Unsere Zukunft:
Was wir wirklich lernen müssen

Leben heißt lernen, unser Gehirn lernt ständig. Bloß was und wie wir lernen, müssen wir im digitalen Zeitalter vielleicht wieder mal diskutieren. Gunter Dueck und Stephen Downes haben sich dazu Gedanken gemacht.

Der Mathematikprofessor und Philospoh Gunter Dueck hat in einem vielbeachteten Vortrag auf der re:publica darauf aufmerksam gemacht, dass das Internet erstens die Welt verändert und zweitens viele Berufe verschwinden lässt. Es brauche eine neue Bildung, die mehr als nur Fakten und Skills vermittle und vor allem die Persönlichkeitsentwicklung betone. Es brauche mehr Kreativität und Eigenverantwortung; vermehrt würden Leute im Vorteil sein, die Menschen begleiten, begeistern und zu Zielen hinführen.

Was müssen wir lernen, um dorthin zu gelangen? Stephen Downes, Senior Researcher des National Research Council of Canada, hat sich vor einigen Jahren schon mal Gedanken gemacht. Stephen hat zehn Dinge aufgelistet, von denen er meint, dass wir – ob Kinder oder Erwachsene – sie unbedingt lernen müssen, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein. Die Liste ist bemerkenswert: Es geht Stephen darum, dass wir uns ganz grundlegende Fähigkeiten und Haltungen aneignen – die uns am Ende helfen sollen, ein besseres Leben zu führen. Und er hält auch den Finger dorthin, wo unser Schulsystem heute vielleicht noch, nun sagen wir, optimiert werden könnte.

Stephen ist Spezialist für Online-Lernen, neue Medien, Pädagogik und Philosphie und unterhält auf downes.ca eine lebhafte Diskussion. Unser Schwesterblog imgriff.com hat die zehn Punkte mit freundlicher Genehmigung von Stephen übersetzt und publiziert sie zum ersten Mal auf deutsch.

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Die Apps der re:publica 2011:
Digital Natives setzen
auf Altbewährtes

Netzaffine junge Menschen, die auf ein Notebook, Tablet oder Smartphone starren – ein allgegenwärtiges Bild auf der re:publica. Doch mit welchen Social-Web-Anwendungen vertrieben sich die Digital Natives denn da während der Konferenz die Zeit?

Wenn sich wie auf der re:publica in der vergangenen Woche 3.000 Digital Natives an einem Ort versammeln, ist dies ein idealer Gradmesser für die bei technologieaffinen Nutzern populärsten Web- und Mobile-Apps. Im Vorfeld hatten wir bereits über einige Dienste berichtet, für welche die Konferenz eine geeignete Plattform hätte darstellen können.

Welche Anwendungen wurden nun besonders eifrig genutzt sowie diskutiert, und bei welchen haben sich eventuelle Hoffnungen auf einen Durchbruch nicht eingelöst? Hier ist mein Eindruck nach drei intensiven Tagen auf der re:publica:

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Linkwertig:
Startups, Digitale Gesellschaft,
Google Video, Flattr

Ideen
deutsche-startups hat 15 Gründer gefragt, wie ihnen die Idee zu ihrem Startup kam.

» Bei welcher Gelegenheit kam Ihnen die Idee zu Ihrem Start-up? 15 Gründerinnen und Gründer antworten

 

Digitale Gesellschaft
Zum Start der Digitalen Gesellschaft wurde von vielen höflich geklatscht, aber es fanden sich auch einige kritische Stimmen, die mitunter durchaus gute Kritikpunkte formulierten:

[Der Name] suggeriert, dass der Verein für die digitale Gesellschaft (also uns) spricht. Dies ist aber nicht der Fall, denn für mich spricht er erstmal nur für Markus. Die Gefahr dabei ist aber, dass dies für Politiker nicht klar ist. Die suchen schon seit Jahren nach einem Ansprechpartner in der Netzgemeinschaft, der für alle spricht

» old school Klüngelgesellschaft e.V.
» Herzlichen Glückwunsch, Digitale Gesellschaft!

 

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re:publica 2011:
Der mit Abstand beste Vortrag…

Über 250 Vortragende präsentierten auf der re:publica in Berlin ihre Perspektiven zur digitalen Welt. IBM-CTO Gunter Dueck hinterließ einen der nachhaltigsten Eindrücke.

Der mit Abstand beste Vortrag der von Mittwoch bis Freitag in Berlin über die Bühne gegangenen re:publica könnte der von Mathematiker und Philosoph Gunter Dueck gewesen sein. Dueck, der als CTO bei IBM Deutschland tätig ist, sprach am Donnerstag über das “Internet als Gesellschaftsbetriebssystem” und begeisterte Hunderte Zuhörer im Friedrichstadtpalast mit seiner leicht verwirrt wirkenden, aber gleichzeitig äußerst spitzfindigen Analyse der durch die Digitalisierung ausgelösten Veränderungen für die gesellschaftlichen Strukturen.

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Samstag App Fieber:
lorempixum, polizeireport.ch, Wimdu

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal mit: lorempixum – Platzhalter-Bilder generieren; polizeireport.ch – Polizeimeldungen aus der Deutschschweiz; und Wimdu – Zimmer privat vermieten.

