Jumio:
Jajah-Gründer Daniel Mattes
will das Bezahlen revolutionieren

Jajah-Mitbegründer Daniel Mattes will mit seinem neuen Startup Jumio das Bezahlen revolutionieren. Gerade hat das Unternehmen Facebook Co-Founder Eduardo Saverin als millionenschweren Investor gewinnen können.

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Daniel Mattes
Daniel Mattes
“Facebook Co-Founder Saverin steigt bei Linzer Startup-Jumio ein” – eine derartige Überschrift sehen wir nicht aller Tage. Nicht, weil Investitionen aus dem Facebook-Umfeld in frische Startups selten sind (was gelogen wäre), sondern weil dieses Kapital typischerweise nicht seinen Weg in europäische Gefilde findet.

Dieses Mal jedoch geschah genau das – zumindest partiell: Wie gestern bekannt wurde, hat sich Facebook Mitbegründer Eduardo Saverin im Rahmen einer Series-A-Finanzierungsrunde am österreichischen Startup Jumio beteiligt. Der Umfang der Kapitalspritze beträgt laut Jumio-Blog 6,5 Millionen Dollar, wovon Lead-Investor Saverin, der zukünftig eine aktive Rolle bei Jumio einnehmen wird, offenbar einen signifikanten Teil geschultert hat.

Der in Brasilien geborene Saverin begleitete Mark Zuckerberg in den ersten Tagen von Facebook und bekleidete die Rolle des CFO und Business Managers, wurde aufgrund interner Konflikte mit Zuckerberg aber relativ schnell aus dem noch jungen Unternehmen gedrängt.

Saverins Objekt der Begierde Jumio ist das neue “Baby” des aus Österreich stammenden und teilweise in den USA lebenden Serienentrepreneurs und Business Angels Daniel Mattes, am besten bekannt als einer der Gründer des 2005 geschaffenen und Anfang 2010 an Telefonica verkauften VoIP-Dienstes Jajah.

Mit Jumio, das seinen Sitz im kalifornischen Mountain View und seine Entwicklungsabteilung im österreichischen Linz hat, will Mattes die Art verändern, wie Menschen bezahlen. So steht es auf der Website des Projektes, die momentan kaum mehr darstellt als einen Platzhalter, aber immerhin das unten eingebettete Teaser-Video präsentiert.

Auch im Jumio-Blog wird das heimlichtuerische Startup wenig konkret, was das eigene Produkt betrifft, lässt aber keine Gelegenheit aus, die Spannung zu erhöhen und auf diverse Presseartikel zu verweisen, die Jumio, das eine Reihe erfahrener Köpfe aus der Internetwelt als Berater gewinnen konnte, mitunter als eines der heißesten Startups diese Jahres bezeichnen.

Die jüngste Beteiligung vom angeblich in Singapur lebenden Ex-Facebook-Mann Saverin dürfte die Aufmerksamkeit für Jumio nicht gerade verringern. Sofern Mattes und sein Team ihr Versprechen eines revolutionären Zahlungssystems einhalten, wird der von US-Branchenblogs vorangetriebene Hype sich aber schnell auszahlen. Immerhin ist Jumio bei weitem nicht das einzige Startup dieser Welt, das an einer Onlinezahlungslösung arbeitet.

Bald soll bei Jumio der Vorhang fallen. Wir sind gespannt!

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