Innovation:
Warum ich Steve Jobs dankbar bin

Jeder, der mit Begeisterung das mobile Internet verwendet oder anderweitig davon profitiert, sollte Apple-CEO Steve Jobs dankbar sein.

Heute früh erwachte ich mit folgendem Gedanken: “Wir sollten Steve Jobs wirklich dankbar sein”. Während ich mir vorstellen kann, wie bei einigen von euch ob dieser Aussage der Puls steigt und sich die Stirn in Falten legt, bitte ich euch, erst zu Ende zu lesen, bevor ihr eurer Wut mit einem Kommentar Luft macht (Apple-Fanboys sollten den Artikel natürlich auch vollständig lesen).

Meiner morgendlichen Erleuchtung ging eine Frage voraus, die ich mir in den letzten Tagen häufiger gestellt habe: Wo wären wir – die Menschen, welche die Digitalisierung und ihre vielfältigen neuen Möglichkeiten mit Freude und Enthusiasmus begleiten – ohne Steve Jobs? Damit beziehe ich mich nicht nur auf Besitzer von iPhones und iPads, sondern auf alle Konsumenten, die sich dank fortgeschrittener Smartphones oder Tablets im mobilen Web austoben, innerhalb von Sekunden Zugriff auf die Cloud erhalten und ortsunabhängig per Fingergesten multimedialen Content genießen.

» weiterlesen

Resümee:
“Ein Link pro Woche”

Im Juni riefen wir Blogger dazu auf, mindestens einmal pro Woche auf ein neues Blog aus dem deutschen Sprachraum zu verlinken. Hat unser Bestreben, mit gutem Beispiel voranzugehen, funktioniert?

Mitte Juni beschrieb ich angeregt von einem Tweet die Problematik der geringen Verlinkung von deutschsprachigen Blogs untereinander. Mein Ziel mit dem überraschend viel beachteten Beitrag war es, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass in manchen Situationen zwar der Link zu einem führenden US-Blog oder einem deutschen Nachrichtenportal schneller gesetzt ist, das Verlinken weniger bekannter Blogs aus der hiesigen Social-Web-Welt allerdings der bessere Ansatz sein kann (warum, steht im angesprochenen Posting).

Mein konkreter Vorschlag war es, jede Woche mindestens ein hiesiges Blog zu verlinken, das bisher auf der eigenen Site keine namhafte Erwähnung fand. Natürlich wollten wir mit gutem Beispiel vorangehen.

Ungefähr vier Monate nach diesem Aufruf ist es Zeit für ein (vorläufiges) Resümee. Gelang es uns, jede Woche auf mindestens ein Blog zu verweisen, das vorher nicht auf netzwertig.com erschien? Sowohl, um selbst zu erfahren, ob wir unser Ziel erfüllt haben, aber auch, um euch zu zeigen, dass mein Juni-Artikel nicht nur aus leeren Worten bestand, habe ich mir sämtliche netzwertig.com-Beiträge seit dem 17. Juni angeschaut und alle Erstlings-Links auf Blogs aus Deutschland, der Schweiz und Österreich notiert (mit Ausnahme von Unternehmensblogs).

» weiterlesen

Google Street View:
244.000 Widersprüche

244.000 Haushalte haben der Veröffentlichung ihres Wohnhauses bei Google Street widersprochen. Das sind zwar nur 2,9 Prozent aller betroffenen Haushalte, doch die Anzahl zu “verpixelnder” Häuser dürfte deutlich darüber liegen.

Vor einem Monat spekulierten wir darüber, wie viele Bundesbürger Widerspruch gegen die Abbildung ihres Wohnhaues beim umstrittenen Dienst Google Street View einlegen werden und ab welchem Prozentwert “verpixelter” Häuser Google die Handbremse ziehen würde. Konkrete Angaben zur Zahl der eingegangenen Widersprüche wollte Google damals nicht machen.

