Conceptboard:
Teamarbeit ohne Einstiegshürden

Das Stuttgarter Startup Conceptboard bietet einen intuitiven Onlineservice zur bequemen Kollaboration mit Anderen. Der Dienst legt großen Wert auf minimale Einstiegshürden.

Onlinelösungen zur Kollaboration in Teams gibt es wie Sand am Meer. Viele Tools präsentieren sich jedoch recht komplex, richten sich vor allem an größere Projektgruppen und damit an eine recht spitze Zielgruppe (weshalb wir meist von einer Berichterstattung absehen).

Mit Conceptboard hat nun jedoch ein Startup aus dem angesprochenen Sektor meine Aufmerksamkeit wecken können. Geschäftsführer Christian Schröder mailte uns, nachdem er unser Städteranking für Webdienste gesehen hatte: Das von ihm und seinem Mitstreiter Daniel Bohn geleitete Unternehmen stammt aus Stuttgart, dessen Fahne er hochhalten wollte.

Im ersten Augenblick dachte ich, dass es sich bei Conceptboard um ein weiteres klassisches Projektmanagementwerkzeug handeln würde. Glücklicherweise widmete ich mich dem Service aber trotzem einige Minuten. Denn schnell entpuppte er sich als überaus bequemes, simples und cleveres Tool, um mit mehreren Personen gleichzeitig an Dokumenten, Aufgaben oder Projekten zu arbeiten – egal ob es sich um einen Freizeit-, Hobby- oder Profi-Kontext handelt.

Was mir bei Conceptboard zusagt, ist die intuitive Nutzerführung. Es vergeht kaum eine Minute und man hat den Dreh raus.

Nach einer kurzen Registrierung landet man im persönlichen Adminbereich, von wo aus man eine kollaborative Arbeitsfläche erstellt, “Board” genannt.

Auf diem Board kann man sich nun nach beliebigen ausbreiten, mit den verfügbaren Skizzenwerkzeugen Illustrationen, Hervorhebungen oder Markierungen anfertigen, Dateien von der Festplatte hinzufügen (unterstützte Formate: PDF, PNG, JPG, BMP, GIF) und Screenshots direkt aus dem Browser erstellen und integrieren (dazu ist ein Java-Plugin erforderlich).

Anschließend können die einzelnen Elemente mit Kommentaren versehen werden. Handelt es sich dabei um eine Aufgabe, kann dies entsprechend kenntlich gemacht werden (Aufgaben erscheinen auch auf der persönlichen Conceptboard-Startseite). Jede Kommentarbox erhält eine Antwortfunktion, die eine direkte Konversation rund um das jeweilige Element erlaubt (seit kurzem bietet Google Docs, das sich auch für Kollaboration eignet, dies ebenfalls).

Nun gilt es, Teilnehmer zum Board einzuladen. Um an einer Arbeitsfläche mitzuarbeiten, ist keine Registrierung notwendig – partizipierenden Anwendern muss lediglich der eindeutige Link zum Board zugeschickt werden. Nach einem Klick auf selbigen können Eingeladene selbst entscheiden, ob sie sich registrieren wollen oder nicht, und sich anschließend mit ihren Ideen und Ergänzungen auf der Arbeitsfläche zu schaffen machen (hier geht’s zu einem Test-Board von mir). Fertige Boards lassen sich als PDF- oder PNG-Datei speichern.

Was mir an Conceptboard gut gefällt, ist die Reduktion auf das Wesentliche und die moderne, funktionelle Oberfläche, die auf Flash verzichtet, weshalb zumindest das Betrachten von Boards auf Smartphones und Apple-Tablets möglich ist. Anwender werden nicht mit unzähligen Menüs und Werkzeugen erschlagen, sondern von einem aufgeräumten Interface begrüßt, das sich per Drag and Drop bedienen lässt – speziell der Punkt Usability hebt Conceptboard positiv von Google Docs ab.

Das Basisangebot für Privatanwender ist kostenfrei und gestattet maximal 25 Boards. Pro- und Enterprise-Versionen gibt es für 10 bzw. 20 Euro pro Monat und Nutzer. Neben unlimitierten Boards, Firmenbranding, SSL-Verschlüsselung und Mitarbeiter-Management erhalten Erschaffer von Arbeitsflächen in den Bezahl-Varianten die Möglichkeit, diese mit einem Passwort zu schützen.

Auf www.conceptboard.de könnt ihr den Service auch ohne Registrierung ausprobieren. Wie gefällt euch der Dienst? Welche Lösungen setzt ihr für die unkomplizierte, browserbasierte Kollaboration ein?

Es folgt ein Video, das Conceptboard vorstellt:

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5 Kommentare

  1. Tanja Handl
    schrieb am 3. Mai 2011 um 16:43 Uhr (#)

    Dein Demoboard sieht wirklich nett aus – aber fast schon überladen. :) Ich kann mir gut vorstellen, dass die Software fürs Ideensammeln ganz ausgezeichnet funktioniert.

    Liebe Grüße, Tanja

  2. Patric
    schrieb am 3. Mai 2011 um 18:01 Uhr (#)

    Kann ich nur Empfehlen, sind sehr usability-affin und motiviert die Conceptboardler.. Grüße nach Stuggi ;)

    1. Christian S. (conceptboard.com)
      schrieb am 3. Mai 2011 um 22:42 Uhr (#)

      @Patric danke der Grüße, die gebe ich gerne Richtung Bodensee zurück. Wie du siehst wir schauen immer noch auf Einfachheit ;)

  3. Ramin
    schrieb am 4. Mai 2011 um 06:32 Uhr (#)

    interessant, ich probier’s mal aus.

  4. Jan
    schrieb am 4. Mai 2011 um 09:51 Uhr (#)

    Das sieht interessant aus und erinnert mich an die Dienste proofhq.com und conceptshare.com. Der Preis scheint im Vergleich sehr gut zu sein.

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