Memolane:
Die Neuauflage des Lifestreaming

Memolane ist ein neuer Aggregator, der Aktivitäten von anderen Webdiensten auf einer Zeitleiste darstellt und den schnellen Blick in die Vergangenheit erlaubt. Wir haben 50 Einladungen zur Beta-Phase.

Es scheint, als sei mit dem Verkauf von FriendFeed an Facebook (und der darauf folgenden Vernachlässigung des Dienstes) auch das in Tech-Kreisen vor zwei Jahren kurzzeitig angesagte Thema Lifestreaming wieder in der Versenkung verschwunden bzw. in andere, erfolgreichere Konzepte eingeflossen – letztlich sind Facebook- oder Twitter-Streams, in denen wir unsere Aktivitäten von externen Webservices veröffentlichen, nichts anderes als Reinkarnationen der Lifestreaming-Idee.

Mit Memolane versucht nun ein Service, das Thema neu zu besetzen. Das in geschlossener Beta-Phase befindliche Startup aus San Francisco setzt allerdings nicht auf das sonst übliche Darstellen der Webaktivitäten in einer optisch eher langweiligen Listenform, sondern platziert alle Einträge auf einer Zeitleiste. Diese zeigt die Ereignisse bei den mit Memolane verknüpften Diensten an und erlaubt am unteren Seitenrand das direkte Ansteuern beliebiger Momente in der Vergangenheit. Hier findet ihr meine Memolane.

Fairerweise sollte angemerkt werden, dass der Vergleich mit Lifestreaming von mir kommt. Memolane selbst sieht sich, wie auch der Name erahnen lässt, eher als Tool, um möglichst bequem nachschauen zu können, was einen zu einem frei wählbaren Zeitpunkt in der Vergangenheit beschäftigt hat. Im Gegensatz zu klassischen Lifestreaming-Services importiert Memolane Content auch nicht in Echtzeit sondern dem Anschein nach nur einmal pro Tag.

Die Anzahl aggregierbarer Dienste hält sich momentan auch stark in Grenzen: Unterstützt werden Facebook, Twitter, Flickr, Picasa, Last.fm, foursquare, Tripit, YouTube und RSS-Feeds (z.B. des eigenen Blogs). Allerdings lassen nicht alle Services einen beliebig weitreichenden Blick in die Vergangenheit zu (z.B. Twitter).

Memolane ist seit langem einmal wieder ein Webangebot, bei dem ich mich aktiv um eine Einladung zur Beta-Phase bemüht habe – und das, obwohl ich mir nicht sicher bin, inwieweit der Service zu mehr taugt als zum einmaligen Vorzeigen und gelegentlichen Betrachten der eigenen visuell sehr nett präsentierten Zeitleiste.

Wer Memolane ausschließlich als Unterstützung für das eigene Erinnerungsvermögen verwenden will und Services importiert, bei denen die Aktivitäten nicht frei zugänglich im Netz erscheinen sollen, der kann das Memolane-Konto auf privat stellen.

Memolane hat uns freundlicherweise 50 Einladungen für die geschlossene Beta-Phase bereitgestellt. Wer das Angebot ausprobieren möchte, registriert sich auf dieser Seite und verwendet den Invite-Code “netzwertig”.

 

Martin Weigert

Martin Weigert ist der leitende Redakteur von netzwertig.com.

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9 Kommentare

  1. Herzlichen Dank für die Einladung, ich bin ja großer Fan von Aggregatoren dieser Art. Und Memolane sieht wirklich mal schön aus und ist angenehm zu bedienen, gerade bei solch einem Service ist das m.E. sehr viel wert!

    Auch interessant finde ich die “Stories”-Funktion. Gut, dafür bräuchte man erstmal Freunde auf Memolane, aber an sich stelle ich mir diese Funktion sehr spannend vor!

  2. Da fällt mir auf, dass ich diese Funktion im Artikel ganz unterschlagen habe…

  3. Herzlichen Dank für die Information und den Invitationcode!

  4. Wenn de noch nen Invite übrig hast… ;)

  5. Danke für die Einladung.

    @Jürgen sind noch welche da ;)

  6. Danke für die Einladung.

    @Jürgen sind noch welche da ;)

  7. Nach drei Tagen rumspielen mit dem Dienst (danke für die Invites) stellt man schnell fest: Alles noch *sehr* beta und sehr buggy. Und diese Timeline-Geschichte ist eine nette Spielerei, aber wirklichen Nutzung oder Nutzbarkeit bedeutet das nicht .. Wenn keine nützlichen Features dazu kommen wird der Dienst eine Nische bleiben.

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