Aupeo:
Deutschlands Pandora
macht sich fit für die Zukunft

Das Berliner Musik-Startup Aupeo lanciert eine neue Benutzeroberfläche, die Flash hinter sich lässt und ganz auf HTML5 setzt. Außerdem wird der Funktionsumfang für Anwender der Free-Version erweitert.

Auch wenn On-Demand-Streamingdienste wie simfy, Spotify oder Rdio derzeit den Löwenanteil der Aufmerksamkeit für digitale Musikangebote erhalten – was durch die Ambitionen von Amazon, Google und Apple in diesem Feld noch angeheizt wird – sollten personalisierbare Onlineradios dabei nicht vergessen werden.

Denn immerhin bereitet in den USA mit Pandora gerade der (aus Europa offiziell nicht erreichbare) Pionier dieses Sektors seinen Börsengang vor. Und während sich das aus London stammende Last.fm momentan gesundschrumpft, macht der Berliner Dienst Aupeo sein Angebot fit für die Zukunft.

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Minimalismus:
Digitale Minimalisten
und Tech-Nomaden

Weniger ist mehr: Als «Minimalism» erfährt dieses alte Sprichwort eine Renaissance. Die Protagonisten wollen ihren Lebensstil weniger als Konsumkritik verstanden haben, sondern vielmehr als Weg zu mehr Fokus und weniger Stress.

Für die einen ist es bittere Realität, für andere eine Selbstverständlichkeit und für manche ein bewusster Lebensstil: ausschließlich das Nötigste zu besitzen. In ihren Weblogs präsentieren Minimalisten ihren wenigen Besitz und schreiben über die Vorteile und Annehmlichkeiten ihrer Lebensart. Das größte Medieninteresse weckte damit 2010 der Softwareentwickler Michael Kelly Sutton.

Cult of Less
Inspiriert unter anderem durch das Buch Die 4-Stunden-Woche von Timothy Ferriss (in dem es ein Kapitel Weniger ist mehr: Werfen Sie Ballast ab gibt), beschloss Kelly Sutton im September 2009, seinen Besitz soweit zu reduzieren, dass alles in zwei Koffer und zwei Taschen passt. Er gründete eine Internetseite, die er Cult of Less getauft hat, und bot darüber seine Sachen zum Verkauf an. Nach einem längeren Auslandsaufenthalt hatte er ohnehin festgestellt, dass er vieles gar nicht benötigt.

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Der ungeliebte Kontrollverlust:
Internet am Scheideweg

Das Internet ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Nach Jahren der Schockstarre sammeln diejenigen, die sich von dieser Entwicklung bedroht fühlen, ihre Kräfte, um das Netz nach ihren Vorstellungen zu formen.

Flickr/.Bala, CC-Lizenz
Flickr/.Bala, CC-Lizenz

Im Jahr 2011 nutzen zwei Milliarden Menschen das Internet. Etwa anderthalb Dekaden, nachdem das World Wide Web in die ersten Haushalte fand, ist es in der Mitte der meisten Gesellschaften angekommen und wirbelt unsere Welt gründlich durcheinander.

Es gibt kaum jemanden, der nicht von den tiefgreifenden Veränderungen der Digitalisierung und globalen Vernetzung betroffen ist. Ganze Branchen werden durch den technischen Fortschritt in Frage gestellt, neue Industriezweige entwickeln sich und steigen zu Milliardenmärkten auf. In vielen Sektoren werden Mittler überflüssig, stattdessen geschehen Transaktionen und Wertschöpfung webbasiert direkt zwischen Hersteller/Anbieter und Nachfrager.

Die alten Gatekeeper verlieren an Macht, neue entstehen. Jeder kann als Sender und Publizist von Informationen auftreten, lediglich ein Smartphone und eine Internetverbindung sind notwendig. Im arabischen Raum und jetzt gerade in Spanien organisieren sich auf diese Weise Massenproteste mit teils revolutionärem Charakter. Die Herrschenden und Einlussreichen des 20. Jahrhunderts bekommen in immer kürzeren Abständen vorgeführt, wie ihnen langsam die sicher geglaubte Kontrolle verloren geht. » weiterlesen

Linkwertig:
Blippy, Urheberrecht, Location, OpenID

Piratenpartei
Am Wochenende wurden in Darmstadt kurz vor der Bürgerschaftswahl in Bremen Server der Piratenpartei beschlagnahmt, weil Frankreich vermutete, dass die Gruppe Anonymous ein auf den Servern der Piratenpartei gehostetes Etherpad benutzte. Mittlerweile bekamen sie die Server zurück.

» Piratenpartei bekommt nach Polizeiaktion Server zurück

 

Blippy
Blippy musste die Erfahrung machen, dass die meisten Leute doch lieber anderes sharen als die Transaktionen der eigenen Kreditkarte, und steht in der bisherigen Form vor dem Aus.

» The End Of Blippy As We Know It

 

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Samstag App Fieber:
minutes.io, FeedsAPI, Netspeak

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal mit: minutes.io – Notizen von Meetings; FeedsAPI – Feeds aus Websites extrahieren; und Netspeak – eine Suchmaschine für Englisch.

