Empire Avenue:
Ein amüsanter Zeitfresser

Die Social-Media-Börse Empire Avenue zieht viele Neugierige an und zeichnet sich dadurch aus, langfristig eher “Leistung” statt Status zu belohnen. Gastautor Markus Breuer analysiert die Funktionsweise und das Potenzial des Neulings.

Markus Breuer (Twitter-Link) arbeitet als freier Berater mit Spezialisierung auf Business-Strategien für das Zeitalter des Netzes. Mehr zum Autor am Ende des Artikels.

Wer sich ein klein bisschen für Neues im Internet interessiert oder aufmerksam netzwertig.com liest, wird in den letzten Wochen sicherlich einmal von Empire Avenue gehört oder von einem Bekannten eine Einladung dazu bekommen haben. Ich auch. Beinahe hätte ich sie ignoriert.

Schließlich gibt es zu viele solcher Einladungen und ich habe schon zu viele Accounts auf „tollen neuen Social-Media-Plattformen“. Auf Anraten eines Kollegen bin ich dem Anmelde-Link dann aber doch gefolgt und das ganze hat sich als origineller herausgestellt als gedacht. Allerdings ist “EAv”, wie die Betreiber selbst die Plattform gerne nennen, keine gewöhnliche Social-Media-Plattform. Es ist ein Spiel.

Empire-Avenue ist eine Social-Media-Börse, auf der Aktien von Personen (Influencer genannt) gehandelt werden. Jeder Teilnehmer ist quasi eine Firma, die Aktien ausgibt. Das ist nicht unbedingt neu. Ähnliche Projekte gab es schon in der Vergangenheit, unter anderem auf Facebook. Aber EAv ist weitaus durchdachter, als diese früheren Ansätze und tatsächlich komplex genug, um interessant zu sein.

Der Einstieg bei Empire Avenue
Der Einstieg ist einfach: Man wählt einen Namen (ein Tickersymbol; meines heißt MABR) und verlinkt die Accounts, die man bei Twitter, Facebook, LinkedIn, YouTube und Flickr unterhält. Eigene Blogs lassen sich ebenfalls ergänzen. Danach hat man 10.000 eigene Aktien und 10.000 „Eaves“ Spielgeld. Damit kann man die Aktien anderer „Influencer“ kaufen und steht selbst natürlich auch zum Verkauf. Die Aktenkurse entwickeln sich nach Angebot und Nachfrage sowie nach den Aktivitäten, die man auf den genannten Social-Media-Plattformen unternimmt. Dazu gibt es Dividenden, Aktien-Indices, Titel etc. etc.

Die Kommunikation unter den Mitgliedern läuft über ein integriertes IM-System, das ähnlich wie Twitter aufgebaut ist. In den resultierenden Stream werden übrigens auch sämtliche Tweets, Statusupdates bei Facebook oder LinkedIn etc. eingebunden – was einen recht interessanten Social-Media-Hub ergibt. Beziehungen zwischen den Mitgliedern werden übrigens hier nicht über Freundschaft oder Follow aufgebaut, sondern, indem man ineinander investiert – was in diesem Kontext durchaus Sinn macht.

Lange Lernkurve
Wer es ausprobieren möchte, kann diesem Link folgen (Affilliate-Link, der mir und dem neuen Mitglied 2.000 Eaves Bonus verschafft). Und hier gibt es ein passendes Tutorial, das einem die ersten Schritte etwas einfacher macht. EAv ist erstaunlich komplex und hat anfänglich eine steile (oder frustrierend lange) Lernkurve.

Was Empire Avenue gegenüber ähnlichen Ansätzen aus der Vergangenheit besonders interessant macht, ist das Zusammenspiel von Markt (Kaufen, Verkaufen, Angebot und Nachfrage) und Geschäftsbetrieb. Auch der Erfolg eines Unternehmens in der realen Wirtschaft wird ja nicht allein durch Angebot und Nachfrage nach seinen Aktien bestimmt sondern durch die wirtschaftlichen Aktivitäten des Unternehmens. Diesen entsprechen hier die Aktivitäten auf den verschiedenen Online-Plattformen. Die durchaus gewünschte Konsequenz davon ist, dass bei Empire Avenue nicht nur die bekannten (Online-)Celebrities eine Chance haben, sondern auch aktive Newcomer – insbesondere, wenn sie zudem clever investieren.

