handlichen App aufs iPad.
Tablet-PCs (also momentan primär das iPad) sind prädestiniert dafür, unsere Konsum digitaler Inhalte grundlegend zu verändern. Schöne Beispiele für diese These dafür wären Newsreader wie
Flipboard,
News.me,
Pulse und Reeder, die Entdeckungsmaschine für Indie-Musik
Aweditorium oder das interaktive “Nachschlagewerk”
Qwiki.
Showyou heißt eine vor gut einem Monat veröffentlichte Anwendung für das iPad, die sich nahtlos in diese Aufzählung einfügt. Wenn man die Gratis-App des in San Francisco und Portland ansässigen Entwicklerstudios Remixation als eine Art Flipboard für Videos bezeichnen würde, macht man es sich zwar etwas einfach, trifft aber ungefähr den Kern.
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Wikileaks
Nach dem Motto leaken aber nicht leaken lassen müssen Mitarbeiter von Wikileaks eine Vereinbarung unterzeichnen, die ihnen eine Strafe von 12 Millionen Pfund bei unautorisierte Weitergabe von WikiLeaks-Dokumenten auferlegt.
Dieses autoritär wirkende Dokument verweist auf eine strenge Hierarchie und ein Business das ziemlich humorfrei funktioniert.
» Das 12 Millionen Pfund Dilemma
PR
Burson-Marsteller zeigt, wie man es nicht richtig macht: Neben Facebook wurden sie auch von Microsoft beauftragt, gegen Google Stimmung zu machen. Und das eigene Loch graben sie immer größer, indem sie den Kardinalfehler machen und kritische Kommentare auf Facebook löschen.
» Auch Microsoft bezahlt Burson-Marsteller für Anti-Google-PR
» Burson-Marsteller Digs Itself A Deeper Hole; Deletes Critical Comments On Its Facebook Page
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In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.
Dieses Mal mit: AppsMerge – ein Lifestream-Aggregator; Tauschteddy – eine Tauschplattform für Kinderbekleidung; und spoilr.me – eine Community für Spoiler.
AppsMerge ist ein sozialer Aggregator, mit dem man eine Reihe von Diensten (Twitter, Facebook, YouTube, Flickr und Digg), E-Mail-Accounts und
RSS-Feeds an zentraler Stelle zusammenmischen kann. Interessant dabei ist, dass sich die verknüpften Dienste auch rekombinieren lassen; Beiträge aus dem Blog lassen sich also auf Facebook sharen, Updates auf Facebook oder Nachrichten auf Digg können weitergezwitschert werden, usw. Allerdings dreht man sich dabei ein bisschen im Kreis, weil die Inputströme ja primär von einem selbst sind. Ansonsten ist AppsMerge aber durchaus schick gemacht und sicherlich ausbaufähig.
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Mit Bitbop startet ein neuer Versuch, im deutschen Internet eine zentrale Plattform für TV-Inhalte aufzubauen. Das Äußere macht einen guten Eindruck, was jetzt noch fehlt, ist der sehenswerte Content.
Für
Hulu, den sagenumwobenen On-Demand-Dienst für TV-Inhalte, scheint der Schritt aus dem US-Markt in den deutschsprachigen Raum bisher eine unüberwindbare Hürde (oder eine strategisch unattraktive Option) zu sein. Und den heimischen TV-Sendern ist es
bekanntlich bisher nicht gelungen, eine zentrale Plattform für visuelle Inhalte auf die Beine zu stellen (auch wenn ARD und ZDF
gerade einen neuen Anlauf wagt).
Könnte dies die Chance für einen “Underdog” sein, der sich langsam heranpirscht und in Deutschland leise einen Dienst aufbaut, der eines Tages die wichtigsten Inhalte aus den hiesigen TV-Kanälen auf Abruf, browserbasiert sowie über Smartphones verfügbar macht?
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Facebooks Versuch, Google und dessen Datensammelpraxis anzuschwärzen, ist die Fortsetzung eines intensiven Kräftemessens zwischen den zwei dominierenden Internetunternehmen unserer Zeit.
Es ist natürlich eine sehr peinliche Geschichte für
Facebook: Das soziale Netzwerk hat –
wie bereits in Linkwertig berichtet – eine der führenden PR-Agenturen der USA damit beauftragt, Medienangebote über die angeblich unangemessene Datensammelpraxis von
Google in Bezug auf dessen Feature “
Social Circle” zu unterrichten. Eine Voraussetzung war, dass der Name des sozialen Netzwerks als Initiator nicht bekannt werden sollte.
