Netzneutralität:
Was die Diskriminierung von Daten
in der Praxis bedeutet

Aus Verbrauchersicht ist das Thema Netzneutralität nur schwer zu greifen. Kunden des US-Kabelbetreibers Cablevision durften am Wochenende jedoch spüren, was es in der Praxis bedeutet.

Die Debatte um die Neutralität der Netze war bisher aus Konsumentensicht primär eine theoretische, die sich vor allem aus den möglichen Folgen und Implikationen der Aussagen von Telekommunikationsanbietern und Branchenvertretern nährte. Selbst wenn Eingriffe von Providern in den über das Internet gesendeten Datenverkehr sowie eine Blockade der Übermittlung bestimmter Datenarten (z.B. VoIP, P2P) seit langem üblich sind, bleiben ein Großteil der Verbraucher bisher von derartigen Maßnahmen zumindest im stationären Breitbandweb verschont.

Womöglich ist es genau dieser theoretische Einschlag der Diskussion, der das Thema in seinem aktuellen Stadium für Endanwender, Medien und selbst Politik wenig greifbar macht und somit auch kaum relevant erscheinen lässt. Es ist davon auszugehen, dass weit mehr Menschen einen bewussten Wunsch nach Netzneutralität entwickeln, sobald sie konkret und am eigenen Leib spüren, was es heißt, wenn der heimische Breitbandanschluss bestimmte Arten von Daten diskriminiert, während andere problemlos durch die Leitung flutschen.

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Fyesta:
Kollektiver Eventkalender mit Privatsphäre-Vorteil

Bei Fyesta aus Berlin informieren Nutzer freigegebene Kontakte darüber, welche Unternehmungen, Reisen und Eventbesuche sie in Zukunft planen. Der Dienst vereint Elemente, die man von Plancast und Dopplr her kennt.

Während der Check-In an Orten und bei Dingen, die man gerade tut, mittlerweile im Netz nicht zuletzt dank Facebook einigermaßen salongfähig ist, hat sich das Thema des Eincheckens bei Aktivitäten, die in der Zukunft liegen, bisher noch nicht durchgesetzt. Neben den Eventfunktionen von Social Networks, mit deren Hilfe man beispielsweise die Teilnahme an einer Party signalisieren kann, wird das Konzept von “Future Check-Ins” bisher allein von Plancast umgesetzt:

Bei dem US-Dienst, über den wir im Februar berichteten, tragen User ihre zukünftigen Unternehmungen wie Veranstaltungen, Partys und Konferenzen ein und informieren so ihre Follower über die Teilnahme. Zwar konnte der Service relativ schnell für Aufmerksamkeit in Early-Adopter-Kreisen sorgen, wartet aber noch auf seinen großen Durchbruch.

Dem zuvorkommen möchte mit Fyesta nun ein neuer Dienst aus Berlin, bei dem sich ebenfalls alles um zukünftige Check-Ins dreht. Mein erster Verdacht war natürlich, dass es sich um einen Plancast-Klon handeln würde, aber mit dieser Vermutung lag ich offenbar falsch. Zum einen erklärte mir Artur Schmidt, einer der Köpfe hinter der für Fyesta verantwortlichen Internetagentur Blue Ocean Labs, dass die Idee zu Fyesta schon Anfang 2009 und damit lange vor Plancast entstand, die Entwicklung allerdings etwas länger dauerte als erwartet.

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Linkwertig:
DaWanda, Sicherheit, REST vs. SOAP, jQuery

DaWanda
Nettes Projekt von DaWanda bzw. der DaWanda-Community: Mit Creating Love wurde ein kollaborativer und sehenswerter Kurzfilm produziert. Jeder einzelne der 1620 Frames wurde von einem Mitglied von DaWanda gestaltet.

» Creating Love
» Ganz viel Liebe drin

 

Sicherheit
Google hat einen Fragenkatalog zur sicheren Verwendung von Gmail veröffentlicht. Die meisten Tipps lassen sich auch auf andere Anwendungen übertragen.

