Yiid:
Eine vielversprechende Transformation

Yiid wirft unnötigen Ballast über Bord und verschafft sich endlich eine klare Positionierung. Mit Like- und Dislike-Button sowie dazugehörigem Echtzeitstream empfiehlt sich der Dienst als Alternative zu Facebooks “Gefällt mir”-Button.

iPod Touch in ein iPhone verwandeln? — Eine Gummihülle mit integriertem GSM-Modul machts möglich - für wenig Geld. — Textanzeige

Facebooks Like-Button und die meisten anderen Ein-Klick-Gesten haben einen entscheidenden Nachteil: Sie zeigen zwar, wie viele User ein bestimmtes Objekt gut finden, aber nicht, wie viele dem jeweiligen Inhalt kritisch gegenüberstehen. Es sagt daher wenig aus, wenn 30 User unter einem beliebigen Artikel auf den Like-Button geklickt haben – ein wirkliches Urteil über die Reaktionen auf einen Beitrag ließe sich erst dann ziehen, wenn der Gesamtkontext deutlich wird:

Wenn lediglich 100 Nutzer den Text zu Gesicht bekommen haben, sind 30 “Like”-Klicks viel. Bei 1.000 oder gar 10.000 Lesern sieht es plötzlich ganz anders aus. Zudem steht dann die Frage im Raum, wie viele gerne ihr Missfallen über das Gelesene geäußert hätten, dies aber nicht extra in Form eines Kommentars tun wollten.

Während “Gefällt mir”-Buttons mit ihrer Fähigkeit, anzuzeigen, wie viele User ein Onlineobjekt für gut befunden haben, durchaus eine relevante Messgröße darstellen, wäre es oft interessant zu erfahren, wie ein Video, Artikel oder Foto insgesamt von den Betrachtern aufgefasst wurde – ob tendenziell positiv oder negativ. Dies erreicht man, indem man den “Likes” die bei Facebook nicht existierenden “Dislikes” gegenüberstellen und die Differenz bilden würde.

Vor einigen Monaten startete der deutsche Dienst Yiid seine Antwort auf Facebooks Like-Button: Ein Widget für Website-Betreiber, mit dem User sowohl ihr Gefallen als auch ihr Missfallen rund um Onlinecontent ausdrücken können (siehe z.B. hier unter dem Artikel). Der Service aus Weinheim südlich von Frankfurt positionierte sich ursprünglich als Aggregator für die persönlichen Internetidentitäten, schien aber selbst ein Problem mit seiner Identität zu haben, weshalb er sich nun von einem Großteil seiner Funktionalität verabschiedet.

» weiterlesen

Linkwertig:
BitTorrent, WebP, goo.gl, bit.ly

Warum wir mehr wissen über Social Media? — Weil wir jahrelange praktische Erfahrung haben: Zum Beispiel aus diesem Blog. Wollen Sie auch mehr wissen? Dann holen Sie sich unser kostenloses Whitepaper. — Textanzeige

BitTorrent

Apple hat – für viele sicherlich überraschend – eine BitTorrent-App für das iPhone zugelassen. Bisher hat Apple vergleichbare Anwendungen immer blockiert.

» Apple Approves a BitTorrent App for iPhone

-

WebP
Im Bestreben das Web schneller und schneller zu machen hat Google nun mit WebP ein neues Format für Bilder vorgestellt. Laut Google lässt sich damit die Größe von Bilddateien um 39% reduzieren.

» WebP, a new image format for the Web

» weiterlesen

Samstag App Fieber:
Simplenews, Anti Ohrwurm, Hotelsnapper

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal mit: Simplenews – einem einfachen Feedreader; Anti Ohrwurm – Ohrwürmer bekämpfen; und Hotelsnapper – den Preis für Hotels selbst vorschlagen.

 

Wissen sammeln statt Links horten — Mit Memonic digitale Inhalte aus dem Web, Datenbanken, Dokumenten im eigenen Online-Notizbuch speichern, mit Freunden teilen und mit einem Klick in ein Worddokument integrieren. — Textanzeige

Simlenews
Simlenews
Simplenews ist ein Feedreader, der seinem Namen alle Ehre macht. Ohne weiteren Schnickschnack kann man Feeds abonnieren und diese im ‘River of News’-Stil, also rein chronologisch, lesen. Der Verzicht auf alle etwaigen sozialen oder organisatorischen Features wie Sharen, Liken, Kommentieren, Tags oder Ordner ist dabei durchaus ein Vorteil, weil man sich wirklich auf das Lesen der Artikel konzentrieren kann. Simplenews unterstützt dabei Keyboard-Shortcuts, was das Lesen zusätzlich effizient macht. Die Möglichkeit seine Feeds via OPML zu importieren wäre wohl nützlich, andererseits hat der Akt der manuellen Filterung beim Hinzufügen von Feeds vielleicht auch seine Qualität.