 

lorempixum tut, was der Name andeutet: Man kann zufällig ausgewählte Platzhalter-Bilder generieren, die etwa während der Entwicklung von Webseiten gelegen kommen. Nett daran ist, dass sie ein einfaches Problem schick gelöst haben. Zur Auswahl steht eine Reihe von Themen wie Essen, Menschen, Natur oder Abstrakt, aus denen sich die Fotos rekrutieren, zudem kann man festlegen, ob das Bild in Farbe oder schwarz-weiß sein soll. Die Größe des Bildes kann mit einem Schieberegler oder direkt in der URL angegeben werden. Mit http://lorempixum.com/400/200/food/ liesse sich etwa ein 400×200 Pixel grosses und besonders schmackhaftes Bild einbinden.

 

 

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Spotify beschränkt Gratis-Zugang:
Das Ende von kostenfreier
On-Demand-Musik

Spotify schafft seinen kostenfreien, werbefinanzierten All-You-Can-Eat-Dienst für On-Demand-Musik ab. Das Modell ist damit gescheitert.

Wir hatten es eben bereits in Linkwertig erwähnt: Spotify gab gestern Änderungen rund um seinen Gratis-Musikdienst bekannt. Und obwohl der Service aus Schweden bisher lediglich in sieben europäischen Ländern verfügbar und für User in D-A-CH nur über Umwege erreichbar ist, hat die Entscheidung eine globale Symbolwirkung: Unbegrenztes, durch Werbung finanziertes On-Demand-Streaming von Musik hat keine Zukunft.

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Linkwertig:
Twitter, Spreadshirt, Startups, Spotify

Twitter
Der Business Insider erzählt die ungeschriebene Geschichte von Twitter. Ganz interessant: Die erste Version wurde nicht ohne deutsche Beteiligung entwickelt.

» The Real History Of Twitter

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Deutschland
Und die Gründerszene listet 33 weitere Internetunternehmen, auf die Deutschland stolz sein kann.

Auch wenn Deutschland als Klon- und Copycat-Nation gilt: Manchmal sollte man einfach mal weniger motzen und auf die Produkte aus den eigenen Reihen stolz sein.

» Erfolg made in Germany

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Soziale Micropayments:
Ab 1. Mai Twitter-Konten flattern

Etwa ein Jahr nach seinem Start wagt sich der soziale Micropaymentdienst Flattr aus seiner Nische: Ab dem 1. Mai können Besitzer beliebiger Twitter-Konten per Flattr finanziell unterstützt werden.

Vor etwa einem Jahr ging der soziale Micropaymentdienst Flattr offiziell an den Start und konnte schnell zahlreiche Blogger und unabhängige Websites davon überzeugen, den grün-weiß-orangen Button einzubauen und Nutzern so die Gelegenheit zu geben, freiwillig für guten Inhalt zu zahlen.

Reich wird die Mehrzahl der Anwender von ihren Flattr-Einnahmen bisher sicherlich nicht. Eine der vielen Herausforderungen, mit denen sich das südschwedische Startup um die Gründer Peter Sunde und Linus Olsson konfrontiert sieht, ist die Notwendigkeit, dass nur geflattert werden kann, wer selbst bei dem Service registriert ist.

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Jimdo-Mitgründer Christian Springub:
“Unser Ziel ist eine massive
Bekanntheitssteigerung in den USA”

Seit über zwei Monaten ist Christian Springub in San Francisco damit beschäftigt, Jimdos erste US-Niederlassung aufzubauen. Im Interview mit netzwertig.com berichtet er über Fortschritte, Eindrücke und Ziele.

Jimdo ist eines der Internetunternehmen aus Deutschland, das sich auch in ausländischen Märkten erfolgreich etablieren konnte. Etwa sieben Prozent der Nutzer des aus Hamburg stammenden Homepage-Baukastens kommen aus den USA. Doch es sollen noch mehr werden.

Dafür hat das Startup gerade eine Niederlassung in San Francisco eröffnet. Im Interview mit netzwertig.com berichtet Jimdo-Mitgründer Christian Springub, wie weit die Etablierung der physischen Präsenz auf der anderen Seite des Atlantiks vorangeschritten ist, über Jimdos Ziele in Nordamerika sowie über seine Eindrücke von der dortigen Tech-Szene. » weiterlesen

Linkwertig:
Flock, Content Allianz, Europeana

Flock
Der soziale Browser Flock wird Ende April eingestellt. Marshall Kirkpatrick schwelgt in Erinnerungen und kompiliert frühe Einschätzungen, die ein schönes Stück Geschichte vom Web 2.0 sind.

» Flock, Now Ending, is Like a Hot Tub Time Machine for Tech Blogs

 

Deutsche Content Allianz
Das hat uns noch gefehlt: Rundfunkveranstalter, die Musikindustrie, der Buchhandel und Verbände der Filmwirtschaft haben sich zu einer Content Allianz zusammengeschlossen.

Sie wollen die ihrer Ansicht nach zu stark technisch und ökonomisch getriebene Netzpolitik auf die Bedeutung der Inhalte ausrichten und gemeinsame Kernforderungen durchsetzen.

» Deutsche Content Allianz will Netzbetreiber in die Pflicht nehmen

 

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