Digitale Welt:
Abhängig von den Launen der Natur

Die Digitalisierung bietet der Menschheit unzählige Chancen. Sie macht uns aber auch noch abhängiger von den Launen der Natur.

Viele der Webdienste, über die wir bei netzwertig.com berichten, erleichtern den Alltag von Menschen, machen sie produktiver, bringen sie einander näher und bieten ihnen ein umfangreiches Angebot an neuen Services zur persönlichen Unterhaltung. Doch während dies alles feine Unterfangen sind, die sich positiv auf das persönliche Wohlbefinden von Individuen auswirken, setzen sie voraus, dass die Grundbedürfnisse von Menschen sowie einige externe Faktoren erfüllt sind. Ist dies nicht der Fall, hat auch der beste Streamingdienst für Musik oder das coolste Facebook-Spiel keinerlei Bedeutung.

Ich befinde mich gerade auf der thailändischen Insel Koh Samui, und wie weite Teile Thailands steht auch diese seit gestern unter Wasser. Nach zwei Tagen mit fast ununterbrochenem Regen, kombiniert mit Sturm und Gewitter, wurde sowohl für die Insel als auch für zahlreiche andere Regionen in Thailand der Notstand ausgerufen. Und meine Freundin und ich sind mitten drin.

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Linkwertig:
Google Street View, Journalismus,
Aupeo, Yiid

Google Street View
Wie angekündigt ist die Google Street View gestern in Deutschland gestartet, die verpixelten Häuser haben auch international für Furore gesorgt.

Aber nicht nur in Oberstaufen geht Google Street View heute an den Start. Mit dabei sind auch die Städte München, Stuttgart, Dresden, Hamburg und Berlin.

» Street View-Galerie
» Google Street View in Deutschland gestartet

 

Journalismus
Ulrike Langer gibt Zeitungsverlagen sieben pragmatische und gute Tipps.

Erzählen Sie Ihre Geschichten, präsentieren Sie Ihre Recherchen, stellen Sie Ihre Fragen mit den jeweils besten Mitteln und Darstellungsformen, die das Internet zu bieten hat.

» Kuratieren statt Klickstrecken bauen: Meine Keynote beim Deutschen Fachjournalisten-Kongress

 

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Hipmunk:
Eine Flugsuche, die Spaß macht

Die Nutzung von Flugsuchmaschinen ist oft umständlich und zeitraubend. Das US-Startup Hipmunk zeigt mit einem neuartigen Ansatz, dass die Suche nach Flügen aber auch Spaß machen kann.

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Millionen Menschen buchen ihre Flüge im Netz. In vielen Fällen, gerade bei Billigfliegern und Strecken, die man regelmäßig frequentiert, reicht es aus, dafür die Website der bevorzugten Fluggesellschaft zu besuchen. Manchmal jedoch weiß man nicht genau, welcher Anbieter für die Reise zum geplanten Zielort der günstigste ist und welche Gesellschaften überhaupt dorthin fliegen.

Für solche Situationen gibt es zahlreiche Flugsuchmaschinen, die Reisenden beim Vergleichen von Flugzeiten und Preisen helfen wollen. Leider erledigen die meisten dieser Dienste ihre Aufgabe eher schlecht als recht. Oft erfordern sie mehr Klicks als notwendig, liefern nur bedingt relevante Ergebnisse und versagen genau in dem Bereich, der eigentlich ihre Stärke sein müsste: die übersichtliche und durchdachte Darstellung der verfügbaren Flüge.

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Startups:
Warum es Zeit ist, den Copycat-Begriff zu hinterfragen

Deutsche Webdienste werden leicht als so genannte Copycats abgestempelt. Nicht immer zurecht.

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Bild: iStockphoto.com
Bild: iStockphoto.com
Der Begriff der Copycat dürfte den meisten von euch geläufig sein. Im Webkontext verbreitete er sich zum Höhepunkt der Web-2.0-Welle vor drei bis vier Jahren und bezeichnet seither deutsche Kopien oder “Klone” existierender Dienste und Geschäftsmodelle aus den USA, die dort ihre Tauglichkeit bereits unter Beweis gestellt haben.

Statt eigene, vorher ungeprüfte Konzepte umzusetzen, beschränkten sich manche Gründer und Investoren in Deutschland darauf, mit zum Teil auch optisch ähnlichen Nachbildungen von hierzulande noch nicht gestarteten US-Services ihr eigenes Risiko zu minimieren und die Chancen für einen schnellen Exit zu maximieren. Beispiele hierfür sind unter anderem die Facebook-Copycat studiVZ, der nicht mehr existente Twitter-Klon frazr oder das Groupon-Äquivalent (und dann von Groupon übernommene) CityDeal – bei allen gehörten die Gebrüder Samwer zu den Geldgebern. Ihr Name ist seit einigen Jahren untrennbar mit dem Copycat-Begriff verknüpft.

