Viele Onlineservices schaffen es, Nutzer zu begeistern. Doch welche Webanwendung war im Jahr 2010 der absolute Liebling der deutschsprachigen Tech-Szene? Wir wollen es von euch wissen!
Jede Wochen stellen wir euch bei netzwertig.com junge, innovative, vielversprechende Startups aus dem Onlinebereich vor. Zudem behalten wir stetig die Entwicklung der tonangebenden Akteure in der schnelllebigen, bunten und spannenden Welt des Social Webs und angrenzender Sektoren im Auge.
Nun nähern wir uns mit großen Schritten dem Jahresende, was bei uns die Frage aufwarf, welches Startup oder welcher schon etablierte Anbieter bei Branchenbeobachtern und Internet-Enthusiasten eigentlich im Jahr 2010 am meisten Begeisterung hervorrief. Um dies herauszufinden, starten wir erstmalig einen Wettbewerb: Wir suchen die Webanwendung des Jahres!
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In der vergangenen Woche blockierte Facebook kurzzeitig die Erwähnungen des Wortes “Lamebook” auf seiner Plattform. Ein Versehen, hieß es später. Die Website der Protestinitiative OpenBook ist dagegen noch immer verbannt.
Als wir vor einer Woche über die
kurzzeitige Sperrung des Begriffs “lamebook” bei Facebook berichteten, haben nach dem Lesen sicher einige von euch selbst versucht, das erwähnte Wort oder die dazugehörige URL
www.lamebook.com bei dem Social Network auf der Pinnwand zu veröffentlichen oder per Facebook-Nachricht zu verschicken. Wahrscheinlich problemlos, denn das Blacklisting, welches anschließend von
Facebook als Versehen bezeichnet wurde, war nur für einige Stunden aktiv.
Nun bekommt ihr eine zweite Chance: netzwertig.com-Leser Lutz hat uns auf eine andere URL aufmerksam gemacht, die Facebook nicht auf seiner Plattform sehen will. Es handelt es ich um die Adresse von OpenBook, einem Projekt, das im Frühjahr dieses Jahres entstand und eine Möglichkeit bietet, öffentliche Status-Updates von Facebook-Nutzern zu durchsuchen, ohne dafür bei Facebook angemeldet zu sein.
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Jugendmedienschutz-Staatsvertrag
t3n beantwortet 17 Fragen zum kommenden Jugendmedienschutz-Staatsvertrag, der mehr oder weniger alle tangiert, die im Web Inhalte anbieten.
Das Gesetz wird von großen Teilen der Netzgesellschaft, Politikern, Juristen und Medienpädagogen als undurchführbar und in Auswirkungen für die unsere Kultur und Demokratie als katastrophal angesehen.
» 17 Fragen zum neuen JMStV
Internet
Hörtipp: Die Radiosendung Science Friday hat in ihren Archiven gewühlt und eine Sendung aus dem Jahr 1993 ausgegraben, in der über die Zukunft des Internets diskutiert wurde. Nicht nur wurde die Sendung auch als Livestream übertragen, auch Themen wie Urheberrecht oder Information-Overload wurden bereits behandelt.
» NPR on the future of the Internet, 1993
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Viele kostenpflichtige Angebote an der Peripherie von Internet- und Telekommunikationsservices fokussieren sich noch immer darauf, Kunden durch Zwang möglichst lange an sich zu binden, statt ganz einfach ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Zeit für einen Besinnungswandel.
Ich hatte vor einigen Tagen einen angeregten E-Mail-Austausch mit dem Vertreter eines deutschen Webdienstleisters. Anlass war
mein Artikel zum T-Online Mediencenter, einer Cloud-Speicher-Lösung für Privatanwender mit 25 Gigabyte kostenlosem Speichervolumen. Daraufhin erhielt ich eine Mail von besagter Person mit dem Hinweis auf einen ähnlichen Storage-Dienst, den sein Unternehmen anbietet.
Im Gegensatz zum T-Online-Angebot handelte es sich bei der von ihm vorgestellten Alternative um ein reines Bezahlangebot, welches zudem eine Einrichtungsgebühr und eine lange Vertragslaufzeit beinhaltete – bei dem günstigsten Paket ein Jahr. Zudem waren diese Einschränkungen nicht sofort ersichtlich, sondern erst, nachdem ich mich animiert durch das Sternchen neben der Preisangabe auf die Suche nach dem sprichwörtlichen Haken gemacht hatte.
