Minimalismus:
Digitale Minimalisten
und Tech-Nomaden

Weniger ist mehr: Als «Minimalism» erfährt dieses alte Sprichwort eine Renaissance. Die Protagonisten wollen ihren Lebensstil weniger als Konsumkritik verstanden haben, sondern vielmehr als Weg zu mehr Fokus und weniger Stress.

Für die einen ist es bittere Realität, für andere eine Selbstverständlichkeit und für manche ein bewusster Lebensstil: ausschließlich das Nötigste zu besitzen. In ihren Weblogs präsentieren Minimalisten ihren wenigen Besitz und schreiben über die Vorteile und Annehmlichkeiten ihrer Lebensart. Das größte Medieninteresse weckte damit 2010 der Softwareentwickler Michael Kelly Sutton.

Cult of Less
Inspiriert unter anderem durch das Buch Die 4-Stunden-Woche von Timothy Ferriss (in dem es ein Kapitel Weniger ist mehr: Werfen Sie Ballast ab gibt), beschloss Kelly Sutton im September 2009, seinen Besitz soweit zu reduzieren, dass alles in zwei Koffer und zwei Taschen passt. Er gründete eine Internetseite, die er Cult of Less getauft hat, und bot darüber seine Sachen zum Verkauf an. Nach einem längeren Auslandsaufenthalt hatte er ohnehin festgestellt, dass er vieles gar nicht benötigt.

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