iPhone-App:
Wuala erreicht das mobile Zeitalter
Wuala betritt mit einer iPhone-Applikation erstmalig den mobilen Sektor. Die Adaption der Wuala-spezifischen Dateiverschlüsselung für iOS habe viel Zeit in Anspruch genommen, so der Anbieter von Onlinespeicher aus Zürich.
In einem Blogeintrag beschreibt Wualas Presseverantwortliche Oona Grauers, wieso das 2009 vom französischen Speicherhersteller LaCie übernommene Unternehmen so lange gebraucht hat, um seine erste mobile Anwendung zu veröffentlichen: Aufgrund der komplexen Verschlüsselung der mit Hilfe von Wuala in der Cloud abgelegten Dateien.
Anders als bei anderen Storageanbietern werden Dateien bei Wuala direkt auf dem Endgeräte ver- und entschlüsselt. Der Dienst wird als Desktop-Client für Windows, Mac und Linux angeboten und legt Nutzerpasswörter ausschließlich auf den Endgeräten ab. Das hat zur Folge, dass Wuala selbst keinen Zugriff auf die von Usern bei dem Service verschlüsselt gespeicherten Dateien erhält, bedeutet aber auch, dass alle funktionellen Erweiterungen zusätzliche Sorgfalt und Berücksichtigung dieser Eigenschaften erfordern. Wuala bietet zwar auch eine Version, die aus dem Browser abgerufen werden kann – diese erfordert jedoch eine lokale Java-Installation.
Pressesprecherin Grauers erkärt, dass es einige Zeit in Anspruch genommen hat, den Verschlüsselungsmechanismus für das iPhone anzupassen. Dafür hätte die App aber nun die gleichen Vorzüge wie der Desktop-Client, nämlich eine Entschlüsselung der Dateien direkt auf dem Gerät.
Neue Wuala-Anwender erhalten bei dem im Sommer 2008 lancierten Service 1 Gigabyte kostenfreien Onlinespeicher, den sie auf Wunsch gegen eine Jahrespauschale um bis zu 250 Gigabyte (oder mehr) erhöhen können. Eine Besonderheit, die in Bezug auf eine plattformübergreifende Verfügbarkeit überlegene Konkurrenten wie Dropbox oder Box (neben der strikten Verschlüsselung) fehlt, ist die Option, eigenen Festplattenplatz als Cloudspeicher im Wuala-Netzwerk anzubieten.
Sofern Wuala-Nutzer eine bestimmte Anzahl an Onlinestunden pro Tag vorweisen können, erlaubt ihnen der Dienst auf diesem Weg, das Volumen des Gratis-Onlineplatzes zu erhöhen. Während sie selbst einige Gigabyte auf ihrem Rechner an Wuala “spenden”, räumt ihnen der Dienst im Gegenzug mehr Platz in der Wuala-Cloud ein, auf dem sie sich ausbreiten können.
Ermöglicht wird dies von einer an der ETH Zürich entwickelten Technologie, die sämtliche Dateien nicht nur verschlüsselt sondern in kleine Teile fragmentiert. Auf diesem Weg kann Wuala sicherstellen, dass jeder Nutzer auf seine in der Wolke abgelegten Daten Zugriff hat, selbst wenn einige ihren Festplattenplatz zur Verfügung stellende Anwender gerade offline sind.
Dieses innovative System dürfte ein Argument dafür gewesen sein, warum sich das französische Unternehmen LaCie im Frühjahr 2009 das von Dominik Grolimund und Luzius Meisser in Zurüch gegründete Startup für eine unbekannte Summe einverleibte. Die in Paris und Portland (USA) ansässige Firma stellt unter anderem Festplatten, RAID-Systeme und optische Laufwerke her und machte es sich mit der Wuala-Akquisition zum Ziel, “einzigartigen und zukunftsweisenden Online-Speicher zu entwickeln und die Welt der Datenspeicherung zu revolutionieren”.
Laut Google Trends kommen die meisten Besucher der Wuala-Website aus China, gefolgt von Deutschland, Spanien, den USA und Italien. Offizielle Nutzungszahlen gibt Wuala leider nicht bekannt.
Wualas iPhone-App gibt es hier. In etwa einem Monat soll eine Android-Anwendung hinzukommen, und auch eine iPad-App ist geplant.























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Auch wenn ich Wuala nicht mehr benutze muss ich dennoch zugeben, dass ich großer Fan von dem Konzept bin. Sowohl die Verschlüsselung als auch das P2P-Cloudsystem sind einfach Argumente, die keine Konkurrenten haben. Was mich jedoch stört ist die Java-Basis und bisher die fehlende iOS-App. Aber schön zu hören, dass Wuala sich weiter entwickelt.