Die Bild-Zeitung bringt nun etwas Licht ins Dunkel: Rund 244.000 Haushalte sollen der Veröffentlichung bei Street View widersprochen haben – 2,9 Prozent der 8,5 Millionen Haushalte in den 20 Städten, in denen Street View zuerst an den Start gehen soll.
» weiterlesen

Linkwertig:
App Stores, Facebook Disconnect,
Google Demo Slam, Startups

Open Web App Ecosystem
Mozilla hat den Entwurf eines offenen App-Stores für Webanwendungen vorgestellt. Das vom App-Store für das iPhone populär gemachte Prinzip wird dabei auf Webstandards-basierte Anwendungen übertragen.

» Prototype of an Open Web App Ecosystem

-

Mac App Store
Und auch Apple expandiert das Thema und bringt im Januar einen App-Store auf den Mac. Die Funktionalität wurde weitestgehend vom iPhone übernommen und auch hier bekommen Entwickler 70% der Einnahmen.

» Mac App Store: It’s Coming This Winter

-

» weiterlesen

Park Me:
iPhone-App für Parkplatz-Vergesser

Park Me ist eine kostenlose App für iPhone und iPad, mit der Autofahrer nie wieder nach dem Ort suchen müssen, an dem sie ihr Gefährt abgestellt haben. Auch andere Einsatzgebiete kommen in den Sinn.

Jedem Autofahrer ist vermutlich schon einmal auf dem Rückweg zum eigenen Gefährt aufgefallen, dass man nicht mehr genau wusste, wo man es abgestellt hat. Vermutlich passiert einem dies nicht vor der eigenen Haustür, aber in fremden Städten, auf Großparkplätzen oder im Dunkeln in einer Seitenstraße kann ein solches Problem einem durchaus einmal unerwartet die Laune verderben.

Es ist unklar, ob Sergej Müller, Entwickler des WordPress-Plugins wpSEO, sich selbst irgendwann in einer solchen Situation befand, oder ob er lediglich sehr viel Empathie besitzt. Jedenfalls hat er mit Park Me eine kostenlosen Applikation für das iPhone und iPad entwickelt, die immer dann zum Einsatz kommen soll, wenn man den fahrbaren Untersatz abseits der gewohnten Pfade abstellt.

» weiterlesen

Qwerly:
Personenabfrage für Twitter-Konten

Twitter-Biografien sind auf 160 Zeichen begrenzt und geben nicht immer Auskunft über die Person hinter dem Tweet. Qwerly löst das Problem mit seiner Personenabfrage für Twitter-Konten.

Twitter-Nutzer dürften dies kennen: Sie stoßen auf ein interessantes Twitter-Profil, auf dem nicht nur eine vollständige Namensangabe fehlt, sondern auch eine Kurzbiographie (alternativ ist sie zwar vorhanden, sagt aber nichts Konkretes darüber, wer sich hinter dem Konto verbirgt). Oder sie suchen nach dem Twitter-Konto einer spezifischen Person, finden aber gleich mehrere Accounts zum jeweiligen Namen.

Qwerly hat die Lösung für dieses Problem: Der vom Wahl-Londoner und myblog.de-Mitbegründer Max Niederhofer gestartete Dienst lässt sich am besten als eine Art Whois für Twitter beschreiben und setzt dieses Konzept genau so um, wie man es sich in Hinblick auf eine Whois-Abfrage für eine Internetdomain vorstellen würde:

» weiterlesen

Linkwertig:
Microsoft Office 365, Kachingle,
Evernote, Apple

Microsoft Office 365
Microsoft verstärkt das eigene Engagement in der Cloud und stellt mit Office 365 eine Unternehmenslösung vor, die Microsoft Office, SharePoint, Exchange Online and Lync Online kombiniert. Für KMUs gibt es eine Standardversion für 6 Dollar pro Monat, grössere Unternehmen können es an die eigenen Bedürfnisse anpassen.