» Security Checklist
» Help keep your account safe with the Gmail security checklist

 

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Ein Trauerspiel:
Die Sehnsucht der Medien nach der nächsten Datenschutzlücke

Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung hat in einem “Experiment” eine angebliche Datenschutzlücke bei Facebook “aufgedeckt” und zieht dabei alle Register, um aus einer Mücke einen Elefanten zu machen.

Manchmal ist die Art der Berichterstattung rund um Tech-Themen in den Massenmedien einfach nur traurig. Aktuelles Beispiel dafür: Die von der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung “aufgedeckte” “Datenschutzlücke” bei Facebook.

Die FAS beschreibt in dem auch online veröffentlichten Artikel, wie sich durch die Registrierung eines Facebook-Kontos unter Angabe einer existierenden E-Mail-Adresse von Fremden ein Profil unter falschem Namen eröffnen lässt, und wie Facebook anschließend Kontaktvorschläge von Menschen anbietet, welche die zur E-Mail-Adresse gehörende Person kennen könnten. Die Zeitung beschreibt, wie sich auf diesem Weg herausfinden lässt, mit welchen Personen Fremde in Kontakt stehen.

Facebook generiert seine Vorschläge nämlich aus der Option für Mitglieder, ihre Adressbücher nach Bekannten zu scannen, die ebenfalls bei Facebook angemeldet sind. Dabei werden auch alle anderen E-Mail-Adressen gespeichert, um einem später hinzustoßenden neuen Mitglied sofort Vorschläge für Facebook-Freundschaften machen zu können. » weiterlesen

Samstag App Fieber:
JigBeans, Oh!Saft, Welches Tier hat hier geschissen?

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal ein weiteres Minimalismus-Special mit: JigBeans – Rennen für Inhalte; Oh!Saft – Abos für Saftorangen; und Welches Tier hat hier geschissen? – ein Wissensquiz.

 

JigBeans
JigBeans
JigBeans ist eine Variation vom Prinzip Buzz- bzw. Memetracker, also von Webdiensten, die neue Inhalte nach Popularität oder Interessantheit bewerten. Bei JigBeans nehmen alle neuen Artikel an einem ‘Rennen’ teil. Die Besucher der Seite können Artikel hoch- oder runter ‘bohnen’ und dem Artikel damit einerseits einen prominenteren Platz im Rennen, andererseits aber auch die Teilnahme am nächsten Rennen sichern. Rennen beginnen in periodischen Abständen, eine davor festgelegte Anzahl nimmt auch am neuen Rennen teil. Derzeit gibt es Rennen in Kategorien wie Mein Fussball Club, Beautiful Girls, Funny Things, Infotech oder Startups. Wer will kann den jeweiligen Eintrag auch auf Facebook, Digg oder Twitter sharen.

 

 

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Kooperation mit Livescribe:
Evernote macht den Kugelschreiber
fit für die Cloud

Wer handschriftliche Notizen verfasst, kann diese nur mit viel Aufwand digitalisieren und durchsuchbar machen. Evernote hilft ab sofort. Zumindest Besitzern der elektronischen Kugelschreiber von Livescribe.

Wir wissen, dass sich unter den netzwertig.com-Lesern zahlreiche Fans von Evernote befinden, dem beliebten “virtuellen Gedächtnis”, wie sich der US-Dienst zum Abspeichern und Verwalten aller möglichen digitalen Daten selbst bezeichnet. Was wir dagegen nicht wissen ist, wie viele von euch noch häufig Notizen von Hand erstellen, also so wie früher, mit Stift und Papier.

Wahrscheinlich mehr, als man annehmen möchte. Immerhin ist das papierlose Büro noch lange nicht Realität geworden, zudem empfinden es viele Menschen als angenehm, gelegentlich Informationen in ihrer eigenen Handschrift niederzuschreiben, statt sie in ein charakterloses Office-Dokument einzutragen oder mühselig in ihr Smartphone einzutippen.

Der offensichtlichste Nachteil: Was einmal aufs Blatt gebracht wurde, lässt sich nur mit viel Aufwand digitialisieren, durchsuchen und online mit anderen teilen. Bisher jedenfalls.

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Das neue Skype:
Ein Blick auf die Facebook-Integration

Skype hat eine neue Version seines VoIP-Clients zum Download gestellt. Die entscheidende Neuerung ist wie erwartet eine Integration von Facebook.

