Der Zürcher TV-Dienst Zattoo hat am Samstag für seine 2,6 Millionen deutschen Nutzer eine iPad-Applikation veröffentlicht.
Hinsichtlich ihrer Fernsehlandschaft ist die Schweiz ein Paradies: Zum einen umfasst das Senderangebot aufgrund der Viersprachigkeit des Landes allerlei Stationen aus europäischen Nachbarländern, zum anderen läuft auch die Rechtevergabe für Online-TV-Angebote deutlich unkomplizierter als in Deutschland.
Das ist der Grund, warum in der Alpenrepublik in den vergangenen Jahren diverse Dienste gestartet wurden, die Nutzern das Streaming und die webbasierte Aufnahme von linearem Fernsehen erlauben – wie Zattoo, nello, Teleboy oder wilmaa zum Beispiel. » weiterlesen
In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.
Dieses Mal mit: Zufallsshirt – Der Zufall auf T-Shirts; DataMaps – Daten auf Karten; und Mabya – ein Marktplatz für Online-Projekte.
Zufallsshirt ist ein Mashup
von Spreadshirt, das die Impermanenz des Vergänglichen erforscht, indem es uns aleatorisch generierte T-Shirts für 17 Euro erwerben lässt. Die Idee ist einfach und charmant: Bei jedem Aufruf wird ein neues Design generiert, das auf einem zufällig ausgewählten Motiv und einem zufällig ausgewählten Text mit einer zufällig ausgewählten Schriftart basiert. Allein die Größe des Motivs und Größe bzw. Farbe des T-Shirts lassen sich vom Benutzer anpassen. Die Texte stammen aus dem Umfeld der Riesenmaschine und Kathrin Passigs Lesemaschine.
» weiterlesen
In der kommenden Woche versammeln sich mehr als 2.000 Digital Natives auf der re:publica in Berlin. Die Veranstaltung wird auch ein Test für die kontrovers diskutierte Foto-Applikation Color.
In der kommenden Woche steigt (
neben dem Mini Seedcamp Berlin) im Berliner FriedrichstadtPalast die jährliche
re:publica-Konferenz rund um Blogs, soziale Medien und die digitale Gesellschaft. Auch ich werde dabei sein, genau wie vermutlich einige von euch.
Fast wie ein kleines Kind vor dem Auspacken der Geschenke am Heiligabend freue ich mich neben dem Zusammentreffen mit Blogkollegen, Lesern und Leserinnen, Followern, Bekannten sowie Unbekannten vor allem auf eines: Die mobile Foto-Sharing-App Color endlich einmal mit einer signifikanten Zahl anderer Menschen gleichzeitig ausprobieren zu können.
» weiterlesen
Mit SoundTracking und Soundtrckr widmen sich zwei interessante neue US-Dienste dem Thema Musik. Abgesehen vom Namen hält sich die Verwechslungsgefahr in Grenzen.
Gründer eines neuen Webangebots sollten bei der Namensfindung versuchen, eine kurzen, einprägsame, eventuell sogar deskriptive Bezeichnung für ihr Baby zu finden, bei der außerdem eine möglichst geringe Verwechslungsgefahr besteht. Das zuletzt genannte Kriterium schienen die Macher von
SoundTracking und
Soundtrckr für nicht sonderlich wichtig zu halten – zwei nette, kürzlich gestartete Dienste für Musikfreunde, deren Funktionalität sich stärker voneinander unterscheidet, als es ihre Namenswahl erahnen lässt.
» weiterlesen
Urheberrecht
Wer könnte sich besser als Urheberrechtsbeauftragte der EU eignen, als eine Lobbyistin der Musikindustrie?
Maria Martin-Prat, die designierte neue Urheberrechtsbeauftragte der EU, legt ihren Job als Lobbyistin der Musikindustrie zurück, um im Zukunft Urheberrechtsfragen in der EU zu steuern.
» Musikindustrie-Lobbyistin wird Urheberrechtsbeauftragte der EU
Google Solar
Google hat 3,5 Millionen Dolar in Solaranlagen in Brandenburg investiert. Für Google ist das das erste Investment dieser Art ausserhalb der USA.
» Google to invest in German solar power plant
» weiterlesen
In der nächsten Woche macht Seedcamp Halt in Berlin und gibt 20 ambitionierten Startups die Möglichkeit, ihre Ideen zu präsentieren und um die Unterstützung der Seed-Investoren zu kämpfen. Acht junge Projekte aus dem deutschsprachigen Raum sind dabei.