» Microsoft Unveils Office 365: Productivity Heads to the Cloud

 

Kachingle
Die New York Times erweist sich als nicht besonders humorvoll und verklagt den Micropayment-Dienst Kachingle, weil Kachingle eine symbolisch gemeinte Rettungsaktion für die Blogs der NYT initiiert hat.

» NY Times Sues Kachingle Over Publicity Stunt… Making Publicity Stunt That Much More Effective

 

» weiterlesen

Social Search:
Google unterstreicht
seine Experimentierfreude

Eine Woche, nachdem Bing und Facebook ihren Schritt zur sozialen Suche bekannt geben haben, zeigt Google, dass es bei dem Trendthema “Social Search” trotz der fehlenden Facebook-Partnerschaft experimentierfreudig ist.

In der vergangenen Woche gaben die Microsoft-Suchmaschine Bing und Facebook eine Kooperation bekannt, in deren Rahmen Ergebnisse von Bing mit “Likes” der persönlichen Facebook-Freunde angereichert werden – ein Schritt, der nicht nur das Thema der sozialen Suche ins Rampenlicht bringt, sondern auch Google schlecht aussehen lässt, das über öffentliche Status-Updates hinaus keinen derartigen Zugriff auf personalisierte Facebook-Daten hat.

Dass Suchmaschinen-Krösus Google dennoch alles daran setzen würde, den Social-Search-Trend zu forcieren, daran bestand kein Zweifel. Nur wenige Tage nach dem Bekanntwerden der Bing-Facebook-Zusammenarbeit präsentiert Google ein Resultat seiner Arbeit, wie Malcolm Coles aufgefallen ist (viavia): » weiterlesen

Doodle, Wuala & Memonic:
Mit dem eKnife
zu einer besseren Konversionsrate

Doodle, Wuala & Memonic haben Details zu ihrem neuen eKnife-Produkt bekannt gegeben: Unter dem Label soll zeitlich begrenzt ein vergünstigtes Paket mit den Premium-Versionen der drei Dienste vermarktet werden.

Vor einer Woche berichteten wir über den anstehenden Launch von “eKnife”, einer Kooperation der Schweizer Startups Doodle, Wuala und Memonic. Abgesehen von der Einladung zur Online-Pressekonferenz war unklar, was genau hinter dem als “erstes Online Schweizer Taschenmesser” angepriesenen Angebot steckt. Soeben haben die drei Unternehmen das Geheminis gelüftet:

eKnife ist ein unter der Domain www.eknife.ch angebotenes Bundle aus den kostenpflichtigen Premium-Varianten von Doodle, Wuala und Memonic, also leider doch kein neuartiger Dienst auf Basis der drei Webtools (wie auch immer dieser ausgesehen hätte). Der gemeinsame Marketingauftritt unter dem eKnife-Label soll stattdessen Nutzer durch einen deutlichen Preisvorteil zum Kauf der Premium-Services animieren:

» weiterlesen

Linkwertig:
Yahoo, Medien, Google Search Appliance, Startups

Yahoo
Yahoo macht sich laut dem Wall Street Journal auf die Spuren von Facebook Connect und wird vergleichbare Funktionalitäten unter dem Namen Y Connect anbieten.

» Yahoo To Offer A Facebook Connect-Like Service

 

Zukunft der Medien
Jochen Wegner, der scheidende Chefredakteur von Focus-Online, stellt 23 teilweise durchaus scharfsinnige Thesen zur Zukunft der Medien auf.

Die neue Ökonomie der Medien gleicht der Ökologie des Regenwalds. Der Regenwald zeichnet sich dadurch aus, dass es den kleinen Farnen ganz unten ganz gut geht. Ebenfalls geht es den Baumriesen, auf denen die Sonne scheint, gut.

» 23 Thesen zur Zukunft der Medien

 

» weiterlesen