Eli Parisers “Filter-Blase”:
Die neue Gefahr
der Tarnkappen-Gatekeeper

Das Internet wird als Demokratisierung der Information gefeiert, als Befreiung von den journalistischen Gatekeepern. Dabei machen sich längst wesentlich heiklere, weil unsichtbare Maschinen-Gatekeeper breit.

Die Filter-Blase
Die Filter-Blase

Ihr denkt also, dass ihr besser informiert seid, weil ihr vernetzt seid, weil die News jetzt zu euch kommen, weil in eurem sozialen Netz alles irgendwann an die Oberfläche gespült wird, was euch interessiert?

Das mag sein. Das Problem ist, dass eine informierte Gesellschaft nicht ausschliesslich auf dem aufbauen kann, was interessiert. Denn Interesse ist eine recht hedonistische menschliche Regung, die nur unter Anstrengung vom Individuum gelöst und auf kollektive Ziele geleitet werden kann. Das beweist wohl der Umstand, dass in Demokratien die Stimmbeteiligung in der Regel reziprok zum durchschnittlichen Wohlstand sinkt.

Aber während wir früher zumindest aktiv ignorant geblieben sind und uns bewusst entschieden haben, die relevanten Nachrichten in der Zeitung nicht zu lesen und zu den Sportresultaten umzublättern, werden uns heute möglicherweise relevante Informationen vorenthalten, ohne dass wir es überhaupt merken (und ohne dass dahinter irgendeine böse Weltsverschwörungsmacht steht).

Eli Pariser hat zu dieser These, die mich persönlich seit einiger Zeit umtreibt, ein Buch geschrieben (das ich noch nicht gelesen habe) und einen TED-Talk gehalten (siehe unten). Pariser nennt das Problem die “Filter-Blase” (Affiliate-Link). Ich habe es bisher als Quoten-Syndrom bezeichnet:

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Werbung Kleine Shops sollten sich an Cloud CRM Lösungen heranwagen

Die Ansprüche der E-Commerce Kunden sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Wer heutzutage online bestellt, stellt eine ganze Reihe an Erwartungen.


Hierbei geht es längst nicht nur um kostenlosen Versand. Käufer möchten wissen, ob Produkte vorrätig sind und wie lange es dauert, bis die Bestellung bei ihnen eintritt. Doch viele Onlineshops können derartige Informationen nicht bereitstellen.

Genau betrachtet, sieht es noch viel schlimmer aus. Besonders kleine Händler arbeiten mit E-Commerce Lösungen, die nicht mehr zeitgemäss sind. CRM Systeme sucht man bei derartigen Shoplösungen meist vergeblich: Kunden müssen darauf vertrauen, dass Händler den Überblick über die einzelnen Bestellungen behalten und beispielsweise Email-Anfragen richtig zuordnen.

Doch modernes E-Commerce geht vollkommen anders. Ein ausgereiftes CRM System muss sicherstellen, dass sich Bestellungen oder Support-Anfragen schnell zuordnen lassen und die einzelnen Aufgaben professionell erledigt werden. Systeme dieser Art gibt es im Grunde sogar zu genüge, jedoch trauen sich viele Händler nicht an dieses Thema heran. Oftmals liegt dies in der Angst begründet, sich auf ein kostspieliges System festlegen zu müssen, welches am Ende ihren persönlichen Bedürfnissen nicht gerecht wird. » weiterlesen

Linkwertig:
Trigami, Twitter, Google Books, Normen

Trigami
Trigami fusioniert mit Wikios Ebuzzing.

Die 15.000 Blogger des Trigami Netzwerks werden Zugang erhalten zur deutschsprachigen Ebuzzing Plattform, deren Start in den nächsten Wochen geplant ist. Ebenfalls geplant ist die Eröffnung eines neues Büros in Hamburg.

» Zusammenschluss von Trigami und Ebuzzing

 

Twitter
Twitter bekommt mehr Granularität bzgl. der Dinge, die Drittanwendungen mit dem Account des Benutzers machen dürfen. Existierende Anwendungen, die auf Direktnachrichten zugreifen wollen, müssen sich in den nächsten zwei Wochen die Erlaubnis einholen.

» Twitter Offers Better Transparency About What Third-Party Apps Can Do With Your Account

 

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Digitale Musik:
simfy steigert seine Ambitionen

Fast 20 Millionen Euro wurden mittlerweile in das Musik-Startup simfy investiert. Kleine Brötchen backen wollen die Kölner nicht mehr.

Als ich im November 2007 das erste Mal über simfy berichtete, hätte ich mir nicht träumen lassen, dass der damals als sozialer Onlinespeicher für Musik lancierte Dienst (Amazons Cloud Player und Google Music lassen grüßen) drei einhalb Jahre später ein mit fast 20 Millionen Euro Risikokapital ausgestatteter Streamingservice mit europaweiten Ambitionen werden würde.

Doch genau dies ist geschehen. Gestern gaben die Kölner (wie heute früh in Linkwertig berichtet) eine neue Finanzierungsrunde bekannt (Pressemitteilung), in deren Rahmen simfy mit zehn Millionen Euro von den bisherigen Investoren Earlybird, der NRW Bank, Dumont Venture und Klaus Wecken versorgt wird.

