loftville:
Geschlossener Marktplatz
für urbane Mietwohnungen

In Hamburg oder München eine zentral gelegene Mietwohnung zu finden, kann zu einem schwierigen Unterfangen werden. Mit einem geschlossenen Immobilienmarktplatz will loftville qualifizierte Anbieter und Nachfrager besser zusammenbringen.

Wer in Hamburg oder München eine Mietwohnung in guter Lage finden möchte, ohne dafür Wucherpreise zu zahlen, benötigt gute Kontakte, Glück und sehr viel Geduld. Entsprechend groß ist die Zahl der Interessenten für die wenigen Objekte, die sich auf dem offenen Markt befinden. Für Vermieter, Eigentümer, Verwalter oder Makler bringt der große Andrang und die Notwendigkeit zur sorgfältigen Auswahl passender Kandidaten viel Arbeit mit sich.

Die Folge ist ein Zustand, der weder für die eine Wohnung suchenden noch anbietenden Markteilnehmer optimal ist. Ein neues Startup aus Hamburg möchte dieses Problem beheben: loftville heißt die von Johannes Haus und Sönke Martens gegründete Plattform, auf der Angebote und Nachfrage aufeinander treffen sollen.

Der entscheidende Unterschied zur großen Zahl an Immobilienportalen: Bei loftville sollen “die besten Mieter die begehrtesten Wohnungen” finden. Der Service setzt nicht auf große Reichweite und Masse, sondern ausschließlich auf das obere Segment in urbanen Städten. Zum Lauch deckt loftville lediglich München und Hamburg ab, andere Großstädte mit ähnlichen Rahmenbedingungen wie Frankfurt, Zürich oder Wien sollen aber eines Tages folgen.

Sichergestellt werden soll das Premium-Versprechen vorrangig durch einen Invite-Only-Modus, wie er in der Vergangenheit bereits von “exklusiven” Social Networks wie Asmallworld oder schwarzekarte.de, aber z.B. auch von der Frage-Antwort-Community Quora als Qualitätsfilter eingesetzt wurde.

loftville verteilt gezielt Einladungen an so genannte “Super-Connectors”, an namhafte Unternehmen, Organisationen und Clubs, um einen möglichst solventen und aus Sicht der Anbieter von Mietwohnungen vertrauenswürdigen Nutzerkreis zu gewährleisten. Jedes neue loftville-Mitglied erhält eine begrenzte Zahl weiterer Einladungen zum Versenden an Freunde. “Durch knappe Einladungskontingente bauen wir auf die Erfahrung, dass gute Leute auch weitere gute Leute einladen”, so formuliert es Mitgründer Sönke Martens.

Die Hansestädter wollen mit ihrem Marktplatz den gesamten Vermarktungs- und Vergabeprozess rund um Immobilien mit Hilfe der Möglichkeiten des Internets optimieren. Sie hoffen darauf, dass durch die Vorauswahl potenzieller Mieter auch solche Immobilien auf der Plattform inseriert werden, die sonst wegen ihrer hohen Attraktivität gar nicht erst auf dem offenen Markt landen sondern unter der Hand vergeben werden.

“loftville ist ein Immobilienmarktplatz speziell für die Marktdynamik in Städten mit Übernachfrage, wo hohe Reichweite viel unqualifizierten Rücklauf und damit Arbeit verursacht und es eher darum geht, den richtigen Kandidaten zu finden”, sagt Managing Director Sönke Martens.

Momentan ist die Mitgliedschaft und das Annoncieren bei loftville kostenfrei, was aber nicht immer so bleiben dürfte. Geplant sind für die Zukunft weitere Möglichkeiten, das eigene Profil für Vermieter interessanter zu machen. Der Informationsgehalt eines Mieterprofils soll laut Martens über eine herkömmliche Papierselbstauskunft hinausgehen und neben “harten” Solvenzfakten auch “softe” Aspekte abdecken.

Der Invite-Modus dient auch zur Regulierung der Balance zwischen Angebote und Nachfrage, was offensichtlich einer der entscheidenden Faktoren für einen eventuellen Erfolg von loftville ist – erst recht, sofern sich das Unternehmen die Option offen halten möchte, zu einem späteren Zeitpunkt für die Mitgliedschaft zur Kasse zu bitten.

Wer sich bei loftville einmal umschauen und auf der Suche nach einer Mietwohnung in Hamburg oder München ist, kann sich auf der Website registrieren und so in eine Warteliste eintragen. Nutzer, die hinter der beim Registrierungsprozess abgefragten Angabe ihrer beruflichen Position ein “via netzwertig.com” setzen, erhöhen ihre Chancen, eingeladen zu werden, so wurde es uns versprochen.

Link: loftville

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2 Kommentare

  1. Moritz Adler
    schrieb am 27. April 2011 um 15:35 Uhr (#)

    So was hätte ich gerne auch mal in Zürich. Gibts schon Pläne für die Schweiz?
    Ansonsten: Viel Erfolg Johannes. Schön zu sehen, wenn ex-STARTies gründen :-)

  2. Sir John
    schrieb am 27. April 2011 um 18:48 Uhr (#)

    Da es bei einem Überangebot nicht wirklich ein Problem ist, seine Wohnung zu vermieten, sehe ich überhaupt keinen Mehrwert durch das Projekt.

    “Sie hoffen darauf, dass durch die Vorauswahl potenzieller Mieter auch solche Immobilien auf der Plattform inseriert werden, die sonst wegen ihrer hohen Attraktivität gar nicht erst auf dem offenen Markt landen sondern unter der Hand vergeben werden”

    Wenn sie unter der Hand vergeben werden, also i.d.R. Freunde / Bekannte, wo ist der Anreiz, die Wohnung dann bei loftville zu inserieren? Unlogisch??

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