Location Based Services:
friendticker erhält Kapitalspritze
in siebenstelliger Höhe

Der Berliner Location-Dienst friendticker erhält eine Kapitalspritze in siebenstelliger Höhe und will damit die Expansion ins Ausland vorantreiben.

Mitte August startete Facebook in den USA die seit einigen Wochen auch in Deutschland und der Schweiz verfügbare Funktion Facebook Places (Orte). Die Webszene stellte sich dabei die Frage, welche Auswirkungen die Existenz eines Check-In-Features bei dem größten sozialen Netzwerk der Welt auf die vielen kleinen Startups haben würde, die zuvor Location-Dienste auf Basis von Check-Ins aufgebaut haben.

Das deutsche foursquare-Pendant friendticker reagierte recht entspannt auf den Facebook-Vorstoß. Mitbegründer und CEO Florian Resatsch erklärte uns damals, dass man sich für Facebook Places öffnen und die entsprechende API von Facebook zur Verknüpfung von friendticker und Facebook nutzen werde, sobald sie für alle offen steht.

friendticker hebt sich von der US-Konkurrenz im Location-Markt dadurch ab, dass es Nutzern in Deutschland durch Kooperationen mit Händlern und Gastronomen für ihre Check-Ins reale Belohnungen bietet. Resatsch sah die Integration von Facebook Places daher als willkommene Gelegenheit zur Erweiterung von friendtickers Reichweite.

Eine aktuelle Nachricht unterstreicht, dass friendticker das eigene Entwicklungspotenzial offenbar wirklich nicht durch Facebooks neue Funktion in Gefahr sieht, und dass diese Erkenntnis nicht nur auf das friendticker-Team begrenzt ist: Das junge Unternehmen aus Berlin hat soeben bekannt gegeben, im Rahmen einer Finanzierungsrunde eine Kapitalspritze im siebenstelligen Eurobereich erhalten zu haben. Investoren sind DuMont Venture, die NRW.BANK sowie Klaus Wecken.

Mit der für einen bisher nur im deutschsprachigen Raum aktiv agierenden mobilen Social-Web-Dienst hohen Summe soll das Wachstum außerhalb von Deutschland vorangetrieben werden, primär durch den Ausbau der Vertriebs und Marketings sowie durch die technische Weiterentwicklung der Plattform. Erste Gerüchte zu einem Einstieg der genannten Investoren tauchten Anfang der Woche auf.

Neben dieser für das Startup erfreulichen Meldung gibt es auch Neuigkeiten bezüglich der Verschmelzung mit Facebook Places: Mit Hilfe einer Facebook-Applikation, die ab Dezember zur Verfügung stehen wird, können Nutzer ihre Facebook-Check-Ins bei friendticker anrechnen lassen, wodurch sie unter anderem in den Genuss von friendticker-Belohnungen für erfolgte Check-Ins kommen.

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4 Kommentare

  1. Phil v. Sassen
    schrieb am 29. Oktober 2010 um 13:23 Uhr (#)

    That’s good news!

  2. Schulzesch
    schrieb am 29. Oktober 2010 um 14:11 Uhr (#)

    Glückwunsch, ist zwar ein ” Klon ” aber sehr gut auf Deutsche Bedürfnisse angepasst. Weiter so! LBS ist auf alle Fälle ein interessanter Markt für lokales business.

  3. Christiano
    schrieb am 29. Oktober 2010 um 14:57 Uhr (#)

    naja man muss ja nicht alles gut finden was die Online-Branche so anbietet….verschwendetes Geld meiner Meinung. Halte es für einen Skandal so viel Geld für Dinge auszugeben die keiner braucht

  4. Gstar
    schrieb am 1. November 2010 um 12:18 Uhr (#)

    Naja, abheben tut sich friendticker nicht wirklich von den US Vorreitern –
    Foursquare bietet schon lange Kooperationen mit Gastronomen und EInzelhändlern an – da ist friendticker einfach nur ein cleverer deutscher “Abgucker” wie es noch zahlreiche weitere gibt, zB. Daily Places in Frankfurt

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