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Rivva
Rivva hat den Rückblick auf das Jahr 2010 veröffentlicht. Für jeden Monat wurden dabei die fünf Artikel mit den meisten Reaktionen erfasst.
» Rivva
WikiLeaks
WikiLeaks hat gestern mehr als 250.000 geheime Depeschen des US-Außenministeriums veröffentlicht. Das mittlerweile eingespielte Trio Spiegel, New York Times und Guardian haben die Inhalte aufbereitet.
» Die Botschaftsdepeschen
» State’s Secrets
» The US embassy cables
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simfy will durch eine Zusammenarbeit mit der VZ-Gruppe seine Reichweite erhöhen. Neben einer Vermarktungspartnerschaft und Sondertarifen für Schüler und Studenten integriert simfy das neue Login-System “VZ ID”.
Kostenlose On-Demand-Musik aus dem Web geht weg wie warme Semmeln, oder? Das war zumindest stets meine Überzeugung, und der kometenhafte Aufstieg von
Spotify belegt diese These. Doch auf Deutschland trifft sie bisher nicht zu. roccatune
schloss vor über einem Jahr seine Pforten, und steereo
wurde vor einigen Wochen in einer Art
Nacht-und-Nebel-Aktion mit
simfy “vereint”, wobei die Entwicklung eigentlich eher als “Schließung mit anschließender Empfehlung an die steereo-Nutzer, zu simfy zu wechseln” bezeichnet werden müsste.
simfy ist damit in Deutschland und der Schweiz allein auf weiter Flur, was den Betrieb eines Freemium-Musikdienstes betrifft, bei dem schon in der kostenlosen Version auf 6,2 Millionen Titel zugegriffen werden kann (wenn auch die volle Freiheit bei der Auswahl einzelner Songs nur zahlenden Anwendern vorbehalten ist).
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In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.
Dieses Mal mit: Coldoro – eigene Workflows definieren; boilerpipe – Inhalte aus Webseiten extrahieren; und Geraspora – ein Diaspora-Server aus Deutschland.
Coldoro
Coldoro ist ein minimalistischer Webdienst, mit dem sich Workflows und Zustandsmaschinen im Browser definieren und in der Folge durchspielen lassen. Ein Workflow besteht aus Zuständen und Übergängen, die mit einem Editor erstellt und bezüglich der Eigenschaften und beteiligten Rollen definiert werden können. Kleine Warnung: Der Editor ist eher rudimentär und erfordert etwas Einarbeitungszeit, erledigt aber seinen Job. Nettes Detail am Rande: Für erstellte Workflows lässt sich auch der Quelltext für Ruby generieren, der sich in anderen Programmen benutzen lässt.
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Last.fm hat mit dem Recsplorer ein neues Tool zur Entdeckung von Musik veröffentlicht. Es kann süchtig machen.
Unter den Leserinnen und Lesern von netzwertig.com befinden sich einige Last.fm-Fans, wie wir von früheren Artikeln über das populäre Social Music Network wissen. Für alle Freunde des Londoner Dienstes wurde gestern eine sehr interessante Funktion gelauncht – die auch mich heute Vormittag länger in ihren Bann ziehen konnte, obwohl ich
Last.fm eigentlich nur noch passiv in Form der Desktop-Software zum “Scrobbeln” einsetze.
Der Service hat gestern den Recsplorer vorgestellt. Diese merkwürdige Bezeichnung steht für Recommendation Explorer und beschreibt eine Funktion, um zu den persönlichen Präferenzen passende Musik zu finden. Der dafür gewählte Weg birgt Suchtpotenzial:
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Der Andrang auf Einladungen zur geschlossenen Alpha-Phase von diaspora illustriert, warum für neue Social Networks die Schaffung von geradezu übertriebener Aufmerksamkeit sinnvoll ist.
“Was macht diaspora besser als XYZ” ist eine Frage, die man in den letzten Monaten häufiger gehört hat. Anstelle von XYZ könnt ihr den Namen
eines anderen Projektes einsetzen, welches sich an einem dezentralen sozialen Netzwerk versucht oder dies in der Vergangenheit getan hat.
Nach unserem gestrigen Aufruf zu einer Art “Invite-Kette” für Einladungen zur geschlossenen Alpha-Phase von diaspora fällt es nicht mehr schwer, eine Antwort zu geben: diaspora hat Nachfrage generiert. Den anderen Initiativen ist dies nicht gelungen.
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