Telekom startet Offensive für mobile Dienste:
foursquares Chance
Neue Indizien sprechen für eine Kooperation der Deutschen Telekom mit foursquare. Im Rahmen einer Mobile-Offensive arbeitet die Telekom angeblich auch an einem digitalen Buchladen und einer Möglichkeit zum Bezahlen mit dem Handy.
Ende Dezember erfuhren wir dann aus zwei gut informierten Quellen, dass foursquares Lokalisierungsvorstoß in Form einer engen Zusammenarbeit mit der Telekom erfolgen soll. Der Start der Kooperation war für Januar geplant. Geschehen ist diesbezüglich bisher nichts, und die involvierten Parteien hüllen sich trotz mehrfacher Anfragen von uns in Schweigen.
Offensichtlich ist, dass sich die Expansion von foursquare in internationale Märkte verzögert. Nun jedoch gibt es neue Anzeichen dafür, dass das New Yorker Startup – Erfinder des mittlerweile von einer Vielzahl von Diensten nachgeahmten Check-In-Prinzips bei Orten – das Tempo erhöht:
Am Mittwoch gab der japanische Mobilfunkbetreiber KDDI eine Zusammenarbeit mit foursquare bekannt. Auf zwei von dem Provider vertriebenen Android-Smartphones soll eine Verknüpfung zur foursquare-Applikation im Android Market geschaffen werden, um Anwendern einen schnelle Einstieg in den Location-Service zu ermöglichen. Die japanische Hauptstadt Tokyo ist für foursquare die Stadt mit der zweithöchsten Nutzeraktivität weltweit.
Die Financial Times Deutschland berichtete passend dazu gestern von einer anlaufenden Offensive für mobile Dienste bei der Deutschen Telekom. “Die kommenden 90 Tage markieren den Beginn, in dem die Arbeit der vergangenen Monate sich nun zu Produkten wandelt”, wird Telekom-Vorstand Edward Kozel von der Wirtschaftszeitung zitiert. Man arbeite an verschiedenen Angeboten, so der Manager.
Laut FTD soll unter anderem eine Lösung zum Bezahlen mit dem Handy sowie eine Plattform für den Vertrieb digitaler Bücher starten. Details zu diesen und anderen Telekom-Projekten im mobilen Bereich konnte das Blatt Kozel nicht entlocken. Dennoch spricht viel dafür, dass auch eine Integration von foursquare Teil der Mobile-Offensive ist – zum Beispiel im Stil der KDDI-Implementierung. Wenn T-Mobile-Kunden auf neuen Smartphones einen Shortcut zu foursquare oder gar eine vorinstallierte App des Dienstes vorfänden, würde das die potenzielle Reichweite des in Deutschland weiter auf seinen Durchbruch wartenden, weltweit sechs Millionen Nutzer zählenden Startups signifikant erhöhen.
Jede geplante Zusammenarbeit kann kurz vor dem Startschuss in die Brüche gehen. Dass foursquare aber hierzulande ohne die Unterstützung und Marketingkraft eines Providers zu einem Massenphänomen wird, ist äußerst unwahrscheinlich. Schon, weil das um ein Vielfaches mehr Nutzer zählende Facebook einen ähnlichen Dienst anbietet.
Egal ob foursquare am Ende Besteil der Telekom-Expansion in den Bereich mobiler Dienste sein wird oder nicht – die spannenderen Neuerungen wären vielleicht ohnehin die angekündigten Produkte rund um mobiles Bezahlen und digitale Bücher. Anfang nächster Woche steigt in Barcelona der Mobile Word Congress. Die Telekom hat dort zur Pressekonferenz geladen. Vermutlich wissen wir bald mehr.
Ein Dank geht an @ewanchou

























Artikel per Feed
Artikel per E-Mail
Artikel bei Twitter
Facebook-Seite