Während die Kritik am Copycat-Ansatz berechtigt ist, scheint es mir, als wenn sich der Begriff und das damit üblicherweise einhergehende (aber längst nicht mehr berechtigte) Wehklagen über unfähige deutsche Startups immer mehr verselbstständigt und zu einem simplen Reflex wird.

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Linkwertig:
Blekko, Street View,
Peter Glaser, Geocities

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Blekko
Mit Blekko ist gestern eine der interessantesten Suchmaschinen der letzten zwei Jahre an den Start gegangen. Das Besondere dabei ist, dass man ‘Slashtags’ definieren kann, um etwa Suchergebnisse auf themenbezogene Websites zu begrenzen.

» Blekko
» Blekko, The Slashtag Search Engine, Goes Live

 

Google Street View
Laut der Augsburger Allgemeinen wird Google heute um 10.30 Uhr in Deutschland eine Vorpremiere der Street View online schalten.

Google werde den Ort mit einer Art Vorpremiere mit der Allianz Arena, dem Branderburger Tor und anderen Sehenswürdigkeiten online stellen. Während Street View in weiten Teilen Deutschlands umstritten ist, hat der Bürgermeister von Oberstaufen kein Problem damit. Er und die meisten Bürgerinnen und Bürger sehen darin eher eine Chance für mehr Tourismus.

» Google Street View: Ab morgen online

 

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Taxicaller:
Ein Grund weniger,
Telefonate zu führen

Taxicaller ist eine neue mobile Applikation für das iPhone, mit der sich in allen deutschen Großstädten ortsbasiert ein Taxi bestellen lässt. Mit Klicks statt mit einem Anruf.

Hamburger scheinen begeisterte Taxifahrer zu sein. Oder die Suche nach einem Taxi gestaltet sich in der Hansestadt besonders schwierig. Das wären zwei mögliche Erklärungen für die Tatsache, dass nach myTaxi (siehe auch) nun bereits der nächste Dienst aus Hamburg an den Start geht, der die Bestellung von Taxis durch den Einsatz einer mobilen Weblösung effizienter gestalten will. Oder es ist einfach nur Zufall.

Taxicaller heißt die gerade gestartete Anwendung der talex mobile solutions GmbH, mit der die telefonische Taxibestellung der Vergangenheit angehören soll. Der Dienst, der zu Beginn nur als kostenlose iPhone-App verfügbar ist (andere Plattformen sind angekündigt), überprüft, welche Taxiunternehmen am via GPS ermittelten Standort des Smartphone-Benutzers ihre Dienste anbieten.

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Das Beste:
netzwertig.com im Oktober 2010

Personensuche:
Yasni lässt die Hüllen fallen

Vor drei Jahren ging die umstrittene Personensuchmaschine Yasni an den Start. Trotz (oder gerade wegen) heftiger Kritik an dem Konzept wächst das Startup aus Frankfurt kräftig, wie ein umfassender Blick auf die Zahlen des mittlerweile profitabel arbeitenden Unternehmens zeigt.

Zu behaupten, Personensuchmaschinen gehörten zu den weniger glamourösen Startup-Kategorien, wäre wahrscheinlich noch eine Untertreibung. Dienste wie Yasni aus Frankfurt oder der österreicher Konkurrent 123 People sammeln frei verfügbare Daten zu Individuen im Netz und aggregieren diese anschließend. Das gefällt nicht jedem, wie wir schon häufig in Kommentaren zu Artikeln feststellen mussten, in denen derartige Dienste Erwähnung fanden. Manch einer fühlt sich unwohl bei dem Gedanken, dass ein Service im Netz verstreute Informationen über die eigene Person zusammensucht und in kompakter Form darstellt.

Für Kontroversen zu sorgen – wie es bei Personensuchmaschinen, die in Deutschland auch schon häufiger die Gerichte beschäftigten, definitiv der Fall ist – bedeutet nicht, von Usern ignoriert zu werden. Im Gegenteil: Der Bedarf an aggregierten Informationen rund um Personen im Netz ist zweifelsohne vorhanden, und die zusätzliche Aufmerksamkeit schafft Neugier und verhilft den Personensuchmaschinen sogar noch zu steigenden Nutzerzahlen.

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