wahwah.fm:
Ein Radiostream,
der weiß, wo man ist

Das Berliner Startup wahwah.fm bastelt an einer mobilen App, die Nutzern das ortsabhängige Senden und Anhören von individuellen Radiostreams ermöglicht.

Die Quintessenz meines Beitrages von heute morgen lautete, dass eine gut gemachte Webanwendung aufgrund der generell hohe Qualität von und Quantität an Apps keinen alleinigen Erfolgsgaranten mehr darstellt. Viralität, Kreativität bei der Generierung von Aufmerksamkeit sowie Kontakte zu Multiplikatoren sind mindestens ebenso wichtig, um einen Durchbruch und eine kritische Masse zu erzielen.

Beim Blick auf das, was ein junges Berliner Startup namens wahwah.fm gerade aufzieht, bekomme ich das Gefühl, dass all diese Kriterien erfüllt sein könnten:

Neben einer interessanten Idee (siehe unten) setzt der Musikdienst von Gründer Philipp Eibach und seinen sieben Teammitgliedern optisch und von der Tonalität her auf das mitunter sehr effektive Konzept hoher Sexyness (was nichts mit halbnackten Menschen zu tun hat), ist in der Hype-Stadt Berlin (im derzeitigen Trend-Bezirk Neukölln) ansässig und hat ein stilistisch ansprechendes Video mit viel Musik, Clubszenen und mitwirkenden “Hipstern” produziert.

wahwah.fm, das direkt auf Englisch angeboten wird und international launchen soll, war zudem bereits beim diesjährigen SXSW Festival im texanischen Austin vertreten und ist zusammen mit SoundCloud, einem der international bekanntesten und beliebtesten jungen Webfirmen aus Deutschland, beim kommenden Music Hack Day in der deutschen Hauptstadt involviert.

Achja, und weil (richtig eingesetzte!) Verknappung ein altbewährtes Prinzip darstellt, um Early Adopter nach Invites Schlange stehen zu lassen, hat wahwah.fm-Chef Eibach frühzeitig an der gerade beschriebenen Außendarstellung gearbeitet, um zum demnächst anstehenden offiziellen Launchtermin genug Interessenten willkommen heißen zu können. In die Beta-Warteliste eintragen kann man sich hier.

Nun zur Funktionsbeschreibung: Bei wahwah.fm handelt es sich um eine kostenfreie Smartphone-Applikation, mit der Musikfreunde ortsabhängige, von anderen Nutzern zusammengestellte Radiostreams hören und selbst einen eigenen Kanal betreiben können.

wahwah.fm will einerseits der Tatsache Rechnung tragen, dass in New York andere Titel gehört werden als in Paris, London und Berlin, und andererseits das der Individualisierung des Musikkonsums zum Opfer gefallene Gefühl des gemeinsamen Hörerlebnisses wieder aufleben lassen.

Denn bei wahwah.fm lauschen Hörer und Sender eines Streams die gleichen Titel zum gleichen Zeitpunkt. Auf einer Karte kann man sich anzeigen lassen, welche Kanäle von anderen wahwah.fm-Usern in der unmittelbaren Umgebung “betrieben” werden, und durch diese mit Fingergesten navigieren, sie kommentieren und ihnen folgen (alias “bookmarken”).

Um einen eigenen Stream zu starten, wählen Nutzer auf ihrem Smartphone oder bei SoundCloud befindliche Titel aus (später sollen weitere Quellen hinzukommen) und legen deren Reihenfolge fest.

Wer auf dem Telefon abgelegte Titel hinzufügt, sendet entsprechende Meta-Daten an wahwah.fm, das dann auf ein Repertoire von mehr als acht Millionen Songs zugreift und den jeweiligen Titel spielt. Das Startup will hierzu entsprechende Vereinbarungen mit der GEMA treffen.

Die Monetarisierung von wahwah.fm soll durch kostenpflichtige Zusatzfeatures erfolgen. Das Startup sieht seine Zielgruppe nicht nur in passionierten, urbanen und mobilen Hörern, sondern auch in Marken und Firmen, die mit Hilfe eigener Streams ihr Image unterstützten möchten, sowie in Musikern und DJs, die ihre Werke promoten wollen.

Auf www.wahwah.fm kann man sich in die Warteliste für die Beta-Phase eintragen, spätestens im Sommer soll der Dienst in Apples App Store stehen (zuerst nur mit SoundCloud-Integration, danach auch mit der Option zum Abspielen “eigener” Titel vom Mobiltelefon), eine Android-App ist ebenfalls geplant.

Mehr lesen

Aus Eeve wird Popset: Y Combinator unterstützt  deutsches Startup

16.2.2012, 5 KommentareAus Eeve wird Popset:
Y Combinator unterstützt deutsches Startup

Vier Deutsche haben in London eine mobile Foto-Sharing-App für Gruppen entwickelt. Jetzt werden sie vom renommierten US-Inkubator Y Combinator unterstützt.

