Soziale Micropayments:
Ab 1. Mai Twitter-Konten flattern
Etwa ein Jahr nach seinem Start wagt sich der soziale Micropaymentdienst Flattr aus seiner Nische: Ab dem 1. Mai können Besitzer beliebiger Twitter-Konten per Flattr finanziell unterstützt werden.
Reich wird die Mehrzahl der Anwender von ihren Flattr-Einnahmen bisher sicherlich nicht. Eine der vielen Herausforderungen, mit denen sich das südschwedische Startup um die Gründer Peter Sunde und Linus Olsson konfrontiert sieht, ist die Notwendigkeit, dass nur geflattert werden kann, wer selbst bei dem Service registriert ist.
User, die einen monatlichen Betrag in ihr Flattr-Konto eingezahlt haben, stoßen daher häufig auf Blogs, Onlineprojekte und Content, denen sie liebend gerne einen Obolus zukommen lassen würden, die allerdings nicht bei Flattr mitmachen. Je häufiger diese Situation eintritt, desto größer ist die Gefahr, dass Geld einzahlende Nutzer irgendwann ihr Konto verwaisen lassen, da sie das Gefühl bekommen, ihre bevorzugten Webangebote nicht unterstützen zu können.
Ab dem 1. Mai bietet Flattr eine mögliche Lösung für dieses Problem: Denn ab diesem Tag erlaubt der Dienst, der von Gründer Sunde stets als Experiment mit offenem Ergebnis angesehen wurde, das Flattern von Twitter-Konten.
Über das persönliche Flattr-Dashboard lässt sich auf diesem Weg einem beliebigen Twitter-Account eine Geldspende zukommen lassen. Durch eine Authentifizierung mit ihren Twitter-Benutzerdaten können Nutzer des Microbloggingdienstes jederzeit ihre erhaltenen Geldmittel in Empfang nehmen.
Während einige Details zum genauen Ablaufen noch fehlen, ist der entscheidende Vorteil offensichtlich: Indem Flattr seinen Mitgliedern die Gelegenheit gibt, Twitter-Konten zu flattern, erhöht es die Zahl “flatterbarer” Objekt um ein Vielfaches. Personen, Organisationen und Initiativen können nun über den Micropayment-Dienst finanzielle Unterstützung erhalten, ohne bisher Flattr einzusetzen und dessen Button auf ihren Sites integriert zu haben.
Auf welchem Weg Twitter-Nutzer über eventuell vorhandene Flattr-Einnahmen informiert werden, wissen wir aktuell noch nicht. Denkbar sind jedoch automatisierte Twitter-Benachrichtigungen von Flattr, wenn die an ein Twitter-Konto gerichteten Geldbeträge eine gewisse Höhe erreichen.
Flattr-Mitgründer Linus Olsson deutete uns gegenüber auch an, dass die Integration von Twitter nur der Anfang sei. Jede Plattform, die eine sichere Authentifizierung über OAuth erlaubt, käme letztlich für eine Verknüpfung mit Flattr in Frage. Vorstellbar, dass sich demnächst auch Facebook-Konten flattern lassen.
Flattr will zudem heute neue Sprachversionen lancieren, u.a. auch eine auf Deutsch.
Update: Hier ist Flattrs Blogbeitrag zum Thema.
Update 2. Mai: Flattr ließ uns wissen, dass sich der Launch der Funktion um einige Tage verzögert.
Link: Flattr






















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Es wäre interessant, ob denn auch eine offizielle Zusammenarbeit mit Twitter angestrebt wurde. Dann wäre der Flattr-Button auf jedem Profil zu sehen und Twitter verdient ein kleines bisschen mit. Wäre doch bestimmt ein guter Deal für alle.
Kann mir aber vorstellen, dass Twitter nicht wollte.
Wäre interessant zu wissen, ob man dann als geflattrter Twitternutzer seine Abermillionen Euro auch per Banküberweisung bekommt, oder ob man sich erst bei Paypal anmelden muss, die dann das Konto natürlich sofort sperren und das Geld für sich einbehalten.
Logischer Schritt, nun auch den kurzen Bruder des Bloggens mit einem Flattr-Button zu versorgen!
@Weirdo – du kannst flattr auch über moneybooker nutzen. würd mir aber auch endlich eine direkte bankverbindung wünschen.
wenn das userseitig angenommen wird, hauts die durchschnittlichen cent je click nach unten, was dann vor allem den erstnutzern nen einnahmenknick beschert.
mfg
mh
korrigier mal das “microblogging Service Flattr”… das passt noch nicht ganz… ach und ich habe auch einen flattr-account..(ist aber gerade gesperrt)…
Oops. Gut dass alle immer nur Artikel überfliegen ;)
Ich würde gern direkt Bilder/Images/Pictures flattern wollen um damit Künstler und Fotografen zu unterstützen, zB über Flickr oder Picasa
Dieser Schritt ist sicher sehr wichtig und könnte ein erster Schritt für einen Durchbruch des Microbezahlungsdienst bedeuten, es bleibt aber abzuwarten wie am Ende das ganze ablaufen wird, je einfacher und praktischer es gehandhabt wird, desto besser.
Ich selbst warte immer noch auf eine vereinfachte Lösung ohne irgendwelchen Registrierungszwang, dann würde ich es auch auf all meinen anderen Projekten einbauen. Mal sehen, vielleicht kommt das ja noch.
Sehr gute Idee! Aber wenn, dann möchte ich über jeden Cent (und woher genau er kommt) informiert werden und andersherum. :)
der 1. Mai ist vorbei, und wie geht das jetzt mit der Twitter Verwurstelung bei Flattr?
Bisher wurde dazu nix veröffentlicht, hab eben per Mail nachgefragt.
Durch die Entfernung der Einzahlpflicht seit heute wurde jedoch die Grundlage gelegt.
Antwort von Flattr: verzögert sich um einige Tage.
Aha, vielen Dank Martin