Onlinespeicher:
Wenn “unbegrenzt”
an Grenzen stößt

Mozy, ein Dienst für das Onlinebackup von lokal gespeicherten Dateien, stellt zum Unmut seiner Nutzer das Paket mit unbegrenztem Speicher ein und erhöht die Preise. Ein Schritt, der das Vertrauen von Usern in Cloudspeicherservices nicht gerade stärkt.

Jede Flatrate und jedes Onlineangebot mit unbegrenztem Nutzungsvolumen basiert auf einer Mischkalkulation. Die zugrunde liegende Annahme lautet, dass nur ein geringer Teil der Anwender tatsächlich die Freiheit eines unlimitierten Angebots vollkommen auskostet. Die von dieser Minderheit verursachten Kosten werden von der Masse der Benutzer getragen, die für ihre Flatrate jeweils mehr bezahlen, als sie für die Verwendung an tatsächlichen Kosten verursachen.

Obwohl Flatrate oder “unbegrenzter Speicherplatz” immer wieder äußerst attraktiv klingen und auch mich selbst stets entzücken, gilt es, sich regelmäßig vor Augen zu führen, dass echte unlimitierte Angebote eigentlich nicht existieren – zumindest wenn wir von Datenverkehr oder Storage sprechen. Sobald mehr User als ursprünglich veranschlagt einen Dienst intensiver einsetzen als erwartet, ist die schöne Mischkalkulation dahin.

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“Social Books”:
Status-Updates als Grundlage
für kollaborative E-Books

Die Müchner Bücher-Community BookRix startet eine Funkion, mit der sich E-Books auf Basis von Tweets und Facebook-Updates gemeinsam erstellen lassen. Etwas Feinschliff benötigt die Anwendung allerdings noch.

Die “Sozialisierung” der digitalen Welt (im Sinne von “Social Networking”, nicht “Wohltätigkeit”) macht auch vor Literatur nicht halt: Im Herbst berichteten wir über “Social eBooks” der Bücher-Community LovelyBooks – ein Widget, welches sich in E-Books einbetten lässt und einen direkten Dialog zwischen Lesern und Autor ermöglicht. Vor einigen Wochen stellten wir euch dann die iPhone-App BooksAround vor, die eine standortbasierte literarische Entdeckungstour durch Berlin anbietet und Nutzer dazu anregt, in Literatur zitierte Orte auf einer Karte hinzuzufügen, zu kommentieren und mit Fotos zu versehen.

Von dem aus München stammenden Dienst BookRix kommt nun ein weiterer kreativer Ansatz. BookRix, über das wir vor zwei Jahren an dieser Stelle kurz berichteten, bezeichnet sich selbst als größte deutschsprachige Bücher-Community und hat laut eigener Aussage 240.000 registrierte Nutzer weltweit. Im Vordergrund steht bei der Plattform die Möglichkeit für passionierte Hobbyautoren und Leseratten, eigene E-Books zu veröffentlichen und zu entdecken. Rund 58.000 Titel, darunter auch einige Hörbücher, stehen kostenlos zur Verfügung.

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Linkwertig:
The Daily, Android,
AOL, WikiLeaks

The Daily
Später als geplant aber doch hat Rupert Murdoch gestern The Daily – seine Zeitung für das iPad – vorgestellt. Für einen Dollar pro Woche bekommt man, derzeit nur in den USA, täglich etwa 100 Seiten Qualitätsjournalismus, der sogar auf Twitter oder Facebook geshared werden kann.

» News Corp. launches The Daily iPad newspaper with Apple

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News.me
Zufälligerweise am gleichen Tag lässt die New York Times Informationen über ihre Reinterpretation der Nachrichten im iPad-Zeitalter durchsickern. Mit News.me tüfteln sie an einem Aggregator, der durch die Vorlieben der eigenen Freunde personalisiert wird.

» An Early Look At News.me, The New York Times’ Answer To The Daily

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CoboCards und das Freemium-Modell:
Auf der Suche nach der
perfekten Konversionsrate

Seit einem Jahr setzt das Aachener Startup CoboCards auf ein Freemium-Modell. Jetzt beschreibt es, welche Effekte der Schritt hatte.

Bereits im Juli vergangen Jahres gewährte uns CoboCards tiefe Einblicke in die Geschäftsentwicklung. Das junge Startup aus Aachen verfolgt im Gegensatz zu den meisten anderen aufstrebenden Webfirmen eine äußerst offene Strategie, was die Bekanntgabe von Kenn- und Erfolgszahlen betrifft. So werden Besucher auf der CoboCards-Website mit dem prominent und in großer Schrift platzierten Vermerk begrüßt, dass “bereits 32.000 User über 2,6 Mio. Karteikarten erstellt haben”.

Das Geschäftsmodell des Unternehmens baut auf einen Freemium-Ansatz: Die Gratisvariante erlaubt das Erstellen von bis zu drei Kartensätzen, für drei Euro monatlich bei sechsmonatiger Vorauszahlung bzw. fünf Euro bei monatlicher Zahlweise entfällt diese Begrenzung, außerdem gibt es zusätzliche Features.

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Linkwertig:
Google Art Project, Twitter,
Readability, Netvibes

Google Art Project
Nett: Google hat eine Plattform entwickelt, auf der man derzeit 17 Museen virtuell begehen kann.

Mit Hilfe der Street View-Technologie könnt ihr virtuelle Rundgänge durch die Museen machen. Ein speziell entwickelter Street View-Wagen hat für die Innenansichten 360-Grad-Panoramabilder der 17 ausgewählten Galerien fotografiert, die zu Rundgängen zusammengefügt wurden.

» Museen und Kunstwerke im Google Art Project entdecken

 

Twitter
Google und Twitter offerieren Ägyptern die Möglichkeit, via telefonisch übermittelter Sprachnachrichten zu twittern. Die Lösung ist zwar nicht besonders elegant, zeigt aber doch schön, wie jede Einschränkung neue Lösungen triggert.

» Google and Twitter launch service enabling Egyptians to tweet by phone

 

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Symbolwirkung:
Richard Gutjahr und sein Blogjournalismus aus Ägypten

Mit seiner Blog- und Twitter-Berichterstattung aus Ägypten bricht Richard Gutjahr eine Lanze für alle, die sich für neue Formen von Journalismus und publizistischer Arbeit im digitalen Zeitalter einsetzen.

Richard Gutjahr, freier Journalist, Blogger (oder “Blogger, freier Journalist”, je nach dem) und bekennender Apple-Verehrer (er war der erste Bewohner dieses Planeten, der ein käuflich erworbenes iPad in den Händen hielt), hat sich während eines privaten Aufenthalts in Israel dazu entschieden, auf eigene Faust nach Ägypten zu reisen, um sich vor Ort ein Bild der Lage in dem derzeit von teils blutigen Massenprotesten gegen die Regierung gezeichneten Land zu machen. Was er in Kairo erlebt, beobachtet und aus Gesprächen mit der Bevölkerung erfährt, schildert er gesammelt in seinem Blog sowie in Form zahlreichen kurzer Nachrichten bei Twitter.

Ich glaube, dass Richard Gutjahr dem Thema Blogging und dem Journalismus der Zukunft gerade einen enormen Dienst erweist. Ich rechne auch damit, dass die Aktion des Münchners auf lange Zeit hin als Beispiel für den strukturellen und technischen Wandel gelten wird, der die publizistische und journalistische Arbeit derzeit kräftig durcheinanderwirbelt.

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Google Docs:
Update mit neuen Filtern, Sammlungen und Priority Sorting

In den nächsten Tagen werden einige Neuerungen für Google Docs-Nutzer bereitgestellt. Die Anwender sollen Dokumente einfacher finden und teilen können.

Das langersehnte GDrive wird Stück für Stück Realität. Seit vergangenem Jahr können auf Google Docs Dateien mit bis zu 250 MB geladen werden. Die Neuerungen, die in diesen Tagen auf den Konten der Docs-User ausgerollt werden, sollen vor allem helfen, sich in den eigenen Dateien besser zurechtzufinden. Im Zentrum stehen vier Neuerungen:

Weiterlesen bei imgriff.com

Connectify:
Wenn das Notebook
zum WLAN-Hotspot wird

Die kostenlose Software Connectify macht aus jedem PC mit Windows 7 in wenigen Schritten einen WLAN-Hotspot – eine überaus nützliche Anwendung.

Seit dem Wochenende habe ich eine neue Lieblingsanwendung: Sie heißt Connectify, ist kostenlos und wird lediglich für Windows 7 angeboten. Mit Connectify lässt sich jeder Windows-7-Rechner mit wenigen Klicks in einen WLAN-Hotspot verwandeln. In den vergangenen Tagen habe ich in drei unterschiedlichen Situationen Connectify verwenden können, und schon frage ich mich, wie ich bisher ohne das Tool ausgekommen bin!

Am Wochenende übernachtete ich in einem Hotel, das zwar WLAN anbot, dies allerdings mit einer eindeutigen Benutzerkennung geschützt hatte, weshalb man sich lediglich mit einem Gerät gleichzeitig einloggen konnte. Nun warteten jedoch ein Notebook, ein iPad und ein iPhone darauf, auf Wunsch ihres Besitzers ins Netz zu gelangen. Also suchte ich nach einem Hotspot-Tool für meinen PC, fand Connectify, probierte es aus und war schnell begeistert:

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Songpier:
Jeder Song eine App

Songs in Form mobiler Applikationen sind für Musiker ein gutes Mittel, um Fans an sich zu binden. Der deutsche Dienst Songpier will Künstlern das kostenlose, browserbasierte Erstellen derartiger Apps auf Basis von HTML5 ermöglichen.

Noch nie waren die Möglichkeiten für Musiker größer als heute, mit Hilfe digitaler Technologien befindliche und potenzielle Fans an sich zu binden. Speziell weil sich die Monetarisierung der künstlerischen Arbeit in Folge des Medienwandels und aufgrund der spezifischen Charaktereigenschaften digitaler Musik (unbegrenzte Kopierbarkeit, nahezu unbegrenztes Angebot) verstärkt auf dem Vertrieb von Musik nachgelagerte Stufen konzentriert (z.B. Konzerte, Merchandising, Licensing), empfiehlt sich für ambitionierte Interpreten eine starke Präsenz und Vernetzung im Web. Durch den so geschaffenen Kommunikations- und Interaktionskanal lässt sich die Anhängerschaft deutlich einfacher mobilisieren und an der künstlerischen Arbeit teilhaben.

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Linkwertig:
Facebook Deals, Smartphones,
Deck.ly, OpenID

Facebook Places
Seit gestern offeriert Facebook Places (unsere Review) auch in Deutschland “Angebote” von Unternehmen und Geschäften.

Checkt man hier via Facebook Places ein, bekommen Facebook Nutzer 25 % Rabatt auf einen Artikel Ihrer Wahl gut geschrieben.

» Facebook Deals: Die Ersten Angebote aus Berlin

 

Smartphones
Android war im 4. Quartal das beliebteste Betriebssystem für Smartphones.

Canalys sieht Android knapp vor Symbian an der Spitze mit jeweils über 30 Millionen verkauften Smartphones. Danach folgen mit je rund 15 Millionen Telefonen Apple und RIM (Blackberry), danach Microsoft mit 3 Millionen.

» Android überholt Symbian, Apple verliert Marktanteile

 

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