DidThis: Eine mobile App  will die Masse mobilisieren

13.2.2012, 7 KommentareDidThis:
Eine mobile App will die Masse mobilisieren

Die für iPhone und Android angebotene App des Schweizer Startups DidThis ermöglicht es Nutzern, Aktionen aus ihrem Alltag in digitaler Form festzuhalten und sich gegenseitig anzuspornen.

Nach dem Path-Fehltritt: Das merkwürdige Verhalten vernetzungswilliger iPhone-Apps  zur Wachstumszeit

9.2.2012, 2 KommentareNach dem Path-Fehltritt:
Das merkwürdige Verhalten vernetzungswilliger iPhone-Apps zur Wachstumszeit

Nachdem bekannt wurde, dass Path heimlich auf die iPhone-Adressbücher seiner Nutzer zugreift, geraten auch die Praktiken anderer Apps in die Kritik.

rightclearing: restorm.com will die digitale Musiklizenzierung auf den Kopf stellen

23.2.2012, 0 Kommentarerightclearing:
restorm.com will die digitale Musiklizenzierung auf den Kopf stellen

Mit rightclearing startet restorm.com heute eine Plattform für private und gewerbliche Nutzer, um in drei Schritten Musiklizenzen für beliebige Projekte zu erwerben.

Navegas: Zentrale Oberfläche  für digitalen Musikkonsum

21.2.2012, 1 KommentareNavegas:
Zentrale Oberfläche für digitalen Musikkonsum

Das Berliner Startup Navegas Media hat einen Browserdienst entwickelt, über den Musik von verschiedenen Onlineservices sowie von der Festplatte über eine zentrale Oberfläche gesucht, angehört und verwaltet werden kann.

Turntable.fm: Der Trend zum kollektiven Musikkonsum ebbt ab

15.2.2012, 2 KommentareTurntable.fm:
Der Trend zum kollektiven Musikkonsum ebbt ab

Im vergangenen Sommer sah es so aus, als würde das Prinzip des gemeinsamen, interaktiven und synchronen Musikkonsums zum nächsten großen Ding im digitalen Musiksektor werden. Mittlerweile bestehen daran Zweifel.

Internetstandort Berlin: Bürgermeister Klaus Wowereit will nicht mit Startups sprechen

21.2.2012, 70 KommentareInternetstandort Berlin:
Bürgermeister Klaus Wowereit will nicht mit Startups sprechen

Berlins Internetbranche boomt. Grund genug, um mit dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit über das künftige Potenzial dieses Wirtschaftszweigs zu sprechen, fand 6Wunderkinder-CEO Christian Reber - und erhielt eine Absage.

Facebook und Twitter: Die Kasse klingelt ja doch

1.2.2012, 2 KommentareFacebook und Twitter:
Die Kasse klingelt ja doch

Lange galten Facebook und Twitter als typische Beispiele für Internetstartups ohne ernstzunehmende Geschäftsmodelle und Umsätze. Doch dieses Klischee entspricht nicht mehr der Realität.

Zweifelhafter Ruf der deutschen Internetwirtschaft: iversity beugt Copycat-Vorwürfen vor

1.2.2012, 3 KommentareZweifelhafter Ruf der deutschen Internetwirtschaft:
iversity beugt Copycat-Vorwürfen vor

Das Berliner Startup iversity hat einem US-Konkurrenten zu dessen Kapitalspritze gratuliert und nutzt die Gelegenheit, potenzielle Copycat-Vorwürfe frühzeitig zu entkräften

Kollektives Smartphone-Musikerlebnis: wahwah.fm vor Neustart  mit über 12 Millionen Songs

9.11.2011, 5 KommentareKollektives Smartphone-Musikerlebnis:
wahwah.fm vor Neustart mit über 12 Millionen Songs

wahwah.fm will ein kollektives Musikerlebnis über Smartphones ermöglichen. Mit einer neuen App und über zwölf Millionen Songs wagt das Startup aus Berlin demnächst einen zweiten Anlauf.

Gemeinsames Musikerlebnis von unterwegs: wahwah.fm veröffentlicht  seine iPhone-App

16.6.2011, 1 KommentareGemeinsames Musikerlebnis von unterwegs:
wahwah.fm veröffentlicht seine iPhone-App

wahwah.fm will Menschen unterwegs über ein kollektives Musikerlebnis verbinden. Mit der ab sofort verfügbaren iPhone-Applikation macht das Berliner Startup einen ersten Schritt auf dem Weg dorthin.

Linkwertig: wahwah.fm, Simfy, Spreadly, Netflix

18.5.2011, 1 KommentareLinkwertig:
wahwah.fm, Simfy, Spreadly, Netflix

wahwah.fm hat auf der Next11 den Elevator Pitch gewonnen, Simfy hat eine Finanzierungsrunde in der Höhe von 10 Mio. Euro abgeschlossen und mehr.

Pingbacks

Pingbacks anzeigen...

Diesen Artikel kommentieren

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen. Mehr dazu in unseren Kommentarregeln.