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Linkwertig:
wahwah.fm, Simfy, Spreadly, Netflix

wahwah.fm
wahwah.fm (unsere Review) hat auf der Next11 den Elevator Pitch gewonnen.

» Next11 Elevator Pitch: wahwah.fm als Gewinner gekürt

 

Simfy
Simfy hat eine Finanzierungsrunde in der Höhe von 10 Millionen Euro abgeschlossen.

Wir wollen unsere Präsenz im deutschsprachigen Raum weiter stärken. Parallel bereiten wir die Expansion im europäischen Ausland vor. Strukturell und vom Know-how sind wir als simfy AG gut vorbereitet.

» 10-Millionen-Euro-Investition: Neue Finanzierungsrunde bei simfy

 

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Open Data:
Wieso wir Daten
lieben lernen sollten

Daten können missbraucht werden, aber auch Menschen helfen und die Lebensqualität aller erhöhen. In der öffentlichen Debatte spielen die positiven Aspekte bisher nur eine untergeordnete Rolle.

Wenn in der öffentlichen Diskussion in Deutschland das Wort “Daten” fällt, ist der Ruf nach deren Schutz oft nicht weit. Daten sollte man möglichst für sich behalten, so die häufig verbreitete Sichtweise. Denn was nicht öffentlich gemacht wird, kann auch nicht missbraucht werden.

Das stimmt natürlich. Aber Daten nicht für andere zugänglich zu machen, bedeutet auch, dass diese nicht zur Verbesserung der Lebensqualität eingesetzt werden können. Und wer Informationen lieber für sich behält, als sie öffentlich bereitzustellen, verpasst die Gelegenheit, durch sie anderen zu helfen.

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Hollywood:
Wie Filme der digitalen
Realität hinterherhinken

Filmproduktionen setzen auf immer mehr technische Raffinessen, um Kinobesucher zu beeindrucken. In den Handlungen mancher Streifen jedoch ist die digitale Welt noch weitestgehend abwesend.

Am Freitag war ich im Kino und habe mir den Thriller “Der Mandant” (“The Lincoln Lawyer”) angesehen; ein solider, spannender US-Thriller mit einem toughen Anwalt in der Hauptrolle, der trotz all seiner Künste im vertraut-distanzierten Umgang mit der Unterwelt von einem Klienten auf unliebsame Weise in einen Mordfall verwickelt wird.

Während ich mich von dem Streifen gut unterhalten fühlte, gelang ihm aus der Perspektive eines technologie- und internetinteressierten Zuschauers das zweifelhafte Kunststück, in seiner kompletten Spielzeit keinerlei Indikation über das Produktionsjahr zu geben.

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Suchverhalten als Prognosewerkzeug:
Google und der
Eurovision Song Contest

Zum dritten Mal hat Google versucht, auf Basis des Suchverhaltens seiner Nutzer den Ausgang des Eurovision Song Contest vorherzusagen – diesmal jedoch ohne Erfolg. Wir werfen einen Blick auf die Treffsicherheit der Google-Methode.

Als am Samstag das Finale des Eurovision Song Contest in Düsseldorf stattfand, hatte ich mit einem Freund eine Wette laufen: Ich ging davon aus, dass sich Deutschlands Beitrag vor Frankreich platzieren würde, er glaubte an ein besseres Ergebnis für unsere westlichen Nachbarn.

Für meinen Tipp verließ ich mich auf Googles seit 2009 jährlich veröffentlichte Prognose, in der Deutschland mit Lena vorne lag. Mein Wettpartner basierte seine Vorhersage stattdessen auf Statistiken diverser Online-Wettportale, bei denen Frankreich als Titelfavorit gehandelt wurde.

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Linkwertig:
Google News, Xing, Nokia, PaperC

Google News
Bei Google News kann man nun auch die Art der Quellen – etwa ob man gerne mehr Artikel aus Blogs oder Pressemitteilungen sehen möchte – priorisieren.

» More Google News Settings

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Xing
Xing will sich zum 6. Juni eine neue Benutzeroberfläche verpassen. Optisch erinnert das neue Design stärker an Facebook.

» Xing redesign looks a lot like Facebook

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iPad 2 im Test:
Als Netbook-Ersatz gut genug

Das iPad 2 überzeugt in vielen Disziplinen. Aber wie sieht es aus, wenn man damit wirklich arbeiten möchte?

Kollege Don Dahlmann hat bei unserem Schwesterblog neuerdings.com einen ausführlichen Erfahrungsbericht über das iPad 2 veröffentlicht. Im letzten Part seiner dreiteiligen Artikelreihe beschäftigt er sich mit der Frage, wie sich das neue Apple-Tablet im Alltag eigentlich schlägt. Braucht man es, und kann es vielleicht sogar ein Netbook ersetzen?

Nach einigen Wochen des kontinuierlichen Testens steht sein Urteil fest: Die zweite Variante des iPad ist zwar als Netbook-Ersatz noch nicht perfekt, aber gut genug.

Hier geht’s zum Test bei neuerdings.com.