Taskmanagement:
Wunderlist launcht Webanwendung

Wunderlist, dem Newcomer im Markt für digitale Taskmanager, fehlte bisher eine browserbasierte Oberfläche. Seit einigen Tagen jedoch gibt es den Dienst aus Berlin auch als Webanwendung sowie als App für Android.

Anfang Februar kündigte das Berliner Startup 6Wunderkinder für seinen zunehmend beliebten Taskmanager Wunderlist eine iPad-App, eine Android-App sowie eine Browser-Anwendung an. Über den Launch der iPad-Applikation informierten wir euch bereits vor knapp drei Wochen.

Seit Freitag steht nun auch die Software für Android-Smartphones sowie eine browserbasierte Variante von Wunderlist zur Verfügung. Während User von Googles mobilem Betriebssystem jetzt auch die Möglichkeit haben, zu überprüfen, wieso Wunderlist in einem hart umkämpften Markt innerhalb von drei Monaten 300’000 Nutzer gewinnen konnte, ist gerade der Launch der Browserversion ein bedeutender und wichtiger Schritt für die 6Wunderkinder.

Denn wer die sich vor allem durch einen Fokus auf Design und Einfachheit auszeichnende Anwendung bisher vom Rechner aus ausprobieren wollte, war gezwungen, sich den Windows- oder Mac-Client zu installieren. Man muss vermuten, dass dem aufstrebenden Unternehmen, das im Laufe des Jahres eine Produktivitätsplattform mit dem Namen Wunderkit veröffentlichten möchte, so der ein oder andere potenzielle User verloren gegangen ist (eine Million Mal wurde Wunderlist bisher als iOS-Version aus dem Apple App Store heruntergeladen, aber “nur” 300.000 Mal für den Desktop).

Mit der Browser-App behebt das Wunderlist-Team diese Schwäche und bringt das von den Desktop-Clients bekannte, intuitive und simple Wunderlist-Interface in den Browser. Obwohl ich seit einigen Monaten zufriedenes Mitglied von Springpad bin, das Taskmanagement mit fortgeschrittenen Notizfunktionen verbindet, kann ich mein Gefallen für die moderne, polierte und stark an eine native Desktop-App erinnernde Benutzeroberfläche der Wunderlist-Webanwendung nicht leugnen.

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“Solange die Großeltern Wunderlist nicht verstehen, solange müssen wir am Aspekt der Simplizität arbeiten”, so formulierte Wunderlist-Mitbegründer Robert Kock kürzlich die Philosophie hinter dem Dienst. Was das in der Praxis bedeuten kann, wird bei einem Blick auf den Registrierungs- bzw. Anmeldeprozess von Wunderlist deutlich:

Egal ob Nutzer ein neues Konto registrieren, sich mit ihren existierenden Benutzerdaten anmelden oder ein neues Passwort anfordern wollen (weil sie ihr bisheriges vergessen haben), laufen alle drei Vorgänge über das selbe Formular, das lediglich die E-Mail-Adresse sowie die Eingabe eines Passworts erfordert. Simpler und anwenderfreundlicher geht es kaum (auch wenn die Registrierung über andere Webidentitäten noch eine wünschenswerte Erweiterung wäre).

Das ein oder andere Webstartup sollte sich von diesem Prozess ruhig inspirieren lassen.

Hinweis: Wir haben die Schreibweise von Wunderlist (mit großem “W”, nicht wie anfangs mit kleinem “w”) nachträglich geändert.

 

Martin Weigert

Martin Weigert ist der leitende Redakteur von netzwertig.com.

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4 Kommentare

  1. Hallo Martin,

    wunderlist ist schon eine feine Sache. Nutze es, seit dem Start der Webversion auch mehr oder weniger intensiv.

    Was mich bei den diesbezüglichen Berichten immer wundert… alle verweisen auf die Android-App im Browser. Hat das einen bestimmten Grund, (abgesehen davon, dass man auf den Smartphone-Market schlecht verweisen kann) oder liegt es an meinem Gerät, das die App im Android-Market auf dem Smartphone nicht oder nicht mehr angezeigt wird? Ich könnte schwören, vor ein paar Tagen war sie noch da.

    Ich persönlich finde es nämlich nicht so toll Apps über den Browser “fern” zu installieren. Habe immernoch Android 2.1, welches in dieser Hinsicht eher kritisch beurteilt wurde. (Sicherheitslücke usw.)

  2. Was ist eigentlich so schwierig daran Hallööchen, ich fände es gut, wenn Logos zu einem besprochenen Produkt oder Unternehmen gleich mit einem Link zum betreffenden Produkt oder Unternehmen unterlegt werden würden. Dann muß man viel weniger suchen – da viele Leser sich sicher zu einzelnen Angeboten direkt informieren wollen.

  3. Daankee

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