In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.
Dieses Mal ein Pröbchen-Special mit: GlossyBox, BooBox, Kosmetik Box und OdorBox.
Ich glaube, seit Groupon – welches Anfang 2010 innerhalb weniger Wochen mindestens ein Dutzend deutschsprachige Klone triggerte – hat kein Konzept mehr kollektive Inspiration bei Gründern ausgelöst, als die Probiermuster-Box Birchbox. Genauer gesagt hat nicht Birchbox selbst die Inspiration ausgelöst, sondern GlossyBox, die originale Birchbox-Adaption aus dem Hause Samwers.
Und nicht zu Unrecht, das Konzept ist so einfach wie genial: Einmal im Monat werden diverse Proben hübsch verpackt und verschickt. Und die Kunden bezahlen die Werbeartikel sogar selbst.
GlossyBox ist wie oben erwähnt der originale Birchbox-Klon. Eine Box enthält fünf Luxus-Probiermuster. Die GlossyBox wird einmal im Monat verschickt und kostet 10 Euro. Wer die Produkte bewertet kann GlossyDots sammeln und gegebenfalls eine Box gratis bekommen.
Auch die
Boobox wird monatlich verschickt, kostet 10 Euro und enthält vier bis fünf Luxus-Kosmetikproben. Wer will, kann sich zusätzlich mit der Boobox-Community über die Produkte austauschen.
Und auch die Kosmetik Box wird monatlich verschickt, kostet 10 Euro und enthält fünf Proben exklusiver Kosmetikhersteller. Auch hier gibt es eine Community, zusätzlich kann man als Tester sein Glück versuchen und Treuepunkte ergattern. (
Update 15.08.2011: Link entfernt, da der Verdacht besteht, dass die Site nicht (mehr) aktiv betrieben wird).
Last not least wird auch die
odorbox monatlich verschickt, kostet 10 Euro und enthält vier bis fünf Proben aus dem Pflege- und Stylingbereich. Mit Feedback oder dem Verfassen von Blogartikeln kann man hier odorPoints verdienen.
Fotostrecke starten: Klick auf ein Bild (4 Bilder)
Für mich eher die “Unnovation” des Jahres.
Und bald kommt dann der “Disruptor”: Gleiches Prinzip, dafür ohne Kosten aber mit Invite-Only-Modus ;)
Das Konzept an sich ist garnicht schlecht. Allerdings sieht man, das selbst das US-Vorbild erst 20.000 Kunden seid beginn seiner Tätigkeit hat. Das ist für den riesigen US-Markt nicht gerade viel.
Ein Weiteres Problem wird Douglas sein, denn der grösste Kosmetik-Player Deutschlands startet ab nächstem Monat auch eine Kosmetikbox. Für Douglas wird es kein Problem sein an die Proben heran zu kommen, für die anderen allerdings schon, wenn man bedenkt was Douglas für eine Marktmacht in Deutschland hat!
Das Konzept macht doch nur deshalb einen positven Eindruck, weil das Geschäftsmodell so eindeutig und clever wirkt: Konsumenten zahlen Geld für Proben, wobei es sich ja um nichts anderes als Werbung handelt. Ergo: Konsumenten zahlen, um Werbung zu erhalten.
Das Potenzial bzw. die Reichweite derartiger Angebote wird imo völlig überschätzt (was ja die von dir angebrachte Nutzerzahl beim US-Vorbild auch andeutet).
Meiner Ansicht nach handelt es sich um nichts weiter als ein Nischenprodukt für eine sehr spitze Zielgruppe (nicht klein, aber spitz)
Insofern kann ich auch nicht nachvollziehen, wie momentan unzählige Webunternehmer auf diesen Zug aufspringen (was im Falle Groupon für mich noch sehr viel eher nachvollziehbar war).
Was Douglas betrifft: Wahrscheinlich treibt alle Akteure die Hoffnung, von Douglas übernommen zu werden. Was einmal mehr die fragwürdige Intention hinter derartigen Fließband-artigen Startup-Gründungen unterstreicht.
Auf kosmetikprobenbox.de gibt es übrigens eine Übersicht.
Ich habe den Klon vom Klon gebaut: klonbox.de :D
@Steffen: Ziemlich lächerlich mit den Samwerfiguren…du dürftest bald auch von deren Rechtsanwälten hören. Aber wenn es dir der Spaß wert war ….
@R. Eisenherz: Ich habe vorher um Erlaubnis gefragt
Achtung!
Kosmetik.de funktioniert nicht. Wenn man die Kontaktnr. anruft, meldet sich ein Herr, der seinen Namen nicht preisgeben will und angeblich nichts von kosmetik.de weiss. Sehr verdächtig!
Ist also ein Fake, bitte nicht drauf reinfallen
Danke, hab den Link entfernt und einen entsprechenden Hinweis hinzugefügt (auf der Facebook Page zeigt sich auch, dass Nutzer noch immer auf die Box warten).