Langfristig zählt Leistung, nicht Status
Natürlich haben auch hier bekannte Gesichter einen Startvorteil. In Deutschland hat derzeit beispielsweise die Aktie von Nico Lumma den höchsten Kurs. Nach einem fulminanten Start stagniert sie allerdings seit geraumer Zeit und Nico ist beileibe nicht der „reichste“ Deutsche bei EAv. Nico ist allerdings trotzdem noch eine gute Aktie, da er online eben extrem aktiv ist. Anders sieht das bei einer anderen deutschen Internet-Berühmtheit aus: Sascha Lobo hat sich zwar einen Account eingerichtet und sein Kurs stieg danach sofort stark an – starke Nachfrage. Da Sascha aber seit langem schon nicht mehr viele bloggt, twittert und in EAv gar nichts tut, ist seine Aktie wieder stark abgesackt und sein Wohlstand eher bescheiden.

Anders formuliert: die Reputation, die man mitbringt, gibt einem zwar einem Startvorteil. Auf Dauer zählt aber „Leistung“, wenn man den Bloggen, Twittern oder das Rumdaddeln in Empire Avenue als solche bezeichnen möchte.

Empire Avenue und das Thema Gamification
Bei der Diskussion um EAv wird oft der Begriff Gamification erwähnt. Nur zur Erinnerung: Gamification ist ein anderer aktueller Hype. Der Begriff bezeichnet den Einsatz von spieltypischen Mechaniken zum Zwecke der Verhaltensbeeinflussung außerhalb von reinen Spielen. Ein bekanntes Beispiel ist foursquare, das durch Punkte, Bestenlisten und Badges versucht, Anwender dazu zu bringen, mehr Checkins durchzuführen und insbesondere neue Locations in ihrer Umgebung zu erfassen.

Empire Avenue verwendet tatsächlich eine Vielzahl solcher spieltypischen Mechaniken. Der Aktienkurs und das Bankkonto sind eigentlich Punkte-Systeme. Es gibt jede Menge Rankings und Bestenlisten. Es gibt Badges (mit Bonuszahlungen) für das Erreichen von Zwischenzielen und selbstverständlich auch Titel (Manager, Vice Presidents, CEOs etc.) Tatsächlich ist Empire Avenue vermutlich die Online-Plattform mit den meisten Gamification-Elemente, die ich kenne.

Andererseits ist Empire Avenue auch ein Spiel. Und bei Gamification geht es immer darum, gewisse Ziele außerhalb des Spiels zu erreichen. Meist geht es ums Verkaufen. Gelegentlich aber auch um sinnvolle Dinge wie besseres Sozialverhalten, mehr sportliche Aktivitäten, disziplinierten Umgang mit Erkrankungen wie Diabetes etc. Wer mehr über dieses Thema wissen möchte, kann entsprechende News und Informationen auf meinem neuen Gamification-Blog finden.

Empire Avenue demonstriert nahezu alle Gamification-Taktiken und jeder, der sich für dieses Thema interessiert, tut gut daran, sich das einmal anzusehen. Aber es ist kein Gamification-Projekt.

Wird Empire Avenue ganz groß?
Wenn man sich das aktuelle, tägliche Wachstum bei EAv anschaut, geht es recht dramatisch ab. Die Plattform ist ganz klar in der Phase exponentiellen Wachstums. Die Anmeldungen kommen im Minutentakt herein. Interessant ist auch, wie die verschiedenen Weltregionen nacheinander vom Fieber erfasst werden. Vor drei Wochen begannen auf einmal die Brasilianer aufzutauchen. Seit zwei Wochen ist Indonesien extrem aktiv. Und natürlich finden auch immer mehr User aus dem deutschsprachigen Raum auf die Plattform.

Ich glaube trotzdem nicht, dass EAv „ganz groß“ wird oder langfristig bleibt. Dazu ist die Gruppe der Menschen, die hier angesprochen werden, einfach zu klein. Gamification-Experten (und Spiele-Designer) wissen, dass verschiedene Menschen aus unterschiedlichen Gründe Spaß an Spielen haben. Die bekannteste Klassifikation stammt von Richard Bartle und listet vier sehr unterschiedliche Gruppen von Spielern auf. Empire Avenue spricht im Prinzip nur eine dieser Gruppen an: die sehr wettbewerbsorientierten, die sich gerne mit anderen messen.

Das ist durchaus ein wichtiger Motivationsfaktor bei Spielen, aber nur für eine eher kleine Gruppe von Menschen der entscheidende. Die weitaus größte Gruppe, die primär am sozialen Austausch Interessierten, spricht EAv nur sehr halbherzig an (die Foren und Chat-Räume von EAv sind nicht besonders attraktiv). Die sogenannten „Explorer“, die gern Neues erkunden, werden beispielsweise gar nicht angesprochen.

Für alle, die nicht immer der Erste/Beste sein müssen, wird EAv auf die Dauer vermutlich etwas langweilig. Und die Ehrgeizigen unter uns werden bald merken, dass der Zeitaufwand, der nötig ist, um in EAv voranzukommen, recht beachtlich ist.

Empire Avenue ist eine amüsante Beschäftigung für eine überschaubare Zeit – auf Dauer aber ein ziemlicher Zeitfresser ohne tieferen Nutzen – selbst, wenn man im Social-Media-Umfeld interessiert und engagiert ist. Jeder, der sich für die im Moment stark diskutierten Gamification-Taktiken interessiert, die für viele Social-Media-Plattformen immer wichtig werden, sollte sich den Dienst aber trotzdem einmal ansehen. Es ist handwerklich sehr gut gemacht und demonstriert diese Taktiken par excellence – allerdings auch den schalen Beigeschmack, der zurückbleibt, wenn diese Taktiken ohne tiefer liegenden Motivationen oder „höhere Ziele“ eingesetzt werden.

Über den Autor
Markus Breuer ist im Grunde seines Herzens ein echter Nerd, obwohl er die letzten zehn Jahre in Führungspositionen in der Pixelpark/Elephant-Seven-Gruppe verbracht hat. Er ist eine Art technologisches Trüffelschwein, immer auf der Suche nach dem Next Big Thing, Innovationen mit echt disruptivem und vor allem „enabling“ Potential. Nach dem Abgang bei Pixelpark/Elephant-Seven arbeitet er momentan als freier Berater mit Spezialisierung auf Business-Strategien für das Zeitalter des Netzes. Aktuell bewegen ihn Themen wie Personalisierung, Targeting, Content Curation und Gamification. Darüber kann man nachlesen auf notizen.steingrau.de und neuerdings auf intelligent-gamification.de.

 

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9 Kommentare

  1. Eine schräge Sache – nichts für mich, aber ich bewundere den Humor der Macher: Find professionals, friends and ENEMIES. :)

  2. Danke für den interessanten Beitrag Markus. Es klingt als würde EAv den Trend aufgreifen, dass sich jeder einzelne Mensch heutzutage immer mehr selbst vermarkten muss/ will/ soll/ kann. Egal ob er angestellt oder selbstständig ist. Ich werde es mir auf jeden Fall einmal anschauen. Vielleicht hole ich mir auch ein paar MABR Anteile. :D

    • MABR Anteile kann ich selbstverständlich nur empfehlen ;-)

      Davon abgesehen: das, was einen in EmpireAvenue hilft, voranzukommen, hat wenig mit dem zu tun, was man heute im klassischen Sinne “Selbstvermarktung” nennt. Honoriert wird Aktivität in sozialen Medien (die man selbstverständlich so auffassen könnte) und ein geschicktes Händchen beim Investieren. Bei letzterem werden ähnliche Talente wie in einer klassischen Aktienbörse benötigt.

      Ich finde es in erster Linie spannend, weil es die Spielmechaniken, die auf vielen anderen Socialmedia-Plattformen eine große Rolle spielen, quasi bis zum Anschlag ausreizt und man diese so sehr gut in Aktion beobachten kann.

  3. Empire Avenue steht meines erachtens erst am Anfang und es ist verdammt gut gemacht.
    In erster Linie sieht es der Autor richtig, ist ein Spiel das in erster Linie ergeizige Menschen anspricht, doch dies wird man schon genau bei Empire Avenue wissen, vielleicht sogar beabsichtigt, um mal zu sehen inwieweit es gehen kann.
    Ich denke das sich die Plattform weiterenwickeln wird, vielleicht sogar schon einiges in Vorbereitung das ganze noch interaktiver zu gestalten um jede Menschenschicht anzusprechen und wenn das gelingt, dann wird es das grosse Ding von morgen werden und darum ist es auch wichtig möglichst früh dabei zu sein, denn am Ende erhöht man auch seinen Bekanntheitsgrad und je frÜhe rdamit begonnen wird, desto besser.

  4. Privatssphäreeinstellungen? Gibts da sowas? Wenn soviele große Sozialnetwerksangebote integriert werden ist das eigentlich notwenig, aber wahrscheinlich läuft das eher dem eigentlich Zweck des Angebots entgegen.

  5. Da ich dank des Autors auch schon diverse Eaves verdient habe, will ich mal kommentieren.;)
    Ja, EAV machte mir besonders am Anfang Spaß, mein Aktienkurs stieg schnell, viele investierten in mich und umgekehrt…Also ein großes Social-Media-Hallo mit vielen Belohnungseffekten. Hatte fast schon ein kleines Suchtpotential, so wie alle guten neuen Spiele. Jetzt, ein paar Wochen später, sinkt mein Enthusiasmus ein wenig. Ich twittere, blogge, facebooke nicht weniger als zuvor, aber die Aktie steigt nicht mehr so steil. Und wenn ich jetzt einfach immer mehr das Gleiche wie vorher machen muss um weiterzukommen – also da fehlt mir so das Next-Level-Feeling. Sicher, ich könnte auch Eaves im großen Stil kaufen oder mir mit fadenscheinigen Werbe-Mitmachaktionen verdienen – aber das ist so, wie sich bei WoW die Profi-Avatare zu erkaufen. Aber vom unausgereiften Game-Aspekt mal abgesehen: Durch die “Investitionen” in Andere habe ich auf eine – zugegeben etwas schräge Art – Kontakt zu neuen Leuten bekommen. Man sieht ja die “Portfolios” der anderen in die man dann selbst investiert usw. Ich bleibe jedenfalls erstmal dabei…

  6. Danke für den Artikel! Ich habe mir ein paar MABR zugelegt ;-)

    Die Site ist in der Tat sehr gut gemacht.

    Ich habe mein Profil stark auf den englischen Reiseblog ausgerichtet und hoffe, dadurch etwas Traffic generieren zu können. Falls es gelingt, hätte sich das Zeitinvestment gelohnt…

  7. Ich bin dabei (http://www.empireavenue.com/ostheimer) und finde interessant wie eav die verschiedenen Social Media Accounts bewertet. Reines “Sammeln” von Followern nutzt nichts, es muss interagiert werden (likes, shares, retweets) um den “Wert” des Social Media Kontos zu steigern.
    eav liefert somit einen guten Anhaltspunkt dafür, ob man seine Social Accounts “pflegt” oder sie brach liegen.
    Social Media ist mit oder ohne eav ein Zeitfresser mit (in den meisten Fällen) geringem kommerziellen Nutzen. So und jetzt ab und OSTHEIMER kaufen ;-).

    • Das stimmt schon. EmpireAvenue fokussiert stark auf Aktivität und Interaktion. Insofern könnte man es sogar fast als Gamification-Plattform betrachten, wenn man diese Aktivitäten als das eigentliche Ziel – und den Kurs in EmpireAvenue nur als Mittel zu Zweck ansieht.

      Allerdings sind die wichtigsten kursbeeinflussenden Faktoren für die meisten Werte eher innerhalb von EmpireAvenue zu suchen (Angebot und Nachfrage). Die Feedback-Schleife ist nicht auf sinnvolle Aktivitäten außerhalb der Plattform fokussiert :)

      Aber nicht falsch verstehen: ich will EAv nicht verteufeln. Es macht zeitweise Spaß und ist wirklich interessant. Aber das SPIEL steht wirklich im Mittelpunkt und ist hier nicht nur Mittel zum Zweck.

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  1. [...] verknüpft. Ich durfte darüber kürzlich einen kurzen Artikel für Netzwertig schreiben: Ein amüsanter Zeitfresser, in dem die wesentlichen Features, die interessanten Aspekte und auch die Schwächen von [...]

  2. [...] Empire Avenue: Ein amüsanter Zeitfresser Empire Avenue wird wie auch Hashable und co. irgendwann wieder verschwinden. [...]