Seedcamp ist Europas wohl bekanntester und einflussreichster Startup-Inkubator. Mehrmals pro Jahr veranstalten die Londoner, die mit Seedsummit kürzlich auch eine Plattform für Gründer, Angel- und Seedinvestoren gelauncht haben, Startup-Events in verschiedensten Städten des Kontinents (und auch außerhalb wie im Sommer 2010 in Johannesburg). Bei diesen Veranstaltungen treffen jeweils 20 an einem Seed-Investment und Kontakten interessierte Jungunternehmen mit Webfokus auf Kapitalgeber, Entwickler und Branchenkenner.
» weiterlesen
Der deutsche VoIP-Dienst FriendCaller überarbeitet seine Browseranwendung. Genau diese fehlt dem großen Wettbewerber Skype seit jeher.
Sich gegen Skype zu behaupten, ist kein einfaches Unterfangen. Selbst wenn der VoIP-Dienst hinsichtlich Benutzerfreundlichkeit und Kostenstruktur einige Wünsche offen lässt und damit keineswegs unangreifbar erscheint, sichert ihn der Lock-In-Effekt relativ gut gegen Vorstöße der Konkurrenz ab. Denn ein Wechsel zu einem anderen Anbieter würde zur Folge haben, dass man alle seine Skype-Kontakte ebenfalls zu diesem Schritt überreden müsste – was nur geringe Erfolgsaussichten mit sich bringt.
FriendCaller, eine deutsche Skype-Alternative, die ihren wichtigsten Markt außerhalb des deutschsprachigen Raums hat, ist trotzdem davon überzeugt, sich Schritt für Schritt einen Vorteil gegenüber dem populären Telefonie- und Messagingdienst verschaffen zu können. Der sinnvollste Ansatz dafür: Die Funktionalität ausbauen, die Skype fehlt. Wie FriendCallers Webapplikation.
» weiterlesen
Netzsperren
Laut dem Law Blog hat sich nun auch die Regierung von der Sinnlosigkeit der Internetsperren überzeugen lassen.
Die Koalition hat sich heute darauf geeinigt, das derzeit ausgesetzte Zugangserschwerungsgesetz zu ändern. Künftig sollen kinderpornografische Inhalte nur gelöscht, aber nicht mit Stoppschildern versehen werden.
» Regierung will keine Netzsperren mehr
LinkedIn
LinkedIn baut sich als Plattform aus und mausert sich zunehmend zum Facebook für das professionelle Web. Eine Reihe von neuen Widgets (Profil, Share, …) kann man fortan mit zwei Zeilen JavaScript an anderer Stelle einbinden.
» LinkedIn’s Answer to Facebook’s Open Graph
» weiterlesen
Die führenden Unternehmen der Webwelt werden zu digitalen Gemischtwarenläden und kommen sich dabei immer häufiger gegenseitig in die Quere. Unbefangene Startups können diesen Fokusverlust ausnutzen.
Vor wenigen Tagen verbreitete sich der links abgebildete Comic im Netz (hier in voller Größe). Auf humoristische Weise wird gezeigt, wie sämtliche führenden Internet- und IT-Firmen momentan damit beschäftigt sind, in die Domänen ihrer Konkurrenten vorzustoßen, und wie dabei alle Akteure automatisch den (gemeinhin als fragwürdig wahrgenommenen) Weg von Microsoft einschlagen.
Die Illustration trifft die derzeitige Entwicklung gut. Deutlich wurde das allein in den vergangen 24 Stunden zweimal: Zum einen plant Twitter angeblich, Unternehmen analog zu Facebook die Einrichtung spezifischer, erweiterter Profilseiten zu erlauben. Zum anderen schielt das blau-weiße soziale Netzwerk (nicht zum ersten Mal) auf den Microbloggingdienst und versucht, die bisher tendenziell eher bei Twitter versammelten Journalisten für das Social Network und seine Vorzüge für ihre Arbeit zu erwärmen.
» weiterlesen
Innerhalb von wenigen Wochen avancierte das Dementi-Portal ICorrect zum Liebling der britischen High Society. Für 1.000 Dollar pro Jahr können Promis dort zu Gerüchten und Falschmeldungen Stellung nehmen.
Die britischen Medien gelten gemeinhin als besonders hart und boulevardesque. Speziell The Sun und Daily Mail, Äquivalente zur deutschen Bild, österreichischen Kronen Zeitung oder zum schweizerischen Blick, kennen in ihrer von Lautstärke und Grobheit geprägten Berichterstattung nur wenige Grenzen. Entsprechend präsent sind auch ständige Gerüchte über Prominente.
Eigentlich war es da nur eine Frage der Zeit, bis eine Webplattform entstehen würde, die sich in der Presse ungerecht behandelt gefühlten Stars und Sternchen eine Gelegenheit gibt, Dementis zu veröffentlichen. Genau diese Idee hatte der 56-Jährige Unternehmer Sir David Tang. » weiterlesen