 

 

» weiterlesen

Playlistnow:
Twitter für Playlisten

Bei Playlistnow publizieren Nutzer Status-Updates mit selbst erstellten Playlisten. Der Dienst erinnert nicht nur an Twitter und Facebook, sondern auch an Apples Produktneuheit Ping.

Gründer sollten es vermeiden, einen neuen Webdienst vorzustellen, indem sie seine Grundfunktionalität in den ersten Sekunden ihres Pitches mit der eines etablierten Anbieters vergleichen. Für Blogger ist dieses Stilmittel jedoch sehr hilfreich, um Lesern in so wenig Worten wie möglich die Funktionsweise eines Startups zu erklären. Und manchmal liegt es einfach auf der Hand. Wie im Falle von Playlistnow, einem “Twitter für Playlisten” – mit einer Prise Facebook.

Bei Playlistnow geht es darum, Followern selbst erstellte Playlists mit der persönlichen Lieblingsmusik zu empfehlen. Nachdem man sich als neuer Nutzer bei dem Dienst registriert hat (ein Login ist auch über das eigene Facebook-, Twitter- oder Google-Konto möglich) und sich für das Folgen oder Entfolgen einiger vorgeschlagener User entschieden hat, beginnt man damit, eine erste Playlist zu erstellen und diese mit Songs zu befüllen.

Playlistnow greift über die YouTube-API auf den großen Fundus an Musikclips von Googles Videoportal zu, sämtliche dort verfügbaren Titel lassen sich also in eine Playlist importieren (die Videos werden ausgeblendet). Spiellisten sollten möglichst zur aktuellen Stimmungslage passen und können mit charakterisierenden Attributen wie Tags und Kategorien (Arbeitsplatz, Sport usw) versehen werden.

» weiterlesen

Digitalisierung:
Wie die Welt schrumpft

Unsere digitalen Kontaktlisten sowie Cloudservices verschaffen uns überall auf der Erde das Gefühl, zu Hause zu sein. Eine Sache muss allerdings noch geschehen, bevor die Welt wirklich zum digitalen Dorf wird.

Es ist unglaublich, wie die Digitalisierung die Welt schrumpfen lässt. Dank des Internets haben wir heutzutage von überall Zugriff auf unser digitales Zuhause. Egal wo auf der Welt wir uns befinden. Durch die Tatsache, dass wir sämtliche Kontakte, Informationen und Daten jederzeit über Notebook, Netbook, Tablet oder Smartphone griffbereit haben, entsteht eine Konstante in unserem Leben, die uns die anderen Veränderungen deutlich einfacher handhaben lässt.

Nun ist das Bild einer vernetzten Welt keine Neuigkeit mehr. Dennoch wird mir derzeit wieder bewusst, welch weitreichende Folgen dieser Aspekt für unser Wohlbefinden hat und was er für unsere Anpassungsfähigkeit bedeutet.

Momentan befinde ich mich in Asien. Davor habe ich einige Jahre in Schweden gelebt (dahin kehre ich auch wieder zurück). Meine Heimat ist jedoch Berlin. Es ist mir also lange bekannt, was es heißt, primär über das Web mit Familie und Freunden in Kontakt zu bleiben. Trotzdem bin ich erneut fasziniert davon, wie einfach es heutzutage ist, temporär oder länger an einen völlig anderen Ort dieses Planeten zu reisen, und sich trotzdem sofort heimisch zu fühlen.

» weiterlesen

Linkwertig:
Futurezone, Simfy, Cloud Computing, Sevenload

Futurezone
Die Futurezone des ORF musste gestern aufgrund neuer gesetzlicher Bestimmungen ihren Betrieb einstellen. Es bleibt abzuwarten, ob private Anbieter den ‘erkämpften’ freigewordenen Platz mit qualitativen eigenen Angeboten füllen werden.

Was den Artikelbestand der Futurezone angeht, so arbeitet der ORF derzeit an einer nachhaltigen Lösung, mit der sichergestellt werden soll, dass diese wichtige Ressource für die interessierte Öffentlichkeit auch weiterhin frei über das Netz zugänglich sein wird.

» Futurezone: Down by Law

 

Simfy
Da schau her: Last.fm integriert Simfy und bringt auf diesen Weg die Möglichkeit zurück, einzelne Tracks on-Demand abzuspielen.

Zusätzlich kannst du deinen simfy-Account auch noch mit deinem Last.fm Profil verbinden. Durch das so genannte Scrobbeln vervollständigst du dein Last.fm-Profil und du erhälst noch spezifischere Musiktipps.

» Last.fm integriert Simfy

 

» weiterlesen