Doch dieser Schuss ging nach hinten los: Die Geschichte flog auf und wurde mittlerweile sowohl von Facebook als auch von der betroffenen PR-Agentur Burson-Marsteller bestätigt. Letztere merkte in einem Statement an, dass sie den Auftrag des Social Networks eigentlich gar nicht hätte annehmen dürfen.
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Facebook
Facebook hat eine PR-Agentur beauftragt, in Zeitungen und Blogs negative Berichte über Google zu positionieren.
Die Agentur versprach, eine gegen Google gerichtete Exklusiv-Geschichte auf seinem Blog an Mainstream-Medien weiterzuempfehlen. Soghoian publizierte jedoch nicht das erhoffte Feature, […] sondern machte seinen Mailverkehr mit der Agentur öffentlich.
» Facebook führte PR-Kampagne gegen Google
Spreadly
Spreadly wurde mit einer API ausgestattet.
Ziel war es, den Seitenbetreibern die unseren Button einsetzen auch eigene Möglichkeiten für die Verwendung eines Likes über Spreadly anzubieten.
» Aktuelles Spreadly Release – Jetzt mit erster API Version
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Open Data ist nicht bloss eine staatspolitische Angelegenheit. Startups dürften sich zukünftig Andockstellen für smarte Geschäftsideen bieten.
Eigentlich ja eine grosse Überraschung: In den letzten 12 Monaten hat es mit
Open Data ein sehr technisches Thema ins Bewusstsein – zumindest der internetaffinen – Bevölkerung geschafft.
Grund dafür ist – neben der Popularität von Open Source – dass sich die Netzgemeinde zunehmend dafür interessiert, wie Behörden arbeiten und darauf pocht, dass diese ihre Daten auf dem Web verfügbar machen. Die Stossrichtung geht vor allem entlang dem Konzept von Open Government, das sich die Forderung nach mehr Transparenz im Staatswesen auf die Fahnen geschrieben hat.
Ein wichtiger Aspekt offener Datenreservoire, die Journalisten und Bürgern neue Einblick und Kontrollmöglichkeiten eröffnen, ist aber auch der monetäre Wert der Daten. Gerade der hat bislang auch die Freigabe von vorhandenden Daten gebremst. So haben viele einzelne Amtstellen, die auf spannenden Ressourcen sitzen, bislang die Auflage diese nur gegen Entgeld herauszugeben. Entsprechende Gesetzesänderungen sind darum bei den Hauptpunkten auf der Wunschliste von Open-Data-Befürwortern.
Mit fallenden Hürden werden die angehäuften Informationsberge zu einer spannenden Ressource für innovative Geschäftsmodelle – mit der Chance auf lukrative Verwertungsmöglichkeiten.
Weiterlesen bei startwerk.ch
Das Schweizer Medienunternehmen Tamedia übernimmt 49 Prozent am laut eigenen Angaben weltweit führenden Online-Terminplaner Doodle.
Das Schweizer Medienunternehmen Tamedia übernimmt 49 Prozent am laut eigenen Angaben weltweit führenden Online-Terminplaner
Doodle. Das teilte das in Zürich ansässige Web-Startup
soeben mit. Finanzielle Details wurden nicht genannt.
“Doodle realisiert mit der Vereinbarung einen Teilexit, der es ermöglicht, unternehmerisch unabhängig zu bleiben und gleichzeitig von den vielversprechenden Synergien mit Tamedia zu profitieren“, so zitiert das Blog Doodle-CEO Näf den Deal. » weiterlesen
Google hat auf seiner Entwicklerkonferenz ein wahres Innovationsfeuerwerk gezündet. Wir liefern einen kompakten Blick auf alle Neuerungen.
Euch wird nicht entgangen sein, dass die vergangenen Tage ganz im Zeichen von Google standen. Der Internetriese versammelte am Dienstag und Mittwoch in San Francisco 5.000 Entwickler auf seiner
I/O Konferenz und präsentierte zahlreiche neue Produkte, Projekte und Innovationen.
Mir ist kein anderes Unternehmen bekannt, dass auf seinem jährlichen Developer-Event mehr beeindrucken kann als Google (auch das ernüchternde Google Music kann dieses Bild nicht zerstören). Nun heißt dies selbstverständlich nicht, dass jedes vollmundig angekündigte Vorhaben des Konzerns am Ende den erwünschten Erfolg haben wird – wir erinnern uns an das 2009 im Rahmen von I/O vorgestellte Google Wave.
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