 

minutes.io ist ein minimalistische Webanwendung, mit der man in Meetings auf strukturierte Weise Notizen machen und verteilen kann. Nachdem man das Treffen beschrieben und die Teilnehmer angegeben hat, können beliebig viele Anmerkungen hinzugefügt werden. Vier mögliche Typen (Todo, Okay, Info, Idea) verleihen der Sache etwas Struktur und optional kann ein Verwantwortlicher und ein Fälligkeitsdatum bestimmt werden. Zum Abschluss kann die Mitschrift an alle Beteiligten gemailt werden und alle Erkenntnisse und Entscheidungen bleiben transparent dokumentiert.

 

 

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Entrümpelung:
Xing stellt seine App-Plattform ein

Xing zieht bei seiner Plattform für OpenSocial-Applikationen den Stecker. 17 Anwendungen sind betroffen.

Für Xing scheint 2011 unter dem Motto einer großen Entrümpelung zu stehen. Ein Anzeichen dafür ist der für Anfang Juni angekündigte Relaunch, den Kollege Jan Tißler bei t3n als bisher radikalste Veränderung des Geschäftsnetzwerkes jemals bezeichnet.

Indiz Nummer zwei dafür, dass bei dem Dienst aus Hamburg momentan jedes Feature auf dem Prüfstand steht: Die App-Plattform für externe Entwickler wird im Rahmen der Neuausrichtung geschlossen. Folgender Hinweis findet sich in den “XING Infos” am unteren Ende der persönlichen Homepage:

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LinkedIn geht an die Börse:
Ein Ereignis, an das
man sich erinnern wird

LinkedIn hat am Donnerstag sein Börsendebüt gegeben und alle Erwartungen übertroffen. Viele weitere namhafte Internetfirmen werden dem eingeschlagenen Weg des Social Networks folgen.

Der gestrige Donnerstag, 19. Mai 2011, wird als bedeutungsvolles Datum in die Geschichte der Internetwirtschaft eingehen. Zum einen, weil Amazon verkündet hat, jetzt mehr E-Books als physische Bücher zu verkaufen. Zum anderen, weil mit LinkedIn in den USA erstmalig ein Social Network einen Börsengang gewagt hat. Und was für einen!

45 Dollar kostete eine LinkedIn-Aktie zum Handelsstart an in New York. Im Laufe des Tages stieg der Kurs auf bis zu 122,70 Dollar und pendelte sich am Ende des Börsentages bei 94,25 Dollar ein. Das Geschäftsnetzwerk mit über 100 Millionen Mitgliedern wird damit initial mit 8,79 Milliarden Dollar bewertet – mehr als das Doppelte von dem, was sich LinkedIn-Gründer Reid Hoffman und sein Mitstreiter erwartet hatten.

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Neuer Trend:
Standortbasierte Mini-Job-Börsen

Verschiedene neue Dienste wollen am selben Ort befindliche User über bezahlte Mini-Jobs miteinander in Kontakt bringen. Mit Gigalocal versucht sich auch ein deutsches Startup an dem bisher ungeprüften Konzept.

Um ein durch das Internet in der Theorie möglich gewordenes Geschäftsmodell erfolgreich umzusetzen, muss ein Startup den dafür richtigen Zeitpunkt finden. Wer zu lange auf optimale Rahmenbedingungen wartet, läuft Gefahr, von schnelleren Konkurrenten ausgestochen zu werden. Wer aber zu voreilig ist, trifft womöglich auf einen Markt, der für das geplante Produkt noch nicht reif ist.

Beispiele für die zuletzt genannte Situation sind letsbuyit.com, das vor zehn Jahren mit einem Groupon nicht unähnlichen Konzept den Dotcom-Tod erlitt, oder der Location Based Service Dodgeball, der ebenfalls seiner Zeit voraus war (Dogeball-Gründer Dennis Crowley gab allerdings nicht auf und startete schließlich foursquare).

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Linkwertig:
LinkedIn, Open Data, Jimdo, Songpier

LinkedIn
LinkedIn ist gestern mit einem furiosen Start an die Börse gegangen. Der Wert der Aktie hat sich am ersten Tag von 45 auf 90 Dollar verdoppelt.

» LinkedIn IPO Shares Pop 84 Percent On First Trade, Opens With $7.8B Market Cap
» LinkedIn verlangt Maximalpreis bei Börsengang

 

Open Data
Netzpolitik fasst die nettesten Projekte vom Open Data Day in Berlin zusammen.

Alles in allem war der BODDY ein in meinen Augen sehr interessantes und erfolgreiches Event, das Lust & Hoffnung auf mehr macht.

» Berlin Open Data Day: Die coolsten Projekte

 

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Facebooks zukünftige Nutzerentwicklung:
Stagnation heißt
nicht Niedergang

Facebook wird nicht bis in alle Ewigkeit wachsen können. Eine Stagnation der Nutzerzahlen muss aber nicht automatisch das baldige Ende einläuten.

Seitdem Facebook auf den Schirmen der Massenmedien landete, kannte die Nutzerentwicklung des Social Networks nur eine Richtung: nach oben! Aktuell nähert sich der Zähler der Marke von 700 Millionen Menschen, die den Dienst aktiv, also mindestens einmal innerhalb von 30 Tagen, verwenden. Das sind in etwa ein Drittel der weltweiten Internetpopulation.

Man muss wahrlich kein Prophet sein, um zu erkennen, was in den nächsten Monaten geschehen wird: In Ländern, in denen Anwender früh auf den Facebook-Zug aufsprangen und in denen mittlerweile bis zu 50 Prozent der Bevölkerung bei dem Dienst präsent sind, wird sich das Wachstum verlangsamen.

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