Der mobile Location-Dienst Gowalla integriert bei seiner neuen iPhone-Applikation den bisher größten Konkurrenten foursquare. Die Zeit des manuellen Eincheckens in zwei Applikationen ist damit vorbei.
Angesichts der eher pessimistischen Beiträge, die ich in letzter Zeit über einschlägige Location Based Services und das Problem der fehlenden Anziehungskraft von Check-In-Diensten für Durchschnittsnutzer geschrieben habe, kommt es vielleicht überraschend, wenn ich gestehe, dennoch bis zum heutigen Tag fleißig mit sowohl
foursquare als auch
Gowalla an Orten eingecheckt zu haben.
Genervt hat es mich jedoch immer, nacheinander zwei Apps starten zu müssen. Nur einer unsichtbaren Kraft sei dank habe ich diesen Prozess bisher nicht aufgegeben. Zwar existieren Services zum gleichzeitigen Check-In bei mehreren Location-Services (check.in, FootFeed), aber wirklich komfortabel ist deren Nutzung auch nicht.
Im Januar trat ich in einem Beitrag für eine Fusion von Gowalla und foursquare ein, primär, weil ich schon damals vom Doppel-Check-In genug hatte. Fast ein Jahr später und durchaus unerwartet kommt es zu einer Konstellation mit dem aus Nutzersicht von mir gewünschten Resultat, wenn auch ohne tatsächlichen Merger der beiden Kontrahenten:
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Viele Konsumenten identifizieren sich mit Produkten und haben das Bedürfnis, ihre Präferenzen und Produkterlebnisse im Netz kund zu tun. The Chicken aus Berlin will genau dies ermöglichen.
Im April
stellten wir euch Shopotainment vor, einen Dienst aus Berlin, den wir zum leichteren Verständnis als “foursquare für Produkte” bezeichneten. Statt einem Check-In in Orte drehte sich bei Shopotainment alles um das Einchecken bei Produkten, die man erworben oder gerade verwendet hatte. Das Resultat sollte eine Kombination aus Social Network und Microblogging-Dienst rund um Produkte werden.
Während diese Idee grundsätzlich Potenzial hat, scheint deren ideale Umsetzung deutlich kniffliger zu sein, als dies bei ortsbasierten Check-In-Services der Fall war. Ähnlich wie barcoo, das gerade sein eigenständiges Social-Shopping-Produkt eingestampft hat, schien auch Shopotainment nicht ganz den Geschmack der User zu treffen.
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Wird Groupon das von Google unterbreitete Übernahme-Angebot akzeptieren oder nicht? Die Spannung steigt! Ein besiegelter Deal hätte unterschiedlichste Auswirkungen.
Google steht vor der
bisher größten Akquisition seiner Firmengeschichte: Der Internetgigant soll
Groupon, dem zwei Jahre alten Shooting-Star der E-Commerce-Branche, ein Übernahmeangebot von bis zu 6 Milliarden Dollar gemacht haben. Meldungen zufolge wollte sich das Groupon-Management am Mittwoch über die Akzeptanz oder Ablehnung eines entsprechenden Angebots
beraten. Eine Entscheidung könnte demnach bereits gefallen sein. Womöglich werden wir sehr bald erfahren, ob Groupon sich für oder gegen Google entschieden hat.
Viele lesenswerte Artikel und Gedanken rund um eine mögliche Akquisition wurden in den vergangenen Tagen publiziert. Hier sind einige besonders interessante Aspekte und Meinungen zum potenziellen Deal des Jahres:
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Memonic
Der Zürcher Clipping-Dienst Memonic offeriert jetzt auch eine White-Label Lösung, die von Partnern nahtlos in das eigene Angebot integriert werden kann.
Der Internetdienst Memonic stellt allen Nutzern der Webseite der Neuen Zürcher Zeitung ab sofort ein persönliches Online-Archiv zur Verfügung. Auf Basis der Funktionalität von Memonic kann jeder Nutzer ab sofort favorisierte Artikel in einem privaten Online-Notizbuch im NZZ-Design ablegen.
» Memonic stellt der NZZ eine White Label-Lösung zur Verfügung
SoundCloud
Und auch das Berliner SoundCloud ergänzt das eigene Angebot um ein nützliches Feature: Tonaufnahmen können direkt auf der Website oder mit der neuen iPhone-App angefertigt, annotiert und in der Folge dem Rest der Welt zur Verfügung gestellt werden.
» SoundCloud Launches Cool Recording Features, Aims At Wider Market
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Das Berliner Startup placeboard überträgt das Prinzip des Schwarzen Bretts in der Nachbarschaft ins Internet.
Ihr kennt das vielleicht: Überall an den Laternen in eurer Umgebung hängen Papierfetzen mit Wohnungsangeboten, Hinweisen zu Yogakursen oder Beschreibungen entlaufener Haustiere. Und der nahegelegene Supermarkt bietet extra ein Schwarzes Bett für derartige Zwecke, an dem sich von Hand beschriebene Zettel, allerlei Flyer und Webeprospekten drängen.
Der interessierte Internetfreund denkt sich beim Blick auf dieses Zettel-Chaos womöglich, dass derartige Aushänge mit Hilfe eines Webangebots eigentlich sehr viel besser und effektiver umzusetzen sein müssten – genau diesen Gedanken hatten auch Thomas Herr und Markus Schüler, die daraufhin mit placeboard eine mögliche Lösung entwickelten. Das Startup aus Berlin hat nach einigen Monaten in der geschlossenen Beta-Phase dieser Tage den Startschuss für sein Schwarzes Brett im Internet gegeben.
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Groupon
Mehr zum gestrigen Gerücht, dass Google Groupon übernommen habe: Laut dem Wall Street Journal liegt derzeit nur ein Angebot von Google vor, allerdings in der stolzen Höhe von 5,3 Milliarden Dollar.
» Google’s Groupon Offer: $5.3 Billion, With $700 Million Earnout
WikiLeaks
Während die deutschen Zeitungen nach einer kurzen Phase der Begeisterung eher dazu übergegangen sind, WikiLeaks selbst zu skandalisieren, zeigt der Guardian schön auf, welche Revolution WikiLeaks eigentlich einläutet.
» WikiLeaks: the revolution has begun – and it will be digitised
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Mit dem Jugendmedienschutz-Staatsvertrag zeigt die Politik, dass sie nicht begriffen hat, dass sich Anwender in einem globalen Netz nicht durch nationale Reglementierungen von Webangeboten schützen lassen.
Von der Aufregung in der deutschen Blogosphäre über die anstehenden Änderungen des Jugendschutzes im Internet dürfte gestern wohl jeder mitbekommen haben, der sich nicht den ganzen Tag in einer Höhle verkrochen hat. Die Reaktionen auf den wahrscheinlich zum 1.1.2011 in Kraft tretenden Jugendmedienschutz-Staatsvertrag,
der die Bedingungen von alten und neuen Medien angleichen soll, reichen von nüchterner Kritik über Empörung bis hin zu Panik und Ankündigungen zur Schließung von Blogs.
Rivva gibt einen guten Überblick.
Weitere Anmerkungen zu dem Regelwerk als solches spare ich mir an dieser Stelle und verweise nochmals auf obigen Rivva-Link. Hochgradig lesenswert ist allerdings der Beitrag von Rechtsanwalt Udo Vetter, der Entwarnung gibt und vielen der gestern im Netz zirkulierenden Befürchtungen bezüglich möglicher Konsequenzen für Blogs (Alterskennzeichnung, Abmahngefahr) den Wind aus den Segeln nimmt.
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