friendfund:
Gruppengeschenke
ohne Durcheinander

friendfund heißt ein neues Startup aus Berlin, das den Prozess des Schenkens in der Gruppe radikal vereinfachen will. Der Dienst empfiehlt sich auch als zweckgebundene Spendenplattform für Non-Profit-Organisationen.

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Wenn im Freundes-, Bekannten- oder Kollegenkreis Geld für ein Geschenk gesammelt werden soll, bedeutet dies häufig, dass einzelne Freiwillige einspringen, in Vorauslage gehen und anschließend das Geld einsammeln müssen. Und je nach Anzahl der am Geschenk Beteiligten und deren “Zahlungsmoral” kann es dabei mitunter zu Verwirrungen und Irritationen kommen.

Das Berliner Startup friendfund hat einen Webdienst entwickelt, der diesen Prozess vereinfachen und effizienter gestalten soll. friendfund übernimmt dazu den kompletten Prozess von der Benachrichtigung der vom Initiator eingeladenen Schenker über das Einsammeln des Geldes bis zur Bestellung des ausgewählten Geschenks. Durch eine Integration von Facebook und Twitter will der Service das Hinzuziehen potenzieller Schenker zur Gruppe erleichtern.

Um einen so genannten Geschenkpool anzulegen, in den anschließend von anderen Personen eingezahlt werden kann, wählt der Initiator den Empfänger der Gabe via Facebook, Twitter oder durch Angabe von Name und E-Mail-Adresse aus, legt den Anlass der Aktion fest und wählt ein passendes Geschenk (friendfund bietet Zugriff auf Amazons Produktkatalog, Produkte bzw. geschenktaugliche “Erlebnisse” von Kooperationspartnern sowie virtuelle Güter).

Anschließend lädt der Initiator über Facebook, Twitter oder E-Mail Personen ein, die Geld in den Geschenkpool einzahlen. Jeder Schenker kann selbst bestimmen, mit wieviel er/sie sich beteiligen möchte. Gezahlt wird per Kreditkarte, PayPal oder Sofortüberweisung. Für jede Transaktion fallen zehn Eurocent pauschal plus zwei Prozent Gebühren an (Gebühren der Zahlungsabwickler).

Wird die anvisierte Summe innerhalb der vordefinierten Frist erreicht, erhält der Initiator eine Benachrichtung und kann den Versand des Geschenks veranlassen. Alternativ ist eine Verlängerung der Laufzeit des Pools möglich. Der Admin kann dann die bisherigen Schenker bitten, weitere Personen einzuladen, bisher nicht partizipierende Personen an die Ausstehende Zahlung erinnern, den fehlenden Betrag selbst hinzuschießen oder den Empfänger des Geschenkes fragen, ob dieser selbst die ausstehende Summe tragen möchte.

Sofern der angestrebte Betrag dennoch nicht erreicht wird, fordert friendfund den Admin auf, aus der eingezahlten Summe einen Geschenkgutschein zu generieren. Sollte dies nicht geschehen, verjährt das Guthaben nach drei Jahren.

friendfund stellt es dem Admin eines Geschenkpools frei, ob die Aktion vor der zu beschenkenden Person verborgen werden soll oder nicht. Das Berliner Startup richtet sich nicht ausschließlich an private Geschenkgruppen, sondern sieht auch Non-Profit-Organisationen oder Vereine als Anwender, die mit dem Dienst zu materiellen Spenden für sich selbst anregen. So könnte eine über begrenzte Mittel verfügende gemeinnützige Einrichtung beispielsweise ihr Umfeld über friendfund dazu aufrufen, für ein neues Notebook zu spenden.

friendfunds Geschäftsmodell basiert unter anderem auf Affiliate-Einnahmen, weshalb für seine Nutzer abgesehen von den Transaktionskosten für die Einzahlung des Geldes keine weiteren Kosten anfallen. Zudem wollen die Berliner ihre Plattform auch als White-Label-Lösung vertreiben. Im Laufe des Jahres ist außerdem der Launch eines “friendfund-it”-Buttons für E-Commerce-Anbieter geplant, mit dessen Hilfe Onlinehändler ihren Kunden das direkte Anlegen von Geschenkpools ermöglichen können.

Ganz neu ist die Idee des Gruppenschenkens nicht, die gelungene (wenn auch noch nicht ganz bugfreie) Umsetzung von friendfund ist mir bisher jedoch noch nicht begegnet. Der US-Dienst eDivvy.com setzt auf ein ähnliches Prinzip, ist aber von der Funktionsweise anders strukturiert und bietet keine Integration mit Facebook und Twitter. Auch eBay bietet ein Feature für Gruppengeschenke.

friendfund wird zum Start im deutschsprachigen Raum sowie in Großbritannien und den USA angeboten. Weitere Märkte sollen folgen, so Gründer Harry McCarney.

Link: friendfund

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8 Kommentare

  1. Klaus-Martin Meyer
    schrieb am 21. Januar 2011 um 13:18 Uhr (#)

    toller ansatz, der sicher großes potential hat.

  2. Marketer
    schrieb am 21. Januar 2011 um 13:27 Uhr (#)

    friendfunds Geschäftsmodell basiert unter anderem auf Affiliate-Einnahmen

    Sieht so die Zukunft des Affiliate-Marketing (auf Webmaster-Seite) aus? Immer komplexere Angebote, die sogar einen echten Mehrwert bieten!

  3. aquaris
    schrieb am 21. Januar 2011 um 22:20 Uhr (#)

    Sicherlich gut für eine größere Geschenkaktion wie für eine Hochzeit oder ähnliches. Aber für Geschenke im engeeren Freundeskreis wäre mir die Idee von friendfund viel zu unpersönlich. Und persönliche Kontakte und Gespräche über die “zu Beschenkenden” bleiben dann ganz auf der Strecke. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich friendfund durchsetzten wird.

  4. Jean
    schrieb am 22. Januar 2011 um 00:03 Uhr (#)

    Meistens kommen ja diese Ideen aus Übersee. Deshalb bin ich froh, dass sich auch hier einige Leute in diesem Bereich Gedanken machen, um Lösungen (made in Germany) zu bieten. Ich denke, dass die unterschiedlichen Konzepte ihre Akzeptanz finden werden. Auch bei uns entstand der Bedarf, eine schlanke und einfache Lösung zu finden, die in das kleine Projekt “yuutee” gegossen wurde.

  5. Eric
    schrieb am 24. Januar 2011 um 16:08 Uhr (#)

    Es gibt schon seit geraumer Zeit eine Seite (auch aus Deutschland) die praktisch das selbe anbietet mitschenken.de. Interessant ist dort noch, dass sie komplett auf einen Registrierungszwang verzichten und alles über E-Mails abwickeln.

    1. Normen
      schrieb am 25. Januar 2011 um 22:28 Uhr (#)

      … also das gleiche Prinzip wie Doodle? Ich glaube, der Ansatz gefällt mir am besten. Thx.

  6. Stefan Wild
    schrieb am 26. Januar 2011 um 00:12 Uhr (#)

    Unabhängig von Geschenken gibt es mit WePay noch einen interessanten Player aus den USA in diesem Gebiet.

    1. Benni
      schrieb am 28. Februar 2011 um 22:16 Uhr (#)

      Also ich finde mitschenken.de echt cool. Man muss sich nicht registrieren und alles funktioniert sehr einfach. Mein Favorit.

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