Im April, als Facebook gerade sein Open-Graph-Protokoll vorgestellt und damit deutlich gemacht hatte, dass es nicht weniger möchte als an jedem Ort dieses Internets verankert zu sein, sinnierte ich in einem Artikel über das Potenzial des VoIP-Clients Skype, sich als alternatives und vor allem dezentrales Social Network zu positionieren. Mit einer P2P-Technologie und mehreren hundert Millionen Benutzerkonten im Rücken (davon allerdings “nur” rund 124 Millionen aktiv) wären die Voraussetzungen gar nicht so schlecht gewesen.

Doch spätestens seit gestern ist klar, dass diese Idee wohl für immer ein Wunschtraum bleiben wird. Denn die seitdem verfügbare Skype-Version 5.0 beinhaltet, wie schon vor einigen Wochen vermutet wurde und wie eben in Linkwertig berichtet, als entscheidende Neuerung (neben Gruppen-Videochats mit bis zu zehn Personen) eine Integration von Facebook. Skype reiht sich damit in die Schar von Webanbietern ein, die sich dafür entscheiden, auf den Facebook-Zug aufzuspringen, statt ihren eigenen Zug zu fahren. » weiterlesen

Linkwertig:
Skype, OpenNeuroNet, Yahoo, Opera 11

Skype
Skype hat eine neue Version lanciert, die nun auch den Social Graph der eigenen Kontakte bei Facebook integriert. Auch neu sind Videokonferenzen mit bis zu zehn Teilnehmern.

» Skype 5 launches with Facebook integration

 

OpenNeuroNet
Mit dem OpenNeuroNet schickt sich nun auch eine kleine Gruppe aus Deutschland an, im Soge von Diaspora die Welt der dezentralen sozialen Netzwerke zu erobern.

Es soll ein Geflecht aus dezentralen sozialen Netzwerken entstehen und auch Netzwerke innerhalb von Netzwerken zur separierten Vernetzung etwa mit der Familie, mit Freunden oder mit Kollegen sollen möglich sein.

» Dezentrales soziales Netzwerk in Entwicklung

 

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Instagram:
Von 0 auf 100.000 Nutzer in 6 Tagen

Gerade einmal sechs Tage waren vergangen, da knackte Instagram, eine Art “Twitter für Fotos”, die Marke von 100.000 registrierten Nutzern.

100.000 Nutzer innerhalb von nur sechs Tagen nach dem Launch? Für einen Service, der lediglich auf dem iPhone verfügbar ist und eine Registrierung erfordert? Für Startups aus dem deutschsprachigen Raum ein wahrscheinlich unerfüllbarer Traum. Nicht so, wenn man aus der Peripherie des Silicon Valley kommt und den Rückhalt der dortigen Tech-Community hat. Dann können Anwenderzahlen in wenigen Tagen regelrecht explodieren.

So geschehen für den jungen Dienst Instagram. Instagram ist eine kostenlose iPhone-Anwendung eines Entwickler-Duos aus San Francisco, mit der das mobile Sharing von Fotos auf ein neues Niveau gehoben werden soll. Wenn man den ersten Zahlen von Instagram glauben darf, scheint der Geschmack der fotoverrückten und empfehlungsbegeisterten Early-Adopter-Nutzerschaft getroffen worden zu sein:

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Linkwertig:
Conversation Prism, De-Mail, Wolfram Alpha, Xing

Conversation Prism
Brian Solis und JESS3 haben die dritte Iteration ihres ‘Conversation Prism’ vorgestellt und den Bereich Social Media zu einer knackigen Infografik verdichtet.

» The Conversation Prism
» Introducing The Conversation Prism Version 3.0

 

De-Mail
Die Bundesregierung hat den nicht unumstrittenen Gesetzentwurf zur Regelung von De-Mail-Diensten abgesegnet.

Während Nutzer sich zur Eröffnung des Mail-Kontos ausweisen müssen, haben sich De-Mail-Provider an Auflagen zur IT-Sicherheit, zum Datenschutz und zur Verschlüsselung von De-Mails zu halten.

» Bundeskabinett verabschiedet De-Mail-Gesetzentwurf

 

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