Skylines:
Echtzeit-Aggregator für Twitter-Fotos

Das niederländische Startup Skylines bietet eine Echtzeit-Suchmaschine für bei Twitter veröffentlichte Fotos von Instagram, Twitpic und Yfrog. Nutzer können Suchbegriffe per Follow-Feature abonnieren oder sich von dem Dienst einen nach Relevanz zusammengestellten Feed servieren lassen.

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Eine nicht unbeträchtliche Zahl an Internetnutzern lädt jeden Tag über ihr Smartphone aufgenommene Schnappschüsse bei einschlägigen Foto-Sharing-Diensten hoch. Wer Twitter verwendet, stößt auf diese Weise ab und an auf Links zu solchen Exemplaren, und Anwender von spezifischen Foto-Apps wie Instagram oder Picplz erhalten die von den dort abonnierten Usern aufgenommenen Bilder in einem persönlichen Stream serviert.

Was mir bisher fehlte, war ein Dienst, der bei verschiedenen Plattformen hochgeladene Fotos aggregiert, ordnet und auf clevere Weise durchsuchbar macht. Entsprechend hellhörig wurde ich, als gestern auf der TechCrunch Disrupt Conference in New York das niederländische Startup Skylines eine Lösung präsentierte, die genau in diese Richtung geht.

Das Startup aus Amsterdam bietet eine Browseranwendung sowie kostenfreie Appplikationen für iPhone und Android, die eine Echtzeitsuche für im Web hochgeladene Fotos mit Abofunktionen kombiniert. Skylines indexiert dazu Aufnahmen, die bei den drei Fotodiensten Twitpic, Yfrog und Instagram hochgeladen und bei Twitter veröffentlicht wurden (Suchtools für Twitter-Fotos gibt es zwar zu Hauf, aber zumeist mit niedrigem Professionalisierungsgrad und häufig überladen mit Werbung).

Über das zentrale Suchfeld auf der Skylines-Website kann nach Stichworten oder Twitter-Benutzernamen gesucht werden. Anschließend zeigt Skylines alle gefundenen, aktuellen Fotos an, das zuletzt aufgenommene am Anfang. Besonders nett ist, dass man sich so auf einen Blick und innerhalb einer Sekunde sämtliche Bilder anzeigen lassen kann, die spezifische Twitter-User in jüngster Zeit publiziert haben.

Skylines-Anwender können jeden Suchbegriffe oder Username per Klick auf den Follow-Button abonnieren. Passende Resultate tauchen fortan im chronologischen Echtzeitstream unter “my skyline” auf, sowohl für registrierte Nutzer auf der Website als auch über die mobilen Anwendungen.

Neben diesem selbstdefinierten Fotofeed existiert auch ein zweiter, automatisch nach Relevanz geordnerter Stream. Nachdem man Skylines mit dem eigenen Facebook- und Twitter-Account verknüpft hat (was seltsamerweise nur über die mobilen Apps geht), tauchen dort Fotos auf, die ausgehend von den eigenen Interessen, vom persönlichen Kontaktnetzwerk s0wie von getwitterten Standortangaben (z.B. foursquare-Check-Ins) von besonderem Interesse sein könnten.

Optional haben User auch die Möglichkeit, sich gerade geschossene Fotos aus der unmittelbaren Umgebung sowie solche rund um Begriffe aus Twitters Trending Topics anzeigen zu lassen.

Was mir an Skylines gefällt, ist zum einen die sehr schnelle Fotosuche in Echtzeit (besonders die nach Twitter-Benutzernamen) in Kombination mit einer gefälligen Benutzeroberfläche sowie die Funktion, Suchen oder von einzelnen Twitter-Anwendern publizierte Schnappschüsse zu abonnieren – selbst wenn man nicht bei Twitter registriert ist.

In der vergangenen Woche war ich auf der Next Konferenz in Berlin – hätte ich die App bereits da gekannt, hätte ich den Hashtag #next11 abonniert und damit einen Stream von quasi im Moment geschossenen Fotos des Events generiert. Eigentlich sollte ja Color diese Aufgabe übernehmen, aber ohne kritische Masse wird das nichts.

Wer sich bei Skylines registriert (was zum Einsatz des Follow-Features erforderlich ist), muss dazu lediglich seine E-Mail-Adresse eingeben. Bequem aber aus Sicherheitsaspekten fragwürdig ist, dass man sein Passwort anschließend per Mail erhält. Wobei der eigene Skylines-Account direkt nach der Registrierung nicht gerade sensible Daten enthält. Blöd jedoch: Eine Option zum Ändern meines Passworts habe ich nicht gefunden.

Der Service wurde gestern pünktlich zur Vorstellung bei TechCrunch Disrupt lanciert, dürfte also erwartungsgemäß in den nächsten Tagen noch einen Feinschliff erhalten.

In den nächsten Wochen soll eine API sowie eine Widget-Plattform gelauncht werden, damit Betreiber von Websites Fotostreams von Skylines in ihre Präsenzen einbauen können. Hier soll auch die Monetarisierung ansetzen.

Link: Skylines

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2 Kommentare

  1. maik
    schrieb am 24. Mai 2011 um 11:50 Uhr (#)

    Die App fand ich ganz gut, die Website eher nicht – nicht wirklich disruptive.

    Irgendwie bin ich ein bisschen gelangweilt von diesem ‘ich zapf da jetzt mal an und zeig dir alle [was-auch-immer] von deinen Freunden’ … Bislang ziemlich enttäuscht von dem disrupt, viel Schrott – was sind denn deine Highlights bisher?

    Deja hatte ein starkes Interface – Billguard wird wohl den mint-Weg gehen, ansonsten nicht viel gesehen …

  2. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 24. Mai 2011 um 12:23 Uhr (#)

    Stimmt, Skylines ist nicht nützlich, aber nicht disruptiv.

    Sonar fand ich noch recht interessant
    http://techcrunch.com/201…